Tim Cook will gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden

Tim Cook gibt sicherlich mehr öffentliche Einblicke in sein Privatleben, als Steve Jobs zu Lebzeiten tat. Nachdem Cook erst vor kurzem in einem Gespräch mit dem US-Wirtschaftsmagazin Businessweek fallen ließ, dass er homosexuell sei, gelangten weitere intime Details über das Verhältnis zwischen ihm und Steve Jobs durch das neue Buch „Becoming Steve Jobs“ an die Öffentlichkeit. So wollte er Steve Jobs während seiner Leidenszeit einen Teil seiner Leber spenden und er sprach auch darüber, wie schwierig es ihm nach Jobs Tod fiel, dessen Telefonnummer aus seinem Adressbuch zu löschen. Nun schließlich erschien ein weiteres Interview mit Tim Cook und einem US-Wirtschaftsmagazin – der Fortune – in dem er verriet, dass er noch zu Lebzeiten plant, sein gesamtes Vermögen zu spenden.

timcookd111

Laut Schätzungen der Fortune sprechen wir hier von Apple-Aktien im Wert von zirka 120 Millionen Dollar und weitere Optionen über bis zu 665 Millionen Dollar, die jedoch nur unter bestimmten, nicht genauer genannten Bedingungen veräußert werden können. Summa summarum wären wieder bei einem geschätzten Wert von 785 Millionen Dollar, die Cook veräußern möchte.

Jedoch betonte Tim Cook, dass er zunächst sicher gehen wolle, dass die College-Ausbildung seines Neffen finanziell gesichert sei. Anschließend will er sich genaue Gedanken darüber machen, in welchem Rahmen er das Geld in wohltätige Zwecke anlegt. Er wolle eben nicht einfach nur einen Scheck ausstellen, sondern zunächst sondieren, wo das ganze Geld seiner Meinung nach am sinnvollsten angelegt ist. Da Cook sich jedoch immer wieder zum Kampf gegen HIV/AIDS, den Klimawandel, Menschenrechtsunterstützung und Gleichberechtigung äußerte, wird hier sicherlich ein großer Teil des Geldes hinwandern. Cook hatte bereits zuvor insgesamt etwa 50 Millionen Dollar an Krankenhäuser in Stanford und weitere 50 Millionen an die (Product) Red Organisation für die Bekämpfung von Aids in Afrika gestiftet, die seit vielen Jahren auch in Apples Produkt-DNA eingeflossen ist.

Der Trend zum Spenden des Vermögens scheint sich glücklicherweise in den letzten Jahren bei vielen breit gemacht zu haben. Prominentestes Beispiel hierfür ist sicherlich Bill Gates, der als reichster Mensch der Welt 2010 gemeinsam mit dem amerikanischen Ur-Mäzen Warren Buffet die Initiative „The Giving Pledge“ ins Leben rief. Ziel dieser Initiative ist es, den Superreichen der Welt ein Vorbild zu sein und diese ebenfalls dazu zu überreden, das Versprechen abzugeben, ihr Vermögen zum größtmöglichen Teil wohltätigen Zwecken zu spenden. Die Organisation selbst sammelt keine Spenden ein, sondern gilt lediglich als Mittelsmann der Philanthropie. Bis dato sollen laut Forbes Magazine über 100 wohlhabende dieser Initiative beigetreten sein.

Darüber hinaus hat Gates zusätzlich zu The Giving Pledge die „Bill & Melinda Gates Foundation“ gegründet, die unter anderem die Zielsetzung hat, Malaria zu 100% auszurotten. In die Forschung wurden bis heute knapp zwei Milliarden Euro Dollar investiert, sowie weitere 1,6 Milliarden Dollar für den „Global Fund to Fight AIDS“ gespendet.

(Quelle: Süddeutsche / The Verge)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

54 Kommentare

  1. Man kann über die Amerikaner ja sagen was man will aber im Reichtum zeigen sie meist mehr Größe als die Europäer.

  2. @Paul: Nein, auch die Superreichen in Deutschland tun sehr viel für wohltätige Zwecke. Sie tun das nur nicht so „laut“. Man sollte natürlich nicht verallgemeinern, aber davon abgesehen herrscht in den USA diesbezüglich auch eine andere Kultur. In Deutschland wären die Reaktionen vermut à la „ach, das hat der eh bald wieder drin mit der Steuer etc…“. Dass letzteres gar keine Rolle spielt für das viele Gute, was man mit 800 Millionen anstellen kann, wird dabei außer Acht gelassen.

