Samsung Isocell HP3: Neuer Kamerasensor für Smartphones

Samsung hat seinen neuen Kamerasensor für mobile Endgeräte, den Isocell HP3, vorgestellt. Es sei laut dem Hersteller der weltweit kleinste Kamerasensor mit 0,56 um für die Pixel. 200 Megapixel sind mit dem Sensor möglich. Man habe die Pixelgröße gegenüber dem Vorgänger um 12 % verkleinert, was es Smartphone-Herstellern erlaube, den hochwertigen Sensor in Premium-Geräten auf kleinerem Raum unterzubringen.

Ob das am Ende für die Bildqualität ein Vorteil ist, muss uns die Praxis zeigen: Kleinere Pixel stehen normalerweise auch für eine geringere Lichtempfindlichkeit, also verstärktes Rauschen. Packen konnte Samsung hier jedenfalls die genannten 200 MP in ein 1/1,4-Zoll-Format. Eingesetzt wird für den Autofokus Super QPD. Das heißt, alle Pixel können für den Autofokus herhalten.

Mit dem Sensor sind zudem 8K-Videos bei bis zu 30 fps und 4K-Videos bei bis zu 120 fps möglich. Meine Bedenken bezüglich der Low-Light-Fähigkeiten will Samsung dann wiederum in seiner Pressemitteilung direkt zerstreuen: Die Tetra2pixel-Technik legt über Pixelbinning vier Pixel zu einem zusammen, wodurch dann Bilder mit 50 Megapixeln und 1,12 um großen Pixeln möglich sind. Alternativ sind auch Aufnahmen mit 12,5 Megapixeln bei 2,24 um großen Pixeln eine Option, da werden dann 16 Pixel zu einem zusammengelegt.

Smart-ISO Pro soll die Dynamik in Fotos steigern: Zwei Bilder mit Low- und High-ISO werden dabei klassisch für ein einzelnes HDR-Foto zusammengelegt. Mittlerweile setzt man aber auf eine zusätzliche Mid-ISO-Aufnahme, was die Dynamik nochmals steigere. Außerdem unterstütze Smart-ISO Pro der neuesten Generation nun 14-bit-Farbtiefe mit 4 Billionen Farben. Je nach Anforderungen kann der Iscocell HP3 dabei die beste Lösung wählen, um hervorragende Fotos und Videos zu erzeugen, so Samsung.

Der Hersteller liefert nach eigenen Angaben bereits Muster des Isocell HP3 an seine Partner aus der Industrie. Die Massenproduktion des Kamerasensors für mobile Endgeräte soll ebenfalls noch 2022 anlaufen. Wann wir dann die ersten Smartphones mit dem Sensor erblicken, ist aber noch offen.

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3 Kommentare

  1. Es ist einfach so lächerlich, dass Samsung ernsthaft damit wirbt, die KLEINSTEN Pixel zu haben. Bei Pixeln auf Kamerasensoren gilt: je größer desto besser und nicht anders herum.
    Das ist genauso dumm, als würde man ein S22 Ultra damit bewerben, dass es einen „industry leading“ 1000 mAh kleinen Akku hat oder dass deren neuer 65″ QLED TV jetzt mit „industry leading“ 360p kommt.

    0.56um sind lachhaft klein.
    Nur mal zum Vergleich:
    0.56um Kantenlänge sind 0.314um².
    Der Hauptsensor des iPhone 13 Pro kommt mit 1.9um auf 3.61um². Das buchstäblich ELFFACHE.

    Und nein, mit diesem Pixel-Binning-Schwachsinn macht man nichts besser. Man braucht deutlich mehr Rechenleistung und Energie um dann das gleiche Bild zu erstellen. Zudem sind kombinierte Pixel NIEMALS so gut, wie physische Pixel in dieser Größe. Deshalb kommt das 13 Pro auch problemlos in Sachen LowLight mit einem S22 Ultra mit, obwohl letzteres mit Pixel-Binning auf dem Datenblatt auf 2.4um kommt – gegenüber 1.9 beim iPhone. Und nein, das liegt nicht an der Blende. Die echte Blendenöffnung ist bei Heiden nämlich fast identisch. Samsung nutzt lediglich eine längere Brennweite, weshalb die gleiche Blendenöffnung dann einen kleineren f-Stop ergibt. F/x.x ist kein fixer Wert, sondern ein rein mathematisches Ergebnis.

    • Kleine Ergänzung zum Pixel-Binning: Das ist tatsächlich Sinnvoll, wenn man einen (Schwarz-Weiß-) CCD-Sensor hat. Hierbei werden nämlich mehrere Pixel gleichzeitig ausgelesen und durch Pixel-Binning kann man das Rauschen beim Auslesen reduzieren. CCD-Sensoren werden allerdings hauptsächlich in der Astronomie eingesetzt; In Smartphones stecken CMOS-Sensoren, bei dem jeder Pixel einzelnd ausgelesen wird. Das Zusammenfassen passiert hier nach dem auslesen und hat keinen Effekt (außer höherer Energieverbrauch). Außerdem funktioniert das bei Farbsensoren nicht, da die Subpixel einer Farbe nicht nebeneinander liegen. Es sei denn man gruppiert die Farbpixel nebeneinander. Nur dann hat man keine 200 MP mehr, sondern nur (schlechte) 50 MP (bei 4er Gruppen), oder?
      Aber 200 zieht im Marketing wohl besser als 50 … Und dabei hat 8K nur ~33MP (4K sind ~8 MP und bei 200MP kommt man fast auf „20K“ …).

    • Hans Wurst says:

      was der text nicht sagt das hier 16 pixel zu einem zusammengefasst werden und so einen pixel mit 2,24 µm ergeben. somit haben die fotos das 12.5mp oder 50 mp bei 1,12 µm pixel grösse

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