Syncthing: Open-Source-Synchronisation in Version 1.7.0 erschienen

Die Anforderungen, Daten zu verwalten, zu synchronisieren oder irgendwie mit anderen zu teilen, können vielfältig sein. Dementsprechend sieht auch der Markt an Lösungen aus. Viele nutzen Clouddienste, andere sind mit Dingen wie Nextcloud zufrieden – und andere nutzen noch FTP und ähnliches. Einige unserer Leser kennen (und nutzen vielleicht sogar) Syncthing, welches ich vor einigen Jahren hier im Blog vorstellte. Syncthing ist eine kostenlose Open-Source-Software, die für Peer-to-Peer-Datei-Synchronisation unter Windows, macOS, Linux, Android, Solaris, Darwin und BSD sorgt. Auch für NAS-Lösungen von QNAP und Synology gibt es Umsetzungen.

Syncthing kann Dateien zwischen Geräten in einem lokalen Netzwerk oder zwischen entfernten Geräten über das Internet synchronisieren. Es gibt hierbei keinen zentralen Server. Jedes Syncthing einsetzende Gerät bekommt ein Zertifikat in eurem Netz und ist so Mitglied des Clusters. Syncthing erlaubt die Synchronisation frei wählbarer Ordner, über eine Weboberfläche kann der Benutzer festlegen, welches Gerät welche Ordner eines anderen Gerätes synchronisiert.

Da wir schon lange nicht mehr auf die Open-Source-Synchronisationslösung hinwiesen, machen wir das nun pünktlich zum Release der Version 1.7.0. Das Changelog liest sich vermutlich für die meisten Nutzer unspannender als gedacht – es gibt keine klassischen neuen Funktionen – doch wie erwähnt, wollte ich mal nach langer Zeit wieder auf dieses Projekt hinweisen, denn vielleicht „passt“ es ja für einen Leser. Version 1.8.0 von Syncthing wird übrigens bereits am 4. August erwartet.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

19 Kommentare

  1. Syncthing auf meinem Raspberry Pi 4 ersetzt für mich Dropbox und co seit fast einem Jahr.
    Kann es sehr empfehlen!
    Funktioniert reibungslos (sogar meistens mit Git Repositories obwohl das vom Entwickler nicht unbedingt empfohlen wird.

  2. therealThomas says:

    Hat jemand mal Syncthing und Resilio Sync (ehem. BitTorrent Sync) getestet und möchte da von seinen Erfahrungen berichten? Gibt es nennenswerte Unterschiede?

    • Resilio Sync hatte ich lange Zeit im Einsatz um Fotos zwischen Handy(s) und NAS bzw. PCs zu synchronisieren. Aber irgendwann lief die AndroidApp nur noch nach Lust und Laune, ist permanent hängen geblieben bzw. die Sync hat einfach ausgesetzt. So wie ich das mitbekomme, gabs da auch schon länger kein Update mehr im Playstore. Insofern weiß ich gar nicht, wie das ganze Projekt überhaupt momentan läuft.
      An Syncthing habe ich mich noch nie wirklich rangetraut. Es schien mir immer zu „kompliziert“ für eine einfache und schnelle Sync.

      • Resilio snyc nutze ich auf meiner qnap, Linux Desktop, Windows und Android seit Jahren.
        Unter Android nutze ich das nur im meine keepass dateien aktuell zu halten.
        Unter den anderen Plattformen synce ich große Ordner mit vielen Dateien. Ich bin mit dem Tool zufrieden.
        Bei Android muss man nur Aufpassen das die App nicht vom Handy abgeschossen wird was ich aber sehr weil im Oberen Bereich das sync Symbol fehlt. Zu syncthing kann ich nichts sagen weil nie getestet.

        • Resilio Sync hat bei mir unter Android den Akku immer verdammt schnell leer gezogen. Und dazu kam dann halt noch der permanente Hänger der nicht reproduzierbar und völlig zufällig eintrat. Trotz Ausschluss von der Akkuoptimierung etc.
          Ich war davor wirklich sehr zufrieden mit ResilioSync. Bin nun aber zu FolderSync gewechselt. Erfüllt meine Ansprüche top und funktioniert super, ohne den Akku auszuquetschen.
          Wäre halt auch schön, wenn ResilioSync mal wieder das eine oder andere Update erhält, allein schon das man erkennt dass daran gearbeitet wird. Ich habe meine Probleme auch mit dem Support geteilt, da ist allerdings auch nichts brauchbares rausgekommen.

    • ResilioSync habe ich lange Zeit genutzt, um Daten meines Laptops auf einem Linux-Server in der Firma zu sichern. Das hat immer sehr gut funktioniert. Inzwischen verwende ich es, um ein Verzeichnis auf einem Windows-Server mit Servern in drei Filialen synchron zu halten. Auch das funktioniert sehr gut und ziemlich flott. Aktuelle Versionen von ResilioSync lassen sich aber offenbar nicht mehr auf Servern installieren. Ich wäre bereit, dafür zu zahlen, allerdings steige ich ehrlich gesagt nicht so ganz durch, welche bzw. wieviele Lizenzen ich erwerben müsste (ich finde die Website von ResilioSync diesbezüglich eher unverständlich).
      SyncThing kannte ich bisher nicht. Ich werde es mir jetzt mal ansehen, um evtl. ResilioSync abzulösen (die oben beschriebene Synchronisation zwischen Firma und Filialen umfasst ein sehr überschaubares Datenvolumen (400 MB), insofern käme es nicht sehr auf die Geschwindigkeit an).