  3. Mit anderen Worten,Hartz4 Empfänger will 5€ Spenden.
    „Gesamtes Vermögen“ heißt,auf Deutsch,das was er ehh nicht braucht,und auch nicht selbst erwirtschaftet hat,sowas wie Aktiengewinne!!!

    Es ist schon Peinlich wie viele Leute sich von den riesensummen blenden lassen.
    Ist wie bei Geldstarfe,der Typ der da ohne Füherschein gefahren ist(reuss hiesß der glaube ich),musste auch nur sein Taschengeld für eine Woche abgeben.

    Tagesätze sollen ja eiegntlcih auch fairniss darstellen.
    Aber ab ner egwissen summe,kommt es auf 500 Tausend mehr oder weniger eben nicht mehr an.

    >Mit knapp 800 Millionen Dollar auf der hohen Kante könnte sich Apple-Chef Tim Cook so einiges leisten. Tut er aber nicht. Stattdessen will er sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden. Bis auf eine kleine Ausnahme.

    Quelle:Süddeutsche

    Gesamtes Vermöghen kann da gfenausogut 795 MIllionen heißen,und dann ist er obowhl er sein „gesamtes Vermögen“ gespendet hat,immer noch MIllionär.

    Was soll denn sont passieren,er spendet alles was er hat,und vehungert dann Langsam?

  4. Nicht die Leber sondern einen Teil der Leber. Davon jeder jeder nur eine.

  5. @Stefan: Danke, du hast genau meine These bestätigt. Fakt ist: mit den 800 Millionen kann viel gutes getan werden. Alles andere ist vollkommen irrelevant. Aber du musst das natürlich typisch-deutsch abwerten. Deine Argumentation ist so dumm.

  6. @Ui: wenigstens hat er eine Argumentation. Deine Sichtweise kann man ja nun wirklich nicht ernst nehmen.

  7. Gates soll nicht mehr der reichste Mann der Welt sein? Wer hat das denn recherchiert?

  8. Toll, erst Chinesen für Hungerlöhne ausbeuten, in Europa keine Steuern zahlen, Kunden überteuerte Ware verkaufen und danach den Wohltäter spielen. Das ist Raubtierkapitalismus.

  9. Wenn ich von Stiftungen und Spenden höre hält sich mein Mitgefühl in Grenzen. Das ganze dient nämlich überwiegend nur Steuertrickserei und das man es absetzen kann und somit beim Ausgleich wiederum erhält. Somit ist das ganze für beide Seite eine Win Win Situation während bei einen Geldgeschenk ja steuern anfallen und alles futsch wäre. Für mich bleiben Spenden von den reichen und möchtegern schönen immer mit einen Faden Beigeschmack verbunden und den armen Samariter kaufen ich denen auch schon lange nicht mehr ab. Das Sprichwort „von den Reichen kann man das sparen lernen“ ist so alt und allgegenwärtig wie eh und je.

  10. Stefan ist ein Vorbild zu nennen. In diesem Moment realisiert Stefan, dass auch er sich unnötigen Luxus leistet und dieses Geld lieber spenden kann. Ein Obdachloser hätte sicher auch keine Verwendung für eine große Wohnung, Auto, Smartphone und einen PC. Und so denkt jetzt auch Stefan, veräußert all die genannten Dinge und lebt fortan ein Leben im Kloster. 😉

  11. @red,

    ich glaube nicht, dass Cook Chinesen für Hungerlöhne ausbeutet, in Europa keine Steuern Zahlt (was so natürlich nicht stimmt) und überteuerte Ware verkauft (dazu mal auch nichts). Du solltest die mal ein Ökonomiebuch kaufen um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

    Ansonsten ist es schon sinnvoll, dem System an sich kritisch gegenüber zu stehen. Aber das sollte dann doch etwas differenzierter getan werden. Wenn die Mehrheit argumentativ so eine Herangehensweise an den Tag legen und jede Kausalität vernachlässigen würde, dann würde jede Gegenbewegung in Pegida münden.

