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SETI@home stoppt Verteilung der Rechenlast

SETI@home der Universität Berkeley macht einen historischen Schritt: Denn man stoppt die Verteilung der Rechenlast an externe PCs. Falls euch das Projekt nichts sagt: SETI@home (Search for Extra-Terrestrial Intelligence at home) sucht nach außerirdischen Radiosignalen. Jeder konnte daran mitwirken, indem er einen Teil seiner PC-Leistung dafür bereitstellte. Ab dem 31. März 2020 wird das aber nicht mehr möglich sein.

Das Projekt war ein Meilenstein und ebnete den Weg für viele weitere Aktionen wie Folding@home, welches der Krebsforschung dient. Beweise für außerirdische Aktivitäten konnte SETI@home zwar nicht finden, ermittelte aber immerhin Hinweise auf Areale, die man genauer erforschen könnte. Nun geht das Projekt aber eben in den Winterschlaf, denn die freiwillige Mitwirkung der Nutzer wird nicht mehr möglich sein.

Als Ursachen für diese Entscheidung nennt man, dass es immer weniger Sinn ergebe, weitere Daten zu erheben und zu analysieren. Stattdessen habe man einen Punkt erreicht, an dem die Daten endgültig verarbeitet und aufbereitet werden müssten, um die Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Journal zu veröffentlichen.

Die Website sowie die Community zu SETI@home sollen weiter bestehen. Sollte man weitere Anwendungsgebiete an der UC Berkeley finden, könnte die Mithilfe freiwilliger User zudem wieder gefordert sein – etwa für die Erforschung von Pulsaren. Das evaluiere man gerade intern. Die Macher des Projekts bedanken sich dabei noch einmal bei allen Mitwirkenden, die über 20 Jahre an dem ein oder anderen Punkt an SETI@home teilgenommen haben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Martin Deger says:

    Da habe ich vor langer langer Zeit auch einmal mitgemacht. Schade, dass keine Außerirdischen gefunden wurden. 🙂

  2. Gibts nicht Projekte die diese Rechenleistung noch brauchen? Wäre ein Artikel wert wenn…

  3. Was gibt es noch für Projekte, die man per Android unterstützen kann? World Community Grid hat keine Androidprojekte zur Zeit und Seti wird jetzt eingestellt. Da mein Handy eh über Nacht am Kabel hängt, kann es auch was sinnvolles machen.

      • Hab Rosetta mal wieder in BOINC eingebunden. Das funktioniert zwar, ich bekomme aber keine Pakete / Aufgaben. Das Problem hatte ich schon vor längerem. Es ging eine Weile, dann Ende. Habe auch LHC@home gestern reingepackt, ebenfalls keine Aufgaben – trotz erfolgreicher Serverabfrage. Spielt die ARM-Version evtl. auch eine Rolle? World Community Grid ging bis vor kurzem (bis sie angekündigt hatten, dass sie momentan keine Android-Projekte haben) und auch SETI läuft bisher problemlos.

  4. Gerade am Wochenende habe ich in der Zeitung über das Projekt „Radio Galaxy Zoo: LOFAR“ gelesen. https://www.zooniverse.org/projects/chrismrp/radio-galaxy-zoo-lofar?language=de
    Da kann auch jedermann mithelfen.

  5. Der mit dem Aluhut says:

    War ein sehr interessantes Projekt. In meinem umfeld haben viele Leute seit der Jahrtausendwende mitgemacht. 🙂

    • Damit sollte auch klar sein, wieso noch nie Außerirdische auf der Erde gesichtet wurden: die sind schnell weitergereist als sie diesen Zirkus hier mitbekommen haben.

  6. Naja, auch das nichts finden, ist ein Fund. Von daher, schade aber verständlich.

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