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Smart Home: Interesse in Deutschland weiterhin gering

Smart Home: Das Thema steht bei vielen unserer Leser hoch im Kurs und auch Caschy, Olli, Benny und Felix sind da eifrig dabei. Ich selbst bin da außen vor geblieben, was aber in erster Linie daran liegt, dass sich das Gros der Smart-Home-Technik in meiner relativ kleinen Bude schlichtweg nicht lohnt. Und grundsätzlich krieg ich gerne mal selbst meinen Arsch hoch, um einen Schalter umzulegen. Da geht es vielen Deutschen offenbar ähnlich, denn laut Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sei das Smart Home als solches zwar bekannt, das Interesse in Deutschland bleibe aber weiterhin überschaubar.

Die Gründe scheinen ähnlich zu liegen, wie bei mir persönlich: Vielen Deutschen seien die Anschaffungskosten im Verhältnis zum wahrgenommenen Mehrwert zu hoch. Allerdings haben viele Anwender auch noch Bedenken, was den Datenschutz betrifft. Eine durch den Vzbv in Auftrag gegebene Umfrage hat ermittelt, dass jedoch 56 % der Befragten immerhin genau wissen, was mit dem Smart Home gemeint ist. Trotzdem können sich nur 12 % der Befragten auf jeden Fall vorstellen in ihrem Haushalt auf Smart-Home-Produkte zurückzugreifen. 33 % können es sich zumindest „eventuell“ vorstellen. 49 % geben aber an, dass sie gar kein Interesse an Smart-Home-Produkten hätten.

So sehen die meisten Befragten einen zu geringen Mehrwert in den Produkten – 47 % monieren die Anschaffungspreise. 51 % fürchten aber auch Sicherheitsprobleme, durch welche ihre Daten durchsickern könnten. 46 % haben sogar Angst davor, dass ihr System von Kriminellen gehackt werden könnte. Da ist eines der Horror-Szenarien sicherlich, dass die Sicherheitskamera am Ende die Bewohner selbst ausspioniert oder der Smart Speaker zum großen Lauschangriff bläst.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband appelliert nun nach wie vor an die Hersteller: Es solle sichergestellt werden, dass ein Smart-Home-Produkt den Kunden nicht benachteilige. Damit ist gemeint, dass die entsprechenden Produkte mindestens genau so lange nutzbar sind, wie ihre „dummen“ Gegenstücke. Es soll also auch für eine vernetzte Waschmaschine ein Betrieb über mehr als zehn Jahre möglich sein und nicht plötzlich durch den Wegfall der Software-Unterstützung nach zwei Jahren das Ende nahen.

Laut den Verbraucherschützern fehlen dafür aber aktuell noch im Detail Regelungen. Das gilt auch, wenn z. B. ein Gerät falsch programmiert wurde. Wer dann haften muss, ist rechtlich unklar. Zudem müsse man noch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) konkreter auf die Smart-Home-Welt übertragen. Da sieht man also Handlungsbedarf für Hersteller, Handel und Politik – dann könnte auch das Interesse der Deutschen steigen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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47 Kommentare

  1. In meiner 1 Zimmer Wohnung hab ich immerhin zwei Heizregler und einen digitalen Türspion. Mehr brauche ich hier auch nicht.

    • Die Frage ist, was smart ist. Smart ist, die Kontrolle zu behalten. Seine Daten Goggle und Co anzuvertrauen int garantiert nicht smart.

