Segway-Ninebot: Fahren wie in der Jurassic World Gyrosphere

Den Hersteller Segway-Ninebot kennen sicherlich die meisten unserer Leser. Die sind mittlerweile aus der Nische „nur Segway und E-Scooter“ raus und haben sich ja sehr der E-Mobility verschrieben. Neulich erst stellte man beispielsweise auch ein neues eMoped vor. Im Rahmen der CES in Las Vegas hat man aber noch einmal zwei spannende Dinger gezeigt, darunter auch einen neuen E-Scooter. Ob und wann diese Geräte es nach Deutschland schaffen, ist bisher nicht bekannt

Ninebot KickScooter Air T15. Hierbei handelt es sich laut Segway um den bisher leichtesten und energieeffizientesten Kickscooter, den das Unternehmen bisher einführte. Auch bei diesem Model wird regeneratives Bremsen genutzt, um Energie einzusparen. Das Interessante: Es gibt kein klassisches Gaspedal.

Der E-Scooter berechnet die Reibung und den Zustand der Straße und passt die Geschwindigkeit automatisch an. Das Abbremsen geschieht dann über das Auslösen der Hinterradbremse. Ein E-Scooter mit Tempomat auf Dauerfeuer quasi. Soll 699 Dollar in den USA kosten. 10 Kilogramm wiegt der Ninebot KickScooter Air T15 und er hat einen Motor mit 300 Watt. Was der Air T15 an Geschwindigkeit erreicht? 20 km/h – das würde ihn für eine Fahrt auf deutschen Straßen prädestinieren.

Nun zu einem Prototyp, der mich ein bisschen an Professor X oder die Menschen im Film Wall-E erinnert. Hört auf den Namen Segway S-Pod. Man habe festgestellt, dass der Ruf nach urbaner Mobilität sehr laut sei und habe nun die Erfahrungen im Bereich der Mikromobilität auf die nächste Stufe gebracht und ein komplettes Portfolio an Transportlösungen für die Stadt und das Gelände entwickelt, um das Pendeln, die Freizeit und einfach nur die Fahrt von A nach B attraktiver zu gestalten. Dazu gehöre auch der S-Pod.

Der Segway S-Pod sei ein intelligenter Transportpod für geschlossene Anlagen wie Flughäfen, Freizeitparks und Einkaufszentren. Es ist ein selbstbalancierendes Fahrzeug, das über ein assistives Navigationspanel bedient wird. Mit einem adaptiven automatischen Schwerpunktskontrollsystem können die Passagiere die Geschwindigkeit – bis zu 24 mph (ca. 39 km/h) – einfach durch die Handhabung des Drehknopfes anpassen, um den Schwerpunkt in der Gondel zu verändern. Der Fahrer muss sich zum Beschleunigen oder Abbremsen nicht physisch nach vorne und hinten lehnen.

Da die „Bremse“ durch die Verlagerung des Schwerpunkts gesetzt wird, ist ein Umkippen des S-Pods in jeder Situation ausgeschlossen. Die Bestuhlung des S-Pod bietet einen Weitwinkelblick, der ein weites Blickfeld der Passagiere ermöglicht. Der S-Pod ist auch der erste Schritt von Segway, um neue Transportmöglichkeiten in die Städte zu bringen. Der Segway S-Pod ist mit einem Fernsteuerungssystem durch das abnehmbare eingebaute Pad ausgestattet. Hintergrund: Die Jurassic World Gyrosphere dient als Inspiration für dieses Produkt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Was für eine Gesellschaft sind wir geworden wo sich gesunde Menschen in Rollstühle setzen

  2. Der S-Pod sieht ja heiss aus Ich selber fahre jetzt mehre Jahren ein Segway MobilityCube. D.H. so neu ist diese Technik dann doch nicht mehr.

