Twitch: Zuschauer können über neue Funktion Werbung für Streamer finanzieren

Twitch testet eine neue Funktion namens Boost, dessen Funktionsweise auf den ersten Blick kurios erscheint: Im Wesentlichen können Zuschauer für Streamer den Geldbeutel öffnen und ihnen Werbung finanzieren. So können Zuschauer eines Streams via Boost Empfehlungen auf der Startseite bezahlen, die dem jeweiligen Videomacher dann eben zuteilwerden. Pro gekauftem Boost, erhält ein anderer Twitch-Nutzer den jeweiligen Streamer als Empfehlung auf der Startseite.

Vorgestellt hat Twitch die Funktion in seinem letzten Community-Stream namens Patch Notes. Man testet die Boost-Funktion zunächst mit einem kleinen Kreis ausgewählter Streamer. Laut Sprechern von Twitch erlaube man es auf diese Weise, die Sichtbarkeit von Streamern direkt zu erhöhen. Das sei oft gewünscht worden. Boosts sollen dabei jeweils nur in einem eingeschränkten Zeitfenster von 10 Minuten gegen Echtgeld kaufbar sein. Je mehr Boosts ein Zuschauer für den Streamer seiner Wahl kauft, desto häufiger wird jener empfohlen.

Der Community wird am Ende der Boost-Phase angezeigt, wie viele Empfehlungen sie für einen Streamer erreichen konnte. Laut VGC sei die Reaktion auf das neue Feature bei Twitch zunächst überwiegend negativ ausgefallen. So wurde vielfach der Vorwurf laut, das sei einfach eine Abzockemasche.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Teleshopping 2.0

  2. Naja jetzt will Twitch auch etwas mehr verdienen. Was das alles soll und warum das derart gut funktioniert, weiß ich nicht. Finde Twitch allgemein sehr fragwürdig. Aus jeglicher Hinsicht. Sowas wie Patreon erachte ich noch als sinnvoll. Nischen finanzieren sich und Unternehmen entwachsen der Community. Toll. Aber Twitch ist einfach nur wie ein Zoo, in dem ich was sehen will, Futter kaufe und Geld für das Gehege „Spende“. Mit dem Unterschied, dass die Tiere hier sich auch so benehmen und pubertäre Irre so viel Geld bekommen, dass sie ihren Stuss auch noch verbreiten können. Bei aller liebe zu allem; aber kommt schon – ist diese Selbstvermarktung echt das, wo wir soziologisch bleiben wollen?

  3. Gab es letztes Jahr doch schon, dass man die Boosts mit Kanalpunkten ode sogar einfach so kaufen konnte und Streamer entsprechend empfohlen wurden. Hat Null Mehrwert gebracht 😀

  4. Sorry, aber wie bescheuert muss man denn sein, als „Kunde“ für die Empfehlung bzw. die Werbung des „Verkäufers“ zu bezahlen?
    Finde ich super: Wo kann ich dafür bezahlen, dass User bei Facebook, Google & Co. mehr Amazon-Werbung sehen?

    Die Welt ist Gaga und die Menschheit hat diesen Planeten nicht verdient!

  5. „Die Welt ist gaga und die Menschheit hat diesen Planeten nicht verdient!“

    Tja, besser kann man Stand und Richtung der menschlichen Evolution wohl nicht zusammenfassen.

  6. Was Amazon aus Twitch gemacht hat, ist nur noch traurig. Und noch trauriger sind Menschen, die oftmals nur bezahlen weil sie sehr stark dazu gepusht werden. Oft Menschen die leicht manipulierbar sind oder andere „Probleme“ haben. Nicht ohne Grund gibt es mittlerweile solch Casino-Elemente wie Hypetrain, Bits, Emote-Bombe usw

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