Shell und ABB wollen in Deutschland landesweites Ladenetz aufbauen

Shell und ABB haben gemeinsam erklärt, dass sie in Deutschland ein flächendeckendes Ladenetz aufbauen wollen. Dazu wollen sie die nach eigenen Angaben „weltweit schnellste E-Ladestation“, die Terra 360 von ABB, einsetzen. Sie liefere in unter 3 Minuten Ladezeit eine Reichweite von 100 km. Diese Ladegeschwindigkeit ist allerdings für zukünftige Elektrofahrzeuge ausgelegt, die voraussichtlich mit einer Leistung von 360 kW geladen werden können.

Bis 2025 will man weltweit 500.000 und bis 2030 dann 2.500.000 Ladepunkte aufbauen. In Deutschland sollen innerhalb der nächsten 12 Monate 200 Terra-360-Ladesäulen den Betrieb aufnehmen. Der Strom soll zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammen.

Die Terra 360 steht in verschiedenen Konfigurationen zur Verfügung und kann mehrere Fahrzeuge gleichzeitig aufladen. ABB E-mobility hat mit Shell einen globalen Rahmenvertrag für die Lieferung des gesamten ABB-Portfolios von AC- und DC-Ladestationen geschlossen.

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17 Kommentare

  1. Dann müssen Sie aber einiges aufholen.
    Aral ist denen schon weit voraus.
    Aber besser als nix. Jede Säule ist eine gute Säule

  2. TierParkToni says:

    „Bis 2025 will man weltweit 500.000 und bis 2030 dann 2.500.000 Ladepunkte aufbauen. In Deutschland sollen innerhalb der nächsten 12 Monate 200 Terra-360-Ladesäulen den Betrieb aufnehmen.“

    Reinstes Management-Speech für den dummen ShareHolder : wenn man alleine in DE, mit dem dafür idealen, weil sehr engmaschig gebauten Netz, nur 200 Säulen in 12 Monaten schaffen will, wie will man dann in 3,5 Jahren weltweit 500.000 Säulen bauen ?

    Alleine die dafür notwendigen HighPower-Halbleiter sind derzeit auf dem Markt in Platin zu bezahlen, Gold reicht dafür nicht mehr. Das Kabel dazu muss auch verlegt werden, das stell ich mir jetzt in so Ländern wie bspw. Griechenland oder das südliche Italien oder Spanien lustig vor – die haben JETZT schon das Problem, dass die Ladesäulen teilweise schon stehen, aber das Netz dafür noch gar nicht gebaut/ausgebaut/umgebaut wurde, dazu fehlt dort auch das Fachpersonal, dass das stemmen sollte…
    Es bleibt spannend, aber aus eigener, auch beruflicher Erfahrung in D/A/CH+Italien+Spanien kann ich nur sagen, dass es mit der angegebenen Geschwindigkeit garantiert nicht klappen wird – sowohl aus Material- als auch Personal-Sicht…

    • Ladepunkte sind nicht Ladesäulen (eine Säule hat bis zu 3 Ladepunkte) und Ladesäulen sind nicht unbedingt die neuen Terra-360. Die Terra-360 ist ganz neu und das Top-Produkt, welches nur ein bestimmten Orten zum Einsatz kommt, ergänzt wird das Angebot mit allen möglichen Varianten, auch einfachen „Laternen-Ladepunkten“.

      • Die Terra 360 kann sogar 4 Ladepunkte haben. Zumindest suggeriert das die Webseite von ABB.

  3. Anscheinend sind Ladepunkte die neuen Telefonzellen. Allerdings wurden die monopolistisch von der Deutschen Post, später Telekom, betrieben. Neuerdings buhlen viele Anbieter um die Gunst der ladewilligen Kunden und am Ende brauchts ein ganzes Kartenspiel oder viele Apps um am Ladepunkt des Betreibers X auch günstig laden zu können. Wehe wenn man versehentlich oder mangels passender Ausstattung z.B. die Ladekarte oder -app des Betreiber Y nutzt. Einen entscheidenden Nachteil haben die Ladepunkte ja auch noch. Sie nehmen, auch wenn sie nicht genutzt werden, Parkraum weg.

    • Das sehen die Elektrofans leider nicht:
      Individuelle E-Mobilität ist gar nicht das angestrebte Ziel, sie ist nur ein Zwischenschritt, um die Auto(fahrer)lobby aufzubrechen, zu spalten. Offensichtlich recht erfolgreich.
      Am Ende des Tages geht es aber um das möglichst weitgehende Zurückdrängen des motorisierten Individualverkehrs (Ausnahme u.U. Zweiräder), erklärtes Ziel sind „autofreie Städte“.

