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Windows auf Chromebooks? Ab sofort mit Parallels Desktop möglich

Das Unternehmen Parallels erwähnten wir hier im Blog recht häufig. Im Juni wurde bekannt, dass die Partnerschaft zwischen Google und Parallels dazu führen sollte, dass Chrome OS um den Einsatz von Windows-Apps bereichert wird. Jene Umsetzung ist nun ganz offiziell mit Parallels Desktop für Chromebook Enterprise verfügbar und ermöglicht so unter anderem auch Microsoft Office und andere proprietäre Anwendungen selbst ohne Internetverbindung auf Enterprise-Chromebooks verwenden zu können. Parallels Desktop für Chromebook Enterprise ist in Chrome OS und die Google Admin-Konsole integriert und erfordere keine VDI-Infrastruktur, so Parallels.

Zu den hervorzuhebenden Features gehört unter anderem die gemeinsame Zwischenablage, womit ihr Texte und Grafiken OS-übergreifend kopieren und einfügen könnt. Außerdem dürft ihr einen Chrome-OS-Ordner eurer Wahl für Windows freigeben (hierzu zählen auch Ordner in Cloudspeicher-Lösungen), um Windows darin das Speichern von Anwendungsdaten zu ermöglichen. Die Bildschirmauflösung von Windows ändert ihr zudem ganz einfach durch Verkleinern oder Vergrößern des entsprechenden Fensters. Viele weitere Funktionen, aber auch Virtualisierungsmerkmale könnt ihr direkt in der Ankündigung erfahren.

Zur Verfügbarkeit heißt es seitens Parallels, dass die Software ab sofort für 69,99 Dollar pro Benutzer jährlich erworben werden kann. Ebenso gibt es eine kostenlose, voll funktionsfähige einmonatige Testversion mit fünf Benutzerlizenzen.

  • Empfohlene Hardware:
    • Prozessor: Intel Core i5 oder Intel Core i7
    • Speicher: 16 GB
    • Speicher: 128 GB SSD oder mehr
  • Bevorzugte Geräte:
    • HP:
      • HP Elite c1030 Chromebook Enterprise (empfohlen)
      • HP Pro c640 Chromebook Enterprise
    • Google:
      • Google Pixelbook
      • Google Pixelbook Go
    • Acer:
      • Acer Chromebook Spin 713
      • Acer Chromebook Spin 13
    • Dell:
      • Dell Latitude 5300 2-in-1 Chromebook Enterprise
      • Dell Latitude 5400 Chromebook Enterprise
    • Lenovo:
      • Lenovo Yoga C630 Chromebook
    • ASUS:
      • ASUS Chromebook Flip C436FA
  • Windows 10-Lizenz: Unternehmenskunden können ihre bestehenden Windows-Lizenzen und den Vertrag mit Microsoft verwenden.
  • Google-Administratorkonsole:
    IT-Administratoren können Chromebook-Geräte verwalten, die von Chrome Enterprise Upgrade abgedeckt sind.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. Viele werden sich freuen.
    Für mich widerspricht es dem Chromebook Gedanken mit Webanwendungen.

  2. Viel zu teuer meiner Meinung nach.

    • Das sehe ich auch so. Ich hatte Parallels früher auf dem Mac und mit jeden Update war quasi eine neue Version erforderlich.
      Wenn ich Windows Anwendungen auf dem Chromebook brauche, dann kann ich auch gleich ein Windows Notebook kaufen. Das kommt über 2-3 Jahre auch nicht teuerer als diese Lizenz.

  3. Ich frage mich grade genauso wie die Mac User die das machen immer Warum. Wenn ich Windows nutzen will kauft euch einen PC. Wenn Ihr MacOS nutzen wollt kauft einen Mac. Ich verstehe den sinn darin immer nicht. Früher haben mir die Leute dann immer gesagt ja der Mac sieht besser aus. Heute ist das aber auch möglich einen Hübschen PC zu kaufen. Und die Hardware ist ja auch fast das gleiche. Gut in Zukunft nicht mehr wenn Apple auf ARM geht aber Chromebook und Windows ne macht 0 sinn. Ich als EDVler sehe kein Szenario wo das einen Vorteil hat.

    • Weil bestimmte Software vielleicht nicht auf dem System läuft, das man präferiert?

      • Dann scheint es in meinen Augen aber nicht konsequent, diese Software einzusetzen. Bevor ich mir einen neuen Rechner kaufe und mich zwischen Windows und macOS entscheiden muss, überlege ich mir doch, was ich am damit machen möchte und auf welcher Plattform die dazu notwendige Software läuft.

        • Richard Rosner says:

          Aber warum sollte man sich dauerhaft Windows antun, wenn man Software, welche nur unter Windows läuft und für die es keine hinreichenden Alternativen gibt, zu selten nutzt, um einen eigenständigen Windows Laptop oder was auch immer zu rechtfertigen?
          Mit Lösungen wie Parallels und anderen VMs hat man da einen guten zwischenweg. Gerade auch was die Einschränkung der extremen (wahrscheinlich nicht einmal legale) Gesprächigkeit von Windows angeht.