  3. „Der E-Scooter berechnet die Reibung und den Zustand der Straße und passt die Geschwindigkeit automatisch an.“
    Wow. Noch Waage, ein paar Kameras und Sensoren und es gibt keine zwei Fahrer und keine vom Fahrer selbst verursachte Unfälle mehr.
    Sinnvoll oder sinnberfreit? Wenn Sensoren und Kamera Bremsvorgänge auslösen wenn der Radfahrer so ein Verkehrshindernis überholt und sich direkt wieder davor setzt… Könnte lustig werden, also für die Zuschauer, für den Roller-Fahrer wohl weniger.
    Und Geschwindigkeit selbstständig anpassen? Gut, hier gab es noch keine Glätte, aber kennt ihr diesen Split der statt Streusalz genutzt wird und so schön in den Rillen von Schuhsohlen hält? Das wird dann als Schotter erkannt und lässt diese Teile noch mehr zum Verkehrshindernis auf Straßen und Radwegen werden? Ist nur ein Beispiel. Es gibt auch Laub, etwas Feuchtigkeit weil der Anwohner seinen Garten gesprengt hat, Grasschnitt, da die Grünfläche neben dem Radweg liegt, usw.
    Sehe wirklich keinen Sinn darin, mir fällt nur auf, dass der Hersteller davon ausgeht, dass nur dumme Menschen damit fahren.

    • Wow, vollständig in den Dreck getreten. Du musst Deutscher sein.

      • Wieso? Können deiner Meinung nach nur Deutsche logisch denken? Tut mir ja leid wenn du das anders siehst oder vielleicht in einem Land lebst wo es extra Wege für E-Scooter gibt die durchgängig die gleiche Materialbeschaffenheit haben. Hier ist das leider nicht so und wenn so ein Teil dann ständig seine Geschwindigkeit anpasst ist das in meinen Augen halt sinnbefreit.
        Aber wenn du das so sinnvoll hälst, dann mach doch dem Bundesverkehrsministerium und den PKW-Herstellern diesen Vorschlag. Wozu Tempolimits. Wenn die Straße in der Innenstadt nagelneu ist, keine Schlaglöcher hat und trocken ist, warum soll ein PKW seine Geschwindigkeit nicht automatisch anpassen und schneller fahren können?
        Aber das scheint wohl ein anderer Horizont zu sein, wenn ich deinen Kommentar betrachte.

  4. Ich verstehe diese Systeme nicht. Auf der Ebene leuchtet mir ja eine Steuerung durch Gewichtsverlagerung noch ein. Aber Auf unebenem Gelände habe ich damit so meine Probleme. Zudem fehlt mir bei der Steuerung die Körperdynamik. Ich habe immer das Gefühl, als ob ich auf das Ding festgenagelt bin. Da laufe ich lieber oder verwende eine ungeheuerliche Neuerfindung: das Fahrrad. Soll auch Bewegung ermöglichen. Neuerdings auch ohne Akku.

    • Tandeki
      Glaube mir es ist ein geiles fahren auch im Gelände und Festgenagelt bist du nicht, weil der Oberkörper ständig in Bewegung ist. Gelenkt wird ein Sitz Segway entweder mit einer Stange zwischen den Knie, oder komplett mit dem Oberkörper. Du musst dann halt nicht nur vor und zurück mit dem Gewicht, sondern zwischendurch mal ein Po backe heben.

  5. Beschleunigen und Bremsen musst du bei dem S-Pod schon noch selber und das ist der haken an diesen Gefährten. Ohne Übung bist du in null komme nix platt. Beim Roller oder normalen Steh Segway kannst noch abspringen, wenn der Bremsweg nicht reicht.

  6. Erinnert mich irgendwie eher an die Teile aus Wall-E. (Naja er schwebt nicht aber sonst …)

  7. Ninebot KickScooter Air T15:

    Geschwindigkeit = 20 km/h – passt
    Eigengewicht = 10 kg – sehr gut
    laesst sich zusammenfalten – sehr gut
    Reichweite < 15 km (= 9 miles) – mangelhaft

    Zeit um den Akku zu laden ??
    Stabilitaet des Klappmechanismus ??
    Stabilitaet beim Fahren ??
    Geschwindigkeitsautomatik ist schoen,
    aber laesst diese sich abschalten ??
    (die Geschwindigkeit kann ja auch mal falsch berechnet werden …)

    Schutz vor Wasser und Schmutz ??
    Schutzklasse IP 65 ??
    Schutz vor Diebstahl – wie wird das geloest ??
    (staendig am Mann tragen ?)

    vorlaeufiges Fazit: klingt sehr interessant

  8. „… Weitwinkelblick, der ein weites Blickfeld der Passagiere ermöglicht.“
    Herrlich 🙂

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