Viprinet ist schockiert über das Vorgehen der Deutschen Telekom

Ui, das ist ja eine Pressemitteilung zur Drosselung der Telekom-Anschlüsse.  Ich zitiere einfach mal auszugsweise, liest sich so schön. Der deutsche Hersteller von Internetroutern Viprinet ruft Politik und Regulierungsbehörden dazu auf, gegen das mehrfache wettbewerbs- und verbraucherfeindliche Vorgehen der Deutschen Telekom einzuschreiten.

Deutsche Telekom

Viprinet sieht seinen Heimatmarkt Deutschland und den dortigen Breitbandausbau durch dieses Vorgehen massiv gefährdet: „Weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit versucht die Deutsche Telekom unter massivem Lobbyeinsatz seit einigen Monaten, im deutschen Breitbandmarkt die Uhr zurückzudrehen, um eine Monopolposition wie zu Zeiten der Bundespost wiederzuerlangen“, warnt Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel.

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Welche Zukunft Deutschland blüht, zeigt sich in der jüngsten Aktion der Deutschen Telekom. Diese hat angekündigt, zum 2. Mai 2013 de facto die Netzneutralität abzuschaffen. Künftig wird auf DSL-Anschlüssen der Telekom nur noch für wenige Stunden im Monat die volle Geschwindigkeit verfügbar sein, anschließend wird man auf lächerliche 384 Kbit/s gedrosselt (Anmerkung von mir: Blödsinn. Hat nichts mit Stunden, sondern mit Volumen zu tun). Ausnahmen dafür werden nur für Telekom-eigene Dienste wie TEntertain gemacht. Andere Content-Anbieter würden damit faktisch ausgesperrt – dies ist eine völlig unzulässige Wettbewerbsbehinderung zulasten der Verbraucher und des Marktes.

Die Begründung, dass die Drosselung eingeführt werde, damit die Backbones nicht überlastet werden, ist hanebüchen. In Deutschland gibt es gigantische Backbone-Überkapazitäten; Datenverkehr in diesem Rückgrat des Internets ist zu Spottpreisen zu realisieren.

Tjoa – was soll man davon halten? Ein Hersteller, der mit solchen Aussagen wieder in die Medien will? Wie auch immer: die Deutsche Telekom muss kritisch beobachtet werden in diesem Fall.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

50 Kommentare

  1. Würde die Telekom ja gerne im Mobilfunk verlassen, einfach, weil ich das vertrauen durch diese Aktion verloren habe. Geht leider nicht.

  2. Spinderella says:

    Die Telekom wird sich dabei was gedacht haben. Und wir als Endabnehmer werden es erst am Schluss erfahren.

    Ich tippe mal darauf, daß die ollen Kupferkabel und der ganze technische Rattenschwanz für die Telekom nicht mehr lohnend ist, seit sich die Mitbewerber für kleines Geld der Infrastruktur bedienen können. Außerdem ist DSL technisch auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

    Aber wie gesagt – man darf spekulieren! Vielleicht zaubert die Telekom etwas ganz Neues aus dem Hut, bevor auch nur der erste Kunde gedrosselt wird.

  3. Anmerkung von mir: Blödsinn. Hat nichts mit Stunden, sondern mit Volumen zu tun

    Rechne doch mal bitte aus, was raus kommt, wenn du die zuruntergeladenen Bytes durch deine Downloadgeschwindigkeit teilst 🙂
    Richtig, Sekunden …

  4. StefMa: Wenn es „zuruntergeladene“ Bytes gäbe, würde das vielleicht zutreffen. Aber die Physik macht das nicht möglich. Hier ist die Zeit Abhängig von Benutzung.

  5. kichlhuber says:

    zu Deiner Anmerkung: „wenige Stunden im Monat die volle Geschwindigkeit“ bedeutet Volumen, denn Zeit * Geschwindigkeit = Volumen! Habe ich für 2 Sekunden mit 500kb/s heruntergeladen, habe ich 1000kb Volumen verbraucht. Mit der vollen Geschwindigkeit kann ich also nur wenige Stunden herunterladen bevor die Drosselung eintritt. Wo ist der Blödsinn?