  2. Habe unser Reihenhaus mit Thermostaten, Rolloaktoren und eine dimmbare Steckdose und einen dimmbaren Lichtschalter nachgerüstet.Dazu zwei Wasser melder in der Küche und Waschkeller.
    Insbesondere bei nachrüsten ist solch ein Smart Home System genial. Z.b. Im Rollo Kasten nur den Aktor installiert , an der Tür gegenüber der Schalter.
    Habe auch in der Küche einen Durchbruch gemacht. Da fehlte ein Schalter,mit dirsem System auch einfach nachzurüsten.
    Ohne Kabel verlegen

    • Mike Fedders says:

      Alles schön und gut, aber mein Uralt FS20/Arduino (Particle Photon) läuft zuverlässiger als Echo Plus2 und Osram Smart+. Osram ersetze ich jetzt durch Philips Hue, wenn das dann auch wieder rumzickt fliegt alles raus (->ebay), und ich warte noch 1-2 Jahre… Außerdem sind bein Echo Plus die Routinen armselig, Beweg.sensor UND nach Sonnenuntergang geht zB nicht.

    • Ok, schon mal über Datenschutz nachgedacht? Wer hat außer Dir Zugriff auf deine Daten? Ich hoffe niemand, auch nicht Google & Co.

  3. Für eine Mietwohnung wäre die Anschaffung von Smart Home Produkten als Wireless-Variante sicherlich machbar, aber ich sehe das als weniger praktikabel für ein Haus an, da ich einfach befürchte, dass die ganzen Funkkanäle sich gegenseitig behindern könnten. Möglicherweise oute ich mich nun als nicht-Kenner, aber dann ist das eben so.
    Ich bevorzuge daher eher die kabelgebundene Variante. Zudem habe ich den Dschungel an Anbietern noch nicht ganz durschaut, aber das liegt wahrscheinlich daran, das ich mich hiermit noch nicht richtig beschäftigt habe. Ein Hauskauf steht bei mir (als gehobener Mittelstand) nicht an, da ich mir ein Haus in der Großstadt nicht leisten kann. Keine Bank möchte mir einen entsprechenden Kredit geben. Und raus aus der Stadt zu ziehen ist für mich keine Option. Auch der Markt für den Kauf einer Wohnung ist in den Millionenmetropolen für mich stemmbar.

    • Du hast schon ganz recht. Gerade bei ZigBee ist es so, dass es die gleichen Frequenzen nutzt, wie WLAN oder Bluetooth. Folge: manchmal ist die Lampe trotz Mash nicht erreichbar oder das Signal kommt nicht durch und die Lampe bleibt aus. In einem EFH wohlgemerkt ohne zu viele Nachbarn.

      Auch die Homematic Sensoren erreichen manchmal nicht die Zentrale und so meldet die Tür, dass sie offen ist, obwohl sie geschlossen wurde. Ist natürlich super, wenn man nicht da ist und die entsprechende Benachrichtigung erhält.

      Zwave das gleiche Spiel: auch hier ist es ein Mash, auch hier sind Schalter manchmal nicht responsiv und Licht bleibt aus oder an…

      Aber dafür ist man unabhängig von einem Standard und kann entsprechend einkaufen. KNX z.b. ist einfach irre teuer.

  4. Der Artikel zeigt, dass SmartHome nicht verstanden wurde. Es handelt sich dabei nicht um das Ersetzen von haptischen Schaltern durch Sprachsteuerung oder Tablet. Es geht um Automation OHNE Cloud außerhalb der Wohnung. Steuerung durch den Anwender ist bei sowas in seltenen Fällen nötig. Smart Home gehört nicht in die Cloud. Da bestehen auf vielen Ebenen große Denkfehler. Deshalb ist SmartHome für viele, auch für den Autor, nicht sinnvoll. Sie haben es nicht verstanden.

    • Danke, das spricht mir aus der Seele! Nur weil im Haus Dinge, die früher per Hand bedienbar waren, plötzlich elektrisch funktionieren, und weil man für Schalter kein Kabel mehr ziehen muss, ist das nicht smart.
      Smart wird das ganze erst, wenn eine Logik dahinter steckt, die auf Ereignisse reagieren kann. „Alexa, mach die Kaffeemaschine an“ ist nicht smart, auch wenn einem die Hersteller der Geräte das aufschwatzen wollen. Wenn das Smarthome die Kaffeemaschine einschaltet, weil es in meinem Kalender gesehen hat, dass ich heute nicht im Büro frühstücke, sondern Homeoffice mache, und mir dann noch auf den Einkaufszettel im Smartphone einträgt, dass ich Kaffee kaufen muss, weil der bald alle ist, das geht dann schon in Richtung smart.