    @Autor,

    eine Leber spenden, soso. 🙂

  12. Ja Leute, weiter so. Immer schön die negativen Aspekte auslutschen. Grüße an das nächste Magengeschwür bei so viel Verbitterung.

  13. Pascal Wuttke says:

    Korrekturen vorgenommen.

    @Jon: Erneut ein blöder Kommentar in dem du lachend mit dem Finger auf einen zeigst, soso. Langsam kannst du auch mal ne andere Platte auflegen. Wie wärs mal mit anständig auf Fehler hinweisen. Das wir diese korrigieren und dies auch immer hier in den Kommentaren mitteilen, solltest du doch mittlerweile auch wissen. Nervt, echt!

  14. @Ui: ich bin voll und ganz deiner Meinung. Wahrscheinlich jeder der diesen Blog liest und sich mit teurer Technik auseinander setzt könnte auch locker jeden Monat etwas spenden. Und wenn es „nur“ 10€ sind. Gerne versteckt man sich dann hinter den „wirklich“ Reichen und hält sein Geld zusammen. Und wenn hier geschrieben wird, das das Geld ja nicht verdient wurde, sondern aus Aktien kommt kann ich nur lachen (oder vielleicht doch weinen). Es hat sicher jeder schon mal ein paar Euro auf sein Sparbuch bekommen, aber wer spendet dieses nicht verdiente Geld?
    Verstecken und auf andere Zeigen ist deutsche Mentalität.

  15. @Pascal,

    sorry, wenn du dich angegriffen fühlst, der Smiley ist ein ganz normaler „:- )“ Smiley, ich habe mir nichts böses dabei gedacht. Ehrlich gesagt wundert mich deine Reaktion ein bisschen, besonders, dass du denkst, ich würde mit dem Finger auf dich zeigen und lachen. Ähm…
    Aber fürs Protokoll – auch und gerade sachliche Fehler werden hier o f t nicht geändert und wenn dann (auch von dir) nicht immer kommuniziert sondern wortlos geändert.

  16. @Pascal,

    jüngstes Beispiel: http://stadt-bremerhaven.de/lg-hat-transparente-displays-fertig-entwickelt-will-durchsichtige-kuehlschraenke-fertigen/

    wenn ich Zeit investierte dann würde ich noch sehr viele mehr finden.

    Zu meiner allgemeinen Kritik nochmal: Wenn man als Autor in einem Blog mit relativ großer Reichweite zum 100. Mal „dass“ als Konjunktion mit einem s schreibt (wie du in deinem Kommentar oben auch wieder) dann ist das komisch. Sicher, ich könnte auch nichts sagen und das hinnehmen, aber ist das wirklich in eurem Interesse? Ohne euch zu nahe treten zu wollen (wirklich!) das ist nicht so schwierig.

  17. @ Jon – so richtig verstanden hast du den Wink mit den Zaunpfahl von Pascal nicht, oder?

  18. >Wahrscheinlich jeder der diesen Blog liest und sich mit teurer Technik auseinander setzt könnte auch locker jeden Monat etwas spenden. Und wenn es “nur” 10€ sind.

    Thema verfehlt,Sechs setzen.
    Klar könnte ich 10€ Spenden,habe ich aber doch schon Längst mit meinem iPone Kauf getan,und damit das ich nen Vertrag bei der Telekom habe.

    Die macehn doch alle Alibi spenden Aktionen,wo sie MEIN Geld einfach ducrhreichen.
    Würde das iPhone nicht 600 sondern 300 kosten,könnte ich die 300 ja auch sleber spenden,
    so spendet Timm Cook eben meine 300€.

    Aber ihr glaubt ja der Storch bringt die KInder.

  19. soll er lieber vernünftige preise für seine Produkte machen 😉

  20. @Dominik,

    doch, aber wenn seine allererste Reaktion / Kommunikation mit mir, die ich von ihm (jemals) höre „Erneut ein blöder Kommentar“ ist, dann sollte er nicht darauf bestehen, dass ich auf Dinge „anständig“ hinweisen sollte. Und wenn er dann auch noch Dinge behauptet, die faktisch einfach falsch sind, dann interessiert es mich wenig, was er da so schreibt.

