Signal: Beta des Messengers unterstützt nun Nutzerprofile

Messenger gibt es zahlreich, solche, die sich von der Masse abheben, eher weniger. Signal gehört zu diesen, der Messenger sorgt für eine sichere Kommunikation zwischen den Nutzern, verzichtet dabei aber auch auf Funktionen, die diese Sicherheit gefährden würden. So kommt es auch, dass Funktionen, die man gerade bei einem Messenger für selbstverständlich halten würde, erst so nach und nach Einzug erhalten. Wie jetzt die Nutzerprofile, die über die Beta nun für jeden zugänglich sind.

Nun ist es zwar sehr einfach, Nutzerprofile anzubieten, schwieriger wird es allerdings, wenn diese ebenso sicher sein sollen, wie die Kommunikation selbst. Deshalb werden die Profilinformationen bei Signal auch nicht einfach auf einem Server gelagert, sondern die Profilinhalte werden genauso verschlüsselt wie Nachrichten auch. Das heißt, via Server erhält man keinen Einblick in die Profilinhalte.

Der „Profile Key“ ist der wortwörtliche Schlüssel zum Profil, dieser wird (verschlüsselt) mit anderen Nutzern ausgetauscht, die dann Name und Bild angezeigt bekommen. Auch zu diesem Zeitpunkt sind die Profilinhalte nicht über den Server einsehbar.

Zu sehen bekommt das Profil jeder eigene Kontakt, den man gespeichert hat. Außerdem wird das Profil bei neu erstellten Konversationen angezeigt, dabei spielt es keine Rolle, ob man die Konversation mit bereits vorhandenen oder neuen Kontakten startet. Zudem hat man die Möglichkeit, das Profil explizit mit Gruppen oder anderen Kontakten teilen.

Gerade für Gruppenkonversationen kann so ein Profil sehr nützlich sein. Toll, dass Signal hier an seiner Devise des sicheren Messengers festhält und die Sicherheit nicht für Bequemlichkeit aufgibt. Es liegt am Nutzer, diese Möglichkeiten auch auszuschöpfen, bislang sieht es allerdings nicht so aus als würde sich die breite Masse überhaupt um sichere Kommunikation scheren.

Die Signal Beta erhaltet Ihr über den Google Play Store. Ist eine Beta, kann Fehler beinhalten, also nur nutzen, wenn das für Euch auch in Ordnung geht. iOS-Nutzer können sich via E-Mail für die Beta registrieren, was Ihr genau dafür tun müsst, wird in diesem Beitrag im letzten Absatz erklärt.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

3 Kommentare

  1. Eine Backup- und Sync-Funktion wäre nach Jahren des ständigen Verlustes aller Gespräche viel sinnvoller.

  2. @plopp: Ich vermisse hier nichts. Bei WhatsApp lösche ich auch von Zeit zu Zeit alle Chats, a la: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern…“
    Gegenfrage: Wozu ein Backup ?

  3. Roberta Maschine says:

    Genau, ich lösche Chatverläufe regelmäßig.

    Ich sehe auch keinen Sinn darin, alles aufzuheben. In 99 % der Daten schaut man nicht mehr rein und bei dem 1 % ist die Hälfte vermutlich auch nichts Wichtiges. Und für den Rest sollte man einfach mal wieder Wichtiges Wissen anstatt nur noch zu „touchen“ 😉

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