Taptile Rechnungen: Angebote, Rechnungen und Mahnungen am Mac schreiben

Rechnungen schreiben. Definitiv besser als welche zu empfangen. Da gibt es unzählige Lösungen. Meine Frau verfasst sie von Hand, andere nutzen einen Webdienst für die Verwaltung und wiederum andere verwenden dafür eine App. Ich selber habe mich damals für Totals auf dem Mac entschieden, obwohl die App manchmal sperrig wirkt und Updates gefühlt selten kommen. Dennoch kostete sie mich in den Jahren weniger als es mancher Webdienst tun würde.

Trotzdem schaue ich über den Tellerrand und werde das demnächst in Sachen Rechnungs-Apps auch weiterhin tun. Ich bin Freund des papierlosen Büros und jeder muss für sich selber abwägen, ob er überhaupt eine Rechnungs-App benötigt. Wer wenig schreibt, der macht das per Hand mit fortlaufender Nummer, verschickt den Spaß via Mail und legt sich das Ganze auf Termin, um zu schauen ob bezahlt wurde. Im kleinen Rahmen durchaus machbar und kein Voodoo.

Taptile Rechnungen kostet knapp 30 Euro. Das ist ein durchaus fairer Preis, wenn die Funktionen denn stimmen. Letzten Endes haben sich die deutschen Entwickler dazu entschlossen das Programm schlank und einfach bedienbar zu machen. Das passt definitiv. Ich kann Kunden verwalten, Angebote schreiben, Rechnungen, Mahnungen und Honorarnoten. Im Falle von Rechnungen kann ich den Mehrwertsteuersatz hinterlegen, oder auch nicht – und ich kann zu jeder Rechnung ein Fälligkeitsdatum eintragen.

Was ich etwas schade fand, das ist das fehlende Default-Ziel einer Rechnung. Ich kann jetzt nicht sagen, dass mein Standardziel 14 Tage sind, das funktioniert leider nicht. Das könnte jetzt Totals, was aber auch wesentlich teurer ist, nämlich rund 135 Euro. Ich schoss es mal günstig in einer MacHeist-Aktion und die Folge-Upgrades waren günstiger.

Was mir auch fehlte in Taptile Rechnungen, das war so eine Art Übersicht. In Totals kann ich Filter anlegen oder generell nach Monaten / Jahren filtern, um so zu sehen, was offen ist und was bezahlt wurde. Ich kann bei Taptile Rechnungen nur sehen, dass ich Eingang hatte – oder fällige Rechnungen. Eine Auswertung wäre da ein toller Zusatz gewesen. Weiterhin gestaltet sich Taptile Rechnungen flexibel, was die Rechnungsnummer angeht. Diese kann ich hier von Hand beim Abschicken einer Rechnung eingeben.

Bedeutet auch, dass der Nutzer immer die Nummern im Hinterkopf behalten muss, denn wer fortlaufende Nummern hat, der darf sich hier auf keinen Fall vertun, denn am Ende hat man sonst zwei identische Nummern. Weiterhin störte mich folgendes: Ich kann in der App durchaus Rechnungen als verschickt markieren. Ein PDF-Export ist auch möglich.

Aber: Bemerke ich einen Fehler, so muss ich die Rechnung erneut verfassen, bzw. ein editierbares Duplikat anfertigen. Es ist kein Entsperren möglich, auch wenn die Rechnung von mir persönlich noch nicht verschickt wurde.

Wer allerdings mit allen von mir genannten Punkten leben kann, der bekommt eine leicht zu benutzende App, die auch ein paar hübsche Rechnungs-Designs bietet.

Man kann sein eigenes Logo einfügen oder eine Unterschrift und auch ansonsten ist alles drin, was man als Freelancer oder Mal-gelegentlich-Rechnungs-Schreiber benötigt. Die angesprochenen Punkte sorgen aber bei mir dafür, dass ich die App leider nicht nutzen möchte, obwohl sie sinnvoller und einfacher verständlich ist als es beispielsweise Totals ist.

Taptile Rechnungen
Taptile Rechnungen
  • Taptile Rechnungen Screenshot
  • Taptile Rechnungen Screenshot
  • Taptile Rechnungen Screenshot
  • Taptile Rechnungen Screenshot
  • Taptile Rechnungen Screenshot

Offizielles Funktions-Set:

– einheitliches, professionelles Design
– beliebig viele Einzel-Posten für Angebote, Rechnungen, Honorarnoten und Mahnungen
– automatischer Betrags-Summierung
– prozentualen Rabatten oder Zuschläge
– prozentualer Skonto-Berechnung und Ausweisung auf der Rechnung
– prozentualen Netto- und Brutto-Beträgen
– Rechnungen in unterschiedlichen Währungen
– Empfänger-Adress-Verwaltung
– Absender mit Deinem Logo und Deiner Unterschrift
– Steuernummer- oder Umsatz-Steuer-ID-Ausgabe
– Bank-Verbindung
– freier Text in Betreffzeile und über sowie unter den Einzel-Posten
– Dokument-, Leistungs- und Fälligkeits-Datum
– Dokumenten-Status-Verwaltung (versendet, fällig, erledigt)
– automatische Warnungen, sobald Dokumente fällig sind
– einfache Mahnungs-Erstellung aus bereits erstellten Rechnungen
– Dokumenten-Duplikate zur vereinfachten Erstellung von ähnlichen Rechnungen
– Verschiedene Layouts (Kopfzeile, Fusszeile, Seitenleiste)
– PDF-Export & direkter Druck auf Druckern mit macOS-Unterstützung

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. bartenwetzer says:

    Wäre nicht eine Rechnungsverwaltung einfacher, bei der man eine Grundrechnung je Kunde hat, sie als Musterformular anlegt, und dann je Kunde einen Ordner anlegt Platzhalter einfügt und diese automatisch entsprechendes einfügen?