    Zumal ich oben geschrieben habe „eine Leber spenden, soso. :- )“. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich ihn damit angreife oder beleidige oder so eine Reaktion provoziere. In meinem oben verlinkten Beitrag habe ich so hier auf den Fehler hingewiesen:

    „es heißt Head Up Display. Ohne s bei head.
    Hier funktioniert das auch mit Projektion vom Dash aus, nicht über ein durchsichtiges LCD.
    Wie kommst du darauf, dass das anders ist? Oder habe ich etwas verpasst?“

    Das finde ich ehrlich gesagt auch nicht so extrem beleidigend. Zumal es ja durchaus sein kann, dass ich was verpasst habe in der Technik. Die Frage ist also keines wegs rhetorisch.

  21. *keineswegs

  22. @Steafn: Sechs setzen. In einem Kommentar mit unzählbaren Rechtschreibfehlern. Lachhaft. Kauf dir kein iPhone, geh zu einem alternativen Anbieter und Spende das gesparte Geld. Oder vielleicht noch mal etwas einfacher, stell dir einfach vor, das iPhone kostet statt 699€ ganze 709€. Und schon kannst du meine Obligatorischen 10€ Spenden.

  23. @Stefan

    Deine „Argumente“ sind Schwachsinn.

    Reuss musste 90 Tagessätze bezahlen, nicht nur eine Woche. Das sind bei seinem Einkommen nun mal 540.000 Euro.

    Ob Tim Cook das jetzt sowieso nicht braucht, da interessiert sich kein Schwanz für. Was meinst du warum er es abgibt? Bingo, weil er es nicht braucht.

    Eine dreistellige Millionensumme mal eben so abzuwerten sagt mehr über dich aus als dir lieb ist.

  24. @ Pascal: Hast du den Begriff „Rädelsführer“ („jemand, der eine Gruppe zu gesetzwidrigen Handlungen anstiftet und sie anführt“) im Artikel bewusst gewählt?

  25. Pascal Wuttke says:

    @Raspi Nutzer: Hast Recht. Mal geändert, danke.
    @Petter: Ebenfalls geändert.

  26. Traurig was hier schon wieder los ist.

    Da tut jemand etwas wirklich gutes aus freien Stücken aber der deutsche Michel findet natürlich trotzdem noch was zum meckern…

  27. Da hier ja heute so viele Kommentarschreiber sind, die sich wohl mit Steuererstattungen auskennen: Erklärt mir bitte mal, wie man da sein Geld wiederbekommt?
    Ich hab mir das auch schon anhören müssen: „das kostet den ja nix, der holt sich das vom Finanzamt wieder“… dummerweise kriege ich aber vom Finanzamt weniger als die Hälfte zurück. Was mache ich falsch?
    Dazu kommt das im obigen Text von Spenden aus dem Vermögen die Rede ist, nicht Spenden aus dem Einkommen. Da es weder bei uns noch in USA eine Vermögenssteuer gibt, seh ich für die Steuererstattung schwarz wenn Mr Cook nicht zufällig in letzter Zeit 800 Mio $ VERDIENT hat..

  28. @Jon
    Elitäres Geschwafel. Was Du glaubst und was Tatsache ist sind 2 Paar Stiefel. Google mal Apple+steuertricks dann hast Du deine Kausalität, Cook ist CEO von Apple und damit Hauptverantwortlich. Menschen in China und werden ausgebeutet.

  29. Also, was ich hier alles gelernt habe: 1. Ein Collegebesuch kostet in den USA mehrere Millionen Dollar, so dass man da vorsichtig mit seinen Millionen sein muss. 2. Dem deutschen unversöhnlichen Pessimismus steht die unversöhnliche Gutgläubigkeit gegenüber. …

    Es ist sicher gut, dass Herr Cook sein Geld locker machen will, aber mal wirklich, was soll er auch sonst damit machen ? Glaubt jemand, dass er danach Sozialhilfe beantragen muss? Er hats einfach über und über. Auch wenn sein Vermögen weg ist, wird er sein Leben lang mit einem Vortrag mehr verdienen als jeder von uns in Monaten.

    Er braucht das Geld nicht, es tut ihm nicht weh, es ist auch nicht großzügig. Es ist einfach nur nicht raffgierig. Er weiß, dass er nichts mitnehmen kann, wenn er stirbt, und er will was Sinnvolles damit machen. Gut. Das es hier auch um Publicity geht stimmt sicher auch. Er hätte es auch still und leise tun können.

