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Windows 7 nach dem Supportende noch immer sehr beliebt

Wir haben bereits den Februar 2020. Netmarketshare, Anbieter von Statistiklösungen für Webseiten, hat wieder einmal aktuelle Monatszahlen aus dem Köcher gezogen. Vorab gibt man aber mit auf den Weg, dass es bei macOS in den vergangenen Monaten zu kleinen Ungenauigkeiten kam. Aufgrund von Änderungen am User-Agent in iPadOS 13 wurden iPads als macOS-Geräte identifiziert. Diese Änderung breitete sich schrittweise von September bis Dezember aus und erforderte eine Anpassung der Daten in diesem Zeitrahmen. Im Dezember stammten etwa 4,2 % (insgesamt) des US-macOS-Anteils von iPadOS 13, was größtenteils korrigiert wurde. Es war jedoch nicht möglich, die Daten vollständig zu identifizieren und zu korrigieren, sodass der macOS-Share von September bis Dezember 1-2 % der US-Shares von iPadOS 13 aufweist. Aber lasst uns einmal einen Blick auf die Top 10 werfen.

Die Windows-7-Verteilung im Vergleich zu letzten Monat nur leicht gesunken – und dies, obwohl der Support ja eigentlich ausgelaufen ist. Aber es gibt wohl immer noch zahlreiche Nutzer, die mit dem Betriebssystem unterwegs sind – und sicherlich auch zahlreiche Unternehmen. Die Daten werden aus etwa 100 Millionen gültigen Sitzungen pro Monat zusammengestellt, die über Tausende von Websites verteilt sind, so Netmarketshare. Klingt viel, sollte aber auch nicht überbewertet werden – 100 Millionen Sitzungen gemessen an der Zahl von Webseiten ist eigentlich wenig.

Deshalb hier einmal die Zahlen für unser Blog, rein zahlentechnisch weit über dem Schnitt einer typischen Netmarketshare-getrackten Webseite und sicherlich etwas aussagekräftiger für unseren deutschen Markt. Betrachtet man die Windows-Besucher im Januar für sich alleine, dann kommen wir auf 74,36 Prozent für Windows 10. Weitere 17,07 Prozent sind noch mit Windows 7 unterwegs, also weniger als im letzten und im vorletzten Monat. Interessant: Weiterhin schnappt sich Windows Vista vor dem neueren Windows 8.1 den dritten Platz (4,69 Prozent vs. 2,86 Prozent).

Plattformübergreifend geht es hier mehr mobil zu, Android-Nutzer machen 68,69 Prozent der Leser aus, mit iOS schauen 12,75 Prozent vorbei. Am Desktop mit Windows lesen hier immerhin noch 13,34 Prozent und einen Mac nutzen lediglich 4,41 Prozent. Linux-Nutzer gibt es auch, diese machen 0,67 Prozent aus. Chrome OS? Auch zu finden – 0,07 Prozent aller Nutzer.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Windows 7… es gibt halt keine Alternative. Bei Linux habe ich Grenzen erreicht (ist als Server super). Windows 10 sollte für alle ein No-Go sein.

      • Hässlich, zugemüllt, unorganisiert (teils muss man in mehreren Einstellungsebenen (Optionen, Systemsteuerung) rumwerkeln), nach jedem Update nur Probleme. Ich bin leider gezwungen es an vielen Rechnern zu ertragen. Freiwillig würde ich mir das niemals antun.

      • Mit jedem größeren Upgrade wird der ganze Kram den man NICHT haben will wieder neu installiert. Auf Firmen-PCs tauchen plötzlich Dinge wie „Candy Crush Saga“ auf auch brauche ich auf Firmen-PCs keine „Xbox Game bar“ etc. Lässt sich alles nur sehr umständlich deinstalliren/deaktivieren und beim nächsten Update hat man es sofort wieder drauf. Telemetrie-Einstellungen werden auch immer zurückgesetzt und OneDrive ist auch wie Howard Carpendale und feiert endlos sein come back.

        In einem Satz: Es nervt extrem!

        Den ganzen Kram können sie meinetwegen mit Home anwendern machen aber bitte nicht in einer Professional oder Enterprise version.

        • Ich habe auf meinen Arbeitsplatzrechner noch nie sowas wie xbox oder gar Candy Crush Saga gesehen und das obwohl alle über die IT-Abteilung ätzen. Arbeite allerdings in einer großen IT-Firma.

          Es gibt übrigens noch größere Firmen mit über 20000 Mitarbeitern die erst Mitte Jan. realisiert haben das der Win7 Support eingestellt wurde. MS hat es ja erst Jan 2017 überdeutlich angekündigt.