      • @Fraggle
        Dann kauf dir einen Windows Rechner wie Simon gesagt hat. Ich breche immer wieder in schallendes Gelächter aus wenn ich höre das man sich einen MAC kauft und als erstes nach Windows fragt. Aber so kennt ja die Apple User.

    • Ein paar Jahre in dem Beruf, und Dir werden haufenweise Szenarien über den Weg laufen. Wenn Du denn dann über Deine Tellerand gucken kannst. Im übrigen – die Nutzung des Komma (,) ist in der deutschen Rechtschreibung nicht optional und hilft, einen Text lesefreundlicher zu gestalten.

      • Ich mache das jetzt sein 20 Jahre. Klar gibt es Software, die nicht auf einen Chromebook/MAC laufen. Wenn ich die nutzen will dann kaufe ich kein Chromebook oder Mac. Klar habe ich das schon bei Kunden gemacht die einen Mac gekauft haben, sich dann wunderten das Sie ihr Lexware nicht drauf installieren können. Aber ich Favorisiere dann lieber einen Zweiten PC für die Buchführung als Parallels + Windows Lizenz. Vor allem, weil die Kunden das Windows in Parallels auch nie updaten. Will gar nicht Wissen wie viele da noch Win7 drinnen am laufen haben. Manchmal denke ich das es für die Nutzung von Smartphone und PC einen Führerschein geben sollte mit Prüfung. Wenn man die dann nicht Schaft darf man das auch nicht benutzen. Wie beim Auto halt auch.

    • Also persönlich finde ich, dass der Optik und Haptik eines iMac, MacBook Pro und Air kaum ein anderer Hersteller das Wasser reichen kann und zweitens gibt es vielleicht mehr Anwendungen, als Du denkst. Der eigene Horizont ist ja bekanntlich oft der Kleinste.

      Ich nutze alle Mac inzwischen aber ausschließlich mit Boot Camp und Windows 10, keine VM-Software mehr. Warum? Es gibt in mehrere Software/Anwendungen, die tatsächlich nur unter Windows laufen/existieren. Bei mir z.B. meine alte Buchhaltungssoftware, die ich manchmal tatsächlich noch benötige, oder Software die andere Funktionen / Komfort hat, als die Mac-Version und gerade auch für Kundenschulungen. Da höre ich immer „bei mir sieht das ja ganz anders aus“ …. dann wechsle ich halt von auf Windows, damit ich ich nicht sagen muss „der Finder ist ihr Explorer“ ….. Auch zum nativen Testen ist es manchmal praktisch Windows zu nutzen.

      Meine Tochter hat auch BootCamp auf ihrem MacBook Air, weil in der Schule manchmal nur Windows Software verfügbar ist oder die Lehrer mit Mac komplett überfordert sind, ich aber bestimmt nicht wegen digitaler Inkompetenz der Lehrkörper jemals einen Windows-Rechner (oder Android) in meinem Haushalt sehen möchte 😉

  4. Ich habe auf unserem alten (ca. 7 Jahre) Acer C710 Chromebook Chrome OS runter geworfen und Windows 10 direkt installiert (nach Ausbau des Hauptspeichers und Einbau einer noch hier rumliegenden SSD).

    Ein ideales Gerät für den mobilen Einsatzzweck, wenn ein „normaler“ Laptop ein wenig zu schwer ist (und man nicht einen modernen 3.000 EUR-Manager-Ultra-Leicht-Ultra-Flach-Laptop bezahlen will…).

    Macht für mich wesentlich mehr Sinn als ein Chrome OS – die Basis verfügbarer Software explodiert damit nahezu. Firefox, Libre Office, Total Commander, Libre Office, Skype/Teams, …

  5. Ganz grundsätzlich finde ich die Idee mit Windows auf dem Chromebook gar nicht so schlecht. Generell bin ich der Auffassung, das ein Chromebook für sehr viel mehr Anwender eine gute Idee ist, als viele meinen. Aber klar, man muss das Konzept schon mögen. Mir persönlich gefällt das sehr gut, was mich an einem kompletten Umstieg nach wie vor hindert, ist iTunes. Ich pflege damit seit vielen Jahren meine Musiksammlung und auf dem Chromebook habe ich bisher leider keine Anwendung gefunden, die mir das in ähnlicher Weise ermöglicht. Hat jemand dazu vielleicht eine Idee?

  6. Vielleicht sollte man im Titel Enterprise-Chromebooks oder ähnliches schreiben. Für den normalen Leser klingt das immer so, als ob das mit einer 300 €-Kiste laufen würde. Aber im Grunde genommen braucht die Kiste so viel Bums, dass man mit der Leistung unter Windows auch ganz entspannt Android, Linux und ChromeOS emulieren kann. Also weit unaufgeregter als es Anfangs klingt.

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