    • Zum Glück haben wir eine intellektuelle Super-Bombe wie dich an Bord. Alle sind doof, aber du rettest die Welt. Daumen hoch!

      • @Black Mac
        zum großen unglück haben wir sowas wie dich..daumen runter…..
        zum thema smart home…
        weitereres absatzprodukt der digitalen weiterentwicklung ……..
        über sinn und unsinn muss jeder selbst entscheiden….
        meine persönliche entscheidung ist ein klares NEIN zu smart home produkten !

  5. Die Justizministerin fordert Zugriff auf Passwörter …

    … mehr brauch ich dazu nicht sagen.

    • Mein Haus ist Smart aber nicht in der Cloud. Genau darum. Und damit nicht irgendwelche Entwickler irgendwo auf der Welt zu debug Zwecken oder ganz zufällig auf die Daten meines Hauses zugreifen können.

    • „Justizministerin fordert Zugriff auf Passwörter“
      Wenn ein Smart Home Dienst die mal „verliert“, gibt es wenigstens ein dezentrales Backup beim Staat, *kicher*

  6. Also Autor in einem Blog, der sich thematisch sehr intensiv mit Smart Home beschäftigt, dagegen auszusprechen ist schon irgendwie paradox.

    Als ob der Bäckerhilfe sagen würde: joa, irgendwie ist Backen scheisse 🙂

  7. Was mich am meisten abschreckt sind die smarten Offerten die erstmal ein Abo verlangen um zu funktionieren.
    Dazu die Berichte über Geräte die dann nicht mehr funktionieren wenn der Anbieter pleite ging oder geschluckt wurde.
    Da kann eine teure Investition mal eben schnell wertlos werden.
    Meine einzige Lösung die ich betreibe ist eine CCU3 Zentrale mit Fenster Sensoren und Wassermelder um die Heizung, bzw. die Waschmaschine zu schalten.
    Gerne hätte ich noch einen Regen Sensor der die Markise einfährt, wenn es regnet.
    Aber wie gesagt, die ganzen Sensoren und Aktoren gehen sehr schnell ins Geld. Da geht man eben lieber selbst zum Schalter. Der ist da und kostet nichts extra.

    • Wenn man zu Hause ist. Oder es noch rechtzeitig bemerkt. Hier sehe ich die Stärke von Smarthome. Ich sehe es als Hobby und Hobby kostet nun mal Geld. Für die Breite ist das Thema aber leider noch nicht.

  8. Kann ich schon irgendwo verstehen. Es gibt einfach derzeit zu viele konkurrierende Systeme und teilweise kann man diese nicht zusammen nutzen. Es bleibt nur die Lösung für Bastler, die dann mittels OS-Software wie Home Assistant, OpenHAB oder FHEM den Wildwuchs auf Z-Wave, Zigbee, irgendwelchen teils proprietären WiFi-Lösungen, Homematic/Homematic-IP unter einen Hut bringen.
    Oder es gibt die richtig teure Lösung KNX, die aber beim Hausbau installiert werden sollte und noch mal gut 20k+ kostet.
    Dazu kommt, dass es bisher nicht genügen einfach zu installierende Steckdosen oder Schalter gibt. Nehmen wir z.B. smarte Unterputz-Steckdosen. Gibts nicht
    Es gibt Unterputz-Schalter mit ZigBee z.B. von Busch-Jäger, diese aber kosten über 100 pro Schalter!
    Die von Homematic können oft kein Doppelschalter und die Relais können „verkleben“ bei LED-Leuchten.
    Wir sind noch weit entfernt von Smarthome in der Breite. Erst mit Größen wie IKEA wird da wohl langsam Bewegung in den Markt kommen.