          • Ja du siehst es nicht, weil deine IT-Abteilung wahrscheinlich die ganze Arbeit erledigt hat. Aber das Problem ist doch dass, es automatisch mit kommt und wenn ich es nicht will muss ich es entfernen. Verstehe nicht warum man nicht einfach ein Vanilla-Windows ausliefern kann und wer den rest haben will kann ihn ja installieren.
            Siehe: https://www.tecchannel.de/a/unerwuenschte-installation-von-windows-store-apps-verhindern,3277892

            Es ist halt nervig, dass man (oder die IT-Abteilung) sich mit sowas überhaupt beschäftigen muss. Und mir kann keiner erzählen, dass die Mehrheit der Professional oder Enterprise user Candy Crush Saga oder Xbox installiert haben möchte.

        • Bob (der andere) says:

          @ Der Pan:
          Genauso sieht’s aus! Vorausgesetzt, das UpDate läuft überhaupt durch und bleibt nachher nicht in einer Bootschleife hängen.
          Und nein, als Home-Anwender will man das auch nicht haben!
          Deshalb weiter Win7 und Linux Mint.

          • „Deshalb weiter Win7“ ist aber definitiv die schlechtere Option. Eine nicht gefixte Lücke und du kannst Win7 vom Netz nehmen oder Russisch Roulette spielen.

            • Bob (der andere) says:

              @ DerPan:
              Bin gerade in der ÜbergangsPhase. Win7 nehme ich vom Netz, brauch es aber noch für einige , wenige Programme. Für Internet nehm ich den Linux-Rechner. Leider läuft nicht alles unter Wine, daher bleibt W7 noch im Einsatz.

              Und was Candy Crash angeht:
              MS bekommt Kohle dafür, deshalb wird das jedesmal wieder draufgebügelt.

        • Umständlich deinstallieren oder deaktivieren? Eure IT sollte mal den ein oder anderen Fortbildungskurs machen.

        • Dann solltest Du mal ein ernstes Wörtchen mit eurer IT reden wenn bei einem Update plötzlich Candy Crush und Co auftaucht :). Normal ist das ganz sicher nicht.

          • Martin Feuerstein says:

            Für Microsoft ist das anscheinend normal, dass das mitgeliefert wird, genauso wie Telemetrie, ständig wechselnde Sperrbildschirmbilder mit Extra-Infos zum angezeigten Bild. Darfst du als IT alles rauskastrieren.
            Hab zu einem ähnlichen Thema die Tage woanders einen Kommentar gelesen:
            „Die Computer funktionieren doch wie sie sollen – wozu bezahle ich die ITler?
            Die Computer funktionieren nicht wie sie sollen – wozu bezahle ich die ITler?“

            • Den wechselnden Sperrbildschirm finde ich persönlich ganz nett. Und den Rest kann man doch alles komfortablen mit Gruppenrichtlinien im Firmenumfeld steuern.

              • Martin Feuerstein says:

                Für die pauschale Deinstallation aller Apps gibt es afaik keine Gruppenrichtlinie (lässt sich natürlich skripten), erst recht nicht über die verschiedenen Win10-Versionen hinweg (App-Namen/IDs können sich auch ändern), Telemetrie lässt sich nicht vollständig abdrehen. Die Sperrbildschirminfos kriegt man weg (auch bei Pro), das Sperrbildschirmbild festzubacken (auf eine Vorauswahl) geht auch, um das Sperrbildschirmbild wegzubekommen bei Pro braucht es schon den Ersatz der Bilddatei + Überprüfung wenn das Ding wieder mit dem Original überschrieben wird.
                Und „nett“ ist ja schön und gut für Zuhause, hat aber am Arbeitsplatz nix zu suchen. Nicht zuletzt weil ein Computer ungefragt Daten aus dem Internet runterlädt (und sei es nur ein Bild).

    • +28 win7 ist stabil und sicher genug

      • „und sicher genug“ ja genau noch x Tage bis die erste Lücke veröffentlicht wird die nicht mehr gepatched wird. Ab dann ist es unsicher.
        Du siehst den offensichtlichen Fehler in deines Aussage schon oder?

    • Man kann ja an Windows 10 einiges kritisieren (z.B. den Datenschutz) aber es ist definitiv ein ausgereiftes, solides und zuverlässiges Betriebssystem.