  6. Das mit den Überkapazitäten stimmt zumindest aus Backbone-Sicht. Das wurde in letztens in einem Vortrag erzählt, als es ums Forschungsnetz ging. Dieses ist jetzt bereits riesig und man meinte, dass es sehr stark ausgebaut werden könne, ohne in Deutschland an Grenzen zu stoßen. Und wer schonmal in einer ordentlichen Uni gesurft ist (irgendwo, wo die Uni nicht künstlich drosselt), weiß wie fix die Dinger bereits jetzt sind.

    Und wie schon woanders erwähnt. Bei den Serverhostern kostet ein TB wenige Euro. Wenn es irgendwo Engpässe gibt, dann sind es Stellen der Telekom und dort hat sie seit Jahren zu wenig investiert, wie man ja oft genug von allen Seiten hört (hallo Glasfaser).

  7. Die Fassung „wenige Stunden“ ist sicher etwas dramatisch, soll aber dem technischen Laien eine Einschätzung dafür geben, was die Volumenbegrenzung bedeutet. Für viele Telekom-DSL-Kunden ist es sicher nicht ganz nachzuvollziehen, wann das Inklusiv-Volumen aufgebraucht ist, wenn sie ihren Anschluss „gewöhnlich“ nutzen.

    Bei etwa 5-6 GB pro Film (1080p beim AppleTV) ~13 Filme im Monat. Dürfte reichen, aber dann gibts kein Youtube, Surfen, Radio oder Onlinespiele.

    Bin kein Informatiker/Mathematiker, aber würde man ne 16.000er Leitung dauerhaft voll belasten, wäre nach gut 11h Schluss. Und das sind wenige Stunden auf den Monat gerechnet.

    Was mich eher interessiert: kann man die Aussage über die überdimensionierten Backbones verifizieren?

  8. (ebenfalls) André says:

    JEDE_R(!) kann seinen Vertrag, wie auch immer geartet zum nächst möglichen Termin kündigen. Ich habe meine Kündigung für die Mobilfunkdienstleistung gestern rausgeschickt. Der läuft dann zwar auch noch gut 14 Monate, das lässt sich nicht ändern. Mit Vertrauen hat das gar nix zu tun – die anderen Anbieter sind auch keine Humanisten… Welchem Konzern man sein Geld in den Rachen wirft ist nahezu egal. Es geht hier aber einzig und alleine um die Signalwirkung. Wenn die Telekom jetzt einen Denkzettel verpasst bekommt, dann überlegt sich die Konkurrenz zwei Mal, ob sie mit auf den Zug aufspringt oder nicht.

  9. OK, Flatrates sind nicht gerecht, da hat T-kom recht! Der eine verbraucht en mass, der andere wenig, zahlen tun beide gleich… 🙁 Aber Volumen-Pakete sind da auch nicht besser! Einzig gerecht wäre ein ‚pro Einheit‘ Tarif, wie beim Strom, Wasser, Gas, etc. auch üblich! Wenn so was käme, wäre ich der erste T-kom ‚Neukunde‘!

  10. Sorry, aber Deine Anmerkung ist Blödsinn. Mann kann sehr wohl 75G in ein paar Stunden verbraten. Ein paar HD-Filme, ein paar Updates und schon ist das Kontingent platt!

  11. @cashy

    das mit den „wenige Stunden im Monat die volle Geschwindigkeit verfügbar“ stimmt so schon. Siehe drossl.de

    Er meint damit: wenn ich x Stunden meine volle Geschwindigkeit nutze (z.B. 16000kbit/s) werde ich gedrosselt. Ich glaube bei DSL16000 sind es etwas über 10 Stunden volle Geschwindigkeit.

  12. 75 GB sind erstmal 75 GB. Ob die innerhalb einer Stunde oder eines Monats verbraucht werden ist völlig irrelevant. Seitens Telekom gibt es keine Beschränkung der Zeit innerhalb des Abrechnungsmonats. Wenn ihr so doof seid und euer Kontingent mit ein paar HD Filmen an einem Wochenende verbraucht, ist die Telekom nun wirklich nicht schuld. Erinnert an die dümmliche LTE-Diskussion
    Caschy hat recht: Das ist Blödsinn.

