Threema: Messenger bekommt Umfrage-Funktion

threema

Kurz notiert: Threema, der nach eigenen Aussagen „sichere Messenger aus der Schweiz“, wird am heutigen Montag mit neuen Funktionen ausgestattet werden. Seitens Threema gab man bekannt, dass man heute mit dem Rollout einer neuen Funktion beginnen werde, die es den Nutzern erlaubt, Umfragen durchzuführen. Statt Kontakte zu fragen, in welche Kneipe man geht, definiert man in einer Umfrage einfach Auswahlmöglichkeiten, aus denen die Teilnehmer wählen dürfen. Das Ergebnis der Umfrage kann sowohl öffentlich angezeigt werden, alternativ können Nutzer geheim abstimmen. Sicher dürfte sein, dass Android ab heute mit der neuen Funktion ausgestattet wird, sobald wir genauere Informationen zum Update haben, werden wir euch informieren. Threema ist für iOS, Android und Windows Phone zu haben und ca. 80 Prozent der Benutzer kommen aus Deutschland.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

26 Kommentare

  1. Wäre nur nicht das Problem mit den Nutzern… :/ echt schade..

  2. Jop. Die App an sich ist smart, flott, übersichtlich und perfekt. Leider ist auch nicht jedem das System mit der id und einem Backup klar zu machen. Die Leute begreifen einfach nichts, was über die eigene Handynummer als Auth (whatsapp) hinausgeht…

  3. Leider ist das System mit der ID und dem Backup echt nicht intuitiv, weshalb auch fast niemand ein vorsorgliches Backup macht. Das führt dazu, dass wenn das Handy kaputt oder verloren geht, auch eine neue ID auftaucht. Deshalb hab ich einige Kontakte, die mit 2 oder 3 IDs vertreten sind. Immerhin verschwinden die alten nach 6 (bzw. 3) Monaten.

    Mit der Anzahl der Kontakte hab ich allerdings überhaupt keine Probleme. Ein paar wenigen Leuten, die mir noch gefehlt haben und die ihren A**** nicht hochbekommen haben, hab ich einfach eine Threema-Lizenz zum Geburtstag geschenkt. Problem gelöst!

  4. 80% der Benutzer kommen aus Deutschland…was uns diese hohe Anzahl aus Deutschland wohl sagen will?

  5. Ich glaube, das ist nun wirklich nicht gerade die Option, auf die die Leute gewartet haben. Wo bleibt die Multi Device Unterstützung?

  6. Threema 3 Kontakte, Whatsapp 226 Kontakte… da erübrigt sich eine Umfrage wohl

  7. So bekommt man 80% seiner Leute zu Threema:

    Man muss einfach nur KONSEQUENT umsteigen!!!

    Alle WhatsApp-Kontakte anschreiben, das man WA hinter sich lässt weil:

    – WA ist unsicher
    – WA fällt regelmäßig aus
    – WA behält sich das Recht vor verschickte Bilder weiterzuverkaufen (=unverfrohren)
    – WA mit jedem Serverkontakt die komplette Kontaktliste meines Smartphones überträgt
    – WA jetzt zu Facebook gehört
    – WA ganz einfach von Geheimdiensten mitgeschnitten werden kann, weil nicht verschlüsselt
    – WA zum Unterschichten-Messenger verkommen ist

    und das man selbst jetzt ins sichere Lager wechselt und nur noch über Threema zu erreichen ist.

    WA deinstallieren und nicht wieder raufspielen.

    IHR WERDET SEHEN – ES DAUERT CA 2 – 3 WOCHEN UND SCHWUPP SIND EIN GROßTEIL DER WA-KONTAKTE AUCH BEI THREEMA!

    Und die die es, nach Edward Snowden, immer noch nicht kapiert haben, werden es auch nicht mehr kapieren und sind es meist auch nicht mehr wert als Kontakt weitergepflegt zu werden.

    KONSEQUENTES HANDELN ist hier der Schlüssel zum Erfolg!!!

  8. Find ich super,

    in 2 Wochen ist die letzte Freundin bei Threema (neues Handy) und jede Gruppe wurde konsequent verlagert.
    Bisher haben wir immer doodles genutzt, was sich dann jetzt bald erübrigt hat! Gefällt mir sehr!

  9. Kommt Threema eigentlich damit klar, wenn man es auf mehreren Geräten installiert?

  10. @Oliver: nein, nur ein Device kann mit dem Server zur gleichen Zeit verbunden sein.

