Vorwerk Thermomix: Umtausch-Urteil dürfte keine Überraschung sein

Jetzt mal ganz ehrlich: Überrascht das Urteil des Landgerichts Wuppertal, welches eine Entscheidung des Amtsgerichts Wuppertal bestätigt? Eine Kundin hatte nach Kauf des Thermomix 5 und Erscheinen des Thermomix 6 (wir berichteten) geklagt. Der Thermomix 6 hat einige Vorzüge gegenüber dem Vorgänger und dies war der Grund, warum die Klägerin aussagte, dass sie den Thermomix 5 nicht gekauft hätte, hätte sie gewusst, dass ein Nachfolger kommt.

Nun ist nicht alles was hinkt ein Vergleich und ein Thermomix erscheint nicht jedes Jahr – doch man darf sich fragen, ob sich da wirklich gute Chancen auf einen Klageerfolg ausgerechnet wurden. Kaufe ich mir etwas und nach einer Umtauschfrist erscheint ein Nachfolger, dann habe ich sicherlich Pech gehabt. Laut DPA und Gerichtsurteil habe Vorwerk ein berechtigtes Interesse gehabt, die aktuelle Produktion noch zu verkaufen, ohne Hinweise auf den künftigen Produktwechsel zu geben.

Die Frage ist eben: Wo lässt ein Unternehmen Kulanz walten, wo zieht es eine Grenze? Letzten Endes kann es nur verlieren.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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68 Kommentare

  1. Wenn man immer warten würde wenn eine neue Version rauskommen sollte, dann würde man ja nie etwas kaufen. Vor allem bei Handys und TVs. Die nächste Generation kann immer meist mehr und ist besser. Also ziemlicher Quatsch da zu klagen finde ich.

    • Nur das so ziemlich jeder weis das neue Fernseher Technologie JEDES JAHR auf der CES in Las Vegas im Januar vorgestellt wird. Wer dann zu Weihnachten einen Fernseher kauft weil dieser im Angebot ist weiss hoffentlich auch das nur 2 Wochen später neue Technik auf den Markt kommt. Aber wie im Artikel beschrieben ist das release beim TM äußerst unregelmäßig. Früher alle paar Jahre und dann mal kurz welche hintereinander.
      Dazu kommt das es auch bei einer Firma wie Vorwerk nie zu nem Sale kommt. Die hatten die lager voll mit dem alten und wollten noch so viel Absatz damit generieren wie nur möglich bevor die keiner mehr kauft nach der Neueinführung.
      Aus Unternehmersicht verständlich aber nicht unbedingt Kundenfreundlich. Bei den Preisen von denen wir reden könnte man den alten auch einfach 200€ reduzieren um Restbestände abzuverkaufen und damit auch neue/junge Kunden anzufixen die nicht so viel Geld haben um diese Langfristig ans Unternehmen zu binden.
      Naja

      • In meinem privaten Kreis interessiert sich niemand für die CES. Wenn ein Fernseher kaputt ist, wird ein neuer gekauft, egal ob das dann kurz vor oder kurz nach der CES ist.

        • Die sind dann aber auch nicht auf die neuesten Gimmicks und Funktionen aus, sondern nur auf die Existenz überhaupt eines Gerätes. Das ist dann kaum vergleichbar. Wobei es spannend wäre zu sehen was passiert, wenn man ohne sagt das 2 Wochen später der bessere und schneller reagierende TV mit besserem Bild+Ton rauskommt.

  2. Ging mir genauso mit den Eufy Cams. Letztes Jahr gekauft und knapp 2 Monate später wurden die neuen Geräte mit Homekit angekündigt. Ich hätte mir die alte Version auch nicht gekauft, hätte ich das gewusst.
    Aber so ist es eben.

    Nur soweit ich das Urteil verstanden habe, muss der Hersteller allerdings Auskunft über ggf neue Geräte geben, wenn aktiv nachgefragt wird.

    • Ja, wie soll das denn gehen? Die wissen doch meistens schon lange im Voraus Bescheid und es würde JEDER fragen. Halte ich in dem Kontext auch für widersprüchlich.