  13. @max dann willst du wieder wie zu isdn zeiten ein kb genaue abrechnung haben?
    beim wasser zwingt mich mein lokaler versorger auch nicht nur mit einem bestimmten duschgel zu bestimmten zeiten unter die dusche zu springen. warum soll das beim internet anders sein?

  14. Da sind noch mehr Dinge, die nicht ganz rund sind:
    Zitat: “Weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit [….]“ – das kann man ja wohl nicht behaupten. Wenn man kein Social-Media-Junkie ist, hat man das spätestens im Spiegel, den Tagesthemen oder heute-Journal mitgekriegt. Es ist doch in aller Munde.
    Zitat2: „[….]Uhr zurückzudrehen, um eine Monopolposition wie zu Zeiten der Bundespost wiederzuerlangen”[…] Auch da bin ich nicht ganz einverstanden. Da werden doch sicherlich viele Kunden abwandern – von Monopol kann da keine Rede sein.
    Der Kern jedoch ist richtig: Die können doch nicht einfach die eigenen Dienste bevorzugen (Stichwort: Netzneutralität). Dass das nicht klappt hat man am Beispiel Microsoft gesehen, als der IE vom Betriebssystem losgelöst werden musste.
    Jedenfalls ist es ein großer Schritt zurück – da sind wir uns sicherlich alle einig. 🙂

  15. @max: ??? Was ist denn der Unterschied von einem „pro Einheit“-Tarif zu einem Volumentarif? Richtig, Flatrates sind nicht gerecht, sie können auch gerne die Begrenzung auf einem halb so teuren Vertrag draufpflanzen, aber bei einem sowieso schon höheren Preis als die Konkurrenz ist es einfach irrsinnig auch noch das Volumen zu begrenzen.

  16. @sam – etwas zeitgemäßer dürfte schon sein… Z.B. GB als Einheit, dann hätten wir (bei dem 75GB inklusive – Tarif) ein pro GB preis von 0,40€, das hätte ich gerne! Verbrauche im Moment ca. 20GB/ Monat, im Winter (mehr VoD, Gaming, etc.) ca. 40GB/ Monat. Das würde mich 8 bis 16€/ Monat kosten, und nicht wie jetzt 30€!… 😉

  17. @JMK Sitmmt…. deshalb wird der Entertain-Verbrauch auch nicht mitberechnet, sonst würden alle nach 10 Std. kein TV-Programm mehr haben. mauahahahaha. Bisher haben 100.000 Telekomnutzer mit Geschwindigkeiten zwischen DSL-Light und 6.000 kbit/s der Telekom mehr Geld gezahlt, ohne die wahre Leistung zu erhalten. Die Telekom hat aber nie Interesse daran gehabt, diesen Kunden höhere Bandbreiten zur Verfügung zu stellen.
    Aber anscheinend ist ja auch Berlin schon aufmerksam geworden.
    http://www.zeit.de/digital/internet/2013-04/telekom-drosselung-regierung-kritik

  18. Nino Seperoni says:

    75 GB sind in 10,42 Stunden verbraucht, wenn eine Downloadrate von 16.000 kBit/s (2.000 kByte/s) zur Verfügung steht.

  19. @ timobeil – das kleinste Paket ist schon zu hoch angesetzt! Besitze 14(!) Geräte die am WLAN hängen, da wir aber auch unsere Jobs/ Schule haben, und auch mal was ‚outdoor‘ unternehmen, kommen wir dennoch nicht über ca. 40GB (auch im Winter nicht). Auch wenn meine Frau der Meinung ist, dass die Familie zu viel ‚am Netz‘ hängt… 😉

  20. @max
    40cent pro GB? Oo … wenn man sich so umschaut, dann kostet dich heute bei den Server-Anbietern, die nicht eh schon unlimeted traffic in ihren Angeboten haben, das GB maximal so um die 10 Cent, wenn man über den Inklusivtraffic rüber ist…

  21. @max: Angeblich haben ja auch sehr viele noch viel weniger. Nur 3% sollen überhaupt Poweruser sein. Bei 12 Millionen Anschlüssen reden wir von 360.000 Usern. Die Telekom verkauft die Nutzer also für Blöd. Selbst wenn die Telekom 20 € mehr im Monat von dieser Gruppe bekommen würde, kämen gerade mal ca. 72 Millionen € mehr in die Kasse. Der bisher entstandene Imageschaden beläuft sich locker auf einen höheren Betrag.

