Von Amazon vertriebene USB Type-C Kabel teilweise nicht nach USB-C-Spezifikationen gefertigt

artikel_usbcUSB Type-C kommt so langsam auf dem Markt an, immer mehr Geräte sind mit dem neuen Stecker-Typ ausgestattet. Google hat neben den neuen Nexus-Geräten auch das Chromebook Pixel mit USB Type-C ausgestattet. Klar, dass sich hier schnell ein Markt für Kabelanbieter gebildet hat, immerhin sollte der neue Standard dafür sorgen, dass sich etliche Nutzer mit zusätzlichen Kabeln eindecken. Eine beliebte Anlaufstelle für günstige Kabel ist bekanntlich Amazon. Allerdings scheint hier das Motto „wer billig kauft, kauft zweimal“ perfekt zu passen, wenn es mit den Kabeln nicht sogar dümmer ausgehen kann, wie Benson Leung. Ingenieur des Chromebook Pixel und Pixel C Teams, zu berichten weiß.

Benson Leung hat verschiedene Kabel bei Amazon getestet und dabei festgestellt, dass nicht alle den USB Type-C-Spezifikationen entsprechen. Das ist zum einen ärgerlich, da man etwas kauft, was dann nicht wie beworben funktioniert, zum anderen kann es aber auch gefährlich für die Geräte werden, die mit diesen Kabeln dann betrieben werden. Dass nicht alle Kabel schlecht sind, lässt sich in Leungs Amazon-Profil sehen, wo seine Rezensionen zu den entsprechenden Testkabeln vorhanden sind.

Gleichzeitig ruft Benson Leung auch dazu auf, die eigenen Kabel selbst zu checken. Wer in Besitz eines Chromebook Pixel ist, kann sich an dieser Stelle die Anleitung zum Test ansehen. Interessant ist bei den Amazon-Kabeln noch, dass tendenziell tatsächlich die teureren Kabel die besseren sind, beziehungsweise diese tatsächlich nach den USB Type-C-Spezifikationen gestaltet sind, sodass von ihnen keine Gefahr ausgeht und auch ein Chromebook Pixel laden können. (Danke Rafael!)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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32 Kommentare

  1. Leider ist dies so gewollt. Hier mal ein Video dies bezüglich von Heise.
    https://www.youtube.com/watch?v=MwN7xTDspFI&feature=youtu.be&t=37m56s
    USB Typ-C heißt nicht gleich USB 3.1, leider.

  2. Sehr gute Lightning Kabel haben sie aber. Muss ich zugeben

  3. Bin ja sonst echt kein Kritiker, aber was bitte soll diese Überschrift? Die ist schlichtweg irreführend und in meinen Augen nicht viel mehr als Clickbait.

    Warum? Weil Amazon unter der Marke Amazon Basics selber Kabel herstellt und anbietet. Die Überschrift suggeriert IMO nun, dass Amazon minderwertige USB-C-Kabel aus eigener Herstellung verkauft. Und das ist halt einfach nicht der Fall.

    Wäre schön, wenn ihr das ändern könntet

  4. Bei Amazon gibt’s halt auch den Marketplace, was man quasi gleichsetzen kann wie eBay, und dort gibt es auch von überall auf der Welt Artikel zu kaufen, auch Billigware aus China… *surprise* … ist doch nichts Neues?

  5. Bisschen verwirrender Titel.
    Dachte beim Lesen jetzt auch erst an die AmazonBasics-Kabel, also >>>von<<< Amazon.

  6. +1 Mav. Genau das habe ich auch erwartet

  7. Black_Eagle says:

    Bild Niveau Titel
    Zwar falsch, aber hauptsache man Klick drauf

  8. Ich dachte auch erst, die AmazonBasics-Kabel wären gemeint. So hört sich der Artikel dann aber nicht mehr an…

  9. Also in dem Artikel sollte man wirklich mehr unterscheiden zwischen Kabel die tatsächlich von Amazon kommen also AmazonBasics und Kabeln die lediglich bei Amazon verkauft werden. Insbesondere der Titel war diesbezügliche irreführend.