  9. Ich habe in meinem Haus aktuell Homematic (nicht IP!), Tradfri, Hue, Sonoff, Sonos und Eufy im Einsatz.
    Bisher mehr oder weniger gesammelt über openHAB2 / Homebridge gesteuert.
    Aber seit kurzem haben wir Alexa eingebunden (für alle Systeme) und das funktioniert schon echt richtig gut.
    Gerade die Anruffunktion über die verschiedenen Etagen hinweg ist äußerst praktisch und erspart das hin- und hergelaufe bzw. rumgebrülle, wenns Essen gibt 🙂

    • Wie hast Du denn Homemmatic an Alexa eingebunden? Soweit ich weißm bedarf es dafür der kostenpflichtigen Lösung des Anbieters oder Drittsysthem wie IOBroker etc?

      • Korrekt. Ich habe es via Cloudmatic eingebunden, was SEHR gut funktioniert.
        Kostenlose Lösungen wäre (soweit ichweiß) nur über openHAB und deren Cloud System
        Aber das bedarf extrem viel Konfigarbeit (hatte ich bisher keine Lust drauf).

        • Danke
          Mit ioBroker habe ich es für die Heizungkörperthermostate sehr einfach hinbekommen. Läuft bei mir auf einem Raspy, war aber mehr ein Spielding als dass ich es wirklich nutze, weil ich Alexa nicht so mag und sie entweder gleich keinen Strom hat oder rot leuchtet…
          Was ich leider nicht hinbekommen habe, ist die Abfrage: „Alexa sind alle Fenster zu?“ für die Fensterkontakte. Das fände ich praktisch, denn da sind meine noch nicht volljährigen Mitbewohner gerne etwas nachlässig. Vielleicht baue ich mir auch noch eine Art Ampel neben die Hautür, die nur leuchtetm wenn alle Fenster zu sind….

  10. Smarthome in dem Sinne: Das intelligente Haus macht, was ich will, abhängig von meinem Verhalten, klingt in der Theorie toll, ist in der Praxis aber nur mit hohem finanziellen und/oder programmiererischen Aufwand und/oder Datenweitergabe an Dritte möglich.

    Geofencing alleine bringt z.B. wenig, wenn ich kein Single bin. Meine z.B. Kinder haben teilweise noch keine Smartphone. Ich woghne in einem alten 2 Famielenhaus mit 3 Etagen. Bis ich wirklich alles „smart“ also erstmal fernbedienbar gemacht habe, habe ich locker einige tausend Euro versenkt. Bei mir ist es erstmal die von außen sichtbaren Lampen (und aktuell Lichterketten, die Rollläden und die Heuzungsthermostate geblieben. Mehr wollte ich für das Hobby nicht verblasen…

    Trotzdem eigentlich ist es erstaunlich, dass man im Auto, obwohl man nur ein paar Zentimeter von der Kurbel wegsaß, diese durch einen Schalter ersetzt oder auch den Schlüssel durch durch eine Fernbedienung, obwohl man eh zur Autotür muss. Auch Lichtschalter und Scheibenwischer sind recht komfortabler per Hebel zu bedienen und mussten trotzdem automatisert werden.

    Im Haus werden noch viele manuelle Rolläden, die zum Teil schon ein erhebliches Gewicht haben, neu verbaut und man steht vom Sofa auf, um zum Lichtschalter zu kommen.

    Klar gibt es beim Auto noch den Sicherheitsaspekt, aber die Nutzungsdauer eines Autos ist in der Regel kürzer als die einer Immobilie. ich würde ja sagen: Es lebe das Marketing der Autopbranche: da kann sich die Smarthome-Ecke noch eine Menge abgucken.

  11. Also ich hab 2,5 Zimmer 67 qm. Schon in der Küche zickt Wlan (2 Wände) 6m .. Also müsste dann erstmal ein Mesh oder Repeater her. Die 6 Lichtschalter kann ich gerad noch selbst bedienen.

