Vivo Nex Dual Display Edition: Die etwas andere Lösung des Notch-Problems

Das erste Vivo Nex (hier mein Testbericht) ist ein interessantes Smartphone, das mit seiner herausfahrbaren Kamera und dem In-Display-Fingerabdruckscanner den Notch anderer Modelle umschiffte. Ich hatte auch schon über den Nachfolger gebloggt, welcher nun offiziell vorgestellt wurde. Allerdings erscheint jenes Smartphone nicht als Vivo Nex 2, sondern als Vivo Nex Dual Display Edition bzw. Vivo Nex Dual Screen.

Dieses Mal ist also keine Pop-Up-Kamera an Bord. Stattdessen befindet sich an sowohl der Vorder- als auch der Rückseite ein Bildschirm. Deswegen gibt es dann im Grunde auch gar keine dedizierte Frontkamera. Stattdessen knipst ihr Selfies bei diesem Modell eben auch mit der rückseitigen Kamera und nutzt dafür den zweiten Bildschirm zur Übersicht. Wirkt natürlich etwas wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Der Screen an der Rückseite nutzt Super-AMOLED-Technik, bietet 5,49 Zoll Diagonale und löst mit Full HD auf.

Der Super-AMOLED-Bildschirm an der Vorderseite hingegen kommt auf 6,39 Zoll Diagonale bei 2.340 x 1.080 Bildpunkten. Vivo spricht von einem Screen-to-Body-Ratio von 91 %. Außerdem werkelt im Inneren weiterhin der Qualcomm Snapdragon 845. Dem Prozessor stehen bis zu 10 GByte RAM und 128 GByte Speicherplatz zur Seite. Außerdem integriert das Vivo Nex in der Dual Display Edition eine Triple-Kamera mit OIS und einer Blende von f/1.8. Es kommen ein Hauptsensor mit 12 Megapixeln plus ein zweiter mit zwei Megapixeln für wenig Licht und ein Tiefensensor, vorwiegend für AR-Anwendungen, zum Einsatz.

Das Vivo Nex Dual Display Edition verwendet ein LTE-Modem, das 19 Bänder abdeckt – darunter auch Band 20. Der Fingerabdruckscanner ist erneut direkt in den Bildschirm integriert. Für den Akku nennt der Hersteller 3.500 mAh als Kapazität. Auch einige KI-Spielereien sollen an Bord sein. Mit anpassbaren Gesten kann man nahtlos zwischen den beiden Bildschirmen wechseln. Als Betriebssytem ist FunTouch OS 4.5, basierend auf Android 9.0 Pie, vorinstalliert.

In China ist das neue Vivo Nex Dual Display Edition für umgerechnet etwa 640 Euro ab Ende Dezember zu haben. Ob es auch in Europa auf den Markt kommen könnte, ist fraglich. Wer somit Interesse hat, kann ja eventuell den Import abwägen. Allerdings werden im Frühling auch schon die neuen Flaggschiffe anderer Hersteller erscheinen, so dass sich da vielleicht eher das Abwarten lohnt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Also auf diese Art von „lösung“ wäre ich im Traum nicht gekommen.
    Da sind Cases, die nicht durchsichtig sind, direkt raus..

  2. Kann mir jemand erklären welchen Zweck dieser Kreis hat, der auf dem kleineren Display zum Teil in den Bildschirm ragt und zwei Kameralinsen umfasst? Wirkt auf mich als würde die Fläche etwas herausstehen.

  3. Selten so einen Quatsch gesehen…

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