  10. Und was lernen wir daraus? Artikel zu Ende lesen und im Idealfall auch verstehen 😉

  11. @me: Ne das lernen wir ganz bestimmt nicht daraus. Wir lernen daraus das weder Benson Leung ein Kabel direkt von Amazon also AmazonBasics getestet hat, noch im Artikel hier Kabel von Amazon gemeint werden. Und das lernt man nur in dem man dem ganzen hinterher recherchiert.

  12. Schließe mich an… „Über Amazon vertriebene Kabel…“ wäre deutlich besser gewesen.

  13. Hagbard Celine says:

    Als Anmerkung für diejenigen die der Meinung sind, so etwas könne nicht von Amazon direkt kommen.
    Vor einiger Zeit wurde mal bei einem Akku Test festgestellt, dass es sich bei etwa 80%, der, bei amazon verfügbaren Akkus, um gefälschte Ware handelt. Zumindest bei den billig Dingern. Der Gedanke liegt natürlich nicht fern ab der Realität. Worauf ich nur hinaus möchte ist, dass in dem Artikel auch erwähnt wurde, dass Amazon davon genauso betroffen war wie die diversen Anbieter auf amazon.

  14. Der Titel ist wirklich unterirdisch, dachte auch es wären die Kabel von Amazon Basic betroffen.

  15. Überschrift geht gar nicht, bitte in Zukunft wieder seriöser. Danke.

  16. Sascha Ostermaier says:

    An die Überschriftaufreger: Hab es mal geändert. Für mich sind es dennoch Kabel von Amazon, weil sie ausschließlich bei Amazon gekauft wurden. War sicher nicht sauber formuliert, da aber gleich so ein Fass aufzumachen, ist mindestens genauso schlimm.

  17. Ich seh nirgends ein „Fass“. Nur viele Leute, die finden, dass falsch formuliert wurde und das geändert werden sollte. Dem würde ich mich dann auch anschliessen.

  18. Ich finde die Tests ja bei den Kabeln gut, aber bei den Adaptern die ein USB2-Kabel bzw. USB3 mit 3.1 Typ C nutzbar machen ein bisschen sinnfrei. Dass die Spezifikation dabei nicht eingehalten werden kann ist doch offensichtlich. Trotzdem werden sich sicher viele Leute einen Adapter zulegen, um die Berge an alten Kabeln und Ladegeräten weiter benutzen zu können.

  19. @Lars: Doch, auch bei Adaptern kann die Spezifikation für Legacy-„Kabel“ eingehalten werden. Lies dir mal die Rezensionen durch, da wird sogar geschildert, was gemacht werden muss.

  20. Sascha Ostermaier says:

    Ist es nicht so, das die Leser in diesem Fall etwas in die Überschrift interpretiert haben, was so nicht da stand. Warum sollte es sich um Amazon Basics-Kabel handeln, wenn nicht Amazon Basics-Kabel in der Überschrift steht? Clickbait brüllen schnell immer viele, den Text lesen die wenigsten. So sieht es leider aus.

  21. Leider sind die Amazon Basic-Kabel auch nicht immer das Gelbe vom Ei (auch wenn es hier nicht darum geht). Ich kann zumindest für die HDMI-Kabel sagen, das die negativen Rezensionen stimmen. Ein Basic-HDMI-Kabel, praktisch unbenutzt, hat bereits einen Wackelkontakt.

  22. Klar, Montagsprodukte können immer mal dabei sein, wer weiß schon in welchen Massen AmazonBasics Artikel verramscht werden. Ich habe jeweils USB- und HDMI-Kabel von denen im ständigen Einsatz, bisher ohne Probleme seit mindestens 2 Jahren.

