Schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen Opera

Schwere Vorwürfe werden derzeit gegen Opera, bzw. das Unternehmen dahinter erhoben. Der Browser gehört seit 2016 dem chinesischen Konsortium Golden Brick Silk Road Equity Investment Fund II LLP mit unterschiedlichen Investoren. Das Unternehmen Opera Limited ist an der Nasdaq gelistet. Die Nasdaq ist die größte elektronische Börse in den USA, gemessen an der Zahl der Unternehmen, die gelistet sind.

Die Anwaltskanzlei Kirby McInerney LLP untersucht mögliche Ansprüche gegen Opera Limited. Diese Untersuchung betrifft die Frage, ob Opera gegen Bundeswertpapiergesetze verstoßen und/oder andere ungesetzliche Geschäftspraktiken verfolgt hat.

Am 16. Januar 2020 veröffentlichte Hindenburg Research einen Bericht, in dem behauptet wird, dass die Mikrofinanz-Apps von Opera (es sind zahlreiche) gegen die Richtlinien des Google Play Store zu räuberischen, kurzfristigen Krediten und irreführenden Apps verstößt.

In dem Bericht wird außerdem behauptet, dass der Chairman und CEO von Opera, Yahui Zhou, 40 Millionen Dollar an Unternehmenseinnahmen durch eine Reihe fragwürdiger Transaktionen mit verbundenen Parteien, die den Investoren nicht angemessen offengelegt wurden, an Unternehmen umgeleitet hat, die sich im Besitz von Zhou befinden oder von ihm beeinflusst werden.

Mal schauen, was daraus wird. Es ist extrem schwer, durch das ganze Geflecht zu blicken, doch für mich persönlich gilt immer: „Audiatur et altera pars“. Jeder hat Anspruch auf rechtliches Gehör, insofern muss man mal abwarten, wie sich die Gegenseite äußert. Feststeht, dass der Kurs nach Bekanntwerden der Nachricht einbrach.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Der Teil mit den 40 Millionen Dollar klingt schon extrem stark nach Enron muss ich sagen…

  2. Ich habe den Hindenburg-Bericht jetzt nicht im Detail gelesen, aber soweit ich es gesehen habe, gibt es die Apps nur in Afrika und Asien. Da ist es fraglich inwieweit das überhaupt die US-Rechtsprechung betrifft.

    Seit Qihoo 360 seine Finger bei Opera drin hat, bin ich aber schon sehr skeptisch. Die haben mittlerweile einen sehr, sehr großen Misthaufen aufgetürmt. Neben den WoSign und Startcom Fails gab es auch immer wieder mal Berichte über Beschiss bei AV-Tests.

  3. Ö? Was? Opera ist gar nicht mehr norwegisch? Gar nicht mitbekommen.

  4. Was bitte schön sind räuberische, kurzfristige Krdite?
    Was haben Apps damit zu tun?

  5. Arnold Aluhut says:

    Tjaaaaa… Es gibt auch freie Browser. Diese sind eh zu bevorzugen. 🙂

  6. Ich benutze den Opera Browser gelegendlich wegen des intigrierten VPN. Mache ich da was fasch?

    • Das „VPN“ ist in Wirklichkeit nur ein transparenter Proxy. Sofern es lediglich darum geht mal einen virtuellen Wohnsitz in den USA zu beziehen, kann man das schon machen. Eine höhere Sicherheit bietet der Proxy nicht. Da braucht man schon richtiges VPS

  7. Es war klar das das in den Gulli geht wenn es an den Chinesen geht. Sorry, nix gegen diese außer es betrifft die Meinungsfreiheit und ein Browser spielt da seh stark mit. Deshalb find ich Google mit seinen Devilsdoing, Apple mit seinen Soziopathie und auch mittlerweile MS mit EDGE das auf Chromium von Devilsland-Alphabet setzt. Da ist Firefox eines der noch wenigen nutzbaren Browser, bei der Suchengine wird es arg knapp.

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