  11. Nettes Spielerei, aber sicher kein Killerfeature dass beim hilft Umstiegsmuffel zu überzeugen.
    Die Radikalität von Konsequenzen Knut aus der Oberschicht hilft da aber wohl auch nicht weiter 😉
    Ich würde es begrüßen wenn Threema ersteinmal den Funktionsumfang von Hangouts erreichen würde mit web client und Multi Device.

  12. Ich habe auch gute Erfahrung damit gemacht, dass es durchaus möglich ist, seine Kontakte zu einem Wechsel zu überreden. Man muss es nur ansprechen, die Vorteile aufzeigen oder im Zweifel auch ein paar Lizenzen verschenken. Was kümmern mich die 2-3€. Wenn man überlegt, was früher ne SMS gekostet hat, ist das kaum die Welt.

  13. wenn man seine (wichtigen) kontakte dazu animieren koennte threema zu installieren, dann passierts wie bei mir, dass laengst 98 % der messenger kommunikation ueber threema laeuft. begonnen hat mit den familienkontakten. inzwischen sinds bei mir rund 40 threema kontakte. und es kommen immer wieder neue dazu.

    ich hab ueberigens auch ein paar threema lizenz codes verschenkt ;-). das hilft dem ein oder anderen nochmals auf die spruenge. natuerlich besonders hilfreich feur die, die keine einkaufmoeglichkeit in der stores haben.

    so kommt man schnell zu einer weichen migration von whatsapp zu threema ;-). und versucht nicht, die leute zum loeschen von whatsapp zu animieren, sondern dazu threema parallel zu installieren. der rest kommt von alleine ;-).

    mal ganz davon abgesehen, dass man auch mehr als einen messenger im einsatz haben darf… solange die hauptkommunikation auf threema laeuft ;-).

  14. Dieser Daten-Verfolgungswahn ist in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern, besonders stark ausgeprägt, deshalb kommen auch 80% der Benutzer von Threema aus Deutschland. Das liest sich auch aus einigen Kommentaren hier. Mit „kapieren“ hat das nichts zu tun, eher mit einem gesunden Abwägen der Gefahren, denn was über WhatsApp unter Freunden ausgetauscht wird ist doch eh nur unwichtiges Blabla. Wer soviel wert auf Datenschutz legt, soll lieber Briefe schreiben per Post, um ganz sicher zu gehen.

    D.h. nicht dass ich keinen wert auf Datenschutz lege, aber man sollte Prioritäten setzen und wenn ich meine Freundin per WhatsApp frage, ob sie mit mir heute Abend ins Kino geht, kann das von mir aus die ganze Welt wissen.
    Wenn ich früher Postkarten geschrieben habe, konnte die auch jeder lesen, der die Postkarte in den Händen hielt. Aber was stand schon wichtiges auf dieser Postkarte, ausser ein paar Urlaubsgrüsse.

    Die Datenschutzfanatiker haben echt ein Problem, aber das ist sicher nicht der Schutz ihrer Daten.

  15. @BeardMan

    Dann bist du bei Whatsapp gut aufgehoben 😉

    Es gibt auch Menschen, die mehr über Messenger austauschen.
    Mit meinen Freunden (mittlerweile wohnen alle verstreut) planen wir Treffen, buchen und tauschen dann auch schnell Bankinformationen aus, die nichts bei Facebook verloren haben.
    Bilder von der letzten Party oder sonstige Infos braucht Facebook von mir auch nicht.
    Es geht ja auch nicht darum was du verschickst, sondern was dir geschickt wird…
    Das wird auch auf dich zurückzuführen sein.

    Es hat nichts mit Panikmache zu tun, aber wer weiß was irgendwann mal mit den Daten passieren wird, wer diese bekommen wird und welche Rückschlüsse er daraus zieht.

    Beispiel: Deine Schwester schickt dir Bilder von deinem Patenkind, wie es in Pampers durch den Garten rennt 😉 wer dir böses will kann dir da schon üble Dinge unterstellen ohne den wirklichen Kontext zu kennen. Ist zwar weit gesponnen, aber wer weiß was draus abgeleitet werden kann.

  16. Aber wer weiß überhaupt wie sicher und verschwiegen Threema ist? Da muss man den Schweizern schon vertrauen. Überprüfen kann man das mangels open source nicht.

