Universal Music Group: Keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs durch Vereinbarungen mit Apple

Bereits vor der offiziellen Vorstellung von Apple Music, Apples neuem Musikstreaming-Dienst, sah sich das Unternehmen mit Vorwürfen bezüglich der abgeschlossenen Deals mit Publishern konfrontiert. Untersucht wird hier, ob Apple und Partner durch die Verträge andere Streaming-Anbieter benachteiligen, zum Beispiel durch die Verweigerung von Lizenzen für kostenlose Modelle eines Streaming-Anbieters. Das Ganze wird vom Generalbundesanwalt in New York und Connecticut, eine erste Stellungnahme an das Kartellbüro hat nun die Universal Music Group abgegeben.

Apple Music

Der Brief von der Universal Music Group wurde veröffentlicht, logischerweise werden die Vorwürfe abgestritten. So heißt es in dem Brief, dass Vereinbarungen, die zwischen Apple und der Universal Music Group geschlossen wurden, keine anderen Anbieter benachteiligt. Gleichzeitig gibt es auch keine Pläne, solche Vereinbarungen einzugehen. Auch mit anderen Publishern, genannt sind Sony Music und die Warner Music Group, gibt es keine Vereinbarungen, die in diese Richtung gehen.

Die Universal Music Group teilt in dem Brief auch mit, dass es aber sehr wohl exklusive Inhalte für verschiedene Plattformen gibt. Dies war bei UMG schon immer so und wird auch weiterhin so sein, da es ein wirtschaftlicher Aspekt ist und kein Teil einer Vereinbarung, um den Wettbewerb zu beschränken.

Einen ähnlichen Fall gab es schon einmal mit iBooks, hier wurde Apple letztendlich zur Zahlung von 490 Millionen Dollar verdonnert, um eine Einigung zu erzielen. Es wird noch interessant sein, wie sich der Musik-Fall entwickelt. Apple wird alles daran setzen, um diesen erfolgreich zu machen, dass hier nicht immer mit sauberen Mitteln gearbeitet wird, ist nicht abwegig. Bis so etwas allerdings bewiesen ist, ist der Spuk meist schon vorbei und der Schaden (für die Konkurrenz) entstanden.

(Quelle: WSJ)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Wie du schon sagst: Logischerweise streitet Universal als Apple-Partner das offiziell ab. Was sollten sie auch sonst sagen.

    Aber es hat schon seinen Grund, warum sogar das US-Justizministerium und die EU-Kommission gegen Apple wegen wettbewerbswidrigen bzw wettbewerbs-schädigenden Verhaltens ermittelt.

    Erst hat Apple das Musikstreaming jahrelang verschlafen. Und nun versuchen sie, die Geschäftsmodelle der Konkurrenz kaputt zu machen.

  2. Ich hoffe, der Sch… geht für Apple genauso aus wie der Einstieg in das Geschäft mit elektronischen Büchern. Da spielen sie auch keine Bedeutung.

  3. Bin gespannt, wie sich die Branche entwickeln wird.
    Ich hoffe nur, dass die anderen Anbieter keinen „mysteriösen“ Contentverlust erleiden.

    Aber ich schätze Apples Konkurrenz als bereits zu groß und mächtig, als dass sie sich einfach so verdrängen lassen.
    Dafür steigt Apple einfach zu spät ein.

  4. plantoschka says:

    Unabhängig von Apple ist kostenloses Streaming für kleinere bis mittelgroße Künstler eigentlich nicht viel Wert. Die verdienen so gut wir gar nichts dran.

    Deshalb find ich es gut wenn sich das ganze Richtung Payed-Modell entwickelt. Allgemein würde ich es befürworten wenn sich das ganze Internet Richtung Payed-Modell bewegt.

    Werbung ist doch nur Gehirnwäsche die Unterbewusst versucht ein Bedürfnis zu erwecken.

  5. @plantoschka Gott sei Dank kann jede Firma noch selbst aussuchen auf welchen Geschäftsmodell sein Geschäft bestehen soll.

  6. @plantoschka: Streaming ist *grundsätzlich* für kleine bis mittelgroße Künstler nicht ertragreich. Die Künstler verdienen so gut wie gar nichts beim Streaming, auch bei Apple nicht. Reich werden damit nur Apple und die Musiklabels.

    Wer Künstler unterstützen will, *kauft* ihre Musik und geht in Konzerte.

  7. Bei Apple Music finde ich das Angebot äußerst fair, weil man zusätzlich zum Streaming weiterhin einzelne Musik oder ganze Alben als Download kaufen kann.

    Wer nicht die 10,00 EUR im Monat hat, kann sich auch mal für ein paar Euro, die Musik einfach kaufen und für immer Offline oder sogar kostenlos über die Apple Music Cloud hören.

    Bei Spotify geht nur kostenlos mit Werbung und bei mobilen Geräten mit Shuffle streamen. Mein Bekannten- und Freundeskreis nutzen die kostenlose Variante von Spotify. Nur ein paar Kollegen von mir nutzen Spotify Premium.

    Jedenfalls diejenigen die es kostenlos nutzen, nutzen es explizit kostenlos mit Werbung. Ich meinte, kauft euch doch mal eine Spotify Guthabenkarte für 30,00 EUR, welche 3 Monate Spotify Premium-Abo ermöglicht, auch das wollten die nicht.

    Bei mir wird es so sein, dass ich weiterhin Lieblingsstücke in hoher Qualität bei Apple Music kaufe und herunterlade und ab und zu das kostenpflichtige Streaming-Angebot nutzen werde. Die ersten 3 Monate sind als Einführung von Apple & Co. finanziert; sprich kosten mich nichts.

    Das ist doch perfekt: iTunes, iTunes Match und nun zusätzlich Streaming, Radio vereint unter neuem Namen Apple Music, auch der Name ist sehr gut gewählt.

    Bleibt halt abzuwarten, was einige Künstler nun von Apple Music halten werden, weil die können ja letztendlich Statements zu Einnahmen mittels Apple Music etwas sagen, aber ich denke auch hier wird Apple dran gearbeitet haben.

    Apple hat es ja auch geschafft, dass kostenpflichtige Apps bei iPhone, Tablet und OS X gut gekauft werden, jedenfalls deutlich besser als bei Google Android, Windows Phone oder BlackBerry, wo auch wieder eine Art Kostenloskultur herrscht.

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