Vodafone und Daimler machen das Smartphone zum Fahrzeugschlüssel

Artikel Vodafone LogoDer digitale Autoschlüssel ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern bei Vodafone bereits Realität. Per Smartphone ein Fahrzeug öffnen oder starten ist auf diese Weise möglich. Leider noch etwas eingeschränkt, Vodafone macht diese Funktion erst einmal für Besitzer einer neuen E-Klasse möglich. Durch eine Zusammenarbeit von Vodafone und der Daimler AG werden die Schlüsseldaten auf eine NFC-SIM von Vodafone übertragen, sodass im Anschluss öffnen, starten und schließen des Fahrzeugs möglich ist. Gespeichert werden die Informationen auf dem Secure Element der NFC-SIM, sie sind so nicht ohne weiteres für andere auslesbar.

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Wer den Service in Anspruch nehmen möchte, muss dafür die Wallet-App von Vodafone installieren. Diese bietet auch gleich noch weitere Vorteile, so kann man beispielsweise an vielen Kassenterminals kontaktlos bezahlen. Voraussetzung ist zudem ein unterstütztes Smartphone und die Aktivierung des Dienstes im „Mercedes me“-Portal. Die Funktion kann auch jederzeit via App oder Portal wieder deaktiviert werden. Einmal eingerichtet, funktioniert die Geschichte auch ohne Internetverbindung.

Sollten wir zufällig E-Klasse fahrende Vodafone-Nutzer unter den Lesern haben, die das auch einmal ausprobieren, gerne in die Kommentare damit. Ich kann den Vorteil aus der theoretischen Beschreibung des Ganzen nicht so ganz herauslesen. Lässt man den Fahrzeugschlüssel dann komplett zu Hause?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Natürlich ist das alles total sicher – und Missbrauch ist schon aus ideologischen Gründen gar nicht möglich. Tolle Entwicklung…

  2. Geht der Funk im Autoschlüssel mal nicht, kann man das Auto mit dem Notschlüssel immer noch öffnen (das kleine, verstecke Schloss am Auto kennen die wenigsten) und starten. Oder zumindest schon mal nicht mehr draussen im Regen stehen -:)

    Das fällt beim Smartphone flach.

  3. Karl Kurzschluss says:

    Schöne, neue Welt! Wichtiger wäre mir jedoch, mit dem Smartphone überall bezahlen zu können. Ich verlasse nie meine Wohnung ohne Smartphone. Nie. Aber auf den blöden Geldbeutel mit den ganzen Karten und dem Klimpergeld könnte ich gerne verzichten.

  4. Gute Sache – allerdings sollten ganz flux von SIM Karte auf HCE umsteigen dann würden sie (fast) alle Android Telefone carrierunabhängig unterstützen können.

  5. Selbst wenn sich mir erstmal der Sinn nicht ganz erschließt, (man muss das Handy ja wie auf dem Bild zu sehen direkt an die Tür halten) wo bleibt denn da die Sicherheit? Handy gestohlen = Auto auch weg oder läuft das über einen Fingerscan? Ich kenne die Wallet-App von Vodafone nicht, aber in der Beschreibung der App steht auch nichts von Fingerabdruck oder persönlicher Pin oder so. Ich bin ja Fan von Automatisierung usw. und nutze auch NFC täglich, aber das ist doch etwas übertrieben und nutzlos.

  6. Digitaler Schnickschnack! Das ist ein Grund, meinen schönen alten Opel „Corsa C“ noch möglichst lange zu fahren.

  7. Handy gestohle = Auto weg ist genauso sicher wie Autoschlüssel gestohlen, auto weg
    Mit fernverriegelung ist das auto auf neim parkplatz sogar schneller gefunden als mit einem handy – so what

  8. Wurde am Sonntag bei vox präsentiert (der Moderator fand es auch affig): Schlüssel braucht man wirklich nicht.
    Handy ans Schloß und der Wagen geht auf.
    Handy in der Mittel Konsole in ein bestimmtes Fach legen und der Wagen lässt sich per Knopfdruck öffnen.

  9. Das mit Autoschlüsel gestohlen = Auto weg stimmt natürlich, aber wenn man schon einen smarten Schlüssel (Handy) hat der von Haus aus einige Sicherheitsvorrichtungen mitbringt sollte man die auch nutzen. Zumal man ja nicht nur seinen Autoschlüssel verliert sondern auch sein Portemonaie inkl. Kreditkarten.

  10. Ich finde das den grössten Bullshit auf der Welt und ziehe einen Schlüssel 1000mal vor. Warum muss eigentlich jeder Sch…. per Smartphone bedient werden ?

  11. Bernhard Duester says:

    Warum muss heute alles Smart sein? Wenn es so weiter geht können wir demnächst ohne Smartphone nicht mehr auf die Toilette gehen.

  12. 10. 9. 8. 7. 6. 5. 4. 3. 2. 1. und gehackt.
    Ich seh schon die ersten Berichte über irgendwelche white-hat-hacker, die die beiden Firmen blamieren.

  13. Mein typisches Szenario: keinen Einkaufswagen mitgenommen, ich wollte ja nicht viel kaufen. Trotzdem beide Arme vollgepackt vorm Wagen stehen, dazu noch ’ne Flasche unter den Arm geklemmt. Den Autoschlüssel rausfummeln und die haptisch sehr einach identifizierbare Taste für’s Öffnen drücken geht da noch, auch aus 10m Entfernung. In der gleichen Situation das Smartphone rausfummeln, entsperren, die Vodafone App öffnen und dann das Phone einige cm vom Schloss entfernt halten – das setzt eher die Fingerfertigkeit eines Tricktiebs voraus, die hab ich nicht :-). Scheint mir unpraktisch.

  14. NFC funtioniert nur wenn das Smartphone entsperrt ist. Also Handy weg != Auto weg.

  15. Ich war vor einigen Tagen auf Lehrgang zu diesem Thema. Mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme. 😉
    Es wird ein NFC-fähiges Smartphone benötigt, wobei nicht alle unterstützt werden. Zur Zeit sind es wohl die von Samsung. Mein Nexus 5X wurde nicht erkannt. Es ist weiterhin eine Vodafone-SIM notwendig, da zur Zeit nur Vodafone auf ihren SIM-Karten einen Secure-Bereich haben. Dort werden die Hash – Codes der Fahrberechtigung gespeichert, die sonst im Schlüssel gespeichert. Die Einrichtung erfolgt einmal im ConnectMe Portal und zum anderen vor Ort bei einem Mercedes Partner. Beim ersten Mal Öffnen und Starten des Fahrzeugs muß der Fahrzeugschlüssel mitgenommen werden. Danach nicht mehr. Das Öffnen und Starten funktioniert auch bei ausgeschalteten Handy, da der NFC-Chip im Handy durch die „Gegenstelle“ im Fahrzeug quasi erregt wird. NFC Antennen sind im Griff der Fahrertür, im Deckel des vorderen Ablagefaches und im Ablagefach. Dort muß sich das Handy (kann auch ausgeschaltet sein) zum starten des Fahrzeuges befinden. Weiterhin wird dann auch gleich der Akku geladen (wenn vom Handy unterstützt).
    Der Diebstahl des Autos durch finden oder Diebstahl des Handys ist unwahrscheinlicher als mit dem Schlüssel. Der Dieb muss wissen, daß das Fahrzeug bzw. das Handy dafür eingerichtet sind und er muß das Auto finden. Das hacken ist ebenso unwahrscheinlicher als beim Schlüssel. Beim Schlüssel erfolgt der Zugang über Funk (433MHz). Dieses Signal kann man sicherlich abfangen. Bei NFC ist das meines Wissens nach nicht möglich.

    So, hoffe ich habe hab nix durcheinander gebracht. Bei Fragen einfach fragen 🙂

    Rick

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