Vodafone und Telefónica Deutschland bereiten sich gemeinsam auf 5G vor

Vodafone und Telefónica Deutschland haben auch auf eine Kooperation geeinigt. Das Abkommen soll gleich in mehreren Aspekten für beide Anbieter Früchte tragen. So will man für schnelle Glasfaseranbindungen im Mobilfunknetz kooperieren. Konkret geht es darum, dass die beiden Unternehmen ihre Mobilfunkstandorte gemeinsam an Glasfasertechnologie anbinden möchten. Das Abkommen greife laut Telefónica Deutschland ab Juli 2018. Dann können die gemeinsamen oder benachbarten Mobilfunkstandorte der beiden Firmen die vorhandene Glasfasertechnik gleichermaßen nutzen.

Zunächst werden 100 Standorte gemeinsam angebunden. Aber auch der Ausbau ist in Zusammenarbeit geplant. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich beide Mobilfunkanbieter auf diese Weise auf 5G vorbereiten möchten. Denn das Ergebnis soll sein, dass die jeweiligen Daten durch die Breitbandanschlüsse schneller von den Mobilfunkstandorten durch die Netze transportiert werden können. Nicht nur für das kommende 5G, sondern auch für das aktuelle 4G LTE soll das Vorteile mit sich bringen.

Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland, erklärt entsprechend: „Wir verbessern damit die Netzqualität des neuen, integrierten Netzes von Telefónica Deutschland und machen unser Netz gleichzeitig fit für die Zukunftstechnologie 5G.“ Recht ähnlich äußert sich dann auch der CEO von Vodafone Deutschland, Hannes Ametstreiter: „Zum einen bringen wir noch mehr Kapazität ins Vodafone Netz, das heute schon die höchsten Spitzengeschwindigkeiten im Markt liefert. Zum anderen ist das Projekt ein weiterer, möglicher Baustein in unserer 5G-Strategie, mit der wir das Netz von morgen bauen.

Durch die verbesserten Glasfaseranbindungen solle sich die Leistung in den Mobilfunknteze laut Vodafone Deutschland und Telefónica Deutschland merklich verbessern. Höhere Kapazitäten und kürzere Latenzen sollen noch mehr Kunden mit 4G LTE bedienen und eine verbesserte Netzqualität für sowohl Privatkunden als auch Unternehmen ermöglichen. Erst einmal handelt es sich aber um ein Pilotprojekt. Sollte alles zur Zufriedenheit beider Unternehmen verlaufen, will man die Kooperation dann ausbauen.

Zudem haben Vodafone und Telefónica Deutschland auch eine neue Vereinbarung im Bereich der 3,5-GHz-Frequenzen getroffen. so hat Telefónica Deutschland einen Teil seiner Frequenzen an Vodafone abgetreten. Es geht um 42 MHz an Spektrum im Bereich 3,5 GHz. Welche Summen hier geflossen sind, wollen die beiden Partner aber für sich behalten. Bis 2021 soll das Abkommen gelten und Vodafone kann das erworbene Spektrum bis dahin zum Ausbau seines Netzes einspannen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

19 Kommentare

  1. Deliberation says:

    Am liebsten wäre es mir, wenn alle Anbieter in Deutschland das selbe Netz nutzen würden und es so etwas wie eine Buchpreisbindung für standardisierte Tarife gäbe. Dann könnten sich die Anbieter voll und ganz auf guten Service konzentrieren, denn dann würden sie sich nur noch durch diesen unterscheiden.

    Man kann ja mal träumen… 😉

    • Wettbewerb abschaffen hat schon immer zu guten Preisen für Verbraucher geführt – muss man wisen!

    • Das ist eine ganz ganz schlechte Idee. Ohne Wettbewerb bist Du ganz schnell bei Preisen von 2 Euro die Minute für ein kostbares Ferngespräch….

      • Deliberation says:

        Na und? Was ist besser, eine Branche, die sich im Wettbewerb um ein paar Euro pro Kunde zerfleischt, miesen Support bringt, seit Jahren Funklöcher nicht stopft und gegenseitig für Lizenzen vom Staat ausgenommen wird? Oder ein vernünftiger Basisausbau des gesamten Bundesgebiets mit Preisen, die es den Unternehmen ermöglichen, die Supportmitarbeiter vernünftig zu bezahlen und sich durch Qualität dieses Service unterscheiden und nicht durch 100GB, die man in einem Monat als Bonus bekommt, um danach wieder mit zu wenig GB durch den Monat zu krebsen?

        • Spätestens wenn 1GB bei deinem Einheitsprovider 200€ kosten würden, würdest auch du feststellen, dass das eine ziemlich schlechte Idee war.

          • Deliberation says:

            Das ist eine willkürliche Zahl, die Du da in den Raum wirfst. Nur weil etwas staatlich reguliert ist, bedeutet das nicht gleich Abzocke. Im Gegenteil, die „freie Marktwirtschaft“ mit ihrer Selbstregulierung ermöglicht nicht den Wettbewerb zu Gunsten des Kunden, sondern zu Gunsten der Konzerne und Shareholder. Und dann bleibt nur noch einer, der die Zeche zahlen muss – der Kunde. Und dennoch fahre ich in deutschen Großstädten täglich durch mehrere Funklöcher. Daran sehe ich jeden Tag, welche Nachteile der freie Markt dann doch in der Praxis hat.

            • Natürlich ist das eine willkürliche Zahl. Ich orientiere mich dabei schlicht am ehemaligen TK-Monopol, wo Minutenpreise von 6DM(!) nichts ungewöhnliches waren. Nein, diese Zeiten wünsche ich mir nicht zurück…

              • Deliberation says:

                6 DM? Wann soll das gewesen sein? Ich habe die gesamte Entwicklung live miterlebt und beispielsweise 1995, als Smartphones noch nicht einmal im Massenmarkt angekommen waren, kostete die Mobilfunkminute umgerechnet 66 Cent. Und das war zu den Pionierzeiten des Mobilfunks und zur Hochzeit der Deutschen Bundespost, kurz vor ihrer Privatisierung. Natürlich war das damals teurer, aber auch mein erster TFT war unfassbar teuer und klein. Für das Geld bekommt man durch die heutige Marktdurchdringung am Massenmarkt logischerweise mehr fürs Geld.

                Die Historie des Mobilfunkmarktes in Deutschland und die Preise der Deutschen Bundespost kann man daher nicht als Indiz dafür nehmen, wie teuer Mobilfunk als verstaatlichte Leistung wäre. Der Mobilfunkmarkt war damals einfach noch in den Kinderschuhen. Aber auch dadurch hat die Mobilfunkminute für die Masse nie 6 DM gekostet.

                • Habe mich verguckt, es waren 6 DM für 5 Minuten, nicht für eine – und das bezogen auf das Festnetz Ende der 70er. Aber wie dem auch sei, ich freue mich, dass wir zumindest noch 3 Player auf dem Markt haben – auch wenn ich wünscht, es wären eher 5-6.

                  • Deliberation says:

                    Naja, 1970 hatten die neuen Bundesländer nur 2% der Haushalte überhaupt ein Telefon. Und in der BRD arbeitete besagte staatliche Behörde an der bundesweiten Verbreitung des Festnetzanschlusses. Das kann man sicher nicht mit dem heutigen Massenmedium und schon gar nicht dem Mobilfunknetz vergleichen.

                    Aber wie dem auch sei. Ich bin ja auch nicht gegen den Wettbewerb. Ich bin nur der Meinung, dass er nicht nur zum Kundenwohl stattfindet. Wie man an diesem Artikel hier sehen kann, haben das die Netzbetreiber ja wohl auch verstanden.

  2. Ich bin für Nationales Roaming in bestimmten Tarifen, sodass sich mein Endgerät mit Vodafone Vertrag auch ins O2 Netz einbucht und umgekehrt. Die BnetzA hatte vor kurzem erst geschrieben, dass sie generell nicht gegen solch eine Kooperation wäre. Bin gespannt, ob da was passiert.

    • Das wünschen sich wahrscheinlich die meisten O2 Kunden und am besten auch noch ins Telekom Netz

    • Ich persönlich fände es nicht ganz so toll wenn Kunden aus dem O2-Netz, welche ja teilweise nur einen Bruchteil dessen zahlen, was Telekom-Kunden zahlen, dann auch noch das Telekom-Netz „belasten“ …

  3. Also bei meiner Mutter im Harz ist O2 nen graus.. VF baut nur LTE Masten.. Telekom nur 3g.. Traurig Also Internet geht nur mit meinem direkten VF Vertrag mit LTE. 1und1 VF Dnetz nur UMTS > kein Internet. 1und1 tabletflat im O2 netz nix. Smartmobil Premium Sim null Internet

  4. Zitat : Vereinbarung im Bereich der 3,5-GHz-Frequenzen getroffen. so hat Telefónica Deutschland einen Teil seiner Frequenzen an Vodafone abgetreten. Es geht um 42 MHz an Spektrum im Bereich 3,5 GHz. Welche Summen hier geflossen sind, wollen die beiden Partner aber für sich behalten.

    Heißt das für O2 die haben Ihr netz dadurch verschlechtert ? Weil die ein Freuqenzband was wichtig ist verkauft haben an vodafone ?
    Was haben Kunden von o2 an der zusammschließung von Vodafone können die beide netze nutzen oder ist es nur das lwl kabel was beide parteien nutzen ? Haben o2 Free Kunden irgend einen vorteil ?

    • Es geht hier lediglich um eine Kooperation bei der Anbindung der Mobilfunkstandorte mit Glasfasern. Dies ist für den geplanten 5G-Ausbau unabdingbar, da die bisherige Anbindung bei Vodafone und Telefonica über Richtfunk dafür nicht die notwendige Bandbreite zur Verfügung stellen könnte. Es hat also nichts damit zu tun, zukünftig in fremden Netzen zu telefonieren.

  5. Andreas aus Hamburg says:

    Hallo , das Netz oder besser alle Netze sollten unter einheitliche, öffentlich kontrollierte Verwaltung gegeben werden . Alle privaten Anbieter können dann Netzkapazitäten zu gleichen Konditionen kaufen und daraus Endkundenangebote entwickeln . Klappt auf der Strraße ja auch , oder hat Flixbus eigene Autobahnen und MeinFernbus auch ? Netze gehören in die Hand der Allgemeinheit , denn sie sind Eigentum aller und Teil der Daseinsvorsorge. Dienstleistungen gehören in private Unternehmerschaft und funktionieren da nach Marktgesetzen gut.

    • Deliberation says:

      Das ist auch meine Meinung!

      Allerdings verdient der Staat zu gut an der Vergabe der Frequenzen, man erinnere sich nur mal an die UMTS-Versteigerungen. Aktuell plant der Deutsche Bundestag im Haushalt schon mit der nächsten Versteigerungsrunde. Und das ist ein super Geschäft, hat man doch nur Einnahmen, denn die Folgekosten des Netzaufbaus tragen ausschließlich die Mobilfunkbetreiber.

      Zu welchen Auswüchsen das führen kann, sieht man an vielen Orten. In Stuttgart gibt es z.B. eine Bürgerinitiative, weil ein Kindergarten den Strahlen von 20 Sendemasten ausgesetzt ist. Wie das aussieht, kann man ansatzweise hier sehen:

      http://mobilfunkstuttgart.de/gefahrenzone-neckartor-stuttgart-kita-zwischen-feinstaub-und-elektrosmog/

      Wäre es dann nicht konsequent, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich, wenn man die Netze zusammenlegen würde? Ebenso wie den Ausbau, den man dann an einer Stelle nur ein Mal und nicht etliche Male machen muss?

  6. Dann werde ich mich langsam aufmachen ein Kündigungsschreiben, an Vodafone, zu senden.
    Wenn die Schlechtigkeit von o2 an Vodafone vererbt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.