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Video-Streaming: Neue Studie zeigt Allzeithoch

Eine neue Studie von  Limelight Networks hat sich mit Videostreaming im Jahr 2020 beschäftigt. Wenig überraschend bescheinigt man diesem Markt ein Allzeithoch. Das liegt natürlich auch an der Corona-Krise, welche die Menschen mehr ins Wohnzimmer getrieben hat. „The State of Online Video“ nennt sich die Studie, aus der ich mal ein paar Ergebnisse für euch zusammenfasse.

Über sieben bzw. fast acht Stunden pro Woche betrage demnach mittlerweile der durchschnittliche Videokonsum – das ist die internationale Zahl. Es gibt aber auch einige interessante Ergebnisse, die speziell den deutschen Markt ins Auge fassen.

Oben seht ihr einmal, wie sich der Markt generell entwickelt hat. Das heißt, dass die Menschen also wöchentlich immer mehr Zeit in Online-Videoinhalte investieren. Wer mitdenkt, wird auch vermuten: Die Leute konsumieren nun nicht wahllos mehr mediale Inhalte, sondern werden dieses Zeitpensum anderswo abknapsen – und das dürfte im Wesentlichen das lineare Fernsehen sein.

In Deutschland hätten dabei laut der Studie innerhalb der letzten sechs Monate rund 34 % der Menschen einen neuen Streaming-Dienst abonniert. International trifft dies sogar auf 47 % der Befragten zu. Die wichtigsten Kriterien sind dabei die Inhalte und der Preis. Fast die Hälfte der Befragten aus Deutschland, 47 %, würde ein Streaming-Abonnement wieder kündigen, wenn der Preis als zu hoch empfunden wird.

Außerdem steht Account-Sharing hoch im Kurs: Jeder dritte Befragte aus Deutschland (33 %) hat entweder selbst seine Anmeldedaten weitergegeben oder nutzt das Abonnement eines anderen mit. Vermutlich liegt die Dunkelziffer noch höher. Aus sozialer Erwünschtheit hat das mit Sicherheit nicht jeder Befragte zugegeben. Ebenfalls zu beobachten: Die Menschen schauen immer mehr benutzergenerierte Inhalte auf Plattformen wie YouTube, Snapchat oder TikTok.

Was nervt Zuschauer schnell? Das seien laut 64 % der Befragten etwa Verzögerungen / Buffering, insbesondere bei Live-Ereignissen. Dabei steige der Konsum von Online-Videoinhalten altersübergreifend an, aber besonders bei Menschen über 46 Jahren bemerke man den größten Anstieg. Da kommt man also offenbar nun auf den Geschmack. Am beliebtesten sind bei den Benutzern dabei Serien, die durchschnittlich 4,6 Stunden pro Woche konsumiert werden.

Außerdem haben Plattformen mit einem breiten Angebot bessere Chancen sich Kunden zu sichern. Das heißt Amazon Prime Video, Apple TV+ oder Netflix sind beim Publikum beliebter als spezialisierte Angebote wie etwa der Sportanbieter ESPN+ in den USA. Auch Binge-Watching, also der Konsum vieler Serienepisoden am Stück, ist weiterhin beliebt bei den Zuschauern.

Wie hat Limelight nun seine Daten erhoben? Nun, man befragte online in mehreren Runden 5.000 Kunden in Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Südkorea, Großbritannien, Singapur, Indien, Indonesien und den Vereinigten Staaten ab einem Alter von 18 Jahren. Findet ihr euch in den Ergebnissen wieder?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Coole trendanalyse. Da versteht jemand etwas von Marktforschung und Statistik.

    Aber wenn die Nutzungdauer vin streaming Diensten auch anhand einer Umfrage erfasst wurden, wird die wirkliche Nutzungsdauer leicht höher sein.

    Man will ja nicht als dumm und langweilig rüberkommen und flunkert Nen bisschen bei der Stunden Zahl die man vor der glotze sitzt

    • Vorausgesetzt es ist „die Glotze“.

      Mein Videokonsum ist ausschließlich on-demand und, wenn du mich fragst, voll krass intellektuell und so. 😉

      Da blättert der Durchschnittsdeutsche noch in seinem billigen Liebesroman von der Tankstelle, da lern ich schon was über String Theory bei Minute Physics.

      Spaß beiseite: Das intellektuelle Niveau und auch wie spannend das eigene Leben ist lässt sich nicht daraus ableiten wie viel man über welches Medium liest/schaut/hört.

      • Finde ich gut dass du das machst.

        Gerade schulisch oder im Grundstudium bei den basiskursen kann man sich gut mit Youtube weiterbilden.

        Aber das trifft nicht auf den Durchschnitt zu.

        Als Beispiel.

        Die Kurse des MIT haben oft nur wenige hundert und tausende Aufrufe obwohl sie englischsprachig sind. Und Videos vom deutschsprachigen knossi. Wo ein Typ onlineglücksspiel spielt(momentan der aufstrebendste Youtuber auf dem deutschen Markt) bekommt mehre Millionen views.

        Solche einarmigen Banditen waren schon immer ziemlich einfallslos aber haben den Nervenkitzel geboten wenn man gerade seinen monatslohn verzockt hat.

        Aber jemanden bei so nem dummen Spiel einfach zuzuschauen. Da fällt mir einfach nichts mehr zu ein.

        Und das war nur ein berühmtes Beispiel.
        99% vom content bei Youtube bestehen nur aus Müll. Aber genau diese Videos sind erfolgreich.

        Die Videos wo es Tipps und Tricks zu sehen gibt guckt keiner.

        Genauso bei Dokus. So ne hirnlose Doku über ne Polizeikontrolle von Spiegel TV wird mehrere Million mal aufgerufen.

        Eine Doku darüber dass man vor kurzen den kürzeste Zeitspanne die man je gemessen hat gemessen wurde, wurde 40 mal aufgerufen.

        • Ps: Das lustige ist. Bei dem billig produzierten hirnlosen Schrott gibt es sogar alle 10minuten 2 lange Werbespots auf you tube.

          Bei hochqualitativen MIT Harvard oder Yale videos oder dem trump Biden TV Duell gibt es keine Werbung auf Youtube.

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