    • Ich habe bei mir vor ein paar Monaten resiliosync in der Familie eingeführt und es funktioniert über mehrere Standorte unter verschiedenen Betriebssystemen bisher anstandslos.
      Der große Vorteil von resiliosync ist mMn dass man sein verschlüsseltes Backup einfach bei Freunden oder der Familie auslagern kann und dadurch die Redundanz der Daten erhöht wird aber dabei niemand fremdes auf diese verschlüsselten Daten zugreifen kann. So ein Modus fehlt leider bei syncthing.

      • Ich dachte auch Mal, dass der Modus „fehlt“. Tut er aber nicht unbedingt. Ein vernünftiges Backup Konzept und so ein Modus wird gar nicht benötigt. Wozu die Dateien redundant an 5.000 Orten aufbewahren? Wenn was durch Trojaner oder versehentlich unlesbar gemacht wird, wird der Fehler ja ohnehin sofort auf alle Systeme repliziert.

        Sehe mittlerweile nicht mehr wirklich einen Mehrwert an diesem Modus. Verschlüsseltes Backup reicht vollkommen aus und macht auch wesentlich mehr Sinn als verschlüsseltes syncen

    • Resilio Sync läuft bei uns seit Jahren perfekt und wartungsfrei als private Cloud über 3-4 Rechner.

      Syncthing mit Synctrayzor als GUI ist etwas komplizierter, läuft aber ebenfalls stabil. Genial für den Firmenrechner, da es auch portabel funktioniert.

  3. Klasse! Sowas habe ich schon ewig gesucht. Bisher war ich mit allen lokalen Netzwerklösungen überhaupt nicht zufrieden. Und Cloud ist für verschiedenes einfach zu langsam, zumindest mit meiner Verbindung.

  4. Mmmh, sollte ich mir mal anschauen.
    Ich nutze ja sonst Drive von Synology aber das zerstört regelmässig die Prozessorauslastung.
    Danke für den Tipp!

  5. Ich nutze Syncthing jetzt seit einigen Jahren, um Android Handy, Android Tablet und Windows Desktop hinsichtlich einiger Dateien synchron zu halten. Das funktioniert schnell und automatisch. Allerdings ist die Einrichtung nicht ganz trivial und man sollte sich vor den Reinigungsfunktionen von Android hüten. Die löschen gerne mal leere Ordner und Dateien, welche Syncthing aber nutzt, bzw. dann nicht mehr funktioniert. Irgendwann merke man dann, dass die Dateien nicht mehr synchron sind und muss sich erneut einarbeiten. In Richtung NAS mache ich Backups mit einem anderen Programm, dafür eignet sich Syncthing, zumindest nach meinen Anforderungen, nicht so gut.
    Ich habe an Syncthing nur eins zu bemängeln, kann aber auch an meinem fehlenden Verständnis liegen. Ich kann in einer Datei hinterlegen, welche Dateien bzw. Endungen in das Synchronisieren ein- oder ausgeschlossen werden sollen. Soweit ich verstanden habe, ist Syncthing eine Ordner-zu-Ordner-Synchronisation, daher habe ich für verschiedene Ordnerpaare verschiedene Profile angelegt. Und alle Profile greifen auf die eine Datei mit den Ausschluss-/Einschlusskriterien zu. Das kann dann schon mal zu unerwünschten Ergebnissen führen.

  6. Wer Syncthing auf Android mag, sollte sich auch mal „Syncthing Fork“ ansehen mit einigen Verbesserungen in der Oberfläche. Läuft schon länger stabil bei mir. Unterschiede und Download im Play Store:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.github.catfriend1.syncthingandroid

  7. Ich nutze auf meinem Androidhandy schon seit langem SyncMe. Bin glaub auch durch diesen Blog darauf gestoßen. Bisher macht es gute Dienste, aber irgendwie ist mir zuwenig leben in dieser App und ich befürchte, dass sie bald mal eingestellt wird. Deshalb würde ich gern auf Syncthing umsteigen.
    Mit SyncMe übertrage ich meine Fotos und Videos von meinem Smartphone auf einen Ordner auf meiner NAS. Allerdings immer nur vom Handy zur NAS. Ich möchte keinen Abgleich, da ich immer wieder Fotos vom Handy lösche und nur die neuen übertragen haben möchte. Kann Syncthing mir diese Funktion auch bieten?

    • @Thomas In deinem Fall würde ich in Android die App FolderSync empfehlen.

      Für NAS und meine ownCloud nutze ich FolderSync. Sehr zuverlässig.

  8. Syncthing ist das beste seiner Art wenn einem die Einrichtung nicht abschreckt.

    Als „always on“ Gerät im Cluster hab ich auch einen Raspberry auf dem es läuft. Damit wir das Ding Featuregleich zu Dropbox &Co. Wenn mich sogar besser, frei Ordnerwahl z.B.

  9. Bei der Forensuche, oben Lupe, bekomme ich bei Eingabe von Resilio snyc Null Treffer.
    Wenn ich im Browser
    site:stadt-bremerhaven.de Resilio snyc
    eingebe/suche, bekomme ich 40 Treffer.
    Ähnliche Erfahrungen habe ich schon oft gemacht.
    Ist die Forensuche unbrauchbar?

    • Versuche es mal mit der richtigen Schreibweise. Sync statt snyc. Und das hier ist kein Forum.

      • Asche auf mein Haupt!!
        Das Verhältnis wandelte sich auf 5:40.
        „das hier ist kein Forum“ versteh ich (in diesem Zusammenhang) nicht. Liegt das Missverhältnis an WordPress? Bitte beschreibe die Einschränkungen der Suche (für mich) nachvollziehbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.