Telefónica gibt 7700 Mobilfunkstandorte an die Deutsche Telekom weiter

Was macht man als Mobilfunkbetreiber, wenn man einen anderen übernommen hat und nun nicht mehr weiß, wohin mit den überflüssigen Mobilfunkstandorten? Man gibt sie an einen Mitbewerber ab. So führt es nun auch Telefónica durch. Da zahlreiche Standorte durch die Zusammenlegung mit dem E-Plus-Netz doppelt besetzt sind, werden die überflüssigen an die Deutsche Telekom weitergegeben. Beide Seiten können daraus Vorteile ziehen, wie Telefónica in einem Blog-Eintrag erklärt.

Telefonica

Telefónica kann die Mittel, die zum Abbau der Stationen nötig gewesen wären, direkt in den Ausbau des LTE-Netzes fließen lassen. Die telekom wiederum kann Ihr Netz auf diese Weise zügiger ausbauen, da die Infrastruktur dafür nicht neu geschaffen werden muss. Eine Win-Win-Situation, über deren Details beide Seiten Stillschweigen vereinbart haben. Die betroffenen Standorte wurden von beiden Seiten gemeinsam ausgewählt und wechseln nach Zustimmung der Kartellbehörde den Besitzer.

Bei den Standorten handelt es sich überwiegend um Mobilfunkmasten, die auf Dächern angebracht sind. Auch kann Telefónica diese weiter nutzen, bis sie im Zuge der Netzintegration des E-Plus- und O2-Netzes nicht mehr benötigt werden.

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Sascha Ostermaier

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13 Kommentare

  1. Ich hoffe dass Telefonica mit dem weiteren Ausbau auch in die Pötte kommt. Hab seit einem Monat gewechselt, P/L (für deutsche Verhältnisse…) viel „besser“ als Telekom. Das Netz kann an sich aber trotzdem nicht mithalten. Mit meinem Tablet bin ich zwecks Netflix und Co. immernoch bei der Telekom. LTE ist echt mau wenns nicht von der Telekom kommt… Die Telekom weiß das und lässt sich das auch gut auszahlen. Anderseits würde ich ja auch wieder der Telekom mein Geld in den Rachen schmeißen, wenn sie denn mal gescheite ausgewogene Tarife für etwas weniger Geld anbieten würden.

  2. Naja, auch bei der Telekom kann man ab und an einen Schnapper machen. Und bei den Goodies hat die Tkom auch nachgebessert (Hotspot-Flat, Friends-Vorteile, Magenta1, gratis BBL usw..)

  3. @David: Wenn die Telekom mir 100 Freiminuten und mindestens 1GB LTE für ~10€ gibt wär ich dabei. Und selbst das wäre immernoch nur halbsoviel wie ich bei O2 für 7,99€ bekomme.

  4. @schunator Das könnte sie über T-Direkt(also nicht congstar und co) gar nicht tun ohne totreguliert zu werden

  5. schröder says:

    Bei Telefonica wurden gerade die Netze und auch die Nutzer zusammengelegt, d.h. da sind alle Kapazitäten die bisher notwendig waren auch zukünftig notwendig. Zuviel war da erfahrungsgemäß eigentlich nichts. Wenn da jetzt Sendeanlagen abgebaut werden, heißt das die Kapazität zu verringern. Wer da von „Win-Win-Situation “ schreibt kann nur Sascha Ostermaier heißen, der nie etwas hinterfragt. Blödes Firmenmeldung copy&paste.

  6. Sascha Ostermaier says:

    @schröder: Sind bei Euch etwa schon Ferien? 7700 Standorte sind betroffen, Telefónica hat nun noch 25.000. Das geht nicht mal mit der von Dir angestellten Milchmädchenrechnung auf. Wenn schon trollen wollen, dann bitte mit etwas mehr Mühe.

  7. @schröder nö, nicht zwangsweise, lediglich die physischen Masten(Antennen) werden vertickt. Heißt, wenn bis jetzt ein E-Plus und ein O2 Mast auf einem Gebäude waren, kann man einen verticken und die Technik am anderen anbringen oder eine Basisstation mit den Frequenzen austatten. Heißt sie sparen Hardware und die Telekom hat nen Mast mehr auf dem Dach ist doch für beide Geil.
    Vorraussetzung ist natürlich das O2 nicht zuviel vertickt. Die Kapazität sinkt aber hier nicht unbedingt.

  8. GongGonzo says:

    @frank: Jeder Mast hat nur eine begrenzte Kapazität. Anstatt auf zwei Masten, wird diese jetzt auf einen Mast verteilt. Die Auslastung pro Mast ist also höher und die theoretische Kapazität sinkt. Vermutlich werden es aber Masten sein mit je 30-40% Auslastung und dann hat der zusammengelegt um die 70% Auslastung und der Kunde merkt es weniger.

  9. Eine Liste wäre dann auch schön wenn alles genehmigt wurde 😀 bei mir sind mehrere Standorte mit Doppelbesetzung aber ohne D1

  10. Wird Zeit, dass caschy wieder ausm dem KH kommt. Gute Besserung!

  11. @sasha: Zumteil hat schröder recht, wenn die jetzt abbauen veringert sich defintiv die Kapazität in einem Standort. Da 3G Zellen ja „atmen“ (bei hoher Last der Empfangsbereich sinkt), hätte man bei einer vollen Zelle zumindestens die Chance auf eine andere zu springen, vom gleichen Provider am gleichen Mast, weil besseren Empfang. Damit ist die Werbung die derzetig kommt völlige verarsche…

  12. Christian says:

    An die Mast theoretiker würde gerne mal wissen, warum die Inder, die sonst wenig Essen und kaum Toileten habe, es schaffen im Dschungel seit 2011 als ich da das letzte mal war lte haben? Sind bei uns nicht nur alte Redundante E-Masten auf den Dächern, sondern Post Analog Polizeifunk etc die andere Elektromagnetische Wellen stören, oder ist das DVBT? Die Amis legen neuerdings Gigabitglafaser durch abw. Kanähle, bei uns gibt es keine Anreize, man Verkauft einfach die alte Lutsche – wie das technisch neuste für den gleichen Preis. Bei uns istsder Altersdurchschnitt zu hoch wir sind mit45 plus im Durchschnitt zu alt, da können viele nicht mal wifi aussprechen und da wird keiner mehr zahlen wollen als früher“ deswegen sowas, wie neuer markt2.0 etc wird hier nicht mehr geben

  13. Dieter Funker says:

    Das sehe ich ganz genau so wie Christian. Und es ist noch schlimmer. Nicht nur gibt es keine Anreize, die Telekom sabotiert gezielt den Ausbau, wenn er nicht von ihr selbst kommt. So geschehen in meinem Landkreis. Die Gespräche im Hinterzimmer liefen bestimmt so ab:
    Landkreis: „Hey Telekom, bau‘ doch mal schnelles Internet in den Landkreis“ ;
    Telekom: „Nö, das lohnt nicht, die zahlen auch alle brav für DSL 2000!“ ;
    Landkreis: „Ok, Telekom, dann machen wir als Landreis das mit Glasfaser ins Haus der Leute und vermarkten das selbst“ ;
    Telekom: „Ja, macht das ruhig, dann bauen wir unser Ranz-DSL auf VDSL aus und konkurrieren euch so nieder, dass ihr den Laden wieder dicht machen könnt, bevor eurer Ausbau fertig ist. ;
    Landreis: „Öh, Äh, was?! ;
    Telekom: Wir machen euch ein Angebot, was ihr nicht ablehen könnt. Ihr subventioniert unseren Ranz-DSL-Ausbau mit Steuergeldern und überlasst die Vermarktung uns, und wir verkaufen die 25Mbit die jeder dann vielleicht(bis zu!!!) bekommt als super politischen Erfolg für euch! Wir bräuchten da auch noch jemanden im Aufsichtsrat wenn Ihre Legislaturperiode ausläuft, Herr Landrat….

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