Vorschläge der Europäischen Kommission könnten das Aus für Verbrenner ab 2035 bedeuten

Wenn es nach der Europäischen Kommission geht, werden ab 2035 keinerlei neue Benzin- und Dieselautos mehr verkauft. Dies soll unter anderem dafür sorgen, dass emissionsfreie Elektrofahrzeuge als Teil eines größeren Maßnahmenpakets zukünftig noch breiteren Absatz finden und man die globale Erwärmung damit doch noch irgendwie verlangsamen kann. Jenen Vorschlag hat man am Mittwoch vorgebracht. Laut der Europäischen Kommission plane man, die CO2-Emissionen sämtlicher Fahrzeuge bis spätestens 2030 um 55 % gegenüber dem Stand von 2021 senken zu können. Bisher plante man noch mit maximal 37,5 %. Ab 2035 soll es dann keinen fossilen Verbrennern mehr möglich sein, in der EU verkauft zu werden.

Natürlich gibt es hierzu Gegenfeuer aus großen Lagern. So auch vom Autoindustrieverband ACEA. Ein Verbot entsprechender Technologien sei kein vernünftiger Weg nach vorne, so der Verband. Gemäß den aktuellen Vorschlägen solle dann auch von allen beteiligten Ländern verlangt werden, bis 2025 dafür zu sorgen, dass alle 60 km öffentliche Ladestationen zu finden sind. Bis 2030 sollen 3,5 Millionen öffentliche Ladestationen für Autos und Kleintransporter errichtet werden, bis 2050 dann sogar schon 16,3 Millionen. Laut der Kommission werden bis 2040 dann zwischen 80 und 120 Mio. Euro für öffentliche und private Ladestationen ausgegeben werden.

Sämtliche Vorschläge müssen noch von allen Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament diskutiert und schlussendlich verabschiedet werden – in trockenen Tüchern ist also noch nichts. Aus Brüssel kam zudem ein weiterer Vorschlag, wonach Plug-In-Hybride bis 2030 als emissionsarme Fahrzeuge behandelt werden sollen, was unter anderem auch den Autoherstellern entgegenkommen dürfte.

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52 Kommentare

  1. „Plug-In-Hybride […] als emissionsarme Fahrzeuge behandelt werden sollen“
    Es wäre schön, wenn es so wäre, ist es aber leider nicht. Laut einer Studie fahren nur 15% der hybriden Dienstwagen (80% aller Hybriden sind Dienstwagen) elektrisch. Durch das Gewicht des Akkus und des Elektromotors steigt sogar der Verbrauch.

    • Die verlinkte Studie ist nicht die Quelle für die genannten 15%. Die Quellstudie ist die folgende https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/cce/2020/PHEV_ICCT_FraunhoferISI_white_paper.pdf
      Das traurige ist, dass diese Studie immer noch für den deutschen Markt mit den genannten 15% herangezogen wird und dies obwohl für Deutschland lediglich Daten von „spritmonitor.de“ und der Wagenflotte eines nicht näher genannten deutschen Großunternehmens eingeflossen sind. Nahezu alle anderen Datenquellen stammen aus den USA oder China.
      Lustig, dass die 15% dann immer den deutschen PHEV-Usern um die Ohren gehauen werden. Aber es wird halt gerne nachgeplappert, statt sich die Studien auch mal wirklich anzuschauen.

    • Winfried Wagner says:

      Das könnte man über den Preis für Treibstoff regeln. Benzin und Diesel teurer machen, Strom(viel) billiger.

      • Da wäre ich auch dabei. Fahre einen PHEV und preislich ist es nahezu egal was ich tanke und das obwohl ich Strom immer an der günstigen privaten Ladestation tanke. Würde ich öffentliche nutzen, dann wäre ich mit Strom wahrscheinlich sogar kostentechnisch schlechter dran.

        • Winfried Wagner says:

          Das ist ein großes Problem. Wenn ich sehe, dass an manchen Ladestationen 79 ct verlangt werden kann einem das schon die Lust auf ein BEV oder PHEV verleiten.

      • Winfried Wagner says:

        Hinzufügen möchte ich noch, dass ich den Mehrverbrauch nicht so ganz glauben kann. Unabhängig davon, welcher Motor gerade antreibt, müssten die Autos doch auch rekupieren, also Energie beim verlangsamen des Autos wieder zurück in den Akku speichern. Sonst würden Mild-Hybrid doch gar keinen Sinn machen.

        • Oliver Müller says:

          Der Vorteil beim Mild-Hybrid ist, dass du den Elektromotor nicht komplett ignorieren kannst, so wie beim Plug-In-Hybrid. Der schaltet sich einfach zu, wenn es sinnvoll ist.

        • Da magst Du recht haben. Dazu muss man das aber wissen und auch wie man fahren muss, um möglichst viel zu rekuperieren. Wie ein NDR-Bericht (und dessen spätere Richtigstellung) eindrucksvoll zeigt, ist das anders als mit einem Verbrenner zu fahren.

    • Es muss sich einfach was ändern und das sollte allen klar sein. Aber technologieoffen und nicht fokussiert auf batteriebetriebene Fahrzeuge. Vor allem aber die Sache mit den Hybridfahrzeugen ist zur Zielerreichung definitiv hinderlich und genügt vielen nur um sich selbst zu belügen.

    • Habe 2 Personen im Bekanntenkreis die Hybride fahren und sich immer brüsten das sie das letzte mal vor 9 Monaten getankt haben. Zweifel diese Studie daher stark an. Warum teuren sprit zahlen und noch extra zur tanke fahren, wenn man übernacht einfach aufladen kann, wie sein Handy

    • Beachten sollte man auch, dass die Fahrzeuge nach der Nutzung als Dienstwagen ja weiter genutzt werden.
      Und dort ist die elektrische Nutzung wahrscheinlicher.

  2. Ich bin gespannt, ob wir es mit der Ladeinfrastruktur gewuppt bekommen. Ansonsten haben wir neben Staus auf den Straßen dann auch noch Staus an den Ladesäulen.

  3. Welche Art von „Auto“ fällt da denn drunter? Was ist mit HiOrgs? Wie wird bis dahin die ausreichende Versorgung von Strom gewährleistet? Was passiert mit alten Batterien? Wie wird gewährleistet, dass Batterien umweltschonend hergestellt werden? Gelten selbe Vorschriften auch für Länder, die uns die Ressourcen liefern?
    Hier wird viel übers Knie gebrochen, ohne richtige Gedanken und Pläne für die Zukunft!

    • Oliver Müller says:

      Bis 2035 mag vieles sein, aber sicher nicht übers Knie gebrochen. Strom muss ausgebaut werden, Idioten wie Laschet verhindern das seit Jahren massiv. Alte Batterien werden recycled, schon heute. Autohersteller arbeiten bereits heute mit Fairphone zusammen, damit Komponenten umweltschonender hergestellt werden können.

  4. Stellt euch mal vor im Hochwassergebiet wo Stromausfall gäbe es keine Verbrenner. Auch bei Feuerwehr THW Krankenwagen….

    Mir wird gerade schlecht….

    btw, wie wasserfest und kurzschlusssicher sind die Hochvoltanlagen bei E Fahrzeugen eigentlich?

    • Ist natürlich ungemein praktisch, dass in den Hochwassergebieten noch alle Tankstellen unbeschädigt sind und nur Wohnhäuser eingestürzt sind.
      Und sofern es kein landesweiter Stromausfall ist, wird man schon in der Nähe laden können.

      Bzgl. der Resistenz gegen Wasser meine ich mal gelesen zu haben, dass Elektroautos wesentlich besser abgedichtet sind, unser Firmen 1er BMW hat hingegen nach ner Durchfahrt einer größeren Pfütze Wasser gezogen und der Motor war im Arsch.

      • Ist ja Gott sei Dank auch so, dass die Pumpen an der Tankstelle ohne Strom funktionieren und stattdessen auf Anti-Gravity setzen…

    • Was soll da anders sein? Ein Elektro-Feuerwehrfahrzeug funktioniert da ganz genauso, nur halt elektrisch.

      Die elektrischen Komponenten sind hermetisch abgedichtet, da dringt kein Wasser ein. Von daher sogar Hochwasser-geeigneter als Verbrenner, die sich schnell verschlucken, wenn sie mal Wasser ziehen 😉

    • tutnixzursache says:

      Wie funktioniert die Pumpe an der Verbrenner-Tankstelle?
      Wie wasserfest ist ein Verbrennermotor?

      • Himmel, Kinder, legt doch mal das Smartphone weg…
        Flüssigkeiten, egal welcher Art, lassen sich mechanisch hochpumpen. Das das Trinkhalmverbot so schnell dafür sorgt, dass die Leute vor einem vollen Tank stehen und nicht mehr weiterwissen, ist schon erschreckend. Zur Not flanscht man die Pumpe vom Gartenteich und den Gartenschlauf ran, dann läuft der Diesel.

        Aber fürs E-Auto geht eben wirklich nix, wenn das Stromnetz geflutet oder einfach mangels Einspeisung (der sogenannte Ökostrom reicht weder für den aktuellen, noch für den zukünftigen Bedarf) Einspeisung „leer“ ist.

        Es gibt genügend Beispiele für PKW, die unter extremen Bedingungen fahren. Ja, auch bei Hochwasser. Es gibt aber niemanden, der in solchen Gebieten unterwegs ist (egal, ob heiss, kalt, oder hohe Luftfeuchte), der seinen Verbrenner gegen ein elektrisches Hüpfmobil tauschen würde.

        Niemand, der bei Verstand ist, würde das tun. Sieht man ja schon daran, dass das erste, was ausgefallen ist, das Handynetz war. Und eben mittelfristig die Handies, weil man die nicht mehr laden kann.

        Im Notfall ist die old white men CB Funke und das Analogradio mit pösen Wegwerfbatterien eben doch die bessere Wahl, wenn draussen das Unwetter tobt und Gretas Zöpfe an einem vorbeischwimmen. Leider wahr!

        • tutnixzursache says:

          Da du uns als Kinder bezeichnest, die doch mal das Smartphone weglegen sollen, nehme ich mir raus, dich als Greis zu bezeichnen, der doch mal die Brille aufsetzen und nochmal richtig nachlesen soll.

          Du hast mich überzeugt. Die Menschen in NRW fahren alle hochwassererprobte Unimogs mit nach oben zu- und abgeführter Luft, getankt wird der handgepumpte Sprit aus dem Prepper-Keller und der Kühlschrank wird mit Trockeneis von MacGyver gekühlt.

          Vor 100 Jahren hättest du über die Verbrenner-Autos geschimpft und die Pferdelöschwagen herbeigewünscht. Die fahren sogar ohne Sprit (wo soll nur der ganze Sprit herkommen? Habt ihr schon einmal durchgerechnet was wir an Sprit brauchen, wenn jeder sein Pferd durch ein Auto ersetzt?) und die Wasserpumpe war rein mechanisch (brauchte man nur zwei starke Männer). Warum um Gottes Willen hat man das nur abgeschafft?

          Was ich damit sagen will, jede Technologie hat seine Vor- und Nachteile. Es hilft aber nichts, wenn ich nur die eine Seite betrachte und das passend zu meiner Argumentation hinbiege.

          • Hallo TutNixzurSache , lars hat da schon recht: je robuster , das heißt um so weniger High_tech und um so mehr mechanik/muskelkraft um so katastropenfester. Siehe Bahn: Alle reden vom Wetter, wir nicht – stimmte mal. Da waren Stellwerke allenfalls elektromechanisch , Züge fuhren mit Dampf , hatten also Wasser , Kohlen und alles was es brauchte – heizer , Lokführer – an Bord . Wasser sprudelte aus einem Turm von Schwerkraft bewegt , Kohle wurde geschippt. Man furh langsam , konnte daher aber auf Sicht fahren , ohne digitale Zugbeeinflussung aus einer digitalen Leitstelle. Klos waren im Zug nicht HighTech sondern man schip durch ne einfache mechanische Klappe nach draussen. Alles einfach , und die Züge fuhren , ohne Klimaanlagen im Hochsommer und tiefstwinter. War selber Fahrschüler in einem Internat und kenne llange D-Zug-Fahrten noch selber . Also lars Argumentation daß LowTech im Zweifelsfalle die bessere ist ist aus meiner 63 järhigen Lebenserfahrung stimmig. Frag mal nen Nutzenden von BOS-Funk was zuverlässiger war: FM-Analog-BOS-Funk oder TETRA-Digital-BOS-Funk. Ich als aktiver Funkamateur kenne die Unterschiede zwischen digitalem Sprechfunk und dessen Anfälligkeiten
            und dem robusten FM-Sprechfunk über Relaisfunkstellen. Zeige mir die Batterie/Akku die die gleiche Energiedichte pro kG masse hat wie ein chemischer treibstoff. Nein die derzeitige Klima-hysterie und das kritiklose verherrlichen der Batteerie-getriebenen Mobilität ist m. E. ein Irrweg. Verbrenner ließen sich auch im Hinblick auf Schadstoffausstoß weiter optimieren wenn man da den Focus drauf legte statt auff einen kompletten Systemwechsel. Ich bin übrigens keiner der den Klimawandel leugnet: aber es ist ein Wandel und das ist normal: es gibt und gab nie ein stabiles Klima. Hätte es das gegeben würde ich heute hier nicht leben – da waren nämlich früher Gletscher.

        • Solarpanels gibt es ja nicht und ließe sich nicht quasi überall Strom generieren.. davon ab, dass niemand verlangt, dass Rettungsfahrzeuge nicht auf Wasserstoff umsteigen könnten, oder einfach das nutzen, was am sinnvollsten ist, oder? Das ganze „Argument“ ist ein Whataboutism.

    • Wirklich ein wichtiges Thema: Sprit lässt sich transportieren, elektrischer Strom nur in Form von Akkus, was aber wohl kaum praktikabel wäre.

    • Tja, das ist doch egal. Hauptsache Revolution! Nachdenken kommt später.

    • Naja Verbrenner gehen ja eigentlich nur in Filmen spektakulär in Flammen auf, Stromer schon mal von alleine. Hochwasser willst nicht im Stromer sitzen!

      Aber he we lautet das Motto: No risk no fun!

      • @Luzifer: „Naja Verbrenner gehen ja eigentlich nur in Filmen spektakulär in Flammen auf“ Ach! Ist dem so? Da habe ich wohl einen Fildreh beobachten können als an der Autobahnabfahrt ein Zermedes Menz in Flammen aufging? Der Fahrer konnte nur noch seine Koffer aus dem Heck befreien, der Rest hat sich – Ruck Zuck – selbst erledigt. Und, bitte, lies Dir mal die Statistiken durch – Brandfälle Elektro/Verbrenner…

        • zumal es derzeit logischerweise auch wesentlich mehr Verbrenner auf den Straßen gibt als Elektrofahrzeuge…mal sehen wie so eine Statistik ausschaut, wenn es mehr Elektrofahrzeuge als Verbrenner auf den Straßen gibt…
          beim Link von Marcus unten, bezüglich der Brände, steht:
          „Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) registriert nach eigenen Angaben rund 40.000 Fahrzeugbrände im Jahr, davon sind 15.000 Fälle tatsächliche Brände, der Rest sind Schmorschäden durch Kurzschluss.“
          wenn da schon 25000 Schmorschäden bei normalen Verbrennern auftreten, mag ich mir nicht ausmalen, wie hoch das bei Elektrofahrzeugen ist, wenn davon mal mehr als 70% auf den Straßen fahren und auch geladen werden müssen…und die Ladestationen müssen dann auch regelmäßig überprüft und gewartet werden…
          und lies dir mal durch, wie Elektrofahrzeuge gelöscht werden…
          „Der Brand eines Elektroautos oder Hybriden stellt die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Beim Löschen des Feuers ist die Menge an benötigtem Löschwasser größer. Löschschaum kann beim reinen E-Auto nicht eingesetzt werden.“
          „Der Wagen muss 24 Stunden lang abgestellt und beobachtet werden, um sicherzugehen, dass chemische Reaktionen in der Batterie das Feuer nicht neu entfachen.“
          Vorteil ist wohl allerdings, dass es keinen auslaufenden Kraftstoff gibt, der auf andere Fahrzeuge übergreifen kann…

      • Etwa 15000 richtige Fahrzeug Brände von Verbrennern im Jahr.
        https://www.dekra-solutions.com/2017/11/wenn-das-fahrzeug-feuer-faengt/

        Man liest nur so gut wie nie etwas davon.
        Bei einem Kollegen von mir ist einfach so der BMW auf der Autobahn ausgebrannt. Hat er auch während der Fahrt nicht gemerkt, erst als mehrere Leute ihn mit Hupen und Lichtzeichen drauf aufmerksam gemacht haben.

  5. Hab ich nix dagegen wenn dann keine Neuwagen mehr als Verbrenner verkauft werden dürfen, aber ich fahre meine „alten“ Autos bis sie Schrott sind. Gegen Vorzeitige Verschrottung hab ich was!

  6. Auf der einen Seite steht natürlich die Umwelt. Jedoch muss das alles bezahlbar bleiben. Wenn ab 2035 Verbrenner verboten werden sollten, welchen Anreiz sollten die Hersteller haben ihre Preise für E-Autos zu senken? Mit dem Verbot gibt es keinen Wettbewerb mehr. Bzw. wird es sicherlich wie sonst auch, keine Preisabsprachen geben. Das ist ja schließlich verboten …

    • E-Autos werden schon in wenigen Jahren günstiger als Verbrenner sein. 2035 könnte ein Verbrenner dann vielleicht als Luxus gelten, den nur Leute fahren, die auf den Sound usw stehen.
      Welchen Anreiz Hersteller habe sollten, die Preise zu senken? Ähh.. die gleichen Anreize wie jetzt bei Verbrennern, es ändert sich doch nichts. Normaler Wettbewerb. Seltsame Gedankengänge.

      • Seltsame Gedankengänge? Jetzt müssen die Preise für E-Autos gesenkt werden. Bzw. ist der Absatz nur aufgrund der Förderung so hoch. Wenn es ab einen Gewissen Zeitpunkt nur noch E-Autos gibt, müssen die Hersteller ihre Preise nicht mehr senken um es für die Kunden attraktiv zu machen. Und wenn mal wieder illegale Preisabsprachen folgen, verdient eben jeder Hersteller mehr. Vllt. ist bis dahin Wasserstoff eine alternative. Dann würde es wieder einen Gewissen Wettbewerb geben.

  7. Mir ist selbst mit aller Fantasie nicht nicht vorstellbar, woher der ganze Strom ab den 2030er Jahren kommen soll? Kernkraftwerke gibt es dann keine mehr, aus der Kohle will man ebenfalls aussteigen und eine Hochburg für erneuerbare Energien ist Deutschland nun auch nicht. 2040 sucht man dann nach einem anderen Energieträger für den mobilen Bereich, weil man den enormen Strombedarf nicht mehr gedeckt bekommt. E-Fuels sind aus meiner Sicht da um einiges solider.

    • winfried wagner says:

      Wenn alle derzeit rund 45 Millionen Pkw auf deutschen Straßen weitgehend elektrisch fahren würden, so wären dafür gut 100 Terawattstunden (TWh) im Jahr nötig. Das entspricht nur einem Sechstel dessen, was Deutschland pro Jahr insgesamt an Strom verbraucht.
      Quelle: https://www.bmu.de/themen/luft-laerm-verkehr/verkehr/elektromobilitaet/strombedarf-und-netze/

    • E-Fuels aus Deutschland wird es nicht geben, weil die Herstellung sehr viel Strom benötigt. Also muss man diese importieren wie jetzt Öl. Noch ist das Wunschdenken, diese Industrie gibt es noch nicht. Wie man diese E-Fuels dann hier einsetzt ist eine andere Sache… man könnte Heizöl damit ersetzen oder in der Industrie einsetzen. Für Autos macht das wenig Sinn, weil es da halt eine sehr effiziente und gute Alternative gibt… das BEV E-Auto.

    • Wir haben den Strom schon heute nicht. Würden wir nicht von Nachbarstaaten Strom beziehen, hätten wir in den letzten Jahren schon mehrere Male einen Blackout gehabt.

      Wenn dann ab 2030 70 Millionen zugelassene PKW, plus E-Roller, Mopeds und so weiter oft gleichzeitig am Netz hängen (das werden sie mindestens vor Feiertagen oder wenn vor Katastrophen gewarnt wird), dann gehen überall die Lichter aus.

      In der EU sitzen einfach zu viele Annalenas auf Versorgungsposten, die glauben eben wirklich, dass irgendwo Kobolde Batterien kacken und Strom pinkeln…

    • Also Strom wird knapp, deshalb E-Fuels nutzen, für deren Herstellung man Strom benötigt, und zwar mit einem um ein Vielfaches schlechteren Wirkungsgrad als bei BEVs?
      Die Logik erschließt sich mir nicht ganz…

      Ähnliches gilt übrigens auch für die Mär vom Wasserstoffantrieb für den Privat-PKW.

      • Die Frage bleibt ja weiterhin im Raum wo der Strom, gerade zu Spitzenzeiten her kommen soll? Das derzeit (noch) existente Problem ist die nicht vorhandene Speichermöglichkeit in großen Mengen. E-Fuels kann man logischer Weise immer speichern/lagern, transportieren und produzieren wenn man ein hohes Maß an elektrischer Energie zur Verfügung hat. Strom ist im hohen maße unflexibel.

    • Auch nicht zu vergessen: „Wir hätten der Menschheit zeigen können, wie wir bis 2020 zu 100 Prozent Ökostrom kommen. Das wäre gelungen. Wenn man statt Verhinderung Beschleunigung organisiert hätte. Und wir wussten, wie man das macht.“
      https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-15-07-2021/ausgebremst-windkraft-in-der-krise.html

    • 10-20% mehr Strom bei 100% BEV in 1-2 Jahrzehnten hört sich höchst problematisch an.

  8. Ja, Demokratie ist wirklich was schönes. Vor allem dann wenn man von oben regiert wird. Europäische Kommission hat beschlossen, ich könnte kotzen!

    • Oliver Müller says:

      Ich kotze mit. 2035 ist 10 Jahre zu spät.

      • Wenn wir nicht so viel Abgaben und Steuer zahlen müssten, dann würden schon alle elektrisch fahren. Da der Staat den Bürger aber am Ende des Monats nur ein kleines Taschengeld übrig lässt, passiert auch nichts. Mit Gewalt etwas durchdrücken hat noch nie funktioniert und wird auch hier nicht funktionieren.

        • Sagt der, der gerade ein Jahr lang Kurzarbeitergeld vom Staat bekommen hat?

          In Norwegen fahren „alle“ elektrisch und es gibt wohl kein Land mit höherer Steuer/Abgabenlast. Nein, es liegt daran dass der deutsche Staat den Verbrenner lange subventioniert und ihn ewig geschützt hat. Man muss aber auch sagen, dass die E-Autos jetzt erst halbwegs ausgereift sind, finde es daher ok, dass wir erst jetzt Vollgas geben.

          • In Norwegen fahren 2/3 der Bevölkerung Elektroautos, nicht alle. Und wenn man durch Norwegen fährt, sieht man alle paar Meter den Namen Statoil oder Equinor. D.h. Norwegen hat Unsummen mit Öl und Gas verdient und pumpt das Geld nun teilweise in Elektroautos, die sie (wie übrigens auch Deutschland) seit Jahren beim Kauf und seitens der Steuer subventionieren. Zudem wird der Wohlstand in Norwegen unter anderem durch Firmen wie Vonovia, Deutsche Wohnen, BHP oder Nestlé gemehrt. Das sollte man meiner Meinung alles nicht als Vorbild nehmen.

  9. Ich muss ehrlich sein, ich habe nichts gegen alternative Antriebe. Im Gegenteil, ich bin sogar sehr dafür. Mein Problem ist nur, das diese Elektromobilität in den Himmel gehoben wird, und scheinbar „DIE“ Lösung sein soll.
    Lassen wir mal beiseite, das auch durch die Herstellung solcher Fahrzeuge massive Umweltzerstörung in anderen Ländern passiert. Es gibt auch andere Probleme:
    1. Ich habe noch nirgends ausreichend Lademöglichkeiten gefunden, wenn man zur Miete wohnt. Das ganze System ist wenn, dann nur für Eigenheim Besitzer praktikabel.
    2. Wirklich gut nutzbar (wenn die Infrastruktur vorhanden), nur für Kurzstrecken. Der tägliche Weg zur Arbeit, wenn der sich im vernünftigen Rahmen hält.
    3. Der Energieverbrauch steigt mit der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge stark an. Ich bezweifle, das unsere Infrastruktur dafür ausreicht. Insbesondere da am Ende nur „grüner Strom“ sinnvoll wäre, ansonsten wird das Problem ja nur verlagert.
    4. Durch die Abschaltung von Kernenergie & und den Kohleausstieg wage ich es zu bezweifeln, das der Energiebedarf nur durch „grünen Strom“ gedeckt werden kann, sollte die Anzahl der E-Autos eine bestimmte Anzahl überschreiten…

    Ich denke, wir setzen falsch an. Wir müssen die alternativen Antriebe in den Vordergrund stellen, aber ohne Fokussierung aus ein bestimmtes System. Forschung in dem Bereich muss massiv gefördert werden.
    Unsere Infrastruktur muss sich ändern. Mehr Radwege, die effizient auch für E-Bikes ausgelegt sind (mehr Nutzer, evtl. höhere Geschwindigkeiten). Gesetze müssten so angepasst sein, das Vermieter für mind. 50% der Wohnungen Stellplätze mit Ladeanschluss bereit halten müssen (sofern Stellplätze vorhanden). Arbeitgeber müssen ausreichend Lademöglichkeiten auf ihren Firmenparkplätzen anbieten.
    Stromanbieter sollten einen extra Tarif anbieten müssen, nur für das Laden von E-Autos. Ähnlich wie beim Bau-Strom.
    Letztendlich greift aber auch die normale Förderung für Umweltgerechtes Bauen. Massive Förderung von autarker Energieversorgung im Eigenheim wäre eine Lösung. Wenn ich mein Auto „kostenlos“ mit meiner Solaranlage aufladen kann, bin ich eher bereit in solche Technologie zu investieren. Und warum zum Geier werde ich teilweise noch mit Kosten bestraft, wenn ich Energie, die überproduziert wurde, ins Netz einspeise?
    Am Ende hängt es an einem Punkt: wird der Gewinn, der durch die Mobilität der Menschen gemacht wird, nur von den Mineralölkonzernen zu den Stromunternehmen verlagert? Oder finden wir ein Konzept, welches uns Strom im ausreichenden Maß, für alle Menschen, günstig oder sogar zum Selbstkostenpreis herstellen lässt…

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