SMB1 jetzt standardmäßig für „Windows 11 Home Insider“-Builds deaktiviert

Das alte und unsichere Netzwerkprotokoll SMB1 ist noch nicht überall verschwunden. Aber Microsoft geht nun den nächsten Schritt. Wie einige Nutzer vielleicht wissen, hat Microsoft damit begonnen, Windows 10 und Windows Server ohne standardmäßig installiertes SMB1 in RS3, dem „Fall Creators Update“ von 2017, auszuliefern.

Zunächst habe man die Installation des SMB1-Serverdienstes in allen Windows-Editionen und die Installation des SMB1-Clientdienstes in den meisten Windows-Editionen eingestellt.

Die Home- und Pro-Editionen verfügten weiterhin über den Client, damit Benutzer eine Verbindung zu der großen Flotte von NAS-Geräten von Drittanbietern für Privatanwender und kleine Unternehmen herstellen konnten, die nur SMB1 unterstützten.

Wenn der Client nach insgesamt 15 Tagen Betriebszeit keine ausgehende Verwendung von SMB1 sah, wurde er automatisch deinstalliert. In RS5 – Version 1809 – hatte man die Installation des SMB1-Clients in den Pro-Editionen eingestellt.

Und sop geht’s jetzt weiter: Wenn Nutzer einen „Windows Insider Dev-Channel“-Build in einer beliebigen Variante der Home Edition installieren, wird der SMB1-Client nicht installiert. Das bedeutet, dass es keine Ausgabe einer Windows 11 Insider Build mehr gibt, in der SMB1 standardmäßig aktiviert ist. Bei der nächsten Hauptversion von Windows 11 wird dies auch das Standardverhalten sein, so Microsoft. Wie immer hat dies keine Auswirkungen auf Upgrades von Rechnern, auf denen bereits SMB1 verwendet wurde. SMB1 ist hier nicht verschwunden, ein Administrator kann es immer noch absichtlich neu installieren.

Doch das war noch nicht alles. Microsoft kündigte auch an, dass man die SMB1-Binärdateien in einer zukünftigen Version entfernen werde. Windows und Windows Server werden die Treiber und DLLs von SMB1 nicht mehr enthalten. Man werde ein nicht unterstütztes Out-of-Band-Installationspaket für Unternehmen oder Benutzer bereitstellen, die SMB1 noch benötigen, um eine Verbindung zu alten Fabrikmaschinen, medizinischen Geräten, NAS für Verbraucher usw. herzustellen. Da wolle man in den nächsten Monaten noch Infos folgen lassen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. „ein nicht unterstütztes Out-of-Band-Installationspaket … bereitstellen“
    Wieso macht Microsoft so schwer und lässt dem Benutzer nicht einfach die Wahl? Wenn jemand bewusst den Service installiert, dann wird er doch zurechnungsfähig sein und wissen was er tut.

  2. Auch wenn ich zunehmend auf andere Möglichkeiten umstelle, mein NAS verwendet noch SMB1 oder FTP.
    Ich hoffe eine Weile bleibt die Option noch ohne dass die Usability leidet.
    Mich hat es auch unter Win10 nicht gestört die Unterstützung erst installieren zu müssen.

  3. Guter Schritt. Nur bei vielen Nutzern wird es zur Verwirrung führen, da sie gar nichts von SMB und den unterschiedlichen Versionen des Protokolls wissen, sondern nur von „Netzlaufwerken“.
    Aber ich wüsste auf Anhieb jetzt auch kein NAS oder ähnliches das nur SMB 1 unterstützt.

    • LG N2A2 – tut hier seit vielen Jahren seinen Dienst

      • Schicke kleine Kiste. Vielleicht wäre es mal Zeit für eine Open Firmware für NAS, so a la OpenWrt für Router. Dann könnte man auch SMB3 nachrüsten.

  4. Stefan Haller says:

    Also ich brauche hier kein SMB1, aber mich verwirrt etwas die Bezeichnung „ein nicht unterstütztes Installationspaket“.
    Was ist denn damit gemeint? Wenn sie den Download bereitstellen, dann unterstützen sie es doch auch.

    • Unterstützung meint du bekommst support dafür. Und das ist hier nicht der Fall. Es wird zwar bereit gestellt aber du bekommst keinen Support wenn was nicht läuft.

  5. Sonos bekommt es schon jahrelang nicht hin von SMB1 wegzukommen, obwohl dies in viele Forenbeiträgen eingefordert wird.

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