Smart Speaker: Canalys-Analyse sagt globales Markt-Wachstum von 82,4 Prozent voraus

Der Smart-Home-Markt boomt, doch nicht jeder rüstet seine heimischen Gefilde mit Sensorik und Co. auf. Viele denken jedoch über einen smarten Lautsprecher nach oder haben bereits einen zuhause stehen. Dass da auch Lücken in der Privatsphäre entstehen könnten, ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Eine Analyse von Canalys sagt nun rosige Zeiten für den Smart Speaker Mark voraus.

Demnach wird die Anzahl von aktiven Lautsprechern mit Alexa, dem Google Assistant, Siri und Co. bis zum Ende dieses Jahres von 114 Millionen auf 207,9 Millionen anwachsen. Die USA wird ihre Führungsposition wohl behaupten können, der größte Markttreiber wird jedoch China sein, auch für die anderen asiatischen Länder sagt man großes Wachstum voraus. Alleine der chinesische Markt, wo Apple und Google nicht vertreten sind, soll laut Canalys um 166 Prozent wachsen, Südkorea und Japan wird ein Wachstum von 132 bzw. 131 Prozent vorausgesagt. Die Prognosen für Deutschland sind da schon etwas gedämpfter, doch auch hier erwartet der Analyse-Dienst eine Steigerung von 49 Prozent.

Serviceanbieter sollen die Chance der smarten Lautsprecher erkennen und in dem noch jungen Markt mit neuen Ideen und Geschätsmodellen punkten können. Zukünftig könnten digitale Assistenten die zentrale Quelle für Informationen und die Organisation des Alltags werden. Ab 2021 sollen mehr Smart Speaker als Tablets in den Haushalten zuhause sein.

Mag sein, dass digitale Assistenten irgendwann die Nase vorn haben werden. Aus meinem Umfeld weiß ich, dass die Anfangseuphorie direkt nach dem Kauf eines Lautsprechers mit Alexa und Co. groß ist, die Assistenten dann aber irgendwann für kaum mehr als zur Abfrage des Wetters benutzt werden und zu einem normalen Lautsprecher verkommen. Unsere letzte Umfrage zeichnete ein ähnliches Bild.

Meiner Meinung nach sind die Assistenten einfach noch nicht so weit, um eine wirkliche Hilfe für teilweise komplexe Aufgaben oder Abläufe zu werden.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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11 Kommentare

  1. Wow. Scheint echt viele Trottel zu geben die sich so ein Ding kaufen. Ausgenommen sind hiervon natürlich körperlich beeinträchtigte Personen bei denen das ganze ja wenigstens sinn macht.

    • Da hab ich ja Glück daß ich nur noch 2% sehe. Ein tolles Hilfsmittel, das aber in Sachen Barrierefreiheit noch viel Luft nach OBEN hat, egal ob Alexa Google-Assistent ,Siri etc.

    • Wow, wieder ein blinder, der vom sehen redet. Da gaben wir drauf gewartet. Bitte erhellen uns!

    • Sich herauszunehmen, zu beurteilen, wie sinnvoll oder auch nicht solche Geräte im Einzelfall eingesetzt werden, ist schon ziemlich anmaßend. Aber wer sich nicht anders zu helfen weiß, als andere als Trottel zu bezeichnen, zeigt ohnehin nicht, Willens und in der Lage zu sein, sich ernsthaft an so einer Diskussion zu beteiligen.

    • Wieder einmal ein Blinder der vom sehen redet. Darauf gaben wir alle gewartet. Komm erhellen uns, Erleuchtet!

  2. Die Erfahrung, dass die anfängliche Euphorie schnell abgeklungen ist, habe ich auch gemacht. Allerdings habe ich in meinem aktuellen Umfeld auch gar nicht so viele Möglichkeiten, so einen Assistenten einzusetzen. Vermutlich würde etwas mehr gehen, als ich im Moment damit mache, aber vieles ist im Alltag einfach auch nicht wirklich praktikabel. So nutze ich die Geräte tatsächlich in erster Linie als sprachgesteuerte Lautsprecher. Aber das ist etwas, auf das ich auch nicht mehr verzichten möchte.

    Aber unabhängig davon, was jetzt oder auch in Zukunft damit möglich sein wird, werden diese Sprachassistenten Einzug in die Haushalte finden, und das in Zukunft sehr viel stärker als bisher. Und in ein paar Jahren werden Diskussionen, wie wir sie heute noch führen, gar keine Rolle mehr spielen. Natürlich wird sich auch dann nicht jeder so ein Gerät hinstellen, so wie sich auch heute noch einige einem Smartphone verweigern oder in früheren Zeiten kein TV-Gerät haben wollten. Das wird aber damals wie heute an der grundsätzlichen Situation und Verbreitung nichts ändern.

    • Ging mir genauso.

      Ich habe mir 2016 den ersten Lautsprecher mit Sprachassistenten zugelegt und muss sagen, dass ich mittlerweile ziemlich enttäuscht bin. Solange hier keine Intelligenz, sondern nur Skripte am Werk sind, hält sich die Nützlichkeit der Spracheingabe in Grenzen. Dabei habe ich viele Jahre zuvor mit Siri bereits bessere Erfahrungen gemacht.

      Einen Fortschritt sehe ich nicht. Und der wird auch so lange nicht kommen, wie solche Spracheingabesysteme reine Sammelwerkzeuge für Big Data sind. Hier haben die Hersteller also kein Interesse an wirklich lernenden Systemen in den Lautsprechern, denn die Daten bekommen sie ja auch ohne die für den Anwender nötige Weiterentwicklung.

