Sennheiser zeigt Fortschritte bei der Entwicklung eines Audio-Moduls für modulare Smartphones

Sennheiser ist eine der Firmen, die offen mit ihrer Entwicklung einzelner Module für Phonebloks / Project Ara umgehen. Die Community wird mit einbezogen und hat direkten Einfluss auf die Entwicklung. Sennheiser ist logischerweise daran interessiert, eine gute Audioqualität zu liefern, sowohl bei der Aufnahme, als auch bei der Wiedergabe. Wie das Ganze funktionieren soll und was man bei der Entwicklung beachten muss, erklärt Lance Reichert in folgendem Video (inklusive Ohrmassage bei 1:33).

Es ist natürlich super, wenn solche Module entwickelt werden, vor allem da noch nicht abschätzbar ist, wie gut das Konzept eines modularen Smartphones vom Kunden angenommen wird. Das Problem, das ich hier allerdings sehe ist, dass zum Beispiel das Sennheiser-Modul extrem nischig ist. Die breite Masse würde sich kein Modul kaufen, welches eine perfekte Audio-Aufnahme ermöglicht. Sollten zum Start der modularen Smartphones in der Tat nur solche Nischen-Module verfügbar sein, könnte es schwierig werden, dem Kunden die Vorteile zu vermitteln.

Das soll nicht heißen, dass Sennheiser hier etwas falsch macht, im Gegenteil, ich finde das großartig, für die Allgemeinheit wären aber sicher Kamera-, Speicher, und Akku-Module wesentlich interessanter. Davon wird es hoffentlich auch einige geben, wenn es einmal so weit ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. „Das Problem, das ich hier allerdings sehe(…) Audio-Aufnahme ermöglicht.“
    Stimme zu, Wiedergabe ist wesentlich wichtiger als Aufnahme.

    Dennoch ist es bei Project Ara natürlich so, dass alle Teile dem Baukastenprinzip unterworfen sind. Auch (sonst) selbstverständliche, wie Generell-Audio und Kamera. D. h., natürlich wird es Leute geben, die nur essenzielle Bausteine benötigen (Prozessor, Display, Lautsprecher). Audiowiedergabe zähle ich für meinen Teil auch dazu, von daher stimme ich Deiner Begründung nicht zu.

    Die Schwierigkeit wird meines Erachtens eher sein, dass es ja auch Konkurrenz unter den Modulherstellern geben wird. Wenn also z. B. Sennheiser ein Modul für 100 Euro anbieten wird, und es minderwertigere aber brauchbare Module gleichen Typs auch schon für 40 Euro gibt, dann werden sie es wirklich schwer haben. Da sein soll Audio ja, aber nicht jeder feiert seine Musi mit Studioqualität. Ähnlich war es ja mit PCs, als Mainboardanbieter angefangen haben, überall die Realtek-wegwerf-Audiochips einzubauen. Seitdem gibt es nur noch Premiumsoundkarten standalone.

  2. Aber genau darum ging es doch beim Projekt Ara auch, oder nicht? Eine Nische ist ja nicht per se etwas schlechtes. Solange die Nische wirtschaftlich bleibt, ist doch alles in bester Ordnung. Audio von Sennheiser, Kamera von Canon etc., wenn es verschiedene Ara-Module von unterschiedlichen Anbietern gibt, könnte da ein sehr interessanter Markt entstehen. Denkbar wären ja u.a. auch HDMI-Module oder andere Sachen, die Schnittstellen bereitstellen. Hochwertigere GPS-Module als die momentan verbauten usw …

    Für mich hört sich so etwas sehr interessant an, wenn man sein Smartphone mit solchen Modulen einfach erweitern bzw. anpassen kann. Spannend wird noch, wie teuer die Module jeweils werden, aber das modulare Konzept hat meiner Meinung nach schon Potential.

  3. Ach, wenn der erste Rapper fünf von den Modulen im Smartphone hat wird denen das Produkt aus der Hand gerissen, oder Apple übernimmt Sennheiser. 😉

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