      • Ist die Vision von autofreien Städten so falsch? Sorry, auch die Autolobby aufzubrechen ist für mich jetzt nicht das schlimmste, das uns passieren kann….

        • Die Vision von autofreien Städten ist eben nur eine Vision. Sie ist m.E. aber zum scheitern verurteilt. Das Bedürfnis der Menschheit auf individuelle Mobilität ist mit der Erfindung und Entwicklung von individuell nutzbaren Fahrzeugen gewachsen und wird sich auch von den eifrigsten Visionären nicht eliminieren lassen. Autofreie Städte werden Städte ohne wirtschaftlichen Erfolg sein. Dort wird es keinen Einzelhandel geben, weil die wenigsten Menschen ihre Einkäufe nicht in Massentransportmitteln nach Hause bringen wollen. Die Einkaufstempel entstehen dann noch extremer als heute dort wo MIV (motorisierter Individualverkehr) möglich ist. Ob jemand dort wohnen will wo MIV untersagt ist? – Ich habe da so meine Zweifel.
          Die Automobilindustrie in Deutschland, samt ihrer Lobby, ist eine Schlüsselindustrie. Ohne diese Schlüsselindustrie können wir uns direkt von unserem Wohlstand verabschieden. Für Einzelne vielleicht „nicht das schlimmste, das uns passieren kann“, für die Mehrheit schon.

      • Gunar Gürgens says:

        Natürlich sehen das die Elektrofans und viele beschweren sich auch über die Fülle an Apps. Ich lobe mir da die von Bosch oder EnBW, damit kann man fast alles bedienen. Im Urlaub zeigte sich aber dass das nicht immer mitspielt, sodass ich da auch nochmal 3 für gewisse Stationen runterladen musste um das Auto zu laden. Zum Glück da ohne Registrierung und unkompliziert via PayPal. Dennoch ist es absolut dämlich, wenn schon ein NFC Leser für die Karten/Apps dran ist, warum kann ich das dann nicht auch per Kreditkarte zahlen?
        Da gilt es seitens des Gesetzgebers noch ordentlich zu reglementieren.
        Ansonsten müssen Autofreie Städte nicht sein, es reicht schon keine Parkplätze im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen, soweit wie möglich einspurige Straßen und auf dem gesamten Stadtgebiet Tempo 20 für KFZs. 😀

    • Sorry, aber Autos nehmen Raum weg. Und in vielen Fällen sogar zweifach – zuhause und auf Arbeit/ in der Stadt.

      • Zuhause stehen sie auf meinem Grund und Boden und stören damit niemanden und auf der Arbeit stehen sie auf dem Firmenparkplatz und ebenfalls im Privatgelände. Wo fängt man an und wo hört man auf? Bei jedem Rad das öffentlich irgendwo angekettet wird? Jedem Roller oder dann doch nur das Auto?

    • Erstens wird man zukünftig an fast allen Säulen Ad-hoc laden können, bedeutet ohne Karte und Abo, bezahlen geht auch per Girocard/MC/VI.
      Und zweitens reicht jetzt schon eine Karte eines großen Anbieters, die dann überall funktioniert. Ein zweite oder dritte Karte macht dann nur Sinn um bessere Tarife an bestimmten Säulen zu bekommen.

      • >>Ein zweite oder dritte Karte macht dann nur Sinn um bessere Tarife an bestimmten Säulen zu bekommen.
        Zu blöd das man am Ladepunkt mit verschiedenen Tarifen „abgezockt“ wird. Noch blöder, dass es keine Preisanzeige wie an herkömmlichen Tankstellen gibt. Da könnte man den günstigsten Ladepunkt für’s ad hoc-laden auswählen.

      • Gunar Gürgens says:

        Naja so 100% kann ich da nicht zustimmen, ich hatte auch mit Bosch oder EnBW schon Probleme, obwohl die Karte offiziell hätte gehen sollen. Auto angeschlossen, mit der App/Karte den Vorgang gestartet, aber fließ kein Strom. Das habe ich dann 3 Mal probiert ohne Erfolg probiert und letzten Endes doch die passende App installiert. Da lief es dann auf Anhieb.

  4. Ist halt echt cool, wenn man so wie ich einen Typ 2 Stecker hat. Keine Ahnung, warum die Tankstellen alle CSS und CHAdeMO ausbauen aber keiner Typ 2 berücksichtigt. Es ist der am weitesten verbreitetste Stecker…

    • ich kenne keine Ladesäule bis 43kW ohne Typ2. Darüber sind es logischerweise immer CCS Schnellladesäulen.

    • Weil Typ2 nun mal ein Anschluss ist den man für die Langstrecke nutzt.
      Überlicherweise haben die Autos CCS mit 70-300kW an Board und 11kW Typ2.
      Also ziemlich klar wieso es Schnelllader ohne Typ2 gibt.

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