Twitter: Neue Algorithmen sollen für ein respektvolles Miteinander sorgen

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Twitter-Nutzer, deren Systemsprache auf ihrem iOS- oder Androidgerät auf Englisch eingestellt ist, sollen laut den Betreibern des Netzwerks ab sofort ein noch besseres Benutzererlebnis in Bezug auf Beleidigungen und andere unschöne Arten, miteinander zu kommunizieren, erfahren.

Schon vor einer Weile hatte man damit begonnen, Nutzer, die einen Tweet mit beleidigendem Inhalt und dergleichen absetzen wollten, hin und wieder darauf hinzuweisen, den Inhalt ihres Tweets doch noch einmal zu überdenken. Hinter diesen Hinweisen agiert natürlich ein lernendes System, das erst eine ganze Weile mit dem Netzwerk interagieren muss, damit es besser und zuverlässiger funktioniert.

So kam es wohl vor allem zu Beginn öfter mal dazu, dass Nutzer unnötigerweise aufgefordert worden sind, ihre Tweets vor dem Absenden noch einmal zu überdenken, so Twitter. Nicht zuletzt erschwert es dann nämlich auch die Vielfalt von Verhaltensformen dem System, „schlechte“ Inhalte zu erkennen: Sarkasmus, Ironie und Co. sind hier mal so in den Raum geworfen.

Das System habe allerdings seit seinem Start durchaus dafür sorgen können, dass sich der Umgangston im Netzwerk verbessert habe. So kam man unter anderem zu folgenden Zwischenergebnissen:

  • Wenn sie dazu aufgefordert wurden, überarbeiteten 34 % der Personen ihre ursprüngliche Antwort oder entschieden sich, ihre Antwort gar nicht zu senden.
  • Nachdem sie einmal dazu aufgefordert wurden, verfassten sie in Zukunft durchschnittlich 11 % weniger beleidigende Antworten.
  • Wenn sie dazu aufgefordert wurden, war die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie beleidigende und verletzende Antworten zurückbekamen.

Ab sofort soll hierbei nun aber auch vom System berücksichtigt werden, wie die miteinander kommunizierenden Parteien in Beziehung stehen und wie oft sie ansonsten miteinander kommunizieren. Accounts, die viel miteinander schreiben, könnten ein paar dumme Sprüche und Seitenhiebe demnach wohl besser verkraften als solche, die vielleicht noch nie vorher miteinander kommuniziert haben. Das System soll auch lernen, profane Antworten als solche zu erkennen und nicht gleich böse Absichten dahinter erkennen. Nutzer von Twitter sollen außerdem schnell und einfach mitteilen können, ob eine eingegangene Hinweismitteilung nun hilfreich bzw. relevant war oder eben nicht. Wann diese Neuerungen auch den Rest der Nutzerschaft erreichen, bleibt bislang unklar.

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Ein Kommentar

  1. Ich mag das wenn Firmen die eigene Arbeit positiv bewerten und ihre Zwischenergebnisse loben.

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