      • Zumal im Zusammenhang mit deiner Meldung bzgl. Magenta TV Box.
        Da verschiebt sich ja nun der Termin. Da klage ich doch gleich mal auf Entschädigung, da ich mir ja keine andere gekauft habe, weil diese ja nun kommt und nun kommt sie doch nicht und ich kann nicht TV schauen, etc. Das sind Dramen, die sich da abspielen (zu Hause), die sich nur durch mindestens sechsstellige Beträge halbwegs abmildern lassen. liebe Telekom. 😉

      • Habe folgendes gefunden:
        „Um beim Kauf zumindest etwas mehr auf der sicheren Seite zu sein, rät die Verbraucherzentrale, bei teureren Neuanschaffungen explizit nach einem anstehenden Modellwechsel zu fragen. „Da muss das Unternehmen wahrheitsgemäß antworten“, betonte Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW.“

        Quelle: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/thermomix-urteil-in-wuppertal-vorwerk-muss-kundin-nicht-informieren_aid-48229163

        • In der Regel fragt man beim Beispiel Thermomix aber den Vertreter oder bei anderen Geräten beispielsweise den Mitarbeiter von Mediamarkt & Co. Die wissen meist weniger als Kunden selbst über Leaks erfahren können.

          • Hab noch keinen Thermomix Leak gesehen. Aber Märkte wie Media Markt oder Fachhändler wissen zumindest, wann was neues erwartet wird. Und dann müssen sie bei Nachfrage auch Auskunft darüber geben. Die Frage ist, wie verbindlich so eine Aussage eines Mitarbeiters ist. Also wie will ich mich im Nachhinein auf ein „Da kommt erstmal nix Neues.“ beziehen können? Schriftlich wird der mir nichts geben.

          • Ich weiß nicht ob es in dieser Klage so war. Jedoch war ein Punkt das ein Vorwerk-Vertreter mitgeteilt hat, dass es so schnell keinen Nachfolger geben wird, da die Modelle zuvor auch etliche Jahre liefen.
            Der Vertreter wusste es selbst auch nicht besser

    • Ich bin sicher, dass das Datum der Einführung problemlos als Geschäftsgeheimnis durchgeht. Wie kommst du überhaupt auf diese Idee?

    • Ein Wuppertaler Gericht urteilt also für ein Wuppertaler Unternehmen.

      Meiner Meinung nach kann man so ein Urteil nur mit eine Kulanzklausel aussprechen. Man definiert einen Zeitraum, wie lange man ein Produkt verheimlichen darf und dann sollte Kulanz gelten.

  3. Entweder hat die gute Frau zu viel Geld oder eine nachlässige Rechtsschutzversicherung, anders kann ich mir so einen Blödsinn nicht erklären. Schlimm, dass sich damit zwei Gerichtsinstanzen beschäftigen müssen

    • Ist für mich auch schwer nachvollziehbar wie so eine Klage überhaupt zugelassen werden konnte.

      • Eine Klage muss nicht zugelassen werden. Du kannst jeden Quatsch einklagen.

        • Ich bin kein Jurist, aber mir schwirrt da sowas im Kopf rum von „die Klage wurde nicht zugelassen“ bzw. „Klageabweisung“. Ist das wieder eine ganz andere Baustelle?

          • Vereinfacht gesagt: Es gibt für Klagen bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen (Zuständigkeit, Betroffenheit etc.).
            Abstruses Beispiel: Du wirst zum Beispiel keine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht einreichen können, weil die Garantie vom Nagelklipser Deiner Oma abgelaufen ist. So was wird dann abgewiesen.

    • Naja, ich weiß nicht ob es diese Frau war oder jemand anders. Im Zusammenhang habe ich nur zuvor gehört, daß sogar eine Frage in der Richtung gestellt wurde und es hieß, ein neues Modell sei nicht geplant, wohlgemerkt geplant, dabei war es nur noch im Feinschliff, fast fertig.

