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Telegram-Tipp: Fremde Kontakte aus eigener Kontaktliste löschen

Er ist einer der mittlerweile am meisten genutzten Messenger: Telegram, den es im Grunde für nahezu alle Plattformen gibt. Auch hier werden Chats (außer geheime Chats) in der Cloud gesichert, selbiges gilt für die in der App hinterlegten und aus dem Telefonbuch synchronisierten Kontakte. Genau das kann aber auch zum Problem werden, wie ich gerade erst herausfinden durfte. Was war passiert?

Ich hatte von meiner Frau auf meinem Android-Gerät ihr Pokémon-GO-Konto anmelden lassen, wobei es sich dabei um ein einfaches Google-Konto gehandelt hatte – sie konnte aufgrund von Lernerei nicht an einem Community Day teilnehmen und somit entschieden mein Sohn und ich, dass wir stattdessen für sie fangen gehen. Jenes Google-Konto richtete sich aber direkt häuslich im Android-Phone ein und packte mir auch ohne mein Zutun ihr gesamtes Telefonbuch mit aufs Gerät. Das ebenfalls installierte Telegram reagierte umgehend und zog jene Kontakte direkt in sich auf. Fortan bekam ich bei jeder Neuanmeldung ihrer Kontakte bei Telegram eine entsprechende Benachrichtigung und hätte auch umgehend mit jenen Leuten schreiben können – mag für den einen toll klingen, ist für mich aber dann mehr als lästig.

Die Lösung für das Problem war dann leider nicht das Löschen des Google-Accounts vom Android-Phone, denn Telegram hatte die Kontakte bereits in der Cloud abgelegt und schob sie sofort wieder nach. In den Einstellungen der App wurde ich dann aber fündig: Navigiert in den Bereich „Privatsphäre und Sicherheit“ und tippt dort ganz unten auf „Dateneinstellungen“. Anschließend seht ihr ganz oben die beiden Punkte „Synchronisierte Kontakte löschen“ und „Kontakte synchronisieren“, der dann in diesem Fall aktiviert sein sollte.

Tippt hier nun auf „Synchronisierte Kontakte löschen“ und bestätigt die folgende Warnmeldung mit „Löschen„. Anschließend solltet ihr prüfen, ob euer iOS-/Android-Telefonbuch auch wirklich nur noch die korrekten Kontakte beinhaltet, die dann auch in Telegram zu finden sein sollen. Bei mir musste hier also zuvor das Google-Konto meiner Frau vom Phone gelöscht werden. Danach geht ihr wieder in die oben genannten „Dateneinstellungen“ und reaktiviert den Schalter „Kontakte synchronisieren“, was zur Folge hat, dass Telegram nun das korrekte Telefonbuch in die Cloud schiebt.

Bei alledem solltet ihr natürlich weiterhin bedenken, dass die jeweilige Cloud grundsätzlich ein interessantes Angriffsziel von Hackern werden kann, weshalb die Nutzung solcher Messenger-Varianten immer mit Vorsicht zu genießen ist. Ich hoffe, ich konnte mit meiner kleinen Anleitung dem einen oder anderen, der auf dasselbe Problem wie ich stößt, helfen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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54 Kommentare

  1. Sorry, aber bei dem Umgang mit Daten der eigenen Frau schon im Ansatz problematisch…

    • Naja ich würds anders sehen, wie man seine Zahnbürste nicht teilst sollte man auch sein Handy nicht teilen. Gerade in aktuellen Zeiten wo das Handy das vermutlicht mit Abstand am Dreckigsten ist was man am Tag so anfasst. Selten das Leute diese desinfizieren, gehört aber eigentlich häufig gemacht.

      • Was ich deshalb mit dem telefon meiner Frau mache: 20 Sekunden lang gründlich mit Seife waschen. Das ist etwa so lange wie zweimal happy Birthday singen.

        • 😉 kann man nur hoffen das es Wasserdicht ist… wenn nicht hast ja was du ihr zur Aufmunterung schnken kannst…

          Passende Reinigungsmittel nehmen und rundum einsprühen mit Abstand nicht das du Mic oder Ohrhörer überflutest. 30sek+ warten und dann abwischen, mach ich seit Jahren mit ALC oder Reinigungsmittel. Mein Display ist 100% Glas (Gorilla Glas 3 glaub ich) und hat keine Probleme damit, dazu Microfasertuch (das Tuch auch immer wieder waschen).

  2. Tja Benjamin wünsch dir einen schönen Sonntag.. Aber du hättest vlt. lieber auf dein Smartphone einen User für deine Frau anlegen sollen. Dann kommt dir ihr Googlekonto auch nicht deinem in quere. Die Multiuserfunktion gibts ja nun schon länger.. Mach ich auch immer so. Wenn sich mal wer mein Gerät ausleihen möchte, zB meine Nachbarin mein Tablet damit der ihr kleiner spielen kann. außerdem hättest auch Telegram vorher den Zugriff auf deine Kontakte entziehen können.

    Wie du siehst es führen viele Wege nach Rom aber du hast den umständlichsten gewählt.

  3. Danke für den hilfreichen Tip!

  4. Meist genutzt ist leider immer noch WA..

    • klar, u.a. da ja auch deutlich sicherer als Telegram

      • Sebastian says:

        Wo ist denn whatsapp deutlich sicherer als telegram?

        • z.B. mit standardmäßiger Verschlüsselung aller Chats und Gruppen.

          • Matthias Börner says:

            Ich kann doch mit Privaten Chats dasselbe machen, oder nicht?
            Zudem kann ich auf Telegram mit Personen schrieben, ohne meine Telefonnummer preis zu geben. Das ist mir persönlich schon wichtig.

            • Mag ja sein. Beides aber gute Beispiele, warum WA deutlich leichter Verbreitung gefunden hat.

              • Matthias Börner says:

                Wieso denn beides?
                Dass ein Feature für mehr Privatsphäre die Ausbreitung verlangsamt, würde ich jetzt nicht sagen.
                „Verbreitung gefunden hat“
                Das stimm, leider.

                • Mehr Privatsphäre? Mach mal eine e2e verschlüsselte Gruppe in Telegram auf und dann reden wir weiter über Sicherheit (Spoiler: Das kann der unsichere Messenger nicht!).
                  Ich kenne über ein Dutzend Leute die Telegram nutzen. Ich hab noch nie eine Person verschlüsselte Chats nutzen sehen. Viele wussten noch nicht mal, dass der Standardchat vom Anbieter lesbar ist.
                  90% der Leute nutzen einfach alles out of the box so wie es ist. Bei Telegram ist es unsicher. Da Sicherheit nicht optional sein sollte, ist Telegram mMn auch nicht sicher.
                  Dafür gibt es Signal.

                  • Matthias Börner says:

                    „Dafür gibt es Signal.“
                    Das stimmt, deswegen ist die Sicherheit von WA oder Telegram ausreichen für die meisten Menschen.

                    • Für diejenigen, die sich gerne vor der amerikanischen oder chinesischen Stasi nackig machen wollen, auf jeden Fall.
                      Für jeden normalen Menschen, der nicht komplett ignorant auf seine Menschenrechte verzichtet, nicht.

                  • WA ist in keinster Weise sicher, egal wie man es anschaut. WA ist im Gegensatz zu TG auch nicht openspource, somit kann WA im Hintergrund ändern und machen was sie wollen. Sicher ist dabei gar nichts, auch nützt es überhaupt nichts einen verschlüsselten Chat zu haben wenn man nicht weiss wer alles den Schlüssel hat. Ich vertrauen meine Daten lieber einem Russischen Millionär an der im Exil lebt und Putin den Stinkefinger gezeigt hat als er den „Masterkey“ zu TG wollte als Facebook die dafür bekannt sind zu betrügen, manipulieren, Falschmeldungen zu verbreiten und seit dem ersten Tag alle Daten zu Geld machen.

                    Weiter ist WA zu 100% in den USA und unterliegt dem Patriot Act, WA muss also auf verlangen der Regierung alles entschlüsseln und übergeben. Die e2e von WA wird also ziemlich sicher ein Hintertüre haben. WA übermittelt ungefragt alle Kontaktdaten in die USA, auch alle Kontakte die kein WA benutzen. Seit Facebook WA übernommen hat muss man davon ausgehen das Chats mitgelesen werden, es wird niemals einen Beweis geben das es nicht so ist. Was Facebook bei dem Wahlen 2016 und später abgezogen hat, was die alles an Fakenews wissentlich verbreitet haben und sich sogar weigern Videos zu löschen die 100% bewiesen manipuliert sind, dann gibt es von meiner Seite absolut null vertrauen das WA nur einen Bruchteil so sicher ist wie sie behaupten. Facebook soll WA opensource machen, alles andere sind nur Behauptungen die keiner beweisen oder widerlegen kann.

                • Weil die Anmeldung über einen Usernamen schon die Hälfte der Nutzer überfordert und wie hier nun schon öfter erwähnt die optionale Nutzung der Verschlüsselung dem Ruf schadet. BTW: der secret chat ging bei mir alle paar Monate verloren, alle Chatverläufe weg. Und das über Jahre wiederholt. Nee, die Verschlüsselung ist einfach nicht das Hauptaugenmerk von Telegram. Es ist ein super unkomplizierter und flinker Massenchat für bots und Kanäle, deren Inhalte unsensibel sind. Trotzdem was für die 2. Reihe. Ist ja aber nicht schlimm. Wir sind längst im Zeitalter der Parallelnutzung von Messengern angekommen. WA word standardmässig als erstes installiert für die maximale Reichweite, iMessage bei iOS Bordmittel. Daneben installieren sich die, die das Knowhow oder Hilfe haben, i.d.R. noch was für sensiblere Inhalte. Bei mir ist das Threema, da Signal die Tel.nr. verlangt und nicht so gut an größere Screens angepasst wirkt.

                  • Matthias Börner says:

                    „Weil die Anmeldung über einen Usernamen schon die Hälfte der Nutzer überfordert “
                    Dem stimme ich zu, aber ein Benutzername bei Telegram ist optional und muss in den Eisnetllungen aktiviert werden.

      • ich kann auch nicht verstehen, wie ein sicherheitsaffiner Mensch Telegram über Whatsapp stellen kann. Aber gut. Darf ja jeder seinen Meinung sagen.

        • Der sicherheitsaffine Mensch nutzt keins von beiden, sondern PixArt oder Delta Chat.

          Also egal welcher walled garden da drüber steht.

          • Android? lol

          • Ich würde eher sagen, der sicherheitsaffine Mensch, der noch soziale Kontakte haben möchte, nutzt etwas wie Signal, Wire oder Threema. Alles was man selber vor der Nutzung noch konfigurieren muss, ist für normale soziale Kontakte zu aufwendig.

            • Der war gut.
              Delta Chat – Mail Zugangsdaten eintragen und das wars.

              Wem das zu aufwendig ist….. sollte den facebook messenger nehmen. Wenn er es schaft seine zugangsdaten….

              • Achso. Dann ist delta genauso sicher wie Mails – also gar nicht. Da werden die Nachrichten zentral gespeichert und können schön einfach überwacht werden. Gerade bei Kontakten die Gmail, Yahoo, usw nutzen.
                Da kann man ja gleich Telegram oder jeden x-beliebigen Messenger nutzen.
                Mit Signal, Threema, usw ist man um ein vielfaches sicherer unterwegs.

        • Ob Facebook Verschlüsselung dran schreibt oder nicht Facebook bleibt Facebook und die verlieren regelmäßig allerhand an Daten, und wenn nicht wird alles was man bekommen kann zu Geld gemacht. 100% Sicherheit gibt es nicht das sollte klar sein ich traue der cloud Verschlüsselung von telegram mehr als Diensten von Facebook.
          WhatsApp läuft mit neuen Funktionen immer so 1-2 Jahre hinterher.

          • Lustig…Telegram ist für mich das Facebook der Messenger, tausend Funktionen für das öffentliche Posten. Mehr Gruppen- und Streamorientiert

          • Welche Cloud Verschlüsselung meinst du? Telegram kann doch alle normalen Chats im Klartext mitlesen.

          • „WhatsApp läuft mit neuen Funktionen immer so 1-2 Jahre hinterher.“

            Wo finde ich denn die Videotelefonie in Telegram?

            • Matthias Börner says:

              Das ist ein Feature, dass Telegram nicht hat.
              Was ist mit
              – Dark Mode (anpassbar für AMOLED, generell war es peinlich wie lange der jetzt gedauert hat)
              – Themes (Farben, Ecken, …)
              – open API für Apps wie Unigram oder Telegram X
              – funktioniert ohneSIM-Kartee (nach Registrierung)
              – Bots für z.B. Sticker

              „WhatsApp läuft mit neuen Funktionen immer so 1-2 Jahre hinterher.“
              Das stimmt, siehe Dark Mode, per Link zu Gruppe einladen, usw.
              Deswegen nutze ich WhatsApp auch nicht mehr.

  5. Mit dem account der Frau spielen ist für mich cheaten. Leider bei Pogo normal.

    WhatsApp, sicherer als Telegram. Oh ja. Facebook sammelt keine Daten und eine Kommunikation in Gruppen nur über die Telefonnummer. Das ich nicht lache.

    • Immerhin hat Whatsapp nicht die sensibelsten deiner Daten. Alle deine Chat Inhalte, wie Telegram bei mindestens 95% der Nutzer.

      • Wie willst du wissen das WA die Daten nicht hat? WA ist 1. closed source, 2. in den USA und 3. gehört es Facebook. Die Chance die deine Chats in WA niemand bei Facebook, NSA, CIA, …. lesen kann ist sehr gering. Das Amerikanische Gesetz verlangt es sogar das WA deine Chats lesen kann 😉 Dieses Gesetz hat den sperrigen Namen „Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act of 2001“ oder kurz Patriot Act. Ich frage mich also wie du auf „Immerhin hat Whatsapp nicht die sensibelsten deiner Daten“ kommst wenn du dafür absolut keinen Beweis hast?

    • > Mit dem account der Frau spielen ist für mich cheaten.

      …ja, und? Das ist ein Computerspiel lol

  6. Mit dem Account der Frau spielen ist für mich cheating. Sorry aber das alleine geht für mich schon mal gar nicht.

    Ja klar, Facebook und Sicherheit. Schon alleine die Tatsache das Chats nur über die Telefonnummer funktionieren. Dabei stellen sich mir die Nackenhaare auf. Leider wird WA von der Mehrheit benutzt.

    • Wann ist bei Computerspielen cheaten denn bitteschön zum Problem geworden?

      Bei dem Spiel sammelt man Pokémon. Erscheint es dir unmoralisch das Pikachu auf dem falschen Account zu fangen? …fühlt sich das Pikachu nicht betrogen, wenn es beim falschen Trainer landet?

      Haha 😀

  7. BigBlue007 says:

    Was man auch hätte machen können: man kann in den Einstellungen des Google-Kontos die Synchronisation von Kontakten deaktivieren. Geht sowohl unter Android als auch unter iOS. Muss man wahrscheinlich im Zweifelsfall nach der Einrichtung des Kontos relativ schnell machen, damit er gar nicht erst anfängt, die Kontakte zu synchronisieren. Ob bereits synchronisierte Kontakte nach dem Deaktivieren der Synchronisation wieder gelöscht werden, weiß ich nicht. Zumindest nicht für Android. Bei iOS ist das der Fall.

  8. Christian says:

    Genial. Danke! Seit Ewigkeiten suche ich nach dieser Möglichkeit!

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