    Es geht der Telekom eigentlich nur um eines. Druck auf Google und Co zu machen. Die sollen ihr System als Managed Service über Telekom anbieten und dafür bezahlen. Denn dann wird es nicht als Volumen angerechnet. Heißt, wer Geld hat wird Macht haben, die kleinen haben kein Geld, die sind dann weg.

  22. Lese ich leider immer wieder: „Flatrates sind nicht gerecht“? Das ist Unsinn. Die Kranken- oder Arbeitslosenversicherung ist auch „nicht gerecht“ oder holt man da jeden Cent raus, den man bezahlt hat? Jeder, der eine DSL-Flatrate heutzutage bucht, weiß, für welchen Preis er die Leistung einkauft und hat einen Vertrag unterschrieben, weil er mit dem Preis-Leistungsverhältnis einverstanden war. Im Nachhinein zu argumentieren „aber mein Nachbar surft viel mehr als ich“ ist ziemlich arm. Der DSL-Vertrag kostet nämlich immer noch das gleiche, unabhängig davon, wieviel andere Kunden desselben Anbieters ihr Produkt nutzen. Reiner Futterneid.

  23. @ Justus – da hast Du, natürlich, recht! Aber, als ‚Internet-Zugang‘ wird das so nicht angeboten… 😉
    Es gibt viele Leute die wenig verbrauchen, daher sind die Flatrates schon lukrativer! Nur, T-kom will jetzt von denen die ihre Flates richtig nutzen, noch mehr kassieren! Das ist die eigentliche Sauerei, wollen sie uns aber als ‚gerecht‘ verkaufen!… Wenn gerecht, dann bitte ‚pro Einheit‘ berechnen, so dass auch wer wenig verbraucht, wenig zahlt…

  24. Vgl. drossl.de

    Bei 16000er Anschluss

    „Bei voller Nutzung wird Ihr Internetzugang bereits nach 10 Stunden 40 Minuten im Monat gedrosselt.“

    auch wenn das eher theoretisch ist, kann man Bandbreite nicht nur in GB sondern auf diesem Weg auch in Zeit angeben… Ich finde die Anmerkung deshalb auch nicht so gut.

    Gut ist aber, dass sogar Rösler FDP die Wettbewerbsverzerrung und die Gefährdung der Netzneutralität erkannt hat und die Drosselkom schriftlich „gerüffelt“ hat. Es geht überhaupt nicht um das angeblich überlastete Netz, sondern um die Vermarktung der Entertain Dienste u.ä. und die Aussperrung anderer Content-Anbieter. Wer die Netzbandbreite kontrolliert, hat auch die Kontrolle über den Content! Wehret den Anfängen, kann ich nur sagen. Entweder gilt die Drossel für die gesamte Nutzung des Netzes ohne Rücksicht auf bestimmte Inhalte, oder man lässt es!

  25. Das wäre ja dann de facto keine Flatrate mehr. Es wäre ein Volumentarif. Mal ganz davon abgesehen, dass es totaler Schwachsinn ist. Es gibt Unternehmen, die nehmen halt das Beste aus Mobile und führen es auf dem Desktop ein (siehe Apple UI). Die Telekom schnappt sich das Schlechteste aus Mobile und führt es auf dem Desktop ein. Wie kann man nur so hirnverbrannt und kurzsichtig sein?

  26. Für einen Hersteller von Produkten zur Kanalbündelung (Viprinet), kommt eine Drosselung von DSL Anschlüssen wir gerufen. 😉

  27. Heinz Inge says:

    Schonmal überlegt das es leicht ASSOZIALES verhalten ist wenn man kein Problem damit hat das andere mehr bezahlen sollen? Insbesondere wenn man selber nichts davon hat weil es definitiv nicht billiger wird auch wenn man weniger verbraucht.