    • Geht mir auch so, wie euch beiden und im Bekanntenkreis erlebe ich genau das gleiche. Zuerst ist man fasziniert davon, per Sprache was zu steuern. Dann merkt man aber recht schnell, dass es damit alles nur länger dauert und in der Regel die Zusatzfunktionen völlig sinnlos sind.

      Ich nutze meinen Echolautsprecher nur noch für Radioempfang per Sprache, das funktioniert gut. Aber bereits Amazon Music Unlimited schicke ich per App an den Echo, weil das nie wirklich funktioniert. Dazu müsste man nämlich sämtliche CDs des Künstlers beim Namen kennen und fehlerfrei aussprechen können (sonst kann der Lautsprecher sie natürlich nicht finden, wie denn auch?), wer tut das bitte?

      Auch die Lampensteuerung habe ich wieder auf herkömmliche Schalterbedienung umgestellt. Bis man da die Lampe per Sprache aktiviert hat, kann man dreimal zum Schalter laufen. Gibt auch genügend Anbieter für per Schalter dimmbare Lampen und so weiter. Farbwechsel macht man im Alltag nie. Sieht man auch nirgends jemanden nutzen, wenn man mal nachts durch die Stadt läuft, nutzen alle normales Licht.

      Heizungssteuerung per Sprache bringt alleine etwas, wenn man elektrisch heizt. Alle anderen Heizformen per Wasserdurchstrom reagieren so träge, dass man da durchaus auch aufstehen kann-was gerade im kalten Sinn macht, dann wird einem warm!

      Den Fernseher bzw. amazon Prime per Sprache steuern, völlig sinnlos. Erstens muss man auch hier schon wissen, wie das heisst, was man sehen will oder es muss mit Glück bei der Suche sofort erscheinen, denn weiterblättern per Sprache ist nicht, da braucht man wieder die Fernbedienung. Die braucht man ohnehin, weil Alexa selbst wenn sie einen verstanden hat, lieber erstmal fragt, ob man wirklich danach gesucht hat oder nicht doch lieber was suchen möchte, was der Algorithmus als ebenso oft gesucht erkannt hat.

      Sachen wie Wikipedia oder Nachrichten abfragen dauert ewig, weil es vorgelesen wird und man unwichtiges erst mühsam per Sprachbefehl überspringen muss.

      Einkaufen per Sprache geht nur, wenn man exakt weiß, was man will und das in der gewünschten Form auch vorrätig ist. Also Spaghetti vom Hersteller XYZ a 300g. Was es sonst noch gibt, will man nicht vorgelesen bekommen, da gibt es viel zu viel und das dauert ewig.

      Ich glaube, Smarthome wird sich nicht durchsetzen. Das beeinträchtigt die Lebensführung massiv, schränkt die Möglichkeiten gravierend ein und kostet endlos Zeit. Auch Ältere oder behinderte Menschen haben dadurch selten einen Nutzen. Gehbehinderte Verwandte vom mir nutzen das alles nicht mit der Begründung, dass sie mit weniger Bewegung nur noch schneller körperlich abbauen.

      Lohnt sich also nur für Menschen mit Querschnittslähmung, allen anderen schadet es.

      • Smarthome ist ja weit mehr als die Steuerung per Sprache, auch wenn das Thema durch diese Sprachassistenten für viele sehr viel greifbarer wird. Ein paar Kleinigkeiten laufen bei mir ja auch automatisiert, z.B. abhängig davon, ob jemand zu Hause ist oder eben auch nicht, das aber losgelöst von der Möglichkeit, dass auch per Sprachbefehl auslösen zu können. Und abgesehen vom Aufwand der Initialen Einrichtung ist das etwas, was am Ende eben nicht die Lebensführung massiv einschränkt und endlos Zeit kostet, ganz im Gegenteil. Insofern denke ich schon, das Smarthome als solches sich durchsetzen wird, vielfach aber wird den Leuten das gar nicht so recht bewusst sein. Irgendwann werden bestimmte Steuermöglichkeiten einfach zum Standard und „gehören einfach dazu“, auch ohne in diesem Kontext gleich an Smarthome zu denken.

        • Mag sein, dass Smarthome mehr als die Steuerung per Sprache ist. In diesem Artikel geht es jedoch um Smart-Speaker, die sich vor allem durch die Bedienung per Sprachsteuerung auszeichnen.

  3. Biff Tannen says:

    Meiner Ansicht nach muss der Begriff „Smart“ mal deutlicher definiert werden. Ein Lautsprecher ist also nur smart, wenn er über einen Sprachassistenten verfügt. Eine smarte Heizung oder Beleuchtung setzt allerdings (meines Wissens) keine Sprachsteuerung vorraus. Hier reicht es, wenn die Geräte über eine Netzwerkverbinding verfügen. Warum ist das bei Lautsprechern anders?

    Zum Thema der Lautsprecher mit integrierter Sprachsteuerung: In unserem Alltag hat sich die Sprachsteuerung auch nicht wirklich durchgesetzt. Der Mehrwert tendiert gegen Null.

    An das Blog-Team: die Zersplitterung der Kommentare ist für den Lesefluss echt gruselig. Könnt ihr das eventuell wieder besser struktieren?
    Edit: während ich den Kommentar schrieb, waren die Empfehlungen von anderen Artikeln mitten in den Kommentaren. Nach dem Absenden, tauchen die allerdings wieder ganz unten auf.

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