  30. @Raspi-Nutzer: DU bist der Inbegriff des armseligen missgünstigen Deutschen. Du checkst es einfach nicht. 800 Millionen für wohltätige Zwecke sind – richtig eingesetzt – sehr wertvoll. Mann muss sich selbst nicht in Armut begeben oder auf das einem zustehende Geld gänzlich verzichten, um Gutes zu tun. Aber wenn du es tun willst – dann Spende doch deine paar mickrigen Kröten komplett und ziehe irgendwo ins Baumhaus.

  31. @Ui soller halt dafür sorgen das die leute, die geräte mit den apfel herstellen, ordendlich bezahlt werden.

  32. Ich lese solche Artikel immer wieder, aber keiner geht näher darauf ein bzw sind alle jene Artikel extrem einseitig geschrieben. Die genannte Bill und Melinda Gates Stiftung hat zum Beispiel im Jahre 2010 Aktien im Wert von mehr als 18 Millionen € der Firma Monsanto gekauft. Ein jeder kennt wohl Monsanto und die schädlichen Folgen ihrer Arbeit.

  33. @Jon: und mal wieder ein lächerlich unsinniger Kommentar (der erste zumindest). Wenn Du dieses Ökonomiebuch denn selbst mal gekauft hast, bitte auch mal aufschlagen und lesen. Wobei es eher unwahrscheinlich ist, die relevanten Antworten darin zu finden.

    Man kann zum Kapitalismus, zu Firmenbeteiligungen und Geschäftspraktiken vielerlei Ansichten haben, aber alle drei Punkte mit denen Du den Vorschreibenden kritisierst, sind schlicht falsch. Und das wird dir praktisch jeder versichern, der sich intensiv mit Fragestellungen globaler Herstellungs- und Finanzströme entwickelt hat. Oder ab und zu mal einen Blick in die (Fach-)Presse wirft.

    Den Durchschnittsleser magst Du ja mit Deinem Pseudoakademikergehabe beeindrucken, aber dennoch möchte ich Dich bitten, diese Form von Trollen künftig zu unterlassen.

    Danke.

  34. Hm, wenn man noch billiger produziert und noch teurer verkauft steigt der Aktienwert und man könnte noch mehr Spenden. One Billion klingt doch besser Tim 😉

    Wie sein Vermögen entstanden ist interessiert wohl niemand.

  35. @red,

    sorry, aber was denkst du, würde passieren, wenn der CEO Ambitionen hätte, das zu ändern? Er würde fliegen. Die, die was zu sagen haben sind die Aktionäre, die mit dem Geld. Es geht immer um die Maximierung des Gewinns, auch wenn man die Arbeitsbedingungen verbessert. 😉

    @Michael,

    ob deines letzten Satzes und der Tatsache, dass du argumentativ nicht viel zu geben hast gehe ich davon aus, dass du nur provozieren willst. Ansonsten gilt auch für dich das was ich gerade oben an red geschrieben habe.

  36. Tu Gutes und sprich darüber!

    Obwohl:
    bisher hat er ja noch nicht so sehr viel Gutes getan.
    Aber immerhin hat er schon mal darüber gesprochen. 😀

  37. Ach Leute, so funktioniert nunmal der Kapitalismus: „Ausbeutung des Menschen, durch den Menschen“

    Nur mal so wer noch so ausser Apple bei Foxconn produzieren lässt Intel, HP, Dell, Nintendo, Microsoft und Sony.

    Auch die Unternehmen wissen mit Sicherheit über die Zustände dort bescheid. Aber das verschweigt Ihr ja gerne, da es hier mal wieder um das „böse“ Feindbild Apple geht.

