WhatsApp: EU-Beschwerde durch Verbraucherschützer

Die BEUC – die europäische Verbraucherorganisation, hat heute gemeinsam mit acht ihrer Mitglieder eine Beschwerde (bei der Europäischen Kommission und dem europäischen Netzwerk der Verbraucherschutzbehörden) gegen WhatsApp wegen mehrfacher Verstöße gegen EU-Verbraucherrechte eingereicht.

Seit mehreren Monaten setze WhatsApp laut Bericht seine Nutzer unter Druck, seine neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen zu akzeptieren. Dabei sind diese Bedingungen für die Nutzer weder transparent noch nachvollziehbar, so die BEUC in ihrer Pressemitteilung.

Unterstützt wird man dabei von den Mitgliedern APC (Rumänien), Consumentenbond (Niederlande), dTest (Tschechische Republik), Forbrukerrådet (Norwegen), KEPKA (Griechenland), EKPIZO (Griechenland), S.O.S. Poprad (Slowakei) und UFC-Que choisir (Frankreich).

Die Beschwerde ist zunächst auf die anhaltenden, wiederkehrenden und aufdringlichen Benachrichtigungen zurückzuführen, mit denen die Nutzer dazu gedrängt werden, die Richtlinienaktualisierungen von WhatsApp zu akzeptieren.

Der Inhalt dieser Benachrichtigungen, ihre Art, ihr Zeitpunkt und ihre Wiederholung üben einen unangemessenen Druck auf die Nutzer aus und beeinträchtigen ihre Entscheidungsfreiheit, so die Verbraucherschützer. Als solche stellen sie ihrer Ansicht nach einen Verstoß gegen die EU-Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken dar.

Darüber hinaus werde in der Beschwerde die Undurchsichtigkeit der neuen Bedingungen und die Tatsache hervorgehoben, dass WhatsApp es versäumt hat, in einfacher und verständlicher Sprache die Art der Änderungen zu erklären. Es sei für die Verbraucher im Grunde unmöglich, ein klares Verständnis davon zu bekommen, welche Folgen die Änderungen von WhatsApp für ihre Privatsphäre haben, insbesondere in Bezug auf die Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten an Facebook und andere Dritte. Diese Unklarheit stellt einen Verstoß gegen das EU-Verbraucherrecht dar, das Unternehmen zur Verwendung klarer und transparenter Vertragsbedingungen und kommerzieller Kommunikation verpflichtet.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. Seit einigen Tagen erhalte ich diesen Hinweis unter iOS beim Aufrufen der App und habe keinen Zugang mehr zu Chats u.ä., da der Schließen-Button entfernt wurde. Also nur noch Zustimmen oder nicht mehr nutzen.

    Unschön, da ich auch meinen Account dadurch nicht löschen kann.

  2. Es ist schon komisch. Würde der Datenschutz doch gerade von den Deutschen in der EU auf Biegen und Brechen durchgesetzt, beschwert sich jetzt auch Deutschland keine Organisation? Typisch.

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