  4. Man darf aber auch nicht vergessen das man einen Thermomix nur kaufen darf, wenn man solch eine Vorführung gemacht hat. Und ich habe gelesen gehabt das ja auch die Thermomix/Vorwerk Leute, welche die Vorführungen machen nichts von einem neuen Gerät wussten. Zwischen dem Vorgänger TM31 und TM5 vergingen 10 Jahre, 2014 kam dann der TM5. Wenn man dann einen Mitarbeiter fragt ob in nächster Zeit ein Nachfolger kommt, dieser es verneint und dann kommt 3 Monate später ein neuer TM6 dann wäre ich ehrlich gesagt auch sauer. Die Thermomix Geräte sind ja auch nicht gerade billig und niemand der ca. 1300€ für ein neues Gerät ausgibt möchte man nicht das 3 Monaten später (und mehrere Jahre früher als die alten Intervall für neue Modelle waren) auf einmal ein Nachfolger raus kommt.
    Wir reden ja auch nicht von einem Handy wo jedes Jahr eines oder mehrere Modelle rauskommen. Vorwerk hätte ja auch rechtzeitig über den TM6 informieren können und den Kunden die Wahl lassen zwischen etwas vergünstigten TM5 oder den neuen und etwas teureren TM6.

    • … und wenn der Hersteller das macht und das neue Modell dann 3 Wochen verspätet released, klagen die Leute: „Hätte ich gewusst, dass das neue Model so spät raus kommt, hätte ich mir das alte Modell gekauft.“

    • So ist das aber immer, in allen Bereichen des Lebens.
      Und aus Firmensicht auch absolut verständlich. Vorwerk wäre unfassbar dumm wenn sie aktiv auf den bald erscheinenden Nachfolger hinweisen würden, wenn sie noch einen hohen Lagerbestand an der noch aktuellen Generation haben der vorher weg muss.

      • Es ist aber auch Kunden verarschen wenn man genau das nicht tut und einfach so ein neues Gerät rausbringt, erst Recht bei sowas wo du vorher in einem Verkaufsgespräch bist.

        • Nein, es ist wirklich das Normalste auf der Welt. Den Fehler zu früh einen Nachfolger anzukündigen hat in der Vergangenheit schon manche Firma den Kopf gekostet, diese konnten dann Insolvenz anmelden. Gibt da ein prominentes Beispiel aus der IT-Welt, ich komme nur gerade nicht mehr auf die Firma.

          Mal ganz davon abgesehen, dass der kleine Vertreter mit dem Du redest im zweifel sowieso der Letzte ist der von strategischen Firmenentscheidungen und geplanten neuen Modellen erfährt.

      • Nein, sie wären nicht dumm, sie hätten zufriedene Kunden gehabt.
        Ich hole mir diesen Schrott nicht ins Haus, wenn nun in China produziert und mit Kunden derart umgegangen wird.

        • 1. Der Thermomix ist kein Schrott.
          2. Thermomixe für den europäischen Verkaufsraum kommen aus Frankreich.
          3. aller guten Dinge sind drei!

      • Genau deswegen gibt es aber einen Verbraucherschutz und keinen Firmenschutz. Der Käufer ist klein und kann sich nicht wehren, nicht aber eine Firma, welche natürlich nicht immer unrecht haben muß.

      • Es gibt eine Reine von Unternehmen und sogar ganzen Branchen, die vorher neue Modelle ihrer Produkte bekannt geben bzw wo etwas in die Richtung bekannt ist und die trotzdem ihrer Lagerbestand auf die Reihe kriegen, selbst bei großer Konkurrenz.
        Anbieter digitaler Endgeräte werden ja hier schon genannt. Egal ob Niedrigpreis- oder Hochpreissektor, es ist so gut wie immer Monate im voraus bekannt. Auch in der Automobilindustrie passiert dies fast immer und hier reden wie über ähnliche Zyklen und deutlich höhere Preise.

        Insofern scheint es auch bei hochpreisigen Produkten zu klappen, wenn man seine Kunden ansatzweise mag und auf positive PR steht, trotz „so geht halt das Wirtschaftsleben und es ist formal korrekt“.

    • Genau. Nicht einfach raushauen auf Motto: klappt schon. Da müssten Gerichte aber auch strenger sein. Die Nutzer werden überall immer im Nachteil sein, solange Geld einen Vorteil hat. Über 100000 Umsatz als Unternehmer oder Kläger sollte man sich den Anwalt nicht selbst suchen dürfen.

