Stimme statt Passwort: Nuance zeigt, wie es geht

Im Zuge von mehr Sicherheit werden Authentifizierungsmöglichkeiten eher komplizierter als einfacher. 2-Faktor-Authentifizeirung, ellenlange Passwörter mit Sonderzeichen und bei jedem Dienst am besten ein anderes. Mit Komfort hat das wenig zu tun. Dass es auch viel einfacher geht, zeigt Nuance, der bekannte Entwickler von Sprachtechnologien.

Die Sicherheit steht natürlich auch bei dieser Methode im Vordergrund. So soll das System erkennen, ob tatsächlich jemand spricht oder es sich um eine abgespielte Aufnahme handelt. Auch Logins mit identischen Satz (also so, wie man sich vorher schon einmal eingeloggt hat), wird erkannt. Dies gilt gleichfalls für schnell hintereinander stattfindende Logins.

[werbung] In den letzten zwei Jahren konnte Nuance bereits 20 Millionen Voiceprints sammeln, insgesamt sind es nun 30 Millionen. Die Authentifizierung per Stimme soll aber nicht nur sicherer sein, sondern dem Nutzer vor allem praktischer erscheinen. Anrufe bei Hotlines werden verkürzt und man muss sich keine Passwörter oder im schlimmsten Fall sogar Antworten auf Sicherheitsfragen mehr merken.

Die Voiceprint-Authentifizierung kann sowohl aktiv als auch passiv erfolgen. Das heißt, der Nutzer kann entweder irgendetwas sagen (da die biometrischen Daten der Stimme verglichen werden) oder er muss einen Satz formulieren, der ihm vorgegeben wird. Auf jeden Fall eine relativ unkomplizierte Geschichte, die sich bestimmt eher früh als spät durchsetzen wird.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. „die sich bestimmt eher früh als spät durchsetzen wird.“ – nicht.

  2. Und was ist wenn man mal heiser ist? Dann kann man sich nicht einloggen ..

  3. Es ist ja hip, zu versprechen, „das Passwort zu ersetzen“. Ich halte das aber hier mehr noch als bei den meisten anderen biometrischen Verfahren eher für haltlose Marketingblasen. Interessant wäre eine Demo, wie so ein System mit einer Kehlkopfentzündung klarkommt…

  4. …die sich garantiert nicht durchsetzen wird. maximal als Ergänzung. was ist mit stummen, temporär stummen (heiser), lauten Umgebungen, Umgebungen, in denen sprechen ungünstig ist, usw.? die Technik ist doch vergleichsweise alt.
    man merkt echt sofort, wenn hier nicht der cashy schreibt (heißt nicht, dass ich das allgemein schlecht finde)

  5. Sascha Ostermaier says:

    Stimmt natürlich. In Zeiten von Google Now, Siri und einem Moto X mit always-on Sprachfunktion, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich so eine Technik durchsetzen wird. Wenn es danach gehen würde, dass eine Technik von 100% der Menschheit genutzt werden kann, gäbe es heute weder Smartphones noch Fernseher noch anderweitige Produkte, die in irgendeiner Form bedient werden müssen. Eine hier vorgestellte Technik nur auf Grund des Autors schlecht zu reden ist ganz schön armselig.

  6. @Toad; Pssst, Sascha bekam von mir das Thema zugeworfen, weil ich Rasen gemäht habe. Und meine Ansicht ist auch so, da wird später noch viel mehr abgehen in Sachen Erkennung 🙂

  7. Na, wenn da die NSA nicht schon wieder feucht im Höschen wird…

  8. Hm aber das eine (Siri etc., Erkennung was gesagt wird) hat doch mit dem anderen (Authenrifizierung, Erkennung wer etwas sagt) gar nichts zu tun, oder? Viel mehr geht es sogar um sehr gegensätzliche Sachen, da man bei einer Sprachsteuerung gerade von der individuellen Aussprache abstrahieren will…

    Auch falls es gelingen sollte jemand trotz der erwähnten Umgebungsgeräusche, temporärer Stimmänderungen etc eindeutig zu erkennen, bleibt ja auch immer noch das Problem der Tonaufzeichnungen.

    Sicherlich ne interessante Idee, wäre aber mit Erfolgsprophezeiungen eher vorsichtig :-/

  9. Richtig. Zwischen Siri und einem biometrischem Fingerabdruck auf Basis der Stimme liegen wohl Welten…

  10. Christoph says:

    Und wenn jemand mein Gespräch mitschneidet, meine Stimme aufzeichnet? Kann man dann mit einer Sprachmemo Geld abheben ….

  11. Eigentlich fände ich die Technik eigentlich toll.
    Aber sie müsste schon sicher sein und ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass eine Stimme einmalig ist. Selbst wenn es kleinste Details gibt, die sie einmalig machen, wird es sicher schwierig, die ohne entsprechend gute Mikrophone & Rechenleistung zu analysieren.
    Abgesehen davon halte ich überhaupt nichts davon, sich über oder bei eine(r) externe(n)/zentrale(n) Stelle per Biometriedaten zu authentifizieren. Das bedeutet nämlich, dass diese Stelle meine biometrischen Daten hat – anfällig für Betrug, Cracking, Überwachung (und womöglich noch Fehler, die mir meinen Zugriff erschweren).

    Ein Satz aus der Meldung lässt mich aber aufhorchen:
    „In den letzten zwei Jahren konnte Nuance bereits 20 Millionen Voiceprints sammeln, insgesamt sind es nun 30 Millionen.“
    Woher hat Nuance denn diese Voiceprints? Doch hoffentlich nicht einfach mithilfe derer Sprachsteuerungssoftware gespeichert!?

  12. Vielen Dank für diese Info. Ich bin ein Anhänger von Sprache zur Ein- und Ausgabe bzw. zur Komplexitätsreduktion, siehe auch http://joerg-schiemann.com/spracheingabe-zur-komplexitatsreduktion/.

    Mein Zukunftswunsch: Entriegelung des Smartphones durch die Identifikation des „richtigen Nutzers“ mittels Stimmerkennung. Dann müsste man in vielen Situationen nicht umständlich mit PIN-Eingaben per Hand starten, bevor man dem Handy über Sprachsteuerung Befehle erteilt. Das kann dann lokal auf dem Handy gespeichert sein und hat sicherlich auch andere Kriterien bzgl. Sicherheit als Identifikation in einem CallCenter über die Stimme.

    Eine andere gute Alternative wäre aber auch der für das nächste iPhone kolportierte Fingerabdrucksensor.

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