  17. @Beardman:

    Es muss gar nichts wichtiges sein, dass du schreibst. Es geht darum Pauschalüberwachungen und die Möglichkeit komplette Profile zu erstellen zu verhindern. An sich ist es kein Problem, wenn jemand liest, dass du mit einer Freundin ins Kino willst, aber da stecken ja sehr viele Informationen drin: was du für einen Filmgeschmack hast, wo du an dem entsprechenden Abend warst, wie oft du ins Kino gehst, mit wem du ins Kino gehst etc… In Kombination mit anderen Medien und anderen Nachrichten können daraus schon ziemlich gute Profile erstellt werden.

    Und selbst scheinbar unwichtige Details könnten irgendwann zum Problem werden. Wenn zum Beispiel im zweiten Weltkrieg hätte festgestellt werden können, wer die Jahre zuvor eine Freundin nach einem Besuch in einem Museum mit moderner Kunst gefragt hat… diese Personen hätten ein ernsthaftes Problem gehabt.

    Und zu sagen, wenn man Wert auf Privatsphäre legt, solle man Briefe schreiben ist einfach nur ignorant. Denn nur weil einem Privatsphäre wichtig ist, bedeutet das nicht, dass man technischem Fortschritt gegenüber abgeneigt sein muss. Ich möchte trotzdem in (beinahe) Echtzeit kommunizieren können. Und was spricht dagegen, dass ich und andere, denen Ihre Daten wichtig sind, einfach Threema anstelle von WhatsApp benutzen?

  18. Ich verstehe schon nicht, warum Threema als Alternative ins Feld geführt wird, und nicht TextSecure. Das ist immerhin Open Source. Wenn auf Sicherheit machen, dann doch richtig. 🙂

    Dieses Umfrage-Feature kann es jedenfalls nicht sein.

    In meinem persönlichen Freundeskreis hat sich TextSecure auch alleine durch die Cyanogen-Mods schon deutlich weiter verbreitet, als es Threema geschafft hat. Und Telegram fristet auch ein Schattendasein, dabei könnte Telegram immer hin das, was an Whatsapp am meisten vermisst wird: Auf mehreren Geräten gleichzeitig eingesetzt werden.

    Bleiben noch ein paar Freunde, die technisch keinen Verstand haben, nur wissen, dass Whatsapp böse ist, aber nicht warum, die stattdessen lieber SMS senden. Und ein paar ohne Smartphone, die gezwungener Maßen darauf verzichten.

  19. @saujung

    Textsecure nutze ich nebenbei, wir werden aber alle zu Threema wechseln aus dem einfachen Grund, dass Gruppennachrichten nur zugestellt werden, wenn man gerade Internetempfang hat.
    Hat man dies gerade nicht, weil man sich im Ausland befindet oder in einem Funkloch steckt verschluckt Textsecure die Nachrichten.
    Gerade bei mehreren in einer Gruppe ist das unschön, wenn bei einigen Nachrichten fehlen…

    In den Einzelchats werden die Nachrichten erneut geschickt, wenn diese nicht zugestellt werden konnten.

  20. tja, dass die meisten zeitgenossen einfach (noch) gar nicht verstanden haben, um was es beim thema „eigene daten und datenschutz“ geht, das zeigt der beitrag von @beardman (sorry, nicht persoenlich gemeint). aussagen wie, „ich hab nix zu verbergen“ oder „wenn interessiert schon ob ich ins kino gehe“ sind in anbetracht der gesamtsituation so ziemlich das duemmste, was man von sich geben kann ;-)!

    keine frage, die nsa hat kaum ein interesse daran, wie oft ihr euch mit eurer freundin zum poppen verabredet. das einzelne „datum“ ist erst mal nicht das problem.

    das wirkliche problem (aus nutzersicht) ist die PROFILBILDUNG! der gilt es, wo immer moeglich entgegenzuwirken!

    zuckerberg hatte vor 10 jahren den traum, dass er die „persoenliche“ kommunikation der menschen auf seine plattform facebook bekommt. das ist ihm allerdings nie wirklich gelungen. facebook blieb immer eine „oeffentliche“ plattform mit der entsprechend wertloseren kommunikation. die „persoenliche“ kommunikation, wie sie auf whatsapp, threema, etc stattfindet, DAS ist die interessante kommunikation, die am ende zu den geilsten und wertvollsten profilen wird.

    zuckerberg hat sich jetzt das, was nie freiwillig zu ihm kommen wollte einfach gekauft! spaetestens da haette jeder, der auch nur ansatzweise besorgt ist um seine daten die reissleine ziehen und whatsapp verlassen muessen.

