Tag Heuer und Intel sollen an Android Wear Smartwatch arbeiten

Smartwatch oder Luxusuhr? Noch muss sich der Nutzer entscheiden, was er am Handgelenk tragen möchte. Aber die Hersteller von Luxusuhren haben die Zeichen der Zeit erkannt und springen langsam auf den Zug der Smartwatches auf. Tag Heuer ist einer der bekannteren schweizer Uhrenhersteller, der nach Informationen von Reuters heute zusammen mit Intel eine Android Wear Smartwatch präsentieren soll. Passt natürlich gut mit dem Start der Baselworld zusammen, einer Uhren- und Schmuckmesse.

TH_Carrera

Interessant ist der Ansatz, der von Tag Heuer bestritten wird. Anstatt die Uhr neu zu erfinden, soll eine der erfolgreichsten Uhren des Unternehmens – die Carrera – von einer analogen zu einer digitalen Uhr werden (das Bild oben zeigt die analoge Variante). Als Funktionen gibt es neben Android Wear-Benachrichtigungen auch Tracking, wobei Reuters sogar von Geolocation spricht, was bedeuten würde, das die Uhr vielen anderen etwas voraus hat, nämlich einen GPS-Empfänger.

Die Nutzer der digitalen Carrera soll das Gefühl haben, dass er eine normale Uhr trägt, ohne auf Smartwatch-Funktionen verzichten zu müssen. Mal sehen, ob es dazu noch eine offizielle Ankündigung, eventuell sogar mit Bildern gibt. Spannend ist es allemal, gerade im Hinblick auf die bald erscheinende Apple Watch, die dem Luxus-Uhren-Markt ja einen kleinen Schrecken einjagen will.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. das grundproblem ist doch, dass die zeitlosigkeit und wertanlage einer guten uhr und die schnelllebigkeit von digitaler technik nicht zusammenpassen. die einzige (ad hoc) denkbare lösung wäre eine modulare variante ähnlich der upgrade-kits bei fernsehern.
    was bleibt jedoch übrig, wenn ich von einem guten uhrenhersteller die erfahrung und detailverliebtheit eines mechanischen uhrwerks abziehe? ein gehäuse und ein armband – nichts, was ein hersteller mobiler endgeräte nicht binnen kürzester zeit aufholen/zukaufen könnte.
    ich würde jedoch keine horrenden summen in eine uhr investieren, bei der der wert von gehäuse und armband den wert der kurzlebigen technik überschreitet.

  2. All die neuen Handgelenk „Roboter“ die nun auf den Markt kommen, werden definitiv ein automatische, solide Uhr nicht ersetzen können. Ich selber habe seit x Jahren eine Breitling und trage diese echt mit Vergnügen. Vielleicht macht gerade das neben all den Handyzeitangaben und der neuen Handglenk Samsung, Iphone Invasion den Unterschied. Und vorallem muss ich nicht immer den Aku aufladen. So wie es ja aussieht ist ja bereits von Mac ein neuer Nachfolger in Anmarsch und das neue Model ist noch nicht mal im Handel. Also soll ich mir eine Gadget kauen, dass bereits veraltet ist!
    Darum bleibe ich meiner klassischen Uhr am Handgelenk treu.

  3. Bin derselben Meinung.

  4. Seh‘ ich genauso, nicht alles was geht, ist auch sinnvoll. Das wird in diesem Sektor besonders deutlich.
    Stelle mir grad vor, dass ich für ’ne Menge Kohle so’n Hobel kaufe und nach kurzer Zeit der Akku die Grätsche macht oder das BS überholt ist… grauenhaft!

  5. OMG ist das eine Wohltat für die Augen, hier als Bild mal eine richtige, und auch noch wunderschöne, Uhr zu sehen und nicht den selben Elektronikquark wie die letzten Monate… 😉

  6. Nur gut, dass es ne Menge Leute gibt, für die selbst einige Tausend Euro nur Peanuts sind.

  7. Hätte sehr gerne eine klassische schöne Uhr die allerdings mit Sensoren voll gestopft ist damit sie zum Beispiel beim laufen um den See meiner Runtastic App Puls und Herz Frequenz zu sendet.

