Siemens und Mahle wollen kabelloses Laden von E-Fahrzeugen voranbringen

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Gemeinsam mit dem Automobilzulieferer Mahle will Siemens das kabellose Laden von Elektrofahrzeugen voranbringen. Demnach haben beide Partner nun eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wollen sich laut eigener Aussagen um Lücken in der Standardisierung von induktiven Ladesystemen kümmern.

Auch seien eine technische Zusammenarbeit und gemeinsame Interoperabilitätstests geplant. Nutznießer dieser Kooperation sollen nicht nur die beiden Unternehmen, sondern natürlich auch die Verbraucher sein. Immerhin vereinfachen standardisierte Verfahren und Systeme den Ablauf beim Laden entsprechender Fahrzeuge und beschleunigen auch die Ladevorgänge.

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26 Kommentare

  1. Mal abgesehen davon, dass man damit um einiges ineffizienter ist als beim Kabel: ist das echt ein Komfortgewinn? Beim Smartphone und Headset finde ich QI-Laden super. Aber beim E-Auto laden? Und: ist das bei den Stromstärken für Flora & Fauna unbedenklich?

    Ich weiss nicht…

    • Kabelloses Laden erfolgt immer über Induktion, da fließt kein Strom. Das Ganze funktioniert über magnetische Felder (Achtung: nicht elektromagnetische Strahlung!), die völlig ungefährlich sind.

      • Ja, das ist klar. Aber auch ein so starkes magnetisches Feld klingt für mich erstmal unbehaglich. Mag sein, dass ich über reagiere. Ich sehe aber auch nicht den Mehrwert im kabellosen laden. Und bei den Strommengen ist der Verlust wirklich nicht mehr lustig.

        • Ja du reagierst über.
          Ob das Ganze Sinn macht oder trotzdem fraglich.
          Wenn da jemand Zeit und Lust übrig hat eine Spezifikation zu schreiben Sollte sich lieber mal drum kümmern dass die V2X-specifiation in Typ 2 fertig wird.
          Das würde der Welt mehr bringen.

      • Völlig ungefährlich stimmt nicht, alles Ferromagnetische koppelt an. Geh mal mit einem Piercing oder Ring an einen leistungfähigen Induktor… viel Spass 😉

      • Peter Lustig says:

        Das ist ja mal absoluter quatsch. Warum gibt es wohl Grenzwerte bei Geräten und elektrotechnischen Anlagen wenn es um elektromagnetische Verträglichkeit geht?
        Nervenimpulse innerhalb des Menschlichen Körpers sind auch nur Ströme die über elektrische Leiter (Nervenbahnen) fließen.
        Warum sollten also durch magnetische Felder in den Nerven induzierte Ströme dann nicht ab einer gewissen Belastung nicht schädlich sein?

        • Peter Lustig, du kannst nicht elektrischen Strom in Nerven induzieren. Nerven funktionieren elektrochemisch, da ist keine Spule oder anderes metallisches Material, dass angeregt werden könnte.
          Tagtäglich werden tausende Menschen in MRTs untersucht. Dass sind richtig starke Magneten, kein Vergleich zu dem Ladepad unter einem Auto.
          Elektromagnetische Verträglichkeit hat nichts mit Menschen zu tun, es geht um den Einfluss auf andere Geräte.

          • Peter Lustig says:

            Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen das Gleichstromfelder sehr wohl Auswirkungen auf den Körper haben. Arbeite mal einen ganzen Tag im Keller eines Gleichrichterwerks wo an der Decke die großen Gleichstrom-Sammelschienen endlang laufen. Da hast du zum Feierabend Kopfschmerzen. Mehrfach so schon gehabt.
            Der Personenschutz definiert einen Grenzwert von 1 mT für maximal 6 Stunden täglich als unschädlich. Im Bereich von Gleichstrom Anlagen mit großer Leistung wird das aber schnell mal überschritten.

    • Im Labor sind heute schon Wirkungsgrade um die 90% realisierbar. Damit ist das ganze sehr konkurrenzfähig gegenüber der Version mit Kabel die aufgrund der Abwärme auch keine 100% schaffen kann.

      Ob es dann trotzdem sinnvoll ist, muss dann einfach der Markt entscheiden, da die zusätzlichen Spulen auch mehr Geld kosten.

    • Ja es wäre ein Komfortgewinn. Technisch gesehen ist öffentliches Laden an der Straße kaum möglich, da kein Kabel über den Bürgersteig gezogen werden kann. Und selbst wenn jeder Mitarbeiterparkplatz einer Firma mal mit nem Schuko, Camping oder CEE Stecker ausgestattet werden würde, dann müssten die Mitarbeiter dennoch eigene Ladeziegel und Kabel mitschleppen. Mit Induktion würde draufparken reichen und keine Kabel sind im Weg.