    Ich habe selten soviel Bullshit gelesen wie in den letzten 2 Tagen, es geht der Telekom nicht um den Traffic. im Endeffekt verlieren sie noch Geld dadurch das sie weniger haben. Und so weniger ihren Pairing „Partnern“ berechnen können.

    Traffic selber ist fast kostenlos, in den Kontigenten bezahlt die Telekom nichts oder je nach pairing maximal ein paar Cent je Terabyte.

    Das ist einfach nur vorgeschoben weil dieses Dreckspack einfach keinen Bock mehr hat zu investieren obwohl sie die Leitungen schon zum großteil geschenkt gekriegt hat von uns.

    Wenn der nächste rumjammert von wegen er verbraucht so wenig und die anderen sollen ruhig mehr bezahlen dem springe ich mit dem nackten Arsch ins Gesicht 🙁

    Übrigens die (Minimalverbrauchs)Großkotze von heute sind die Standard Opfer von morgen. Ein Netflix Account könnt ihr euch genauso abschminken wie alles andere übermäßig groß ist.

    Also Frei nach dem Motto: Lernt selber Denken, dann dürft ihr auch die Klappe wieder aufreißen. (nur dann würdet ihr es auch nicht mehr machen).

  28. „75 GB sind in 10,42 Stunden verbraucht, wenn eine Downloadrate von 16.000 kBit/s (2.000 kByte/s) zur Verfügung steht.“
    Man möchte laut schreien.

  29. die.bahnfahrer says:

    So ein dämlicher Aufschrei um diese Begrenzung. Es war klar dass auch hier wieder die typisch-deutsche einfältige „ich kündige sofort bei der Telekom“-Trotzreaktion kommt.

    Für diese, mit Populismus und Unwahrheiten gespickte Pressemeldung von dieser Firma, von der noch nie jemand gehört hat, ist mir mein Traffic schon zu schade.

    Ich nutze das Netz intensiv (online gaming, 2-3 Maxdome Videos pro Monat) und komme auf max. 50 GB Volumen im Monat. Mit den größeren Verträgen würde mir ca. das Doppelte zur Verfügung stehen. Wenn ihr mal 40 Stunden Arbeitswochen habt, seht ihr das bestimmt ähnlich.

    Interessant ist allenfalls die Diskussion um die Netzneutralität. Das ist in der Tat kriminell von den rosa Brüdern.

  30. @die.bahnfahrer

    Auch du bist ein „ihrseidalledoofaussermichhonk“.

    Um dir das mal begreiflich zu machen:

    Vergleiche das mit ner Essensflat wo dir einer die Haelfte wegnimmt und du sagst „Hey soviel esse ich eh nicht“. Ploetzlich lernst du ne Frau kennen die auch gerne Isst und du musst ihr die Haelfte abgeben und schon wirds knapp. Das dann noch 3 kinder kommen die auch alle was zu essen wollen konntest du ja nicht ahnen.

    Irgendwo auswaerts essen (aka Netflix, sky und co) war am Anfang schon kaum drin aber jetzt ganz unmoeglich also musst du den Rest deines Lebens immer denselben Mist fressen den dir die grosse T. vorsetzt.

    Nochmal Kurz fuer dich: Das ist keine Sache die sich je wieder richten laesst, was die Telekom einfuehrt haelt sie 10-20 Jahre bei.
    Jetzt 75gb Traffic fressen heist auch im jahr 2020 75gb Traffic fressen. Also dann wenn jedes 2,te Welt land 1gbit Leitungen und 4K Streams fuer nen laecherlichen Preis hat.

    Und nein, zur Konkurrenz gehen bringt nichts, die Telekom war schon immer ein Vorreiter. Hat man damals schon bei der kurzen Zeit der ISDN Flats gemerkt. Alle muessen nunmal Geld verdienen und warum soll ich die User nicht auch abzocken wenn es eh alle Konkurrenten machen.

  31. Die tun ja gerade so, als ob es sich bei „Internet“ um eine Art Rohstoff wie Kohle oder Öl handelt. Da muß man schon sparsam mit umgehen, sonst kann’s sein, daß es bald komplett aufgebraucht ist.