  38. Natürlich könnte er es ändern aber weil alle so denken wie Du, ändert sich nichts………
    https://de.wikipedia.org/wiki/Apple#Arbeitsbedingungen_bei_Zulieferfirmen

  39. Hier mal, etwas unaufgeregter, die Aspekte, die mir spontan dazu einfallen:

    1. Grundsätzlich finde ich die Idee, mit dem Tode Tabula rasa zu machen und die Vermögenswerte der Allgemeinheit zuzuführen, gut. Ich würde mir in Deutschland wünschen, dass ererbte Vermögenswerte, z. B. ab einer Million Euro, drastisch besteuert werden, denn derjenige der es erbt, hat dafür absolut rein gar nichts geleistet. Die Diskussion darüber wird bei uns aber immer schön abgewürgt mit dem Totschlag- bzw. Angstargument, dass dann „Oma ihr klein Häuschen“ auch besteuert werden würde, obwohl es darum gar nicht geht.

    2. Cook redet über ungelegte Eier. Vermutlich wird es also darauf hinauslaufen, dass er erst mit seinem Tod oder kurz davor sein Vermögen karitativen Zwecken zukommen lassen wird. Also zu einem Zeitpunkt, wo er damit sowieso nichts mehr anfangen kann.

    3. Er hat ja neulich erzählt, dass er ein warmer Bruder sei. Er hat also keine Frau und Kinder, der versorgt sehen möchte. Bei normalen Familienverhältnissen kann ich es verstehen, dass man seine Hinterbliebenen absichern möchte. Auch ist er nur Angestellter. Wenn jemand eine Fabrik hinterlässt, kann ich es beispielsweise auch nachvollziehen, dass man diese „insgesamt“ weitergeben möchte.

    4. Er kann sich also jetzt erst darum kümmern, wenn die College-Ausbildung seines Neffen abgeschlossen ist. Das ist natürlich absoluter Blödsinn. In der Zwischenzeit könnten man mit diesen abstrakten Vermögenswerten viel konkretes Leid lindern. Letztlich ist es nur ein rhetorischer Kniff, um nebenbei abermals als Gutmensch dazustehen (seht, ich finanziere sogar die Ausbildung meines Neffen).

    Und zum Thema Meckern / alles schlecht machen: Ich denke, das ist eine Mentalitätsfrage, in seinem Kulturkreis lassen sich viele für solche Ankündigungen feiern. In den USA wird er seine Reputation dadurch definitiv steigern.

  40. Nachtrag zu den Arbeitsbedingungen: An dem Argument ist natürlich was dran. Kann man sich durch Geld, an dem (überspitzt gesagt) Blut klebt, abfeiern lassen? Noch überspitzter: Würden wir einem Dogenboss Anerkennung zollen, wenn er ein Teil seines dreckigen Geldes spendet?

  41. @Paul

    Auch schwule möchten Ihre Partner wenn Sie denn einen haben abgesichert sehen. Bei Cook ist das jedoch soweit ich weiss nicht bekannt ob er einen Partner Ehemann etc hat. Jedoch ist es nur mehr als verständlich sollte, er einen haben das dieser auch abgesichert ist.

  42. @red,

    so blödsinnige Kindergartensprüche. Denkst du ich weiß nicht, was bei Wiki über die Arbeitsbedingungen steht?
    Aber mal im Ernst jetzt. Ich habe Apple-Aktien. Wenn Apple jetzt (hypothetisch – auf Geheiß von Cook, was so natürlich extrem vereinfacht und einfach auch nicht möglich ist) anfangen würde irgendwelchen „Unsinn“ zu machen, der den Gewinn gefährdet und Geld „verschwendet“. Dann würde ich – wie viele andere auch – meine Apple-Aktien verkaufen, weil Apple Geld ausgegeben hat ohne damit das Ziel der Gewinnmaximierung zu fördern. Das wiederum würde den Aktienkurs sinken lassen und dann wäre Cook auch ganz schnell weg vom Fenster, weil sich Apple das nicht natürlich nicht leisten kann. Immerhin ist das einzige Ziel eines Unternehmens, das im Rahmen unseres Systems existiert, die Gewinnmaximierung.
    Das ist natürlich alles sehr, sehr vereinfacht. Aber es widerlegt gerade systemisch, dass du nicht Recht hast. (Deine These war, dass Cook da irgendeinen Einfluss hat)
    Ich betone: ich finde das nicht gut, aber darum geht es nicht. Cook kann nur einfach nichts ändern.

