Verbraucherzentrale Bundesverband: Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG

Verbraucherschützer wollen Schadenersatz für vom Diesel-Skandal betroffene Mercedes-Kunden erstreiten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat heute eine Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG eingereicht. Damit erleichtere der vzbv  nach eigenen Aussagen Betroffenen den Weg zum Schadensersatz. Anlass des Ganzen seien zahlreiche Rückrufe des Kraftfahrtbundesamtes von Mercedes GLC- und GLK-Fahrzeugmodellen mit dem Motortyp OM651 aufgrund unzulässiger Abschalteinrichtungen.

Der vzbv geht davon aus, dass mit der Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG Verbraucherinnen und Verbraucher Schadensersatz verlangen können. Mögliche Betroffene erhalten Gewissheit darüber, ob die Daimler AG in mehreren Fahrzeugmodellen absichtlich unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut hat.“ sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. „Trotz behördlicher Rückrufe bestreitet die Daimler AG bis heute, gezielt die Abgaswerte ihrer Fahrzeuge manipuliert zu haben. Das Oberlandesgericht Stuttgart soll dies nun feststellen. Für viele betroffene Verbraucher herrscht dann endlich Rechtsklarheit.

Die Zahl der von behördlichen Rückrufen betroffenen Daimler-Fahrzeuge liegt in Deutschland insgesamt bei ca. 254.000 – in der Musterfeststellungsklage fokussiert man sich auf den Motortyp OM651, davon gibt es knapp 50.000 Modelle in Deutschland. Interessierte können sich hier einlesen und Betroffene der Klage anschließen.

Bereits 2018 gingen die Verbraucherschützer gegen VW vor. Anfang letzten Jahres kam dabei ein Vergleich heraus. VW zahlte dabei an Kunden Schadenersatz. Laut Bundesgerichtshof hätten Kunden auch das Recht gehabt, ihr Fahrzeug umzutauschen, allerdings nach Anrechnung von Nutzungskosten.

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3 Kommentare

  1. Und ich dachte nur das böse VW hat geschummelt. Nein, doch, ohhhh.
    Welche Automarken muss ich jetzt eigentlich alle boykottieren?

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