    Hat die Telekom auch vor die Festnetzflats zu stutzen? Ist ja quasi dasselbe Prinzip. Es gibt Leute die hängen 24/7 am Höhrer und andere Leute rufen Mutti halt nicht so oft an. Also, jene die mehr telefonieren wollen, die sollten dann auch mehr zahlen!

    Wer länger als 10 Stunden im Monat telefoniert, der muß dann halt zu seiner tollen „Flatrate“ noch ein paar Gesprächsstunden dazubuchen. Ansonsten wird gedrosselt! Die Telekom könnte dann ja ein paar Störgeräusche einspielen oder alles schon verzögert und verzerrt… So Geister-mäßig.

    Wenn nur einige Anbieter so schlau sind und nicht mit auf diesen bekloppten Telekom-Zug aufspringen, dann werden die gutes Geld machen und die Telekom kackt ab.

    Ich hoffe, sie kacken ab.

    Ich bin seit Jahren Telekom-Kunde und bevor ich diesen Kommentar hier geschrieben habe, hab ich die Kündigung ausgedruckt und werd sie nachher auf dem Weg zur Arbeit einwerfen. Gut, Drosselung hin oder her, betrifft mich nicht, da ich seit sechs Jahren dort Kunde bin. Ist mir aber egal, geht um’s Prinzip.

  32. Naja jeder regt sich auf und schlussendlich passiert wie immer nichts. Die Telekom kommt damit durch und in 10 Jahren kräht kein Hahn mehr danach ob es mal richtige Flatrates gegeben hat oder nicht. Die Politik ist empört weil Wahlkampf ist aber im Oktober wollen auch die nichts mehr davon wissen war doch schon immer so. Auch die LTE Volumendrosselung ist nicht fair oder der schlechte Netzausbau auf dem Land oder das wir eine 6000er Leitung zahlten und jahreland nur 384kb/s bekommen haben aber gemacht hat keiner was dagegen irgendwann resigniert man und bei so einer vorgehensweise braucht man sich nicht wundern wenn Firmen mit großen Datenvolumen ins Ausland auswandern.

  33. @ Heinz Inge – wenn ich Dein Kommentar lese, und dann einen Blick auf Deinem Avatar werfe, wird mir klar warum die Piraten so ’ne Luftnummer geworden sind… Schade!

  34. Telekom ist ein Internet Service Provider. Die sollen internet machen. Nicht Fernsehn, nicht Kurznachrichtenanbieter, nicht Onlinehändler, nicht Spielehersteller.

    Die Telekom soll Leitungen legen, Router installieren, Kundendienst leisten. Antennen aufstellen.

    Es braucht mehr Internet statt weniger. Internetzugang muss Grundrecht sein, nicht Privileg für Leute die es sich leisten können.

    Flatrates sind sozial wie Krankenversicherung,

  35. … wäre es nicht einfacher mal alle Spammer dieser Welt wegzusperren? Dann könnten wir mit dem eingesparten Aufwand an Virenschutz, Bekämpfung und Schaden sowie dem plötzlich nicht mehr vorhandenem Trafficaufkommen wohl fast ein kostenloses Netz haben.

  36. ..und darum zeichnet doch alle die Petition auf change.org.
    Mit jeder „unterschrift“ erhällt die Telekom eine email.

    Gruss

  37. Ich prophezeie ja, dass die gebremsten Internet-Anschlüsse sogar zu einer höheren Belastung der Server führen, da Prozesse auf dem Server nun länger arbeiten müssen, aber die Besucherzahlen ja nicht weniger werden und somit mehr Prozesse parallel Anfragen bearbeiten müssen. Das bedeutet mehr Speicherverbrauch, dadurch mehr CPU-Last, mehr Wärmeentwicklung, mehr Stromverbrauch, es müssen größere Kapazitäten angeschafft werden, noch mehr Strom, noch mehr Wärme. Also gut für die Umwelt ist das auch nicht… 😉 Spaß beiseite – der Umweltfaktor sollte sicher nicht unter den Tisch gekehrt werden – aber dass die Last auf Servern dadurch steigt, ist unumstößliche Konsequenz…

