Samsung Galaxy S7 und S7 edge: microSD-Karten als internen Speicher einbinden möglich

artikel_s7edgeGanz nach dem Motto „ein Schritt vor und zwei zurück“ spendierte Samsung den beiden neuen Galaxy S7-Modellen (unser Test zum Galaxy S7 edge) einen Slot für microSD-Karten, im Vorjahr wurde dieser erstmals weggelassen. Klingt erst einmal positiv, hat aber einen großen Haken. Trotz Android 6.0 Marshmallow lässt sich eine microSD-Karte auf diesen Geräten nicht als interner Speicher nutzen. Da es in Deutschland nur die 32 GB-Version des Smartphones gibt, ist das schon unglücklich. Samsung hat die Funktion allerdings nicht komplett entfernt, sodass etwas versiertere Nutzer durchaus auch microSD-Karten als internen Speicher verwenden können.

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Das Vorhaben erfordert keinen Unlock und kein Root, kann also relativ gefahrlos ausprobiert werden. Es erfordert allerdings den Umgang mit der Kommandozeile, ADB sollte Euch zudem ein Begriff sein. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man die Speicherkarte sogar teils intern und teils als Massenspeicher konfigurieren kann, so kann man sich das Beste aus beiden Welten holen.

Die Anleitung gibt es bei Modaco, da mein S7 edge Testgerät leider schon nicht mehr da ist, konnte ich sie allerdings nicht ausprobieren und gebe Euch deshalb auch keine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ist der entsprechende Zugriff auf das Smartphone gegeben, sieht das alles recht einfach aus. Die microSD kann auf Wunsch auch partitioniert werden, sodass eben ein Teil als interner Speicher und ein Teil als Massenspeicher verwendet wird.

Macht das aber auf jeden Fall nur, wenn Ihr Euch ein wenig auskennt und Euch auch ein Schiefgehen nicht in eine Notlage bringt (wobei eigentlich nicht so viel schief gehen kann). Falls ihr es ausprobiert und es klappt, hinterlasst gerne einen Kommentar, ob es so reibungslos funktioniert hat, wie es die Beschreibung vermittelt. Sicher eine Option für diejenigen, die sich an Samsung Speicherkartenbehandlung stören.

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21 Kommentare

  1. Soll auch mit dem LG G4 klappen.

  2. Ich frage mich wer ernsthaft – im Vergleich zum internen Speicher des S7 – eine extrem langsame SD Karte als internen Speicher benutzen möchte. Dann brauche ich mMn auch kein Highend Smartphone um es dann wieder auszubremsen.

    Die Nutzung als Zusatzspeicher für Musik, Videos und Fotos ist doch ein guter Kompromiss um den internen Speicher stark zu entlasten.

    Aber es ist natürlich gut zu wissen das es möglich wäre.

  3. Samsung hat die Funktion doch meines Wissens nach nicht angeboten, weil sie Einbußen in der Systemperformance durch den evtl. langsameren Speicher der MicroSD befürchten. Mich würde mal interessieren ob das tatsächlich Auswirkungen hat, da andere Hersteller ja die Funktion „angeschaltet“ lassen.

  4. Sim Wechsel danach nur mit ausgeschaltetem Gerät…

  5. Lennart: Leider gibts durchaus Apps, die unbedingt auf den internen Speicher speichern wollen.
    Mit root nutze ich sowas wie „FolderMount, aber ohne wüsste ich spontan auch nix.

  6. @Lennart
    Sehe ich auch so. Man kauft doch kein Highend SmartPhone um dann ein ganz wesentlichsten Element, den Speicher, auf ein Mittelklasse Niveau zu drosseln. Das wäre als würde man freiwillig ne SSD gegen die Geschwindigkeit einer uralten HDD eintauschen.

    @Bennedict
    Die Hersteller die es aktiviert lassen haben in der Regel keinen so schnellen internen Speicher verbaut so dass der Unterschied weniger spürbar ist. Also eher Phones der niedrigen und mittleren Preisklasse wie manche Motorola Modelle.

  7. +1 für Lennart. Er hat eig schon alles dazu geschrieben.

  8. Bei Einbindung als „interner Speicher“ sollten natürlich nur schnelle Karten genutzt werden, die auch die nötige Performance mitbringen. Also keine 64er 20,-€ 08/15-Karten von der Grabbelbox! Eine Class 10 / UHS-1 oder 2 darf es da schon sein, wobei das auch nur eine grobe Richtung ist. „Samsung 64GB Pro+“ wäre z.Bsp. so eine Karte, die sehr hohe Schreibwerte, gerade im wichtigen „Random Write“ aufweisen kann. Ich nutze so eine Karte beim Moto X Force als internen Speicher und es gibt keine Performance-Einbußen. Laut Androbench (damit kann man internen und externen Speicher benchmarken) kam die Karte (es gibt auch die Pro, aber die Pro+ ist nochmal schneller) verblüffend nahe an die wichtigen Werte des internen Speichers heran. Nach der „Umwandlung“ als interner Speicher kann dann allerdings nichts mehr getestet werden, denn dann gibt es nur noch „einen“ Speicherbereich.