    Was viele hier aber vergessen ohne Internet geht bei Smarten Home mal garnix, außer eben das überschaubare Angebot von AVM wo alles über die Fritzbox selbst läuft.

    Ja es ist zu teuer!!
    Ja es ist ein Wust von Systemen, welche die breite Masse garnicht ddurchschaut oder installieren kann!

    Ja jedes von „außen“ Internet gerät stellt ein Sicherheitsrisiko dar!!

    Wenn man sich nun einmal die Statistik an guckt wieviel „Ausfallzeit“ durchschnittlich pro Haushalt für´s Internet angefallen ist, fragt man sich als Nutzer schon ob man nicht das zuerst in den Griff bekommen sollte bevor man seine „trautesheim“ Steuerung von diesem abhängig macht.

    Auch die angesprochene Autimation gillt nur bedingt, Was nutzt es mir wenn ich x km für Zeit x weg bin und mir dann mein Smartphone sagt du hast Wasser in der Küche oder Bad. Dann ist es eh zu Spät.. nur so als Beispiel!!

    Was viele ja auch nicht bedenken ist, dass beim FI gespart wird und oft das ganze Haus Wohnung an einem FI hängen und wenn der auslöst warum auch immer ist auch nix mehr mit dem smarten zu Hause..

    Ich will garnicht in Abrede stellen, dass das Smart Home gerade für Menschen mit köperlichen Einschränkungen das Leben einfacher machen kann. Aber es muss vernünftig umgesetzt werden!!!
    Auch was Munto geschrieben hat brauch ich eine Alexa um im Haus in einem anderen Zimmer/Stockwerk anzurufen? Nein denn wer ein größeres Haus hat, der hat auch mehrere Dect Telefone!!! Die gehen sogar ohne Internet..!!

    Zum Thema sicherheit fällt mir ein: Viele schreien bei ihrem Smartphone wenn nicht mtl. der Sicherheitspatch kommt!! Aber bei den ganzen SmartHome sieht das laut Tests viel schlimmer aus. Hier nenne ich nur mal die SmartTV´s !!

    Fazit für mich teurer Spielespaß außer man hat eben köperliche Einschränkungen. Aber auch da gibt´s Lösungen ohne Internet!! Solang es für Smarthome so ein durcheinander ist und es keine Redundanz zum Ausfall von Internet gibt >> wie schon geschrieben Hobby!!!

    Wo bitte ist denn der Smarte Hauptwasserhahn der das Wasser abdreht wenn Aktor sagt es steht Wasser im Badezimmer?

    • @Celli

      Ich geb Dir im Grundsatz ja recht, aber an einigen Stellen mag ich doch dagegenhalten
      Bei Wasser im bad kann ich aus dem Urlaub aber wenigstens noch der Nachbarin mit dem Schlüssel Bescheid geben. Besser das Wasser läuft ein paar Stunden als für zwei Wochen…
      Wobei ich drehe im Urlaub einfach den Haupthahn zu. Blumengießen im Garten kann man aus den Wasserfässern und der Zisterne.

      Und es gibt durchaus Lösungen, wo die Intelligenz lokal im Haus steht (zum Beispiel bei Homematic). Der Zugang aus der Ferne kann dann über VPN erfolgen und ganz ohne Drittanbieter. Falls man zum Beispiel, früher als geplant aus dem Urlaub kommt. Der Nachteil ist, dass man dann ohne VPN auch keine Fehlermeldungen bekommt (das mit den Pushnachrichten über Telegramm habe ich für Homemmatic zwar gelesen aber noch nicht umgesetzt) und natürlich die ganzen Sprachassitenten nicht darauf zugreifen können. Aber das kann man dann ja selbst entscheiden, ob man ieber Datenautarkie oder maximalen Komfort möchte.