  8. Die Problematik ist halt, Apps, OS, Firmware werden über Jahre hinweg Updates erhalten müssen, Sicherheit, Performance, Bugfixes, neue Funktionen – auf dem Smartphone oder Computer in Ordnung, aber wer will das schon bei einer Luxus-Uhr?

    Abgesehen davon, kann man ebenfalls einen Trojaner der Geheimdienste mit sich tragen. Sich von einem Smartphone zu verabschieden ist einfach, aber von einer Uhr, die ein paar tausend Euro kostet? Und wenn das mal durch einen Leak herauskäme wäre die Uhr nichts mehr wert, weil sie dann keiner mehr haben möchte.

    Ich erinnere mich noch daran, wo Apple Positionsdaten heimlich im Hintergrund auf dem iPhone sammelte und man diese mit spezieller Software auch auslesen konnte.

    Es wird noch viele Uhren geben, mehr Speicherkapazität, bessere Displays, bessere Bedienung, mehr RAM, bessere CPU, eigenständige Apps usw.

    Bei den klassischen Uhren kann man davon nicht so reden. Hier zählt nur das Uhrwerk, Design (wo es hier massenweise für jeden individuellen Geschmack eine gibt), die Preis-Range wo es auch hier mehr Vielfalt gibt.

    Apple geht leider anscheinend den Weg wie Google, ein „Alleskönner“. Apple ist Spezialist in Smartphones, Computerbau und Software. Jetzt geht Apple noch in Bereiche wie Autobau, Bezahldienste wie PayPal, Skrill usw. und Uhren/Luxus-Uhren.

    Smartphones, Tablets, Computer und Software werden bei Apple anscheinend vernachlässigt.

  9. So eine Schweizer Luxusuhr mit Elektronik-Gedöhns? Also, ich weiß nicht so richtig. Sehe darin keinen Sinn. Ob die damit drohende Umsatzverluste durch die Apple Watch aufhohlen können? Glaub ich eher nicht.

    Und Apple? Die verlegen ihren Elektrobaukasten am Apfelbändchen ins Mode- und Luxus(uhren)umfeld. Jo mei. Wir werden ja sehen, wie sie damit fahren, nach der ersten Euphorie und dem „Zuschlagen“ der „Sektenmitglieder“ muss sich das Watch-Projekt aus dem angepeilten Mode- und Luxusumfeld selbst tragen. Das ist die wohl die größte Herausforderung.

    Solange diese Elektronik-Uhren m.E. zu wenige (sinnvolle) Funktionalitäten bieten, nicht plattformübergreifend gehen (wenigstens die Wichtigsten vereint) und das Problem der Akkulaufzeit nicht „gelöst“ ist, sehe ich für mich da noch kein so ein Teil am Arm…

  10. @Rowland

    Wenn man es genau nimmt, ist alle Technik die man kaufen kann bereits „veraltet“ bevor man Sie sein eigen nennen kann. 😉

  11. Die sieht wenigstens wie eine richtige Uhr aus und nicht wie diese Armband-Tamagotchis von Apple oder Pearl.

    Aber was die Langzeit-Nutzbarkeit betrifft, sehe ich das genau so wie die Vorredner. Mir würde ein Fitnesstracker in einer klassischen Uhr reichen, der wäre wohl auch nicht so schnell veraltet wie eine Smartwatch.

  12. Jetzt mal ehrlich: eine edel aussehende Uhr mit einem billigen elektronischen Innenleben zu einem horrenden Preis und das Teil muss dann auch noch spätestens jeden zweiten Tag an die Steckdose und ist nach ein paar Jahren trotzdem nicht mehr als ein Haufen Elektroschrott? Ich bitte euch, das ist doch nicht euer Ernst.
    Ich trage seit mehr als 30 Jahren meine mechanische Armbanduhr, eine Sinn 156. Abgesehen von bislang vier Revisionen (so nennt man den Reinigungs-, Wartungs- und Regelageservice bei Uhren) läuft das gute Stück unterbrechungsfrei und so präzise wie das sprichwörtliche Schweizer Mechanikuhrwerk, das in seinem Inneren tickt. DAS, liebe Leute, ist eine richtige Armbanduhr, und nicht diese überteuerten Edel-Tamagochis.

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