Firefox 72: Mozilla gewährt allen Nutzern das Recht, gesammelte Daten zu löschen

Die Veröffentlichung von Firefox 72 steht vor der Tür. Da wird es dann ein paar Neuerungen geben. Zwar konnte man schon mit dem Vorgänger das Erheben von Telemetriedaten unterbinden, allerdings wird man bei Mozilla mit Firefox 72 dafür sorgen, dass dies noch einmal besser gelöst ist. Mozilla erhebt anonymisiert Daten von Nutzern, um die eigenen Dienste zu verbessern. Nutzer, die dieses nun gar nicht wollen und Daten gelöscht wissen wollen, können nun besser gegensteuern. Eine Idee, die Mozilla nicht alleine hatte, sondern sicher auch dem California Consumer Privacy Act (CCPA) (vergleichbar mit dem GDPR in Europa) geschuldet ist.

In der Regel sammelt der Firefox bereits sehr wenige Daten. Der Großteil der Daten, den Mozilla erhält, soll helfen, die Leistung und Sicherheit von Firefox zu verbessern. Diese Telemetriedaten sagen Mozilla nichts über die Webseiten, die Anwender besuchen oder die sie durchsuchen; man wisse nur allgemeine Informationen, wie z. B. dass ein Firefox-Benutzer eine bestimmte Anzahl von Tabs geöffnet hatte und wie lange seine Sitzung dauerte.

In Kurzform zur Neuerung: Die Neuerung sorgt dafür, dass Firefox-Nutzer bereits erhobene Daten auch löschen können. Dies soll aller Voraussicht nach am 7. Januar der Fall sein. Nutzer können dann einen Blick in die Einstellungen unter Datenschutz und Sicherheit werfen, dort findet man den „Datenerhebung durch Firefox und deren Verwendung“.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. chris1977ce says:

    Bin gespannt wie sich der Markt in der nächsten Zeit, nach Einführung von Edge Chromium ändern wird.
    Persönlich nutze ich die aktuelle Beta und bin damit sehr zufrieden – ist schön im System integriert, und hat auch die Funktion, dass beim Beenden alle Cookies, Verläufe usw. gelöscht werden können.
    Mir gefällt der Browser schon super.

    • Naja denke auch das der EDGE damit endlich seine Nutzer findet. Das hauptproblem wird aber bleiben, dass viele Programme dennoch den IE11 und deren DLLs ansprechen.
      Für Firefox sehe ich da aber keine große Gefahr. IE bleibt IE und der Edge ist letztendlich ja nur noch ein Chrome unter anderem Namen.

      • Der EDGE telefoniert mir zu viel nach Hause. Wenn ich mir das Log auf meinem Pi Hole ansehe…
        OMG

        • Interessant, um was für Adressen handelt es sich? (Nur ein paar Beispiele)
          Nach Microsoft oder nach Google?
          Dabei hat Microsoft eigentlich damit geworben den neuen Edge ziemlich Tracking sparsam zu gestalten und die ganzen Google Dienste rauszuwerfen.

  2. ich nutze firefox wegen der bookmark leiste am rechten rand. dazu gibts noch haufenweise addons die für sicherheit und privatsphäre sorgen. bin sehr zufrieden aktuell. auf android nutze ich den kiwi browser mit – natürlich – ublock. auf android ist chrome ein reiner datensammler

    • *linker rand*

    • Wobei der Kiwi richtig viel Akku zieht.
      Den hatte ich auch vor meinem Pi Hole verwendet.
      Als Lösung für unterwegs nutze ich einfach per OpenVPN mein Pi Hole um werbefrei zu surfen.
      Klappt richtig gut. Und ich habe zu Hause mehr Upload, als ich Download bei meinem Smartphone-Tarif habe. Per OpenVPN habe ich keine Geschwindigkeitseinbußen, wie bei der VPN-Lösung der Fritzbox.

  3. Bedeutet dies dass trotz expliziter Deaktivierung der Übertragung von Daten dies dennoch passierte? Fühl mich beätigt dass es richtig war mit Little Snitch seit Jahren alle Verbindungen zu Mozilla zu verbieten und Updates manuell per Safari zu laden. Hatte mich damals gewundert warum Firefox laufend nach Hause telefonieren wollte und daraufhin alles gekappt.

    • Ich werde auch Mal schauen, was der Pi so alles registriert. Benutze Firefox zwar kaum, aber nach Hause, muss er trotzdem nicht telefonieren.

    • Neu ist jetzt, dass man nachträglich bislang erhobene Daten entfernen lassen kann, wenn man die Telemetrie in der Vergangenheit aktiviert hatte und sich nun dagegen entscheidet. Es beteutet nicht, dass trotz deaktivierter Übertragung Telemetriedaten übermittelt wurden.

      Nach Updates wird natürlich trotzdem gesucht und dafür eine Verbindung aufgebaut.

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