      • Meine Rolladen gehen Astro gesteuert bei Sonnenaufgang rauf und bei Sonnenuntergang wieder runter. Mehr „smart“ will ich in meinem Haus nicht haben. Warum nicht? Teuer, Datenschutz, Zukunftssicherheit, usw…

    • Was du beschreibst ist kein Smarthome sondern ein vernetztes Haus. Smart ist dann eher, dass das Haus selbständig reagiert ohne, dass ich mich darum kümmern muss:

      Luft wird schlecht oder Feuchtigkeit steigt: Lüftung regelt selbständig. Nach dem Duschen steigt die Feuchtigkeit: es regelt sich und gleichzeitig wird der Handtuchheizkörper kurz angeworfen, so dass die Handtücher schneller trocknen.

      Ich verlasse das Haus: alles geht aus und die Rollos fahren runter. Ich komme wieder: Licht geht im gesamten Haus an, Rollos öffnen sich und die Musik aus dem Auto wird nun im Wohnzimmer fortgesetzt.
      Ich mache den Fernseher an und die Beleuchtung dimmt sich automatisch damit ich entspannt und ohne Spiegelung gucken kann. Fernseher aus: Lichter die zuvor an waren, gehen wieder an.
      Sommer: Sonne scheint ins Schlafzimmer und es ist heiß: Rollos regeln automatisch auch wenn ich gerade arbeiten bin. So bleibt das Haus kühl. Etc etc. Das sind nur einige Beispiele. Man braucht schon Phantasie und Zeit, das alles zu programmieren 🙂

      • Und wenn Du „ich“ durch, „meine Frau“ aber „ich nicht“ oder „mein Kind mit pädagogischem Tag“ ersetzt, wird es noch komplexer. Ich habe das jetzt fürs erste durch einen virtuellen und tatsächlichen Schalter für An- oder Abwesenheit ersetzt. Denn kann ich auch gerne schon auf der Heimfahrt „drücken“, damit die Bude warm wird.

        • Das könnte man ja auch lösen: dongle am Schlüssel weil auch das Kind ja ins Haus muss. Oder Kamera mit lokaler Gesichtserkennung etc.

          • Stimmt, aber das ist mir bisher zu aufwendig und zu teurer gewesen und der „waf“ leidet auch massiv.

            Es bleibt einfach dabei, ein wirkliches Smarthome in Deinem Sinne ist teuer und aufwendig und ohne cloud noch aufwendiger. Ob sich das wirklich lohnt? Bei mir endet dann auch irgendwann der Spieltrieb und die Vernunft setzt ein.

  12. Wenn ich die Halbwertszeit von irgendwelchen Cloud-Lösungen bzw. technischen Lösungen im „Smart-Home“ Bereich anschaue, ist doch klar, dass das niemanden interessiert. Ein Handy kann man nach 2 Jahren ja ersetzen, aber ein Haus steht steht etwas länger. Mein Haus ist nun 20 Jahre alt, was hätte man denn vor 20 Jahren als letzten Stand der Technik eingebaut? Da gibt es nicht viel, was heute noch so funktionieren würde, wie es mal gedacht war. Und schon gar nicht die Lösungen, die uns die Hersteller heute als „Smart“ verkaufen wollen. Und in weiteren 20 Jahren dürfte auch Alexa und Google nicht mehr mit den aktuellen Lösungen funktionieren, warum soll man also beim Hausbau Geld dafür ausgeben?
    Ich habe meinen Spaß an meiner openHAB Lösung, aber diese ganze „Frickelei“ ist doch nichts für den Massenmarkt.

    • @Georg,
      stimmt schon, aber wenn ich mir die Halbwertszeit eines Autos anschaue, wundert es mich noch mehr, welcher „Automatisierungsgrad“ sich da durch gesetzt hat. Erst recht, wie man dort tausende Euro für ein On-Board-Navi mit WiFi-Hotspot bezahlen, kann, was ein 100 Euro Handy in der Mittelkonsole zur Not auch erledigen könnte. (Ja ich weiß, keine Außenantenne etc.)