  38. Ich kann die Leute nicht verstehen, die mit „ich verbrauche „nur“ 40/50GB im Monat – mich betrifft es nicht“ kommen! Denkt ihr auch mal an „morgen“? Vor 5 Jahren lag euer verbrauch sicherlich bei der Hälfte oder weniger. Und wie wird sich dieser Trend bei euch weiter entwickeln, schon mal drüber nachgedacht? Ein einzelner Durchschnittsbürger „könnte“ vielleicht noch gerade so unter der Drosselung bleiben, aber eine 2,5 Personen Durchschnittsfamilie mit EINEM Anschluss? Da werden sich „@die.bahnfahrer“ freuen, wenn sie nach einem 8-Stundentag ab Mitte des Monats nicht mehr die Tagesschau online gucken können, weil ihr Kind/Partner schon mit dem BEZAHLTEN Musik-Streaming-Abo das Volumen verbraucht hat! Wo wir schon mal bei Tagesschau sind – wurde UNS von der Regierung nicht die VOLLE GEZ-Gebühr ab diesen Jahr aufgebrummt, WEIL wir ja nun alles online sehen können!? Wie passt das alles zusammen?
    Wie schon öfters erwähnt worden ist, Telekom ist hier Vorreiter und deswegen muss man schon ab jetzt gegen dieses Vorhaben vorgehen – auch wenn es einen JETZT nicht betrifft. Mich betrifft es gerade auch nicht – KabelDeutschland, 4-Personen-WG mit ca. 100GB/Monat – dennoch sollte man diese Entwicklung boykottieren!!!

  39. Die Telekom hat gute Gründe, die Bandbreite zu drosseln! Sonst kommt es zu unvorstellbaren Katastrophen:

    http://www.der-postillon.com/2013/04/telekom-deutschlands-internetvorrate.html

    • @Oliver
      Klasse!

      Für manche (auch der Kommentatoren hier) sollte man vielleicht noch ergänzen: Vorsicht Satire!

  40. Also mal abgesehen davon, dass doch auch andere Anbieter (nicht nur die Telekom) das Datenvolumen beschränken wollen: wer innerhalb weniger Stunden oder Tage 75GB verbrät, sollte sich vielleicht mal ein Leben suchen und auch mal vor die Tür gehen (das ist da, wo dieses grelle gelbe Ding oben an der Decke hängt).
    Wer mehr Kapazität will, kann diese doch dazubuchen. Finde es prinzipiell gar nicht verkehrt, wenn Leute, die mehr verbrauchen, auch mehr zahlen müssen. Ist doch überall so. Allerdings sollten dann die, die weniger brauchen, auch weniger zahlen müssen. Und das wird wohl leider nicht pasieren.
    Mit den Backbones hat die ganze Sache sicher nicht zu tun, sondern mit den lokalen Verteilerstellen. Da liegt überall noch Kupferkabel in den Straßen, und wenn in allen Wohnsilos an einer Straße alle IP-TV gucken, bricht diese Leitung zusammen.

    • @MikeH … „und wenn in allen Wohnsilos an einer Straße alle IP-TV gucken, bricht diese Leitung zusammen.“

      Na dann bin ich ja beruhigt, dass sowas mit T-Entertain dann nicht passieren kann.

      Kann es sein, dass du da irgendetwas am eigentlichen Problem der Diskussion nicht verstanden hast (Stichwort: Netzneutralität, Wettbewerbsverzerrung, Kartellrecht).