  23. Auch ich habe mich gewundert das Amazons USBC Kabel schlecht sein sollen,
    wo ich von den USB Ladekabeln doch sehr überzeugt bin.
    Hätte Amazon nun nur zwei sorten im Angebot und beide sind mist wäre die
    Überschrift ok, so aber finde ich selbst die „verbesserte“ noch irreführend.
    Amazon bräuchte nämlich überhaupt nicht erwähnt werden.
    Sowas wie „Vorsicht: Viele USB C Kabel entsprechen nicht den Spezifikationen.“
    würde da wohl reichen. Das mit Amazon ist nämlich total unrelevant.

  24. Sehe es so wie OxKing. Auch die „verbesserte“ Version ließ mich an Amazons Kabel denken, nicht an Kabel die ÜBER (nicht VON) Amazon verkauft werden!

  25. Ach – und Sascha, du wirfst den Leuten, die die Clickbait vorwerfen vor, den Text nicht zu lesen? Dein Ernst? Evtl. hätten diese Leute den Artikel gar nicht angeklickt, wenn die Überschrift nicht etwas anderes vermuten ließe als was im Artikel letztlich steht. Das IST Clickbait!

    Wenn die Leute dann den Text nicht zu Ende lesen liegt es schlicht daran, dass die Überschrift etwas suggeriert, was sich schon zu Beginn des Textes in Luft auflöst. Ich wiederhole mich gern: Clickbait vom feinsten!

  26. Wer hat noch nicht, wer will nochmal:) hier gibt es langsam mehr Kommentare zum Titel als zum eigentlichen Thema. Für mich klingt der Titel doch jetzt okay? Oder wollt ihr etwa noch dranhängen „… außer Kabel von AmazonBasics, Anbieter1, Anbieter2, Anbieter3… etc“ ??? Man kann’s auch übertreiben.

  27. @Marv
    Was hat Amazon denn damit zu tun außer dass die Kabel dort gekauft wurden? Glaubst du ernsthaft, da würde Mindfactory oder Conrad stehen, wenn alle Kabel von einem dieser Händler gekauft worden wären?

  28. Der titel ist immernoch sehr irreführend. Gleichzusetzen mit „viele VW bei Händler X erfüllen nicht die Abgasstandards“. Das ist ja dann wohl überall der Fall wo VW verkauft wird, nicht nur bei Händler X.
    Die Erwähnung von Amazon wäre vielleicht eine Randnotiz wert gewesen, der Fokus hätte mehr auf dem Zubehörkabelmarkt liegen müssen.
    Er hat die Kabel wohl nur bei Amazon gekauft weil man dort in 2min sich eine Bestellung zusammenstellen kann mit zig Kabeln und Amazon eben sehr gut zu bedienen ist.

  29. Mal zur Abwechslung zu den 100 Kommentaren die wegen der Überschrift weinen: ich habe in der Tat zwei Dock-Connector und ein Lightning Kabel von Amazon die nicht funktionieren. Alle drei von Amazon Basics.

  30. @Manox
    Ja, das ist so gewollt. Der Stecker (Typ-C) muss nicht unbedingt etwas mit dem Protokoll (USB 3.1) zu tun haben. Da blickt kein Kunde im Laden mehr durch.

    Bei den Kabeln steht aber jedesmal explizit USB 3.1 Type C im Titel, eine Spezifikation der sie nicht entsprechen.

  31. @ Sascha:
    Wer verstanden werden will, sollte sich bemühen, sich klar und vor allem eindeutig auszudrücken.
    Leider ist es immer häufiger festzustellen – selbst im professionellen Journalismus–, dass Leute genau das nicht tun. Und sich anschließend wundern, dass sie missverstanden werden.

    Um auf den „Aufreger“ hier zurückzukommen:
    Es stellt sich doch die Frage, ob Artikel, die von irgendwelchen Anbietern über Amazon angeboten werden, als „von Amazon vertrieben“ bezeichnet werden können. Diese Frage stellt sich selbst dann, wenn Amazon als Dienstleistung für den eingentlichen Anbieter die Lagerung und den Versand übernimmt.
    Eine klare und eindeutige Aussage dazu wäre sicher hilfreich gewesen, und sie hätte die bösen, bösen Clickbait-Kommentare vermieden.

    Denk mal drüber nach.
    Oder pfeif drauf.

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