      Das Argument: Haus ist ja langelebiger, daher gebe ich keine 150 Euro für den elektrischen Rollladen aus, kann ja sein, dass das Protokoll irgendwann nicht mehr unterstützt wird, aber mein Auto hat nach drei jahren noch 40% Wert und ist spätestens nach 10 Jahren weg, also gebe ich 150 Euro für Fensterheber oder drahtloses Handyladen aus. verstehe ich halt einfach nicht.
      Mal ganz platt:

      Die Rollläden im Schlafzimmer muss ich jeden Morgen aufmachen und Abends wieder schließen, egal ob ich Auto fahre an dem Tag und dort den Fensterheber benutze oder nicht. Und auch dann noch, wenn ich schon längst das nächste oder übernächste Auto habe. Also eigentlich ein riesiger Markt.

      Mir geht es nicht darum, ob man das braucht oder nicht. das soll jeder selbst entscheiden. Ich bin nur immer wieder erstaunt über den Unterschied in der Haustechnik und im Auto und kann es eigentlich nur mit Marketing und Statussymbol Auot erklären…

      • Da gebe ich dir absolut Recht, ich verstehe das beim Auto ebenfalls nicht. Aber bei elektrischen Rollläden gibt es verschiedene Varianten:

        1. mit mechanischem Schalter
        2. zusätzlich mit proprietärer Fernbedienung
        3. zusätzlich mit Smart-Home

        1. und 2. werden auch in 20 Jahren noch funktionieren und sollte die Fernbedienung kaputt gehen und der Hersteller in der Zwischenzeit pleite sein, funktioniert der Schalter immer noch. Und bei Totalausfall kann man den Motor austauschen und neu mit dem Schalter verkabeln. Nicht schön, aber zumindest eine „normale“ Reparatur, die auch bei nicht elektrischen Rollläden anfallen kann (bei mir auch schon mehrfach erfolgt, bzw. dann durch Rohrmotoren und Steuerung mittels z-wave Relais ersetzt).
        bei 3. hat man das Geld für Zusatzkosten umsonst ausgegeben, sobald der Hersteller seinen Server abschaltet oder analog zu 1. und 2. ein technischer Defekt vorliegt und man komplett austauschen muss. Natürlich geht auch bei 3. noch der normale Schalter oder eine Fernbedienung, aber den Aufpreis für „Smart“ hätte man sich dann schenken können.
        Ich habe bei mir sämtliche Lichtschalter (noch andere Dinge) mit z-wave Relais versehen und habe mir auch schon die Frage gestellt, was im Falle eines Ausfalls in mehrere Jahren sein kann, wenn es keine solchen Relais mehr geben sollte (z-wave dürfte auch nicht ewig funktionieren). Mittels des Schalters kann ich immer noch das Licht an und aus machen, aber die Investition in das System wird dann mit jedem Ausfall überflüssiger (trotzdem habe ich jetzt meine Spaß daran, mir macht die Bastelei schließlich Spaß).
        Bei Häusern sollte zumindest etwas Zukunftssicherheit bestehen und das sind Cloud-Lösungen definitiv nicht.

      • Hat bestimmt auch was mit der Finanzierung zu tun. Wer hat denn nach einem Häuschenkauf noch ein paar 10.000 € über, um sich da noch Smarthome reinzuzimmern? Wenn man mit potentiellen Häuschenkäufern über die Kosten redet, die da auf einen zukommen, wird einem Angst und Bange, wie wenig etwas durchdacht ist.

      • Das Auto ersetzt du noch ein paar Jahren und bekommst den aktuellen Stand der Technik. Die ist verkabelt und komplett fertig.
        Den gleichen Spaß darf man dann zusätzlich noch für ein ganzes Haus machen?
        Aber das eben selbst oder gegen viel Geld vom Fachmann.

        Das Haus ist dann smart und die gewonnene Zeit kann man dann in Nebenjob investieren um den Spaß zu bezahlen. Win-Win

        • Beim Auto haben die Komfortextras nach 5 Jahren den Großteil des Wertes sicher verloren. Das Geld ist weg.

