Toniebox: Audiothek bietet Kauf-Inhalte an

Die Toniebox kennen vermutlich zahlreiche Eltern unter unseren Lesern. Hierbei handelt es sich um eine Lautsprecherbox, die einfach von Kindern bedient werden kann. Geschichten liefern Figuren, die sogenannten Tonies, wenn man sie auf der Box platziert. Tonies gibt als „fertige“ Lösung mit Geschichten von unter anderem Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen, aber es gibt auch selbst bespielbare Kreativ-Tonies. Die einzelnen Figuren bekommt man gelegentlich zwischen 12 und 15 Euro.

Nun sucht man ein weiteres Geschäftsmodell. Dies ist die Audiothek, über die Nutzer neue Inhalte für ihre Tonies kaufen können. Habe ich also einen Tonie – eine Figur – von Benjamin Blümchen, dann kann ich eine Folge kaufen und diese dann auf den Tonie spielen. Eine bestehende Geschichte bleibt dabei im Besitz des Kunden. Ich könnte theoretisch 10 Folgen Benjamin Blümchen kaufen und diese Geschichten einzeln immer auf meine Tonie-Figur laden.

Nun kann man die Toniebox und die Tonies natürlich nicht mit Spotify, Tidal oder YouTube vergleichen, denn die Box und ihre kindgerechte Bedienung sind ja das Besondere, aber man muss sich einiges dennoch vor Augen halten: Die Preise sind je nach Inhalt unterschiedlich und beginnen in der Regel bei 5,99 Euro. Pro Geschichte zahlt man diesen Preis also und man muss auch eine entsprechende Figur der Serie haben. Benjamin-Blümchen-Geschichten laufen nur mit der Figur Benjamin Blümchen, bei Bibi Blocksberg muss eben eine Figur der kleinen Hexe vorhanden sein.

Und später, wenn das Kind größer ist und die Toniebox verschenkt wird oder verkauft? Dann wird’s tricky: Die gekauften Folgen bleiben nämlich einem Account zugeordnet. Ich kann einzelne Figuren mit ihren Geschichten verkaufen, nicht aber die hinzugekauften Inhalte. Das verhält sich dann so wie mit digitalen Spielen, die man kauft.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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26 Kommentare

  1. Dämlichste Abzocke seit langem. Ich hasse es, wie Kinder heutzutage zur Cash Cow gemacht werden und viele Eltern diesen Plastikmüll auch noch kaufen. Mal davon abgesehen… unsere Kinder verstehen den CD Player, den sie haben soweit. Sind zwei und vier.

  2. Ich finde es auch unverständlich, warum man einen Kreativ-Tonie nicht einfach mit einer Spotify-Playlist verknüpfen kann. Das würde die Bedienung für die Kinder nicht komplizierter machen und man wäre wesentlich freier in der Auswahl der Inhalte.

    • Merkste`Richtig! Freier in der Auswahl…weswegen ich soetwas vermutlich eher mit selbst bespielten Figuren mit NFC lösen würde. Genau weiß ich es noch nicht aber mein Kind ist noch nicht einmal gebohren.

      • Manuel Stey says:

        …gebohrt meinst Du… SCNR

      • Besser (falls man keine zwei linke Hände oder nen zu dicken Geldbeutel hat): Tonuino
        https://www.voss.earth/tonuino/

        Benutzt unsere Kleine schon, seit sie 2 ist – kinderleicht in der Nutzung. Und einfach nen Stapel Karten, statt nen Regal voller Figuren, deren Inhalt man dann je nachdem erst noch mit ner Handy-App wechseln muss.

        Nicht unbedingt günstiger als die Toniebox aber auch noch ne Empfehlung, da praktischer mit Inhalten zu bespielen: Der Hörbert: https://www.hoerbert.com/

        • Grundsätzlich zwei coole Projekte!

        • Ja, meine Kinder nutzen den Tonuino auch täglich. Ist einfach was besonderes, so was selbst gebautes.

        • Wir haben eine jooki box (jooki.rocks), die kann genau das. Hat generische Figuren und Chips und dort kann man beliebig spotify Playlisten zuordnen.

          Ich drehe abends die drei Hörspiele der playlist im spotify Account und fertig. Auch schön ist, dass hier zb der Maus Podcast funktioniert.

          Und sollte das Ding mal nicht mehr mode sein, dann ist es ein sehr guter Bluetooth Speaker.

  3. Ich gratuliere den Machern hinter der Toniebox zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell. Ob es für die einzelne Familie sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.
    Es ist definitiv eine Cash Maschine wo der Kunde gut ans blechen gebracht werden kann.

    Ich war eigentlich dagegen und meine jüngste Tochter hat dann mit 2 Jahren trotzdem so ein Ding bekommen und ist mega glücklich damit. Dass die Dinger sehr robust und leicht zu bedienen sind ist schon was gutes. Außerdem werden die Figuren auch zum Spielen benutzt wenn sie nicht auf der Box stehen. Man kann sie immer einfach mitnehmen, da sie gut vom Akku läuft und mit externem BT Dongel während der Autofahrt schön über Kopfhörer wenn man will.

    Für meine ältere Tochter habe ich aber einfach ein altes Handy genommen, per Googly Family Link die Funktionen eingeschränkt und dann kann man da Hörspiele über Google oder Spotify Familien Account zugänglich machen und hat mehr Content für weniger Geld raus gehauen.