      Für den Privathaushalt mit Einfahrt, Wallbox und co ist das natürlich absolut unnütz, schon aufgrund des Wirkungsgrades und der Tatsache dass man das Kabel der Wallbox in 10 Sekunden angesteckt hat.

  2. Dann dauert das Laden nicht mehr 5 Std. sondern 24. Sehr attraktiv.
    Es wird nicht um ein standardisiertes Wechselakkusystwm herumkommen.
    Zur Tanke fahren, leere Akkus entnehmen voll geladene einsetzen und ab dafür. Sie Akkus können zwischenzeitlich dezentral geladen werden.

    • Hat. China ausprobiert. Und es funktioniert nicht.

    • Wechselakku finde ich großen Unsinn. Eine Schnellladung wird bald 15-20min dauern. Akkuwechsel 10min? Und einen Standard wird es nie geben, dazu sind Autos zu unterschiedlich. Bedeutet dass du auf ein paar Stationen eines Anbieters angewiesen bist. Und wann brauchst du das? 2x im Jahr wo du keine zusätzlichen 10min Zeit hast? Zudem wird der Wechsel bzw die Akkumiete nicht günstig sein.

      • So sehe ich das auch.
        ChrisB liefert das übliche Stammtischargument, das längst in aller Welt widerlegt ist.
        „Tanken“ beim E-Auto ist nunmal etwas ganz anderes, als es sich Leute mit Sprit-Autos gerne vorstellen.

    • Bei NIO funktioniert es, der Wechsel dauert 5min. Somit funktioniert es. Klar das ist lange kein Standard.

    • und dann geht jeder mit dem Akku der ihm nicht gehört genauso um wie ich mir das denke. Der Wechsel dauert um die 10 Minuten. Schon eine Person vor dir bedeutet insgesamt also eine Wechselzeit von 15-20min. Das schaffen die ersten E-Autos auch schon und in 5 Jahren erst recht. Eine Sackgassentechnologie für PKW. Bei Schwerlast mag das anders sein.

  3. Drahtlose Ladeverluste beim Handy, Zahnbürste und Co sind ja zum vernachlässigen. Aber in den Dimensionen auf die Masse bei Elektroautos machen selbst wenn es nur 10% Verlust wäre, eine nicht hinnehmbare Verschwendung.

    • Blacky Forest says:

      Wenn man damit Mitarbeiter-Park-Plätze ausstatten l und die praktisch direkt untertags per Photovoltaik bedienen kann, ist das eine geniale Sache und gehört ins Gesamtkonzept, damit auch z.B. Mieter oder die Geschäftswagen versorgt werden können.

    • Anderseits, wer will die Parkplätze/Strassen überall voller Kabel haben.

  4. Gibt es nicht schon andere Versuche in dieser Richtung? Solange das Laden ohne Kabel nicht konduktiv abläuft wird uns das keinen großen Vorteil verschaffen. Sollte jemand eine konduktive Lösung, die leicht und einfach zu adaptieren ist auf den Markt bringen sehe ich hier eher Potential (Wortwitz).

  5. In Göteborg gibt’s bereits Stationen und Autos, das ganze wird also praktisch getestet. Volvo und die Uni gehen Hand in Hand: https://www.media.volvocars.com/global/en-gb/media/pressreleases/295720/volvo-cars-tests-new-wireless-charging-technology

  6. Wäre ein Weltweit gleicher und genormter, vorgeschriebener Ladestecker für alle Neuwagen nicht Effizienter?
    Gerne können die E-PKWs noch einen zweiten AC oder DC zusätzlich haben.
    Aber von Induktionsladung halte ich nicht viel.
    Hohe Verluste durch diese Magnet Induktionsladung z.B. Personen mit Herzschrittmachern bekommen da extrem Probleme.

  7. Leute… wir stehen doch noch am Anfang! Typisch deutsche mentalität. „Das ist doch langsam, das taugt doch gar nicht“.
    Wenn man das über jede Technologie sagen würde, wo stünden wir jetzt? Immer noch mit Pferdekutschen unterwegs?

    Irgendwann muss man halt klein anfangen. Und irgendwann wird irgendein ingenieurteam die zündende Idee haben und Kabellosesladen ist auf einmal faktor X effizienter. Aber bitte erstmal meckern ob das gut ist oder nicht. Ich freue mich auf die Zukunft. Autoparken und es lädt sich selber auf? Geil!

    • Lass doch den blöden Spruch „typisch deutsch“ weg. Die Physik kann keiner Bezwingen, Induktion ist ja an sich keine neue Technik und wird schon seit Jahrzehnten in anderem Bereichen eingesetzt.

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