tado° Care & Protect: Neue Funktion soll Heizungsausfälle verhindern

Ab heute ist bei tado°s die neue „Care & Protect“-Funktion zur Vermeidung von Heizungsausfällen verfügbar. Laut dem Anbieter werde darüber das jeweilige Heizungssystem permanent überwacht. Wird ein ungewöhnliches Verhalten erkannt, dann erhält der Nutzer sofort eine Benachrichtigung. Dann kann je nach Art des Problems der Nutzer selbst oder ein Installateur ans Werk gehen.

Die neue tado°-Funktion ist ab heute über ein App-Update verfügbar. Laut dem Hersteller falle eine Heizung im Durchschnitt alle zwei bis drei Jahre aus. Die Reparatur könne dann teuer werden. Nach der Analyse von Millionen von Heizungsausfällen bei tado°-Kunden wurde jedoch festgestellt, dass das Problem in 60 Prozent der Fälle von den Benutzern selbst noch am gleichen Tag behoben werden könnte – wenn sie denn davon wüssten.

Und da soll eben das neue Feature Care & Protect auf den Plan treten. Voraussetzung zur Nutzung ist freilich, dass ihr auch Thermostate des Herstellers besitzt. Das Feature soll euch dann sogar Schritt für Schritt durch den Problemlösungsprozess dirigieren – zum Beispiel, wenn der Heizkessel neu gestartet oder die Heizkörper entlüftet werden müssten. Alternativ könnt ihr direkt über die App von tado° einen Installateur anfordern.

Analysiert werden hier Metriken wie Wasserdruck, Pumpengeschwindigkeit und Fehlercodes. So könnte die App dann z. B. frühzeitig warnen, wenn der Wasserdruck zu niedrig ist. Am meisten Potenzial hat das Feature natürlich für Heizungen mit digitaler Schnittstelle. Sonst bleibt nur potenzielle Störungen anhand von Raumtemperaturdaten zu vermuten.

Care & Protect ist ab heute in der tado°-App durch ein kostenloses Update verfügbar und wird als neuer Skill der tado°-Auto-Assist-Funktion hinzugefügt. Eine Basisversion ist auch für Nutzer ohne Auto-Assist verfügbar. Nutzer können Auto-Assist innerhalb der tado° App für 2,99 Euro im Monat oder 24,99 Euro im Jahr dazu buchen und jederzeit kündigen. Müsst ihr selbst abwägen, ob ihr das für lohnenswert erachtet.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Mal angenommen, ich hätte eine Heizung mit digitaler Schnittstelle. Ist das System dann nicht selbst in der Lage mögliche Behinderungen zu erkennen?

    Ganz abgesehen davon, dass selbst der mittlerweile dast 30-Jahre alte Heizkessel meiner Eltern noch nicht einmal Probleme gemacht hat. Mir fehlt hier ehrlich gesagt der Einsatzzweck.

    • Das ist für die Leute, die sich keine Gedanken machen wollen um die Heizung. Oder lediglich zur Miete wohnen und meinen, der Vermieter wird sich schon drum kümmern.

      Eine App ersetzt nicht den Heizungsmonteur und die periodischen Prüfungen.

    • 30 Jahre ist das Stichwort.
      Der Techniker der meine Anlage Wartet sagt mir seit 10 Jahren, machen Sie nicht den Fehler und schmeißen die Anlage raus weil gesagt wird die neuen sparen.
      Bei den neuen Anlagen steigt der Wartungsaufwand und wenn etwas kaputt geht wird es teurer als bei meiner alten Anlage.
      Und er scheint Recht zu haben wenn ich so im Bekanntenkreis mitbekomme was dort alles getauscht und repariert wird.
      Meine Ölheizung wird sicher erst ausgetauscht wenn ich diese nicht mehr betreiben darf oder die Reparaturkosten nicht mehr wirtschaftlich sind.

      • In meiner Mietwohnung bzw. Haus wurde nun auf Gas umgestellt. Angeblich minimal günstiger, dafür monatliche Wartungskosten, die es bei Öl nicht gab….wurde nur gemacht, weil in 5 Jahren spätestens die Bundesregierung überhaupt keine Ölheizungen mehr haben möchte.

        Ob es soviel Effizienter ist und mehr gespart wird, muss sich diesen Winter zeigen.