    • Das ist wahr, allerdings sind die Thermomix-Repräsentanten keine Vorwerk-Mitarbeiter, sondern selbständig. Und wenn man dann noch weiß, dass die Repräsentanten ihren Vorführ-Thermomix abarbeiten müssen und (man weiß nichts genaues) die Vergütung auf Provisionsbasis erfolgt, ist das nicht nur anrüchig, sondern in meinen Augen eine miese Masche mit Scheinselbständigkeit.

      Aber mal meine eigenen Ansichten beiseite gelassen, sieht man an dem Funktionieren dieses Modells, dass die Leute schon sehr überzeugt sein müssen. Ja, da reicht nicht einmal Überzeugung, meines Erachtens muss man emotional an das Produkt gebunden sein. Diese Emotionalität ist auch das Erfolgsgeheimnis, darüber hinaus redet man sich auch mit Vornamen an und benimmt sich bei den Gastgebern wie bei Freunden und nicht als Kunde und Verkäufer. Diese Stärke ist aber eben auch das Problem. Man vertraut sich und ist emotional an das Produkt und an die „Mitstreiter“ gebunden. Und man hat das Gefühl, mit der Repräsentantin eine Person im diesem engen Kreis zu haben, die einem bei jeglichem Problem weiterhilft.

      Und jetzt stehen wir vor der Situation, dass die Repräsentanten weder vor dem Verkaufsstart darüber Bescheid wussten, dass ein neues Modell kommt. Noch konnten sie nach dem Verkaufsstart helfen, indem ein altes Modell doch noch umgetauscht werden konnte.

      Zusammengefasst hat Vorwerk hier also eine ganz fiese Nummer auf dem Rücken der Repräsentanten durchgezogen und die Basis des eigenen Geschäfts ins Wanken gebracht, namentlich das enge Vertrauensverhältnis.

      Für Vorwerk ist das aber alles wurscht, denn der deutsche Markt ist ohnehin gesättigt. Das wusste man bereits Anfang 2019, weshalb deutsche Werke geschlossen wurden und man sich auf den asiatischen Markt konzentriert hat.

      Für mich ist das das normale Hit and Run Verhalten eines Wirtschaftsunternehmens, das schlichtweg Kohle machen will. Mit dem Vertriebsmodell sticht sich das meiner Meinung nach aber.

      • Zusammengefasst: Vorwerk ist böse!

        • Aber nicht doch!

          Meine Zusammenfassung steht doch ganz klar am Ende. Vorwerk ist ein Wirtschaftsunternehmen und das Ziel eines jeden Wirtschaftsunternehmens ist das Erzielen von Gewinnen. Zusammen mit der Universalweisheit meines Vaters „Niemand hat etwas zu verschenken.“ und dem Kommentar eines Geschäftsführers, mit dem ich mal gearbeitet habe „Der ist nicht so reich geworden, weil er ein netter Mann ist.“ sehe ich lediglich eine Diskrepanz zwischen der Normalität des gelebten Wirtschaftsunternehmens und der Kuschelatmosphäre, die durch die Verkaufsveranstaltungen produziert wird. Mit „böse“ hat das für mich nichts zu tun. Wäre ich eine emotionalisierte Käuferin, würde ich mich aber betrogen fühlen. Und genau deshalb hat die Frau geklagt. Und der Richter hat ihr lediglich gesagt: so läuft das Wirtschaftsleben nun mal.

    • Das stimmt nicht, daß man einen Thermomix nur kaufen darf, wenn man eine Vorführung gemacht hat.
      Ich hatte Meinen auf einer Messe gekauft und hatte im Nachgang die Wahl ob ich das Gerät bei mir vorführen lasse. Dafür hatte ich dann 100 Euro vergütet bekommen.

  5. hmm… hast du das Ergebnis des Urteils vielleicht vergessen oder habe ich es nach 3mal lesen einfach nicht gefunden.
    Habe es über den DPA Link gefunden (und bin nicht überrascht) aber im Artikel selbst steht nix oder?

