Smartphone-Nutzung in Deutschland: jede dritte Minute wird gezockt

Generic Artikel SmartphoneInteressante Zahlen gibt es zur Smartphone-Nutzung in Europa. Deutschland ist ein Spieler-Land. Zumindest gemessen an der Zeit, die Deutsche mit dem Spielen auf dem Smartphone verbringen. 34 Prozent beträgt der Gaming-Anteil an der Nutzungszeit und ist damit der zeitraubendste Faktor des durchschnittlichen Smartphonenutzers. Das könnte auch die Beliebtheit der größeren Geräte erklären, 30 Prozent nutzen bereits Smartphones mit einer Displaydiagonalen von 5 Zoll oder mehr. Während unser Nutzungsverhalten in etwa dem der Italiener gleicht, unterscheidet es sich zum Beispiel deutlich von dem der Briten.

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In Großbritannien fällt 41 Prozent der Nutzungszeit auf Messaging-Apps, in Deutschland machen diese gerade einmal 22 Prozent aus – zusammen mit den Social Network-Apps. Die Briten verbringen so viel Zeit hingegen zum Spielen auf dem Smartphone. Produktivitäts-Apps sind in Deutschland mit 14 Prozent auf Platz 3, noch vor Musik- und anderen Entertainment-Apps. Ich finde das etwas überraschend, da doch gerade Musik hören ein sehr häufig genutztes Feature ist – wie ich bisher annahm.

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Während Phablets – Geräte mit einer Displaydiagonalen von 5 bis 6,9 Zoll – in Deutschland mit 29 Prozent schon überdurchschnittlich verbreitet sind, sind die Nutzer in Spanien noch mehr von großen Displays angetan. 37 Prozent der Smartphones in Spanien fallen in diese Kategorie, fast doppelt so viele wie der Europa-Durchschnitt von 20 Prozent. Die Verbreitung mobiler Geräte in Deutschland ist insgesamt gar nicht so hoch. 64 Millionen Menschen nutzen ein mobiles Gerät, das entspricht einem Anteil von 77 Prozent. In Schweden kommen hingegen 1,5 Mobiltelefone auf jeden Einwohner.

Die gesamte Studie von Flurry Analytics findet Ihr auf dieser Seite. Erkennt Ihr Euer Nutzungsverhalten wieder? Ich hätte Messaging / Social Networks einen höheren Stellenwert zugedacht, wobei man auch sagen muss, dass man mit diesen Apps in relativ kurzer Zeit „viel“ erledigen kann. Spiele sind ja dazu da, Zeit zu vertreiben, logisch, dass da die Nutzungszeit relativ hoch ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Ja, ein wenig verwundert mich, wieviel angeblich mit den Geräten gespielt wird. Wobei… wenn ich mir so die Schüler in der Bahn anschaue, dann kommt das schon hin. Messaging-Apps – da ist Deutschland echt so’n Schlußlicht. Jeder hat ungefähr 3 Skype-Accounts, aber nutzt sie nicht.

  2. Kleingeldprinz says:

    Das ist aber nichts Neues. Damals bei den Nokias und Sagems wurde auch nur gedaddelt (Snake, etc) telefoniert haben die wenigstens.

  3. Nach meiner aktuellen persönlichen Skala beginnen Phablets bei mir jetzt ab 5,5″. Vor zwei Jahren waren es bei mir noch 5″. Die Maßstäbe ändern sich. Mein LG G2 ist mir jetzt gerade groß genug, danach werden es mindestens 5,5″ werden, wobei ich das G2 noch eine ganze Weile nutzen werde, es fehlt mir damit im Moment an Nichts. Ende 2013 war das Moto G 1 für mich nach 7 Jahren 3,5″ noch fast zu groß. Einmal an einen größeren Screen gewöhnt, gibt es kein Zurück.

  4. Mit Spielen auf dem Handy kann man mich jagen. Die kaufe ich für mein Fire HD. Und da auch nur Vollpreisspiele. So was wie zwischendurch spielen gibt’s bei mir nicht. Dafür gibt’s zu viel zu lesen. Hier, wie auf anderen Blogs und Seiten, Twitter, was weiß ich.
    Ich habe mich immer schon gefragt, ob Menschen, die ihre Mittagspause mit Candy Crush verbringen, nichts produktiveres mit ihrem Smartphone anstellen können oder wollen. Natürlich jedem das seine. Für mich ist so was auf jeden Fall vertane Zeit. Und wenn ich mal was spielen will, des Spielens wegen: Ich habe auch schon mal den 3DS für die Mittagspause eingepackt. Da ist für mich aber ein Unterschied zu diesen Mini-Spielen auf dem Smartphone, die als Lückenfüller herhalten.

  5. Mein Nutzerverhalten spiegelt das überhaupt nicht wieder. Bei mir sind’s sogar noch weniger Messaging & Social. Fratzenbuch habe ich nicht. Messaging ja, aber nicht so häufig. Emails seh ich mir nur an und beantworte meist am Tablet oder Notebook.

    Persönlich hab ich weit mehr Utility & Productivity und Music & Media. Mein Smartphone ersetzte in den letzten Jahren mein Fotoapparat, MP3-Player, Navi, GPS Logger, Notizzettel/Kalender/Adressbuch, Einkaufsliste, Scanner um Dokumente zu digitalisieren, teilweise die Bankkarte, Taschenrechner, Radiowecker, USB-Sticks, Anrufbeantworter, sogar ne Taschenlampe, usw. Ich denke entweder nutzen viele das Potential nicht oder tun dies schon und realisieren das nicht.

  6. @ Kalle: Exakt genau wie bei mir, und kein einziges Spiel ist (mehr) drauf.

  7. Der Punkt Navigation fehlt mir in der Statistik.
    Ich nutze Google Navigation um nicht im Stau zu parken. Da kommen täglich 60 – 90 min zusammen.

  8. Herr Rolltgern says:

    Ich habe ehrlich gesagt in meinem ganzen Leben nur 2 Spiele auf nem Smartphone gespielt und von denen hatte ich nach 10 min die Schnauze voll. Der Akku meiner Geräte würde dieser Belastung auch gar nicht stand halten 😀

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