    mal ganz davon abgesehen, dass fuer datenschuetzer das ROTESTE tuch, das ueberhaupt moeglich ist immer us-amerikanische unternehmen sind. es duerfte alleine nach dem patriot act kein us-amerikanisches unternehmen in diesem bereich geben, bei dem die nsa (und einige andere) nicht direkt an der quelle mit dabei sitzt.

    und die unternehmen, die da nicht mitmachen gehen den weg, den lavabit gegangen ist. die werden einfach DICHT gemacht! geschaeftsmodell beendet! per regierung! die apples, google, microsofts, etc haben schlicht keine andere wahl als mitzumachen. und wenn sie noch so oft beteuern, dass sie natuerlich auf der seite ihrer kunden stehen. diese beteuerungen sind genauswenig wert wie das safe harbour abkommen!

    von daher ist es schon ein riesen gewinn fuer den einzelnen, wenn seine daten NICHT bei us-amerikanischen unternehmen liegt. alleine schon die tatsache, dass threema aus der schweiz kommt und damit eurpaeischem datenschutz unterliegt ist ein quantensprung im vergleich zu whatsapp und konsorten. da ist dann eine echte EzE-verschluesseung nur noch das sahnehaeubchen on top.

    und noch ne kleine anekdote aus den „kriegsgeschichten“: ich war ab den spaeten 80ern recht aktiv im usenet (ein heute unbedeutender bestandteil des internets schon vor den web-zeiten). wer meine damaligen email-adressen kennt, der findet all meine erguesse, die ich damals so von mir gegeben habe. mein bauchgefuehl sagte mir damals schon, halt dich bedeckt und sag nix, was du nicht auch aufm marktplatz rausbruellen wuerdest und vor allem, sag nur das unbedingt „notwenige“ (datensparsamkeit).

    und ein letztes an die zeitgenossen wie @beardman: ein klitzekleiner test. ihr schickt mir jetzt sofort eure komplette whatsapp datenbank von euren smartphones, denn ihr habt ja nix zu verbergen ;-)!

    sollte dabei auch nur der hauch eines unguten gefuehls entstehen, wenn ich einen blick in all das, was sich da angesammelt hat, werfen kann, dann solltet ihr ggf. einfach nochmals komplett neu ueber das thema nachdenken ;-)!

  21. und keine frage, messenger wie textsecure, chatsecure, myenigma, das waeren alles grundsaetzlich sinnvolle alternativen neben threema um whatsapp zu kicken.

    allen genannten ist aber eines gemein: selbst fuer den engagierten laien sind diese messenger in ihrer handhabung und funktion so „intransparent“ und „schwierig“ zu nutzen – mal von den ein oder anderen funktionseinschraenkungen wie z.b. gruppenchats ganz abgesehen – dass sich das der gemeine nutzer aus nachvollziehbaren gruenden nicht antut.

    diese grandiose einfachheit von whatsapp, DAS war das einzige argument fuer diesen wahnsinnigen siegeszug hin zu inzwischen ueber 700 mio nutzern. kein anderer messenger hat das nochmals wiederholen koennen.

    threema ist bei den guten alternativen der einzige, der das aehnlich hin bekommt.

    wobei es da schon beginnt: viele nutzer, die einfach nur nutzen wollen wie sie das mit whatsapp getan haben, sind schon „ueberfordert“, wenn man denen erklaeren will, dass, wenn man das so will, threema ausschliesslich mit der threema ID zu nutzen ist und keine handy rufnummer notwendig ist. und dass diese nutzungsart aber dann auch komforteinbussen mit sich bringt. z.b. dass kontakte nicht mehr einfach in den messenger kotakten auftauchen, sondern dass sie manuell hinzugefuegt werden muessen. dafuer ist man dann aber auch maximal anonym unterwegs.

    auch hier gilt das magische dreieck: sicherheit – komfort – kosten

  22. Da habe ich ja wohl bei den Datenschutzfanatikern ins Schwarze getroffen, so wie sich manche hier über meinen Kommentar aufregen, aber das war mir schon beim Schreiben meines Kommentares klar.
    Datenschutzfanatismus made in Germany. Deshalb kommen 80% der Nutzer von Threema aus Deutschland.
    In anderen Ländern nimmt man so manches gelassener, was uns Deutschen ab und zu auch ganz gut tun würde.