  43. Cook hat schon aufgrund seiner Aktien Einfluss.
    Sorry aber Du widersprichst Dir, Du hast Apple-Aktien und findest es nicht gut was da passiert, würdest aber Deine Aktien verkaufen wenn sich was zum positiven verändert.
    Leute wie Du haben es in der Hand was zu verändern z.B. mit nachhaltigen Aktien nur so als Tipp: https://www.gls.de/privatkunden/angebote/fonds-wertpapiere-beteiligungen/gls-bank-aktienfonds/uebersicht/

  44. @ Jon: Apple könnte schon etwas ändern, unabhängig von der Aktionärsmeinung, wenn es gewollt wäre. Ich erinnere nur daran, das sie trotz aller Unkenrufe 17 Jahren ihre Aktionäre nicht über eine Dividende am Gewinn beteiligt haben. Die Argumentation, man könne aus Kostengründen nichts verändern, gab es seinerzeit auch bei der Verwendung gesundheits- und umweltschädliche Stoffe. Hier haben sich aber einige Dinge tatsächlich zum positiven Verändert (insbesondere durch das Greenpeace Umweltranking), obwohl dadurch teilweise Produktionsschritte teurer geworden sind. Der Druck der Öffentlichkeit kann also durchaus etwas bewirken. Und speziell für Apple wäre es wohl sehr viel leichter als für andere Firmen neue Wege einzuschlagen – und sie könnten sich dies obendrein von ihren typischen Hipsterkunden mit einem Aufschlag für ihr Engagement vergolden lassen.

  45. @red,

    ja er hat natürlich auch allgemein Einfluss, aber der ist sehr, sehr beschränkt. Und ja, ich widerspreche mir. Ständig – so ist das Leben. Irgendwo muss man eine Linie im Sand ziehen. Es ist nicht möglich, sich komplett ethisch zu verhalten und trotzdem am Leben teilzunehmen.
    Selbstverständlich gibt es nachhaltige Wege, Geld anzulegen. Aber die Dividende geht dabei flöten.

    @Paul,

    natürlich kann Apple oder die Öffentlichkeit etwas ändern und meine Erklärung oben war natürlich – wie geschrieben – sehr vereinfacht, aber es ging darum, was Tim Cook ändern kann. Und sein Rahmen ist da sehr beschränkt. Und nur darauf bezieht sich das, was ich geschrieben habe. Auf Tim Cook – nach dem, was @red geschrieben hat.

  46. @Jon
    „Selbstverständlich gibt es nachhaltige Wege, Geld anzulegen. Aber die Dividende geht dabei flöten.“
    Das ist falsch! Mach was Du bist in der Position und hast es in der Hand.

  47. >@Steafn: Sechs setzen. In einem Kommentar mit unzählbaren Rechtschreibfehlern.

    Ja,Zeig mir das Betriebsystem ohne Fehler,
    und wenn du dann heulend ankommst,und gemerkt hast,das alle Systeme Rechtschreibfehler haben,
    dann rede ich auch mit einem Kind wie dir.

  48. @red,

    der von dir gepostete Link führt zu einem Fond, der über mindestens 5 Jahre angelegt wird bei hohem Risiko. Darüber hat man keine Kontrolle und solche Fonds spucken im Jahr mit viel, viel, viel Glück 10% aus – bei wie gesagt hohem Risiko und keiner Kontrolle.
    Im Gegensatz dazu ist allein die Apple Aktie im letzten Jahr um knapp 100% gestiegen bei nahezu keinem Risiko.
    Bei 10000 EUR Investment sind das schnell mal 9000 EUR Unterschied.

  49. Nu is aber gut ! Geht jetzt schlafen und morgen haben wir uns alle wieder lieb 🙂

  50. @Raspi Nutzer,

    schon die Tatsache, dass du mir die Aussage von @red in den Mund legst zeigt, dass du nicht so richtig gelesen hast, was ich schrieb oder es schon auf deiner sehr niedrigen Ebene nicht verstehst.

    Die Antwort auf den zweiten Teil habe ich ja argumentativ weiter oben schon hergeleitet, falls du mir nicht glaubst (zu wissen scheinst du es ja nicht) – mir irgendwie auch egal..

  51. *deiner = einer

  52. @Raspi Nutzer,

    „@Jon
    Cook hat nicht nur Einfluß auf den Erfolg des Unternehmens “Apple”, weil er Aktien daran besitzt.“

    Wann habe ich das behauptet?
    Und argumentativ noch immer nichts.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.