    P.S. Nur so ein Gedanke: wenn man an der Systempartition/Konfiguration per ADB herumfummelt, wird das wahrscheinlich beim nächsten OTA nix mehr mit dem Update. Das müsste dann vorher wieder rückgängig gemacht werden, damit man das künftige OTA fehlerfrei draufbügeln kann. Da aber die SD-Karten bei Benutzung als „interner Speicher“ verschlüsselt werden und dadurch aus dem System „herausgerissen“ werden, wird das mit einem Datenverlust einhergehen. Aber so viele Updates werden ja bei Samsung nicht kommen 🙂 Und falls das künftige OTA doch fehlerfrei installiert werden könnte, wird die Einstellung dann eh automatisch zurückgesetzt und der Datenverlust ist trotzdem da. Just my 2 Cents…

  9. +1 für Lennart (Jemand, Rogge)
    -1 für den Artikel Sascha

  10. Für mich wäre Amazon Instant Video ein Grund den langsameren SD-Speicher bei meinem Tablet auch als internen Speicher zu nutzen. Dort ist eine Speicherung der Videos auf der SD-Karte nicht möglich und beim internen Speicher landet man dann doch schnell an seine Grenzen.

  11. @Martin: Sascha hat doch nur mit dem Artikel auf die Möglichkeit hingewiesen und mehr sollte hier die Message nicht gewesen sein. Er hat sogar im Artikel auf ein Risiko hingewiesen. Also wieso -1? Wer sich immer nur auf eine Quelle verlässt und nichts hinterfragt ist selber schuld, dass gilt übrigens die alle Aspekte des Lebens.

  12. Hi Bob, -1 deshalb, weil es ganz sicher wieder genau die Leute ausprobieren, die keine Ahnung haben (die Anderen brauchen es ja nicht, wie aus den Kommentaren ersichtlich).
    Und genau die Unwissenden wundern sich dann nachher auch, dass ihre Daten gelöscht wurden bzw. die SD Karte in anderen Geräten nicht mehr lesbar ist.
    Oder denkst Du gerade auch nicht an den blauen Elefanten, weil ich Dich explizit davor warne?
    😉

  13. @Martin:
    Und? Welche Verantwortung hat den Sascha dafür, dass irgendwelche Leute ohne Ahnung das probieren und dann Probleme haben? Soll er besser nichts schreiben nach dem Motto „Man kann da was mit der externen SD Karte und dem internen Speicher machen – aber diese Infos würden Euch verunsichern“?
    Im Zweifel kannst du noch mal den letzten Absatz lesen.
    Ich finde interessant, dass es also doch geht. Andererseits brauche ich die SD Karte nur für Fotos, Videos und evt. Musik. Dann reichen mir 32 GB intern locker.

  14. @Kinzie
    Es hängt halt auch davon ab womit man die Performance vergleicht. Mit dem eMMC Speicher können gute MIcro SD Karten mittlerweile ganz gut mithalten, aber der im S6 und S7 verbaute UFS 2 Storage ist nochmal ne ganze Ecke schneller. Hinzu kommt dass die SD Leser in SmartPhones oftmals mit einer geringeren Spannung angesprochen werden als zum Beispiel die Lesegeräte an einem Desktop, wodurch viele Karten ihre optimale Performance im SmartPhone nicht erreichen können – einfach um Akku zu sparen. Auf Reddit hatten einige gute Sandisk und die Samsung Pro Karten im S7 getestet … die liegen schon erhebliche Unterschiede im Vergleich zum internen Speicher. Ob es der Nutzer im Alltag spürt hängt dann sicherlich stark vom Nutzungsverhalten ab.

  15. @exts: Der letzte Absatz ist das Thema ‚blauer Elefant‘.
    Außerdem war die Info nicht neu. Wurde schon vor 2 Monaten gepostet: https://www.reddit.com/r/lgg4/comments/3z1bfi/enable_adoptable_storage_on_your_lg_g4_stock_no/

  16. Lieber Martin, ich sehe das eher pragmatisch, wer sich auf solchen „Blogs“ herumtreibt ist kein unwissender. Und wer sich trozdem einmal die Finger verbrennt, ist beim nächsten mal vorsichtiger. So oder so, ich gebe Sascha ein +1 für den Beitrag, finde aber im übrigen auch deine Sichtweise nachvollziehbar.

  17. Danke Bob! (Vielleicht bin ich auch etwas sensibel, was Kritikpunkte an meinem aktuellen Lieblingssmartphone angeht. Das kann ich einfach nicht kommentarlos zulassen.)
    Schönes Wochenende!

  18. Erster Blog-Beitrag mit Anriss der Problematik SD-Card unter Marshmallow.

    Mit 73 bin ich nicht sooo versiert. Wär mit meinem Moto X Play, 16 GB, interessiert, paar Apps auf die SD zu installieren – Google Übersetzer mit 25 Offline Wörterbüchern (2-3 GB), HERE + Maps mit Offline Karten – und dafür zB die von Kinzie erwähnte Samsung 64GB Pro+ zu kaufen [geht das günstiger mit AliExpress/China?].

    Der Weg über Link2SD setzt Root voraus, was gegenwärtig wohl (?) daran scheitert, dass Marshmallow keine ADB binaries mehr vorhält; so lese ich das zB vom Entwickler vom Fire Installer im Play Store: „Currently working on a Fix for Android 6.0 Devices. Google removed the needed adb-binaries from Android 6 Devices.“ Im Web finde ich zu dieser Problematik noch wenig, am ehesten auf Entwickler Seiten.

    Für mich auch ein Problem,weil ichs Moto X Play rooten und zum Dual Sim umbauen will, was gehen soll.

  19. