Visionox OLED-Panels für Under-Display-Kameras sind fertig entwickelt
Der chinesische Zulieferer Visionox soll die Entwicklung seiner OLED-Panels für Smartphones mit Under-Display-Kameras abgeschlossen haben. Falls euch Visionox nichts sagt: Das Unternehmen beliefert unter anderem Xiaomi mit AMOLED-Bildschirmen. Nun hat der Hersteller über die chinesische Plattform WeChat den Abschluss der Entwicklung bestätigt. Man sei bereit für die Massenproduktion der neuen Lösungen mit dem Namen Visionox Inv see.
Visionox soll dafür neue Materialien einsetzen, um den besten Kompromiss zwischen Bildqualität für den Bildschirm aber auch der notwendigen Transparenz für die Kamera zu erzielen. Man habe aber nicht nur an der Hardware getüftelt, sondern auch den Software-Algorithmus optimiert, damit mögliche Nebeneffekte, die durch den Verbau unter dem Screen auftreten könnten, unterdrückt werden – etwa potenzielle Verzerrungen der Aufnahme.
Oppo hatte schon letztes Jahr Prototypen eines Smartphones mit einer Frontkamera unter dem Bildschirm gezeigt. Auch Huawei soll schon eifrig entsprechende Geräte entwickeln. Welche Partner die Techniken von Visionox nun als Erstes für Endprodukte verwenden könnten, ist aber offen. Das Problem bei derartigen Under-Display-Kameras ist es unter anderem, den Effekt, den der über der Kameralinse sitzend Bildschirm auf die Farbdarstellung hat, wieder auszugleichen.
Visionox will das nun durch neue organische und anorganische Materialien erreicht haben, welche eine höhere Transparenz ermöglichen sollen, als vorherige Lösungen. Via Software will man dann etwa die Helligkeit anpassen und auch mögliche Spiegelungen und Reflexionen ausgleichen – ein Problem das Oppos Lösung noch plagte.
Hunderte von Patenten soll sich Visionox nun für seine Lösung gesichert haben, die grünes Licht für die Massenproduktion erhalten habe. Erste Smartphones auf Basis der neuen Technologien werden wir voraussichtlich aber wohl erst Anfang 2021 zu Gesicht bekommen – vielleicht ja auf der CES 2021 oder aber dann dem MWC 2021.
Interessante Technik, bin mal auf die ersten Tests gespannt.
@Andre:
Kleiner Vertipper: „die grünes Locht für die Massenproduktion erhalten habe.“
Danke, hab’s korrigiert