  41. muss leider noch ein halbes jahr warten bis ich die t. verlassen darf…. aber so faellt mir der abschied nicht schwer…

  42. @Jürgen
    Kann es sein, dass ihr alle das Kleingedruckte in Euren Verträgen (auch Nicht-Telekom) nicht lest? Da sind allerlei (optionale) Beschränkungen drin.
    Außerdem wird ja nach Verbrauch des Datenvolumens nicht die Leitung gekappt. Es läuft nur langsamer. Und man kann ja zusätzliches Volumen dazukaufen. Somit wird niemand eingeschränkt – es ist „nur“ eine Preiserhöhung.
    Die Telekom will eben die prozentual wenigen Powersauger weghaben, dann haben sie mehr Bandbreite für den Durchschnittsnutzer (auch für T-Enterain) frei.
    Da das Ganze ja erst 2016 zum Tragen kommen soll, haben ja alle, die hier rumjammern, genügend Zeit zum Kündigen. (um dann zu merken, dass auch im Kleingedruckten ihres neuen Anbieters allerlei Klauseln versteckt sind).
    Mir geht vor allem dieses Kindergejammere auf dein Geist…..die Generation Internet: alles muss sofort, unbegrenzt und natürlich umsonst zur Verfügung stehen……

  43. @MikeH … wie du schon richtig erkannt hast, KANN man innerhalb von 10 Stunden das MONATS Volumen von 75GB verbrauchen – sprich ca. 20Min pro Tag deine Leitung VOLL nutzen! Ist das deiner Meinung so viel, dass man kein anderes Leben außer „Internet“ mehr haben kann? Hast du mal ausgerechnet, wie lange du den schnellsten Tarif VOLL nutzen kannst, bist du dann nur noch durch das Internet humpeln kannst – ca. 33 Minuten/MONAT – FLATRATE 😉 !!! Hat dieses dann noch was mit „Powersauger“ zu tun? Schließlich will nicht jeder 50€ für 100mbps Flatrate monatlich zahlen nur um wöchentlich seine Mails zu checken (überspitzt gesagt). Außerdem kann nicht jeder wechseln, weil die Telekom vor allem in ländlichen Gebieten immer noch ein Monopol hat.
    Mal von den ganzen Problem die Jürgen noch erwähnt hat abgesehen…
    Und JA, wir sind die Generation Internet! Wenn es dir nicht passt, dann hast du auch nichts hier im BLOG, in dieser Diskussion oder überhaupt im Internet was verloren – gehe lieber bei dem schönen Wetter draußen (gelbes helles Ding, du weißt schon) spazieren 😉

  44. @die.bahnfahrer:
    Beim Online-Gaming werden verhältnismäßig wenig Daten übertragen. Zwei bis drei Maxdome-Filme im Monat … ein anderer Mensch mit 40-Stunden-Woche schaut sich vielleicht an zwei Abenden in der Woche Filme in anständiger Auflösung an, statt zu spielen – und knackt damit die 75 Gigabyte locker. Schon als Einzelperson (manche Menschen haben Partner und/oder Kinder!), und ohne dass der andere Traffic eingerechnet ist.

  45. @Kai Sehr guter, schlüssiger Kommentar! Ob die Telekom daran auch schon mal gedacht hat?

  46. Unterschätzt den Gamer-Verbrauch mal nicht. Wenn ich sehe wie groß viele Updates mittlerweile sind, oder man öfter mal ’ne Demo ausprobiert sind 75Gb wirklich nicht viel

  47. Korrektur: ca. 4,5 Stunden/Monat VOLLER Genuss der 200MBIT/s-Leitung bei einem 400GB Volumen (doofe Bit/Byte-Verwechslung) 😀 …4,5 Stunden machen die ganze Sache aber auch nicht besser! Damit werden wir zurück ins Internet-Mittelalter zurück geschickt. Die Auflösungen von Bildschirmen, Videos und Grafiken werden immer größer (4K lässt grüßen). Wenn „gestern“ eine Webseite aus 100KB bestand, heute bei einem 1MB ist, wie groß wird sie in 3 Jahren sein? Alle die heute über ihren AKTUELLEN Verbrauch reden, habe wohl die Zeichen der Zeit, den Umbruch und den Trend nicht erkannt!

  48. Bekommst du eigentlich Geld für dein Pro Telekom Geblubber. Die Formulierung von Viprinet zeigt nur mal drastisch was die Telekom unter Flat versteht:“Wenn du ein paar Stunden das nutzt, obwohl du den ganzen Monat bezahlt hast, drehen wir dir den Hahn zu.“
    Hightech Standort Deutschland fällt unter die Wahrnehmbarkeitsgrenze in Sachen Internet.