  2. Martin Feuerstein says:

    @caschy Inwieweit könnt ihr RSS-Feed-Nutzer zählen bzw. bei denen Betriebssysteme/User-Agents unterscheiden? Hier werkelt Outlook 2016 als Feed-Reader, die Webseite besuche ich nur um einen Kommentar abzusondern oder diese bei interessanten Themen zu lesen.

    • Hey Martin, darüber habe ich keine Insights. Die werden leider nicht gezählt. Ich kann dir sagen, dass es +50.000 sind, die den Feed abonniert haben, das war es aber auch schon.

      • Könntest du mal eine Monats Umfrage machen nur für RSS Abonnenten?
        (inkl. „Habe nicht abonniert“) – mit welchem Betriebssystem sie RSS Abos abrufen?

      • Martin Feuerstein says:

        Weißt du „nur“, ob das die einzelnen „Klicks“ bzw. Abrufe sind oder könnt ihr auch die Anzahl der „Abos“ von der Anzahl der einzelnen Abrufe unterscheiden?

  3. GooglePayFan says:

    Wie kommt denn die starke Fragmentierung bei den MacOS-Versionen zustande? Das ist ja schlimmer als es bei Android je der Fall war :O

    • Starke Fragmentierung?
      Das sind die noch im Support befindlichen Versionen.
      Was meinst du wie sich Winblows 10 fragmentierte, wenn man da die unterschiedlichen Build Nummern zur Unterscheidung heranzöge.

  4. Würde ich bezweifeln, dass eure Zahlen vom Blog aussagekräftiger sind. Die Leserschaft ist kein repräsentativer Querschnitt durch die Bevölkerung sondern besteht doch überproportional aus Techies.

    • Dann würden wohl nicht 17,07 Prozent der Windows-Nutzer noch mit Windows 7 unterwegs sein.

    • Bob (der andere) says:

      @ Galli:
      Der Bllog hier ist alles andere als repräsentativ.
      In meinem Bekanntenkreis gibt es z.B. noch so einige die mit WindowsXP unterwegs sind. Und so lange diese Kisten noch funktionieren, wird sich daran auch nichts ändern.
      Einen einzigen konnte ich überreden, sich von mir anstelle von XP ein Linux installieren zu lassen (ElementaryOS). Er braucht eigentlich nur den Browser, und da gibt es ja praktisch keinen Unterschied.

  5. Windows 7 User sind für mich in der Vergangenheit hängengeblieben. Aber es stimmt wohl dass viele nicht die Zeit oder Möglichkeit oder Interesse haben, sich auf was wirklich Neues einzulassen. Von Windows 7 hatte ich schon vor Jahren die Schnauze voll, weil es auf Kisten mit 2 GB RAM viel zu lahm war. Beide laufen seitdem gut mit Ubuntu bei Bekannten. Meine beiden Rechner heute haben Ubuntu und Arch bzw. Endeavor, wobei Arch für mich ein Traumsystem darstellt, welches halt besser kaum sein könnte.

  6. Wolfgang D. says:

    Naja, wer hat denn wirklich erwartet, dass die Leute gleich ein funktionierendes System in die Tonne treten?

    Bei meinen Leuten ist das aber soweit durch, einige schon bei Gelegenheit im vergangenen Jahr. Dazu paar Migrationen auf SSD, wo man schon vorher über eine gewisse Trägheit klagte. Wenige Upgrades von W8.1, nur weil O2019 Lokalinstallation nicht funzt bzw. W10 voraussetzt.

    Hat auf jeden Fall besser geklappt als bei den iMac und Macbook Besitzern in meinem Umkreis, die für ein OS Update keine schweineteure neue Hardware kaufen wollten und jetzt irgendwo mit alten Browsern herumsurfen. Vielleicht lässt sich ja der Edge installieren, mal sehen. Opera ist da ja nicht so dolle als Safariersatz.
    Und nur ein Windowser ist auf MacOS gewechselt, aber in dem Haushalt war sonst auch schon alles I-isiert mit Phones und Pads. Was soll’s, mir egal wie die ihre Office Dokumente konvertiert bekommen.

  7. Arnold Aluhut says:

    Ich sehe es auch so, dass es für Windows7 keine aktuell brauchbare Alternative gibt. Windows10 ist für mich ein No-Go. LINUX habe ich 18 Monate versucht, bin aber nie glücklich mit geworden. ReactOS wäre die einzig wahre Alternative, ist aber leider noch nicht ausgereift genug. Somit bleibt mir nur die Optinon weiter bei Windows7 zu bleiben und zu hoffen, dass ReactOS doch noch halbwegs brauchbar wird.

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