Windows 10 Build 15042 erlaubt Installationen auf Apps aus dem Windows Store zu beschränken

Im neuen Insider-Build 15042 des Betriebssystems Microsoft Windows 10 hält eine kleine aber feine Neuerung Einzug. Es lässt sich dann nämlich im Bereich „Apps & Features“ festlegen, dass nur noch Programme aus dem offiziellen Windows Store installierbar sind. Kann eine gute Option sein, falls der Rechner z. B. von mehreren Personen genutzt wird und oder beispielsweise einem Kind gehört. Bei Aktivierung der Einstellung werden anschließend alle Installationen von Win32-Programmen, die nicht aus dem Windows Store stammen, blockiert. Funktioniert offenbar in allen Varianten von Windows 10 – sogar Enterprise.

Für die meisten Anwender ist die Option natürlich sinnfrei, denn normalerweise nutzt man Windows 10 gerade, weil man so eine geballte Vielfalt an Apps installieren kann. Beschränkt man sich nur auf Microsofts offiziellen Store ist man deutlich eingeschränkter. In den oben beschriebenen Szenarien kann es aber auch anders aussehen.

Auf dem Screenshot von Vitor Mikaelson seht ihr, wie die neue Option aussieht – ab dem Preview-Build 15042 ist sie nutzbar. Versucht ihr anschließend dennoch eine Store-fremde App zu installieren, erscheint folgender Hinweis (siehe nächstes Bild).

Bereits zuvor installierte Anwendungen abseits des Stores funktionieren übrigens aber weiterhin. Das ist auch gut so, denn so kann man zwischenzeitlich andere Programme installieren und anschließend bei Bedarf wieder festlegen, dass eben nur Apps aus dem Windows Store zur Installation zugelassen werden. Kann natürlich wesentlich die Sicherheit erhöhen, da nicht mehr alle Anwendungen aus düsteren Quellen des Internets auf den PC geschaufelt werden dürfen.

Die neue Option für Windows 10 hilft euch vielleicht auch weiter, wenn ihr im Bekanntenkreis Personen das System aufsetzt, jene aber dazu neigen den Rechner innerhalb kürzester Zeit mit fünf Bildbearbeitungs-, vier Office- und sechs Videoschnittprogrammen zuzumüllen, die ohnehin nie genutzt werden. Mein Vater wäre so ein Kandidat, den man so vielleicht etwas in die Schranken weisen könnte. Erstmal findet sich das Feature zwar nur im Insider-Build 15042, dürfte aber bestimmt später alle User erreichen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

11 Kommentare

  1. Gibt es da Informationen, wie das bei Updates läuft?
    Muss ich (einmal gesperrt) die Installation von win32-Programmen immer wieder temporär erlauben, wenn sich eines der Programm updaten will?

  2. Obacht: Auch im Windows Store gibt es Win32-Apps:
    http://venturebeat.com/2016/09/14/win32-apps-and-games-arrive-in-the-windows-store/

    Microsoft erlaubt also nicht die Blockade von Win32-Apps, sondern von Windows-Store-fremden Apps, so wie es die Screenshots ja auch schon sagen.

  3. Interessantes Feature vor allem aus dem Sicherheitsaspekt heraus. Ich kenne genügend Personen die nur Office und Firefox benötigen.

    Schützt dieses Feature dann auch vor Viren? Oder geht es hier nur um Anwendungen die auch installiert werden müssen.

    Auch ist die Frage von Florian zu klären, ob Updates noch funktionieren.

  4. Das Schwachsinnigste was MS sich da jemals hat einfallen lassen…. Also zumindest kenne ich solche Spezialisten in meiner Familie ebenfalls, aber die würden mir was erzählen, wenn sie nichts mehr auf Ihren Rechnern installieren könnten…. Kenne nämlich keinen der diesen MS Store jemals benutzen würde. Da gibt es ja praktisch nichts…

    Höchstens ich selbst zum testen, wie Fehleranfällig dieser ist (also nicht für die Benutzer, aber es ist schon interessant, dass sich Hulu in Deutschland offiziell in Deutschland installieren lässt, wobei es nicht in Deutschland verfügbar ist 🙂 )

  5. Mein Büro- und Privatbereich sind und bleiben Windows 10 freie Zonen.

  6. @Seb Danke für den guten Hinweis. Die Überschrift ist demnach falsch. @André: Könntest du das vielleicht korrigieren? Es geht ja nur drum, dass nicht verifizierte Apps ausgeschlossen werden. Vermutlich um die Virenverbreitung zu reduzieren.

    @Kritiker: Aha. Da ist einer wohl einsam oder warum kommst du dann her um den Windows 10 Beitrag kommentieren?

  7. André Westphal says:

    Ja, ich passe die Überschrift mal an 🙂

  8. Wobei es da im Store mittlerweile auch so viele (und gute) Programme gibt, daß man auch damit den Rechner „zumüllen“ könnte. Und die, die so was machen können eh nicht zwischen guten und schlechten Programm unterscheiden.

  9. Eben. Unbedarfte User wie „Väter“ können sich ihren Rechner genau so leicht (oder sogar noch leichter!) aus dem Store zumüllen.

    Davon abgesehen muss der Store einfach noch benutzerfreundlicher werden. Z. B. wenn ich deinstallierte Apps aus meiner Bibliothek entfernen will.

  10. @Volker: Entfernen direkt geht glaub ich nicht, aber die haben was, was auch reichen könnte: Ausblenden. Du hast dann immer noch das Recht die App später mal kostenlos runterzuladen, aber sie wird nicht mehr direkt in der Bibliothek angezeigt.

  11. @André Westphal
    @Volker

    Vater in Schranken weisen und Unbedarfte User wie „Väter“ – Prost.

Es kann einen Augenblick dauern, bis dein Kommentar erscheint.