        • Gasheizungen im Mehrfamilienhäuser sind gut, vor allem wenn man 1 Tag vor Heiligabend einen Zettel am Schwarzen Brett sieht, das die Gasheizung wegen eines irreberablen Schadens an der Gaszuleitung ausser Betrieb genommen werden musste.
          Aber dann lernen man auch so tolle Erfindung wie eine Notheizung zu schätzen – komplette Heizungsanlage auf einem Anhänger, kommt vor die Türe und wir an den Heizkreislauf im Haus angeschlossen und heizt dann das Haus. Hat sogar besser funktioniert als mit der Heizung vorher 🙂

        • Ja die Bundesregierung möchte das ok aber die Altanlagen dürfen erst einmal weiter betrieben werden.
          Da mag es Anlagen geben die durch Grenzwerte raus fallen aber deshalb gleich die Heizung tauschen?
          Ich vermute eher das es für seine Anlage eine Förderung gegeben hat.
          Die Kosten lassen sich als Vermieter auch gut an die Mieter weitergeben und schon hat es sich zumindest für den Vermieter gerechnet.

  2. Ich vermute mal, daß die häufigsten Probleme heutzutage sind:
    – Elektronik-Ausfälle
    – verstopfte Brenner-Düse / Filter
    – Pumpe defekt
    – leerer Öltank

    Die Pumpen haben vmtl. meistens nicht von der einen zur anderen Sekunde einen Totalausfall, sondern machen erstmal Geräusche und vlt. sinkt der Pumpendruck. Hier könnte man wohl ein Thermostat messen lassen.

    Bei den meisten anderen möglichen Defekten wird aber – wenn überhaupt – nur die Heizung selber wissen, daß da etwas defekt ist / wird.

    Und so wird man eine „digitale Schnittstelle“ benötigen, wenn man sowas sinnvoll einsetzen will. Und hier frage ich mich: sind die eigentlich genormt / offen gelegt?

    Ich würde davon ausgehen, daß die Hersteller von Heizungssteuerungen da nicht unbedingt Interesse haben, Daten dazu rauszurücken…. sondern wollen ihre eigenen Steuerungen verkaufen.

  3. Ich bin in diesem Bereich seit über 25 Jahren tätig und kann allen mit alter Feuerstätte egal ob Gas oder Öl als Brennstoff eingesetzt wird pauschal von diesem Service abraten.
    Für alle Eigentümer die eine neue Steuerung Ihr eigen nennen gibt es pauschal den „ebus“ als Schnittstelle. Für diese gibt es zahlreiche Projekte mit und ohne Raspberry Einsatz 😉
    Was die Störungsanfälligkeit der Feuerstätten im allgemeinen betrifft sind hier folgende Probleme zu nennen:
    -keine Enthärtungsanlage (Wärmetauscher Brauchwasserseite!)
    -Systemtrenner mit Filterkartusche nicht verbaut-Magnetide!!
    -Steuerung nur auf Grundeinstellung belassen (Normschaltung durch den Hersteller-nicht individuell auf die Verteilung ausgelegt!)
    – Intervalle der Wartung nicht genügend beachtet bzw. zu wenige Installateure um den 12 monatigen Wartungsintervall (Gewährleistung des Herstellers!!!!) einzuhalten -> Fachkräftemangel!!!
    etc.

  4. Wir haben eine 21 Jahre alte Heizungsanlage von Buderus mit elektronischer Regelung. Ich wollte wissen, ob die mit tado zusammenarbeitet, habe deshalb extra einen Account bei tado angelegt – nur um dann festzustellen, dass ich wohl erstmal das Zeugs kaufen muss um das rauszubekommen. Kompatibilitätsliste auf der Website? Habe ich nicht gefunden.
    Ich finde das extrem fragwürdig.
    An unserer Heizung war in den letzten 11 Jahren zwei mal der Feuerungsautomat kaputt, anscheinend ein Verbrauchsteil. Ich bezweifle sehr, dass der Fehler genau erkannt worden wäre – und dass die Heizung nicht geht, merke ich selbst. Und den Installateur kann ich in dem Fall auch selber anrufen, dafür brauche ich keinen Abo-Webservice.

  5. Mein Brennwertgerät von Vissmann hat schon direkt ein Modul zur Überwachung hinzubekommen und Infos dazu kommen dann direkt auf die App.
    Die Möglichkeit zur Überwachung durch den Service Techniker gibt’s auch, kostet aber mal gleich eine Jahresgebühr und macht auch keinen Sinn. Wenn ein Fehler da auftritt muss ich nicht dafür bezahlen dass die Infos automatisch rausgehen, ein Anruf tut es auch.

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