          Beim Haus gibt es Standards , die so verbreitet auf dem Markt sind, dass man sicher auch in 10 Jahren (zur Not gebrauchte) Teile bekommt. Ein Aktie kostet je nach System 10 bis 50 Euro.

          Ich gebe Dir Recht, was reine Cloudsysteme angeht, hätte ich auch Angst.

  13. Ohne offene Standards und die Garantie, dass das in 10-20 Jahren auch noch mit kompatiblen System unterstützt wird, halte ich mich da abseits eines Hue Systems für Licht und Steckdosen auch mal bedeckt und schaue mir die Entwicklung an.

    • Gibt es: KNX! Das gibts schon seit 2002 und ist ein Standart. Warum hier alle meinen, KNX wäre unter 20k nicht zu machen erschließt sich mir nicht. Ich habe mein komplettes Haus mit KNX verdratet. (Vorhandene Rollos ansteuern, Steckdosen schaltbar, Licht Schalt- und Dimmbar, etc..)
      Da KNX ein Standart ist, gibt es auch einen „relativ“ gesunden Wettbewerb. Habe meine Geräte bspw. fast komplett bei ebay kleinanzeigen gekauft. (40 Schaltkanäle, 8 Dimmkanäle, 8 Binäreingänge, 5 verschiedene Hersteller)
      Für meine 10fach Schaltaktoren habe ich 100€/Stück bezahlt. Mach das mal mit Hue/Homematic. Das ist sicher teurer!
      Dazu kommen noch drei „MDT Glastaster 2“ um die drohenden 5-fach Rahmen (mit Doppelten Tasterwippen) durch ein einziges Bedienteil zu ersetzen.

      Alles zusammen hat mich mein Smarthome um die 2.500 Euro gekostet. Vorteil: Es ist ein Bus. Es gibt also keine Zentrale, die ausfallen oder gehackt werden kann.
      Hätte ich herkömmlich verkabelt (mit Tastern, Stromstoßschaltern, Dimmern, etc.) hätte ich sicher das gleiche bezahlt! (Vom Materialwert!)

      Zudem kann ich nun jeder Zeit Taster nachrüsten, wenn mir was fehlt. Habe noch ein paar Hue Leuchten, die ich mit OpenHAB in der selben Oberfläche wie meine KNX Leuchten schalten kann. OpenHAB kann ausfallen, klar. Aber das betrifft dann nicht mein KNX System. Ich kann jederzeit um die Ecke packen und den Taster drücken!

      Zum Thema „Smart“: Da hat Roschach schon recht! „Smart“ wird es erst, wenn Automation mit ins Spiel kommt. Bei uns sind das bspw. so banale Dinge wie „Rollos vom Kinderzimmer gehen runter = Türklingel ausschalten und aufs Handy umleiten“ oder „Wenn keins unserer Smartphones mehr im WLAN ist und es ist noch Licht an: Schalt es aus und schicke eine Pushnachricht“.
      Nur weil ich den Lichtschalter jetzt auch übers Handy betätigen kann, ist das noch lange nicht „Smart“!

  14. Ein Smart Home kann nur so smart sein wie seine Bewohner. Das ein Haus oder Wohnung smarter ist als seine Bewohner selbst mögen viel Bewohner sicherlich nicht akzeptieren. Haus und Wohnung muss also dumm bleiben damit sich wenigstens der Bewohner smart findet.

  15. Zu teuer
    Unsicher
    Cloudzwang
    Hohe Ausfallrate
    Mangelnde Konnektivität
    Kompliziert

  16. Smart dürfte in vielen Wohnungen alleine
    schon an der fehlenden Genehmigung des
    Vermieters scheitern.Weil jede Veränderung
    der Mietwohnung der Erlaubnis durch den Vemieter bedarf..und im ungünstigsten Fall
    zu einer Wert- und Mietsteigerung führt.
    Und warum sollte jemand auf eigene Kosten eine Wohnung aufwerten die ihm nicht gehört und dafür auch noch eine höhere Miete zahlen?

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