  23. @BeardMan
    Schade, dass du nur beleidigend wirst (ja, Personen die Wert auf Datenschutz legen als Fanatiker zu bezeichnen ist beleidigend) und nicht auf die vielen Argumente eingehst, die hier angebracht wurden. Denn eigentlich wurde relativ sachlich auf deinen Kommentar geantwortet.
    Ich finde man kann durchaus Stolz sein, dass sich die App in Deutschland gut verbreitet hat. Ich sehe darin eher die positive Seite, dass nicht alle blind ihre Daten hergeben ohne Interesse, was mit ihnen geschieht.
    Ich glaube durchaus, dass es auch Stellen gibt, wo die Deutschen unnötig Gefahren sehen und tatsächlich etwas lockerer werden könnten (z.B. Verpixelung von Häusern auf Google Maps), an dieser Stelle ist die Vorsicht aber meiner Meinung nach durchaus angebracht (vor allem, da sie sich ohne viel Aufwand umsetzen lässt: einfach eine alternative App benutzen).

  24. @denkste
    Sorry, wenn du das als Beleidigung ansiehst und ich gebe dir mit deinem vorherigen Kommentar auch recht. Das mit der Profilerstellung ist mir vollkommen klar. Es ist ja nicht so, dass ich gar keinen Wert auf Datenschutz lege, ich nutze z.B. auch diverse E-Mail-Adressen bei denen ich mich nicht mit meinem echten Namen angemeldet habe, auch bei Facebook und Google+ bin ich nicht mit meinem echten Namen angemeldet. Bei WhatApp ist nur mein Vorname hinterlegt. So versuche ich zumindest eine „Streuung“ meiner Daten zu erreichen, auch wenn dies alles vielleicht nicht verhindern mag, mich als reale Person zurückzuverfolgen, so macht es dies aber um einiges schwieriger.

    Und wenn ich sehe welches Engagement und welche Verbissenheit z.B. „goodoo“ mit seinen Kommentaren hier an den Tag legt und Romane schreibt, sehe ich das schon als Datenschutzfanatismus an.

    Ich teile über WhatsApp nur unwichtige Sachen mit, man teilt lustige Videos oder Bilder, schreibt sich mal nen Gruss etc. Das könnte/dürfte wirklich jeder mitlesen.

    Es mag vielleicht für die jüngere WhatsApp-Generation inwischen altmodisch wirken, aber ich treffe mich tatsächlich noch mit meinen Freunden im realen Leben und teile nicht alles über WhatsApp, oder von mir aus auch Threema, mit und ich bin weder Geheimagent noch Terrorist.

    Also immer schön locker bleiben und nicht immer wieder diese „deutsche Verbissenheit“, die mich eben an Fanatismus erinnert, an den Tag legen.

  25. @goodoo

    Die Einfachheit von Textsecure finde ich überwältigend. Es ist genau so einfach wie WhatsApp, installieren, nutzen, fertig. Man kann aber zusätzlich Schlüssel überprüfen und, wenn man mag, die lokale Datenbank verschlüsseln. Diese Features sind für mich Musthavs, und in WhatsApp nicht vorhanden. Die Schlüsselüberprüfung finde ich allerdings bei Threema durchaus besser gelungen.

    Ein tolles Feature von Textsecure empfinde ich, dass es auch meine SMS-App ersetzt, und für mich vollkommen ausreichend ist. Gefühlt ist das einfach eine App weniger, und dieses Feature war auch der Grund, warum viele meiner Freunde Textsecure akzeptiert haben. Es ist wie SMS-Schreiben, nur besser.

    Tatsächlich ist die eingeschränkte Gruppenchat-Funktion ein Dorn im Auge. Ich hoffe auch, dass es mit der App noch weiter geht, was Features und Entwicklung angeht.

    Threema ist, da stimme ich mit euch überein, eine deutlich bessere Alternative gegenüber WhatsApp, technisch gesehen, nur die Verbreitung ist mir zu gering.

    Und ja, 80% der Nutzer kommen aus Deutschland, ein gutes Zeichen, aber die Verbreitung von WhatsApp unter den Deutschen ist ein Armutszeugnis.

    Zum komplett-Umstieg konnte ich exakt zwei Personen bewegen, und die waren lustiger Weise gar nicht technikaffin, sie schreiben hauptsächlich mit ihren Bekannten noch SMS, nur mit mir und ein paar anderen „Nerds“ eben über Textsecure, und die erreichen sie auch alle über diesen Kanal. Die Masse aber behält WhatsApp, weil es der Quasistandard ist.