Teufel Airy (2018) On-Ear-Kopfhörer im Test

Der Audio-Spezialist Teufel schickt seit kurzem neue Kopfhörer ins Rennen. Die Teufel Airy (2018) sind – der Name verrät es schon – die Nachfolger des Teufel Airy (2017). Da gibt es ein paar kleine Änderungen, nicht nur optischer Natur. So setzt man beim Teufel Airy (2018) nun auf Bluetooth 4.2 (aptX) und der Akku hält nicht mehr „nur“ 20+ Stunden, sondern bis zu 30 Stunden.

Teufel nennt für den Airy (2018) mit einen 40 mm großen Breitbandlautsprecher einen Schalldruck von max. 94 DB. Zu den weiteren technischen Details gehört ein integriertes Mikrofon (bei Bluetooth-Nutzung) sowie ein Eingang per 3,5 mm Klinke. Geladen wird klassisch via microUSB, Teufel und andere Hersteller sehen da 2018 wohl noch nicht die Notwendigkeit von USB-C.

Teufel liefert neben dem Kopfhörer eine Aufbewahrungstasche, das USB-Kabel, ein Verbindungskabel mit zwei Klinkensteckern und sechs Gummiringe mit, mit denen ihr eure Kopfhörer optisch aufpeppen könne.

Auf der rechten Seite befinden sich die Elemente zur Steuerung der Audiowiedergabe. Play, Pause, nächster Titel, letzter Titel – ihr kennt das Spiel. Dazu habt ihr ein rotes Rädchen im Hörer, damit wird dann die Lautstärke gesteuert. Alternativ könnt ihr die Tasten auch zur Steuerung v0n Telefonaten verwenden, wenn der Kopfhörer via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist.

Von der Wertigkeit her bekommt der Teufel Airy (2018) von mir einen Daumen nach oben, fühlt sich gut verarbeitet an und wirkt nicht billig.

Alle Fakten laut Teufel in Kürze:

  • Ohraufliegender, kabelloser, leichter Bluetooth-Kopfhörer mit Linear-HD-Treiber und effektiver Außenschalldämpfung
  • Neu im Vergleich zum Vorgänger: Laufzeiten von bis zu 30 Stunden (statt vorher 20 Stunden), höhere Bluetooth-Reichweite von bis zu 12 m, mehr Tiefbass, bessere Passform und Materialien, Faltmechanismus
  • Schnellladefunktion: 15h Spieldauer nach 1h Ladung
  • Bluetooth mit apt-X für kabellose Übertragung in CD-ähnlicher Qualität von Spotify, Youtube, Apple Music, Amazon Music und Co.
  • Freisprecheinrichtung für kabelloses Telefonieren, Skypen, Facetime und Sprachsteuerung
  • Bedientasten an der Ohrmuschel für Musiksteuerung, Lautstärke & Telefonannahme
  • 40-mm-Linear-HD-Treiber mit Neodym-Magneten für feinen Klang mit präzisem Bass 
  • Stabiler Kopfbügel aus Federstahl, große, weiche und belüftete Ohrpolster, geringer Auflagedruck, für lange Hörsessions und Brillenträger geeignet
  • Wechselbare Ringe für die Ohrmuschel in den Farben Rot, Gelb und Grün, AIRY ist auch per Kabel anschließbar, Schnellladefunktion
  • Transporttasche, Klinkenkabel (1,3 m), USB-Ladekabel und wechselbare Ringe für die Ohrmuscheln in Rot, Grün und Gelb im Lieferumfang enthalten

Entscheidend ist natürlich auf dem Platz, beziehungsweise auf dem Ohr. Teufel stellte die Airy 2018 am 4. Dezember vor, ich konnte mich schon länger täglich bis quasi jetzt mit ihnen auseinandersetzen. Teufel hat mit den Airy 2018 bei mir keinen Jubel ausgelöst, denn – Achtung, sehr subjektiv – ich kann oft wenig mit On-Ear anfangen.

Wenn ich Kopfhörer trage, dann meistens über einen längeren Zeitraum. Und bei den Airy hatte ich bereits nach einem guten Stündchen Schmerzen auf den Ohren. Da bilden sie aber keine Ausnahme, das habe ich bei vielen Kopfhörern der On-Ear-Klasse. Leider. Ich bin da sehr empfindlich, denn die Kopfhörer liegen ja nicht einmal besonders eng an. Wer also da, so wie ich, vorbelastet ist, der sollte da vielleicht genauer abwägen. Meinen Sohn haben sie auf drei Stunden Autofahrt zumindest nicht gestört.

Sonst habe ich am Tragekomfort wenig zu meckern. Der Bügel ist am Kopf kaum spürbar, selbst bei direktem Aufliegen auf der Glatze. Auch für extreme Bollerköppe scheint der Airy 2018 geeignet. Denn obwohl ich schon nicht den kleinsten Kopf hab, bieten die abstehenden Bügel noch reichlich Freiräume. Dennoch passt der Airy auch auf kleine Köpfe, mein fast fünfjähriger Sohn Max kann den auch schon gut tragen, der ist da also nicht viel zu groß.

Zum Hörvergnügen. Teufel scheint darauf bedacht, auf allen Hochzeiten zu tanzen und bringt dem Airy eine recht gute Ausgewogenheit in allen Genres. Man merkt, dass der Kopfhörer etwas Bassanhebung hat, man liegt da aber wirklich noch im guten Bereich, der Klang wird also nicht negativ mit Bass belastet, wenn da keiner sein soll. Bei meiner Fahrt durch die diversen Genres konnte ich nun wirklich keine besonderen Schwächen ausmachen, sodass ich sagen könnte: „Ne, geht gar nicht“. Müsste ich eine Schwachstelle suchen, so wäre dies schrabbeliger Grunge oder Rock, das hört sich manchmal minimal verwaschen an. Ansonsten ist der Klang gut.

Ob das allerdings den Kunden angesichts der heutigen Auswahl überzeugt, 150 Euro auszugeben, wird man sehen. Der neue Teufel hat einen recht guten Klang, löste bei mir nun aber auch kein WOW aus.

Gerade portable Lautsprecher und Kopfhörer unterliegen einem unfassbaren Preisverfall, wenn man einfach mal wartet oder sich für ein Vorjahresmodell entscheidet. Und so gewaltig sind die Sprünge da nun auch nicht mehr. Der Teufel Airy 2017, Teufels meist verkaufter Kopfhörer, liegt derzeit beispielsweise bei 99 Euro.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Hey Cashy, vielen Dank für deine immer wieder super lesenswerte Tests und Beiträge. Ich hätte da noch eine Off-Topic Frage: Ist der auf dem Foto sichtbarer Monitor der von euch geteste LG 5K UltraWide Monitor 34WK95U oder ein anderes Modell?

  2. Wer kauf den Mist? Dieser Plastik Quatsch drückt auf den Ohren wie die Hölle.

  3. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Teufel auch, ein interessanter ausfühlicher Artikel. Daumen nach oben…

  4. Ich habe die erste Generation des AIRY von 2015 und bin heute immer noch sehr zufrieden mit dem Teil.
    „Drücke auf die Ohren“ – da merkt ich nichts von, ich tragen den AIRY am Computer stundenlang zum Musikhören.

    Einziges Manko, die Bluetooth-Funktion ist bei mir kaputt, zwischen beiden Seiten hab ich über Bluetooth einen deutlichen Lautstärkeunterschied an alle Geräten. Per Kabel angeschlossen ist kein Unterschied zu hören.
    Da ist den AIRY aber ausschliesslich per Kabel am PC nutze, juckt mich das nicht weiter.

    Klanglich gesehen ist der AIRY schon ganz gut für den täglichen Gebrauch auch unterwegs, an meinen Sennheiser PXC550 kommt der lange nicht ran, der spielt aber auch in einer andere Preisklasse und ist aber in Sachen Tragekomfort wegen Gewicht und Over-Ear auch nicht stundenlang tragbar.

    • Wenn du nur per Kabel am PC hörst, warum holst du dir dann einen Bluetooth Kopfhörer? Nur weil du etwas von teufel haben wolltest, oder wie kommt das zustande?

      Warum nicht gleich ein Beyerdynamic 770/990 Pro? 110€ und du kannst sie stundenlang tragen UND hast einen geilen Sound.

      Was spricht dagegen?

      PS: und kotzt es dich nicht an, dass dein 250€! Kopfhörer sich nicht stundenlang tragen lässt?!
      Ich meine, dass ist doch erbärmlich, gerade aus diesem Grund gibt man doch ein bisschen mehr Geld aus, oder irre ich mich?

      • weil ich den anfang für Zugfahrten und Flüge benutzt habe – mittlerweile aber eben nur noch zuhause, deswegen wurde es ein Bluetooth.
        Aber der Sennheiser ist wegen NoiseCanceling dafür deutlich besser geeignet und da trag ich den nun mal nicht stundenlang

        • Weil er nicht bequem ist, wie du geschrieben hast. Hört sich nach fehlkauf an, den du dir nicht eingestehen willst.

          Kenne ich nur zu gut, habe solche Sachen auch zu Hause 🙂

  5. Könnten Hersteller das Ohrdruckproblem durch eine oben mittig gesetzte Schraube lösen , die zwei beidseitig außen verlaufende ‚Seile‘ zum jeweiligen Hörer verkürzen/verlängern und damit die Weite regulieren können?

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