    • Genauso machen wir das auch. Für unsere kleine reicht die Toniebox gerade noch. Für die größere ist ein altes Handy mit Spotify viel einfacher. Die Bedienung haben die Kinder sofort raus und die Inhalte sind deutlich günstiger und recht gut zu kontrollieren.

  4. Das Konzept (mit Figur ein Hörspiel starten) der Toniebox finde ich spitze, aber einfach viel zu teuer! Auch der Accountzwang ist …
    Daher hatte ich dann einen Tonuino gebaut. Hardwarekosten können von ganz günstig bis teuer sein, aber das ist ja jedem selbst überlassen. Aber mehr als eine Toniebox kostet es eigentlich nicht.
    Die Hörspiele sind dafür um einiges günstiger, da man seine eigenen alten Hörspiele nehmen kann oder einfach CDs…

  5. Ich habe schon 5 phonieboxen gebaut. Da ist ein Raspberry Pi Lautsprecher und ein rfid Lesegerät verbaut. Checkt micz flor auf guthub! Eine super Lösung!

  6. Dirk Montgomery says:

    Ich habe eine Phoniebox gebaut und die Kinder lieben sie: http://phoniebox.de/

  7. Ich fand die Toniebox und die Figuren immer zu teuer, jetzt haben wir aber auch eine. Unsere Kindern sind 1 und 2, beide können die Box bedienen. Die Figuren an sich erfreuen die Kinder schon und werden auch zum spielen benutzt. Tonies kaufen wir nicht, diese gibt es bei uns in der Bücherei, das ist für Kinder sogar kostenlos.

  8. Abzocke, aber für reiche Newdaddies und Newmommys die sich nicht um ihre Dollars sorgen müssen, praktisch.

  9. Die Tonies kann man teilweise auch in der Bücherei für Umme ausleihen.
    So machen wir das! Fukntioniert auch 🙂

  10. Ich finde es unverständlich warum hier von Abzocke gesprochen wird. Die toniebox war das erste kindgerechte System unter den Hörboxen (würde ich sagen). Auf jeden Fall ist es ein spielerischer Umgang mit dem Hörmedium den Kinder hier pflegen können. Dass die Bedienung eines CD-Players einfach ist, ist unbestritten, aber macht es auch genauso viel Spaß? Gegen die Box hauen zum spulen hat doch auch was. Preislich bewegen sich die tonies seit jeher um die 10 Euro. Vergleichbar mit CDs. Abzocke ist das nicht. Und digitale Inhalte kann ich auch bei Amazon kaufen obwohl ich sie Hörspiele auch mit Prime music umsonst bekomme. Das eine schließt ja nicht das andere Angebot aus. Natürlich muss man feststellen, dass Boxine (die Macher hinter der Toniebox) gezwungen waren etwas flexibler zu werden im Angebot. Viele kaufen vermutlich nur Kreativ-Tonies und kopieren sich da CDs drauf. Dann verkauft man natürlich nicht die zweite oder dritte Benjamin-Figur. Die Idee, die Folgen nun auf einem Serientonie auszutauschen ist die beste Option für Boxine. Vor 2 Jahren circa gab es eine Umfrage von ihnen für Kunden. Da wurden Konzepte mit digitalen Inhalten vorgestellt. Da war auch die Idee einer Flat für Tonie-Inhalte vorgestellt worden. Zahle X Euro und tausche die Inhalte auf deinen tonies beliebig. Ist ja nicht ausgeschlossen dass das noch Mal kommt. Ich wünsche ihnen jedenfalls Erfolg mit der Erweiterung des Geschäftsmodells.
    (Tippfehler kommen vom Schreiben auf dem Handy 😉

  11. Wir haben die Toniebox auch schon einige Jahre und unser jüngster ist jetzt sieben und hat immer noch spaß daran.
    Die Tonics sind immer ein schönes Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten.
    Mittlerweile leihen wir uns die Figuren auch nur noch in der Bücherei für zwei Wochen aus.
    Am Anfang musste ich auch schlucken bei den Preisen, aber es ist viel schöner für die Kinder als ein altes Handy mit einer Playlist.

  12. Das Toniemodell ist nun schon in die Jahre gekommen und die Macher versuchen nun irgendwie den Zahn der Zeit irgendwie noch zu treffen. Auch Eltern tun sich einfach schwer damit ein Hörspiel für €15 zu kaufen. Und was macht man als Mama, wenn die Tochter im „Bibi und Tina“-Fieber ist – das Kind will nicht nur die 3 oder 4 Folgen bei den Tonies hören, sondern alle über 140… Der Trend, auch der der Eltern, geht zum Streaming, und das sind andere im Markt einfach schon weiter: nicht nur Spotify hat mittlerweile eine Kids-App, sondern auch tigermedia und die haben sogar eine Streamingbox für Kids auf den Markt gebracht. Mit Display, mit Stereo, und über 6.000 im Titel für Kids im Streaming und sogar ohne Abo. Da wird der Trend hingehen.

  13. Das Problem was ich mit der audiothek ist, dass man die Hörspiele nicht als mp3 (oder anderes Format) bekommt. Lediglich eine Verlinkung zu einem bestehenden content Tonie.
    Damit ist die audiothek weit hinter anderen gekauften mp3 Hörspielen oder cds, die ich umwandeln kann. Einziger Vorteil der audiothek wäre, dass das neue Benjamin Hörspiel auf einem Benjamin Tonie landet. Nachteil, es wurde bereits angekündigt die Figuren Serien weiterzuführen. Ich kaufe also das zusatzhörspiel und später wenn ich Pech habe kaufe ich das gleiche Hörspiel als Figur nochmal.

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