Toonsquare, Aurora, GADGET: AI-Projekte aus dem Samsung C-Lab

Samsung hat mit seinem C-Lab ein Konstrukt, das Ideen von Mitarbeitern verwirklicht. Je nachdem wie diese ankommen, werden sie dann entweder bei Samsung selbst weiter entwickelt, oder es wird gar ein eigenes Start-Up dafür gegründet. Bereits seit 2012 gibt es C-Lab von Samsung, seit 2015 werden Projekte davon auch auf der SXSW präsentiert. Dieses Jahr wird es drei Projekte geben, die sich um den Bereich AI drehen: Toonsquare, Aurora und GADGET.

Toonsquare ist wohl das verspielteste der drei Projekte, über eine App wird dem Nutzer ermöglicht, einen Comic zu erstellen. Alles, was er dafür tun muss, ist einen Charakter auswählen und einen Satz eintippen. Die App analysiert den Satz und versucht die Comicfigur mit passender Haltung und Gesten zu platzieren. Dem Nutzer bleiben dann nur noch kleinere Anpassungen, der Hauptteil läuft automatisiert ab. Erinnert ein bisschen an die AR Emojis.

Aurora kommt nicht allein als App, sondern benötigt auch eine Hardware-Komponente. In die wird nämlich das Smartphone eingeschoben. Dadurch wird es nicht nur aufgeladen, sondern es kann auch einen virtuellen Assistenten als Pseudo-Hologramm darstellen. Dieser Assistent wird dann eben nicht nur per Sprachausgabe reagieren, sondern kann als „Figur“ auch Emotionen ausdrücken. Durchaus eine nette Idee.

GADGET hat hingegen wenig mit dem Wort Gadget an sich zu tun, vielmehr geht es um eine Werbeplattform. Über sie können Werbetreibende in Games auftauchen. Nicht als lästiges Pop-up oder Banner, sondern direkt in Games integriert. Anzeigen tauchen dort dann als Werbetafeln auf oder wo auch immer sie sich eben passend im Game platzieren lassen.

Entwicklern wird es sehr einfach gemacht, diese Form der Werbung zu integrieren, sie müssen lediglich das Plugin in ihre App bringen. Werbeanzeigen werden dann auf einer Plattform verkauft und in Echtzeit in das Game integriert, auf Wunsch auch personalisiert auf den einzelnen Gamer.

Alles drei sind Projekte, die man sich auch problemlos in der täglichen Nutzung vorstellen könnte, insofern muss man mal abwarten, ob man davon noch einmal etwas hört oder ob es eben bei C-Lab-Projekten bleibt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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