TAG Heuer Connected: Android Wear-Smartwatch wird die meist gebaute TAG Heuer-Uhr

artikel_TH_ConnectedTAG Heuer überraschte letztes Jahr zusammen mit Intel und Google. Die TAG Heuer Connected ist die erste Smartwatch des Schweizer Uhrenherstellers, basierend auf Android Wear. Die ersten Reaktionen darauf waren relativ einstimmig: schick, aber zu teuer. Immerhin werden für die Smartwatch 1350 Euro verlangt. Dafür kann man sie aber nach ihrer Lebenszeit auch für das gleiche Geld in eine mechanische Uhr umbauen lassen. Nun, der typische Blogleser scheint dann schon einmal nicht zum Kundenkreis zu gehören, denn die Smartwatch ist ein voller Erfolg für TAG Heuer, sie ist sogar die Uhr, die am häufigsten produziert wird.

TH_Connected_01

Jean-Claude Biver, LVMH-Uhrenchef, geht davon aus, dass 2016 100.000 bis 120.000 Smarwtatches von TAG Heuer verkauft werden. Bisher gab es keine TAG Heuer-Uhr, die in dieser Größenordnung hergestellt wurde. Nächstes Jahr sollen es dann bereits 200.000 Stück werden. Dafür werden sogar 30 bis 40 neue Jobs geschaffen, nämlich an einer neu eingerichteten Montagelinie für Mikroprozessoren. Während TAG Heuer auf Android Wear als System für seine Smartwatch einsetzt, hat Biver auch etwas zur Apple Watch zu sagen, diese wird seiner Meinung nach von der Schweizer Uhrenindustrie unterschätzt:

„Es ist ein Denkfehler zu sagen, die Apple Watch sei keine Uhr. […] Insgesamt verpasst die Uhrenbranche einen Markt, der sich jetzt entwickelt. Apple freut sich darüber, denn sie sind praktisch alleine im oberen Preissegment.“

Bedroht seien durch die Apple Watch vor allem Uhren bis zu einem Preis von rund 1500 Euro. TAG Heuer bietet Uhren in diesem Preisbereich an, muss folglich also auch auf ein smartes Modell setzen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Ein Einstieg zu einem späteren Zeitpunkt, also dann, wenn Smartwatches ihre Kinderkrankheiten losgeworden sind und zum normalen Alltagsgegenstand werden, könnte zu spät sein.

(Quelle: Handelszeitung)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

6 Kommentare

  1. Kluge Worte von Herrn Biver und erstaunlich das es Leute gibt, die für ein Android Produkt soviel Geld ausgeben… hätte ich nicht vermutet.

  2. Naja, der kauf ist eigentlich ohne groß darüber nachdenken zu müssen eine gute Idee.
    Immerhin ist dieser Umtausch eine Garantie das investierte Geld nach zwei Jahren wieder zu bekommen oder vielleicht sogar etwas mehr…

  3. Wolfgang Denda says:

    Bei diesem Käuferkreis habe ich bisher nur Idevices gesehen, waren wohl die falschen Leute. Android Wear kann man zwar ankoppeln, aber so richtig passt das nicht zusammen. Würde mich echt interessieren, wer sowas benutzt.

    @3rain3ug
    Wenn ich den Text richtig verstanden habe, kostet der Umbau zur mechanischen Uhr nochmal dasselbe, wie die Anschaffung.

  4. Ja, der Umbau, ich glaube nach maximal zwei Jahre, kostet nochmal das selbe. Ansonsten sieht die aber schon sehr gut aus. Eine TAG Heuer eben. Ob man die dann benutzt, oder eben nur schick aussieht, das weiß ich nicht.

  5. Peter Sidler says:

    Natürlich gibt auch bei den Freunden des besseren Systems (Andorid) Liebhaber von Uhren im mittleren Preissegment.

  6. Mapleleafsmauri says:

    Die Frage ist auch, was für eine Mechanik und Optik bekommt man nach den Jahren? Kaum eine calibre 16 oder gar eine Monaco.
    Wahrscheinlich eher eine Aquaracer. Und die kostet nicht so wahnsinnig viel im Vergleich.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.