    • Meinst Du den Artikel hier? Da steht doch: „Laut (…) Gerichtsurteil habe Vorwerk ein berechtigtes Interesse gehabt, die aktuelle Produktion noch zu verkaufen, ohne Hinweise auf den künftigen Produktwechsel zu geben.“.

      Damit ist die Klage klar abgewiesen.

  6. Dieser Beitrag hat mich gerade eine Menge Geld gekostet. Habe durch die Diskussion hier und den alten Beitrag: https://stadt-bremerhaven.de/thermomix-6-der-tm6-ist-offiziell/ gesehen, dass der TM 6 relativ neu ist und wohl eine paar Jahre aktuell bleibt. Und weil wir schon länger damit liebäugeln, haben wir heute Nachmittag bestellt – denn eigentlich wollen wir ihn wirklich.

    Den letzten Kick haben allerdings die Kommentare vom letzten Beitrag geliefert (also vom 8.3.2019): Wenn ein Gerät so unqualifiziert gehasst und niedergemacht wird, muss es einfach aussergewöhnlich gut sein. Das kenne ich von Apple-Produkten. 🙂

    • Die Produkte von Vorwerk sind ganz gut, keine Frage. Wenn der Vertrieb und die Preisgestaltung nicht wären…

      • Scheinbar muss man auf der Website nur das Formular für eine Vorführung ausfüllen und in den Bemerkungen schreiben, dass man direkt kaufen will. Eine Stunde später klingelte das Telefon und eine Beraterin nahm die Bestellung entgegen. Kommt per Post, Kreditkarte oder Vorauskasse.

        Der Preis ist tatsächlich heftig. Aber das Teil lässt löst vielleicht das eine oder andere Problem.

  7. Wer so blöd ist und 1000 € für einen Kochtopf mit eingebautem Mixer ausgibt, hat es auch nicht besser verdient.

    • Der Kommentar ist wieder Big Brain Time…..

    • Naja, das ist ja auch etwas zu pauschal. Das Ding hat schon seine Berechtigung und ist für ein bestimmtes Klientel bestens geeignet. Und damit meine ich nun nicht nur Koch-Dummys, selbst Sterneköche haben dieses Gerät vielfach in ihrer Küche stehen. Und ja, für weniger Geld kann man das Ganze auch mit „herkömmlichen“ Küchengeräten machen. Aber ein einzelnes Gerät, das alles kann und das teilweise in einem Rutsch und dabei z.B. Fisch, Sättigungsbeilage und Gemüse auf einmal machen kann? Das ist schon bemerkenswert.

      • Die Sterneköche haben das Gerät auch nur deshalb in der Küche, weil sie dafür Werbegelder kassieren. Die Hand die mich füttert beiße ich nicht.
        Mir erschließt sich ein Theromomix allerdings nicht. Einen Topf, einen Mixer und ein Kochbuch gibt es weit günstiger.

        • Hast Du für diese Behauptung auch nur den geringsten Anhaltspunkt? Ich denke nicht. Das wäre ja gerade so, als werbe man für einen neuen Blockbuster im Keller der Familie Schulze. Das sieht doch niemand!

          Und auch hier wieder diese unverblümte Emotionalität. Gerade so, als MÜSSE man sich den Thermomix kaufen. Hunde in Handtaschengröße leuchten mir auch nicht ein, müssen sie aber auch nicht.

          • Woher weißt du das mit den Köchen? Weil zufällig ein Fernsehteam da war, Instastory oder weil er es der Presse erzählt hat?
            Bei dir hat diese versteckte Werbung anscheinend funktioniert. Wenn jemand immer betont, dass er ein bestimmtes Gerät benutzt, dann ist es sehr häufig eine bezahlte Meinung.

            • Bei mir hat es andere Gründe, dass ich in Küchen gehobener Restaurants zugegen bin. Lass es mal so sagen, mein Grund führt nicht zu einer hohen Werbebreite für Thermomix-Geräte und die Köche nutzen die Geräte, weil sie sie für sinnvoll halten. So ein Unsinn mit Werbung in Küchen kann man nur behaupten, wenn man noch nie in einer professionellem Küche war. Da steht kein Gerät „nur so“ herum.

              • Selbst bei Sterneköchen ist das Ding nicht viel mehr als ein leistungsfähiger Mixer und Pürierer. Die Reinigungsorgie entfällt für die auch. Darum kümmert sich das Fußvolk.

        • Glaub ich nicht, für Saucen, Dessert und Suppen ist das Ding vom allerfeinsten insbesondere da man nicht dauernd rühren muss und die Temperatur relativ gut eingestellt werden kann (beim TM4 den wir seit 10 Jahren haben in 10 Grad Schritten, geht vielleicht heute sogar feiner). Das einzige Problem bei dem „Topf“ Kleinfamilien richtige Gerichte mit einem Kind sind gerade noch ok, mit mehreren Kindern geht es eigentlich nicht mehr (eigene Erfahrung). Ansonsten benutzen wir ihn immer noch.

      • Naja, wäre ich Single, ok. Aber Beilage und Hauptgericht, wenn ich das mit dem Thermomix mache (kenne nur das alte Modell vor WLAN), dann werden 3 Personen nicht satt. Und für einen Pudding ist das Gerät doch zu teuer. Übrigens kann ein Dampfgarer auch vieles zur selben Zeit garen und da geht viel mehr rein, kostet als Einbaugerät aber auch mindestens so viel Geld.

        Letztlich ist ein Thermomix ein echt nettes Küchengerät, aber ich brauche es nicht. Es ersetzt auch einfach kaum was: Mixer brauche ich, Eischnee und Sahne klappt bei mir einfach nicht richtig, Töpfe, Wasserkocher, Herd, Backofen, das alles brauche ich dennoch. Einen Reiskocher brauche ich nicht, aber den hätte ich auch ohne Thermomix nicht. Und eine Bratwurst brate ich auch nicht im Thermomix. Also, das Gerät hat seine Berechtigung, wobei ich sie Geräte Aldi oder Lidl nicht kenne, so genial, wie oft gesagt wird, finde ich das Gerät aber nicht.

      • Ein guter Freund von mir ist Küchenchef in der gehobenen Gastro, es hat mich erstaunt, dass er tatsächlich zwei Thermomixe in der Restaurantküche stehen hat. Es kocht natürlich niemand so damit wie es die Hausfrau täte, die Geräte werden ausschließlich als Mixer verwendet. Und sind dann nach 2-3 Jahren hinüber, das ist aber egal, weil es sich gegen die gewonnene Arbeitszeit rechnet.

    • Ist auch mein Gedanke. Aber passt ja zu der Klage. Wer nicht in der Lage ist, beim Kochen und backen etwas erst auf eine 10€-Küchenwaage und dann in den Topf zu tun und die passende Temperatur selber einzustellen, der geht auch vor Gericht weil „überraschenderweise“ Monate nach dem Kauf ein neueres Gerät auf den Markt kommt…..

      • Weißt Du, manche müssen unbedingt ihren TV sprachsteuern, weil es zuviel Arbeit ist kurz die Hand zu benutzen. Anderen wollen sogar einen smarten Wasserhahn. Beim Thermomix, auch wenn man andere Meinungen haben kann, kann ich hingegen nach dem Schnibbeln usw. entweder die Nachspeise vorbereiten oder vor einer Folge einer Serie gemütlich entspannen ohne aufstehen zu müssen bis es vorbei ist, weil das Teil alleine dafür sorgt, daß es nicht anbrennt. Hätte ich es mir selber gekauft? Nein, würde ich vermutlich auch nicht, aber meine Frau hat das Teil und es hat einige nette Vorzüge, insbesondere wenn Nachwuchs da ist. Das gilt aber alles nicht für jeden.

    • Aber er kann auch wiegen und kneten!!11!!1

    • Bravo für den dümmsten Kommentar im Thread!

      • Nein, WOK hats ziemlich genau auf den Punkt gebracht.

        • Nö, weil wiegen und einstellen nicht das wesentliche ist oder zumindest nicht für jeden. Ich spare Platz, weil ich kochen und dünsten gleichzeitig kann und zudem das Thermomix Essen außer acht lassen kann sobald alles drin ist und damit Zeit gewinne das Steak genüßlich zu braten oder mit dem Nachwuchs zu spielen. Das Essen brennt nämlich nicht an, da muß man bei vielen anderen Sachen aufpassen.

  8. Vorwerk hat sich da keine Freunde gemacht, sehr viele Menschen fühlten sich verarscht. Ich kenne selbst jemand, die hat vor Weihnachten 2018 auch den T5 gekauft, auf Nachfrage wurde ihr gesagt, dass angeblich kein Neuer kommt, sie hätte definitiv auch lieber auf den Neuen gewartet. Der neue T6 ist deutlich besser. So ein Gerät kauft man nicht alle Tage, da sollte das schon passen. Das Angebot vor Weihnachten war aber sehr gut, es gab ein Haufen Zeug dazu, ich hätte auch beinahe einen genommen.

  9. Und ist der TM5 dadurch schlechter, weil ein Nachfolgemodell rausgekommen ist? Nein, also kann er doch mit dem Gerät glücklich sein.
    Wie schon wiederholt gesagt wurde, wussten die Repräsentanten selber nichts darüber, dass ein neuer TM im Anmarsch ist.
    Woher ich das weiß? Weil ich in der Vorwerk Entwicklung arbeite.

    • Man bekommt für den gleichen Preis aber mehr. TM6 kostete ca 100 Euro mehr, genau das WLAN Modul. Dazu kann es ein paar Dinge mehr. Die Verarsche ist, daß man auf Rückfragen eine falsche Information erhalten hat und dadurch gekauft hat.

  10. Ich liebäugel ja auch immer noch mit so einem Gerät, kann mich aber nicht durchringen … es mag grundsätzlich logisch sein, aber wenn man nur die Werbung betrachtet, gewinnt man schon den Eindruck, man bräuchte keine anderen Geräte mehr … also, wenn das Ding frittieren und backen kann, bin ich dabei! 🙂

    • Es gibt Rezepte für Kuchen aus dem Varoma. Also schlag zu Irgend jemand muss ja mein Gehalt bezahlen

    • Es ist in vielerei Hinsicht nur bequem, es kann auch nicht braten. Was ich persönlich schätze ist, daß ich Zeit gewinne für andere Dinge. Keine Gedanken um anbrennen oder ähnlich. Schnibbeln, aufsetzen und mit dem Nachwuchs spielen oder Fleisch dazu braten. Oder bei einer Serienfolge entspannen. Aber jeder muß für sich selbst herausfinden, ob das das Geld wert ist.

  11. Ich kaufe keinen Thermomix.
    Thema erledigt!

  12. Auch wenn Vorwerk im Recht ist, darauf kommt es in der Beziehung HerstellerKunde nicht ausschließlich an. Ein enttäuschter Kunde ist eventuell ein Ex-Kunde.

  13. phantomaniac says:

    Die Verarsche von Vorwerk war meines Erachtens weder der Punkt, dass Sie keine Info rausgegeben haben, das ein neues Modell kommt, noch der Punkt, dass sie ein 3 Monate altes Produkt nicht zurücknehmen wollten. Ist halt so. Man hatte das Ding ja schon im Einsatz/zu Hause.

    Die Verarsche der Käufer war der Punkt, dass man nach Kauf/Bestellung noch ca. 4-8 Wochen auf das neue Gerät warten muss. Hier aber auch keine „Wandlung“ gegen Aufpreis angeboten wurde. Hab aber auch keine Ahnung, ob ggf. ein Haustürwiderruf möglich gewesen wäre.

  14. Hab gerade die Thermomix Sterneküche-Debatte gelesen. Der Thermomix ist tatsächlich nen günstiger Industriemixer und daher steht der nicht nur in vielen Gastroküchen (ich verkaufe Gastromaschinen und sehe die Dinger in fast jeder gehobeneren Gastroküche, auch ohne Fernsehteam), sondern auch in vielen Produkt-Laboren. Als Produktentwickler, kannst du hier viele industrielle Prozesse abbilden (Kochen im Topf + Rühren + Wiegen + Mixen, etc). Ich finde des tatsächlich auch geil, wollte als Single nicht so viel Geld dafür latzen und habe mir den Lidl-Fake mit Android gekauft. Hält bisher seit über einem Jahr durch.

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