    Datum
    Separater Rechnungsnummerzähler Ordner übergreifend
    Datum 2 – aktuelles Datum + 14
    Datum 3 – dito beliebig
    Datum 4 – Bestelldatum
    usw.

    Diverse Summierungsfelder
    Dazu reichen doch die Bordmittel diverser OfficePakete mehr als aus.

    Viel Apps erwecken den Eindruck Vorteile zu bieten – tun es letztlich nicht.

  2. Ich schreibe öfters mal Rechnungen aufgrund meines Nebengewerbes. Habe dazu meine eigene Vorlage in Pages gebastelt. Das kann auch prima alle möglichen einfachen Sachen berechnen. Kann mich also meinem Vorredner nur anschließen.

    Sehe nicht den Grund hierfür mir extra ein Programm anzueignen, welches mich schlussendlich doch wieder in irgendeiner Art und Weise einschränken wird, wenn doch alles mit Standard Boardmitteln möglich ist.

  3. Oder man schaut mal so in Richtung Open Source. Dann findet man sowas hier. https://www.fakturama.info Deutsch, kostenlos und gar nicht schlecht. Oder man nimmt, so wie ich, eine Shopsoftware. Klingt schräg, funktioniert aber (ich verwende Shopware) für mich wunderbar und ich kann von überall fakturieren. Ich fakturiere nur Dienstleistungen. Stunden- oder Tageweise. Keine Waren. Jede Tätigkeit bzw. Zeitabrechnung kommt in den Warenkorb. Nach erreichen des Meilensteins oder der Abrechnungsperiode löse ich eine ‚Bestellung‘ aus. Die Rechnung geht raus, alle anderen Dokumente sind abgeschaltet bzw. umgeleitet.

  4. Ein Blick lohnt sich auch auf diese Software:
    http://billtheapp.com/deutsch/

    Wir haben das Produkt seit ca. einem halben Jahr im Einsatz. Es gibt sogar eine kostenlose Variante. Was uns daran gefällt ist der Designer, mit dem wir unsere Rechnungen punktgenau so anpassen konnten, wie wir sie haben wollen.

  5. GrandTotal für OSX leistet bei mir seit Jahren treue Dienste. Hat auch einige Schnittstellen zu anderen Programmen und bisher habe ich noch keine Funktion vermisst.
    Updates gibt es auch eher selten, warum auch wenn doch alles Funktioniert 😉

  6. Hm, Wettbewerb in dem Markt finde ich gut, das könnte die „bekannten“ wie Totals und GrandTotal mal motivieren etwas innovativer / ideenreicher zu werden.

    Die vorgestellte Software scheint mir aber noch mehr Haken als Lösungen zu haben. Eine Software zum Erstellen/Verwalten von Rechnungen die:
    – Keine Übersicht über offene Rechnungen bietet (und vermutlich keine Erinnerung, automatische Mahnung)?
    – Keine automatische Rechnungsnummer? Keine Erkennung doppelter Nummern? Ernsthaft? Ganz ehrlich, dann tut es auch Pages.
    – Dann aber doch so restriktiv, dass eine einmal „gesendete“ Rechnung nicht nochmal entsperrt werden kann/darf?

    Also bleibt als einziger Vorteil…? Der Preis?

  7. zuerst mal Danke für den o.g. Tipp bzw. die Leser-Kommentare
    nur ist das alles sehr weit von einem papierlosen Büro und zeitgemäßer Rechnung/Buchhaltung entfernt, denn wenn muss man es ja ganzheitlich sehen, sprich: Angebot erstellen, hieraus die Rechnung und diese sollte bspw. Girocode oder http://www.paypal.me -Link beinhalten bzw. PDF im ZUGFeRD-Format, mindestens jedoch nicht als „Bild-PDF“ erstellt/versand werden.
    Denn nur so digital/maschinenverarbeitbar eine Rechnung ist, so schnell wird dieser evtl. auch beglichen, was einem selbst ja zu Gute kommt und auf der anderen Seite ist so schnell die eigene Buchhaltung/ ein Abgleich möglich.

    siehe bspw. https://www.sageone.de/preisuebersicht/

    weitere Links http://www.onlinebanking-forum.de/forum/topic.php?t=18176 #12 – hier ist ein Vergleich von „40 Rechnung online Anbietern“ verlinkt

  8. Wenn schon ganzheitlich, dann sollte damit auch ggf. Lagerhaltung und Nachbestellung ebenso eingebunden sein wie steuerliche Daten. Anweisung an den Packer samt Aufkleber, Fakturierung und Bedarfsanmeldung bei Logistiker. Lieferlisten, Packanweisung und Packmaterialzuweisung. Das jedoch nicht auf Papier sondern nur über Display für Mitarbeiter.
    Statt Barcode oder QR Kode wird das Produkt direkt erkannt.
    usw.

    Die Frage ist jedoch:
    Ab wann lohnt sich dieser Spaß für ein Unternehmen oder anders gefragt:
    Wie teuer darf es sein?

    Man kann aufbohren ohne Ende.

  9. @bartenwetzer
    ich bin von „caschy-Bedarf“ (bzw. freelancer/Kleinunternehmer) ausgegangen, zumal dies am ehesten die lesende Klientel ist.
    Des weiteren ging es um den workflow nach außen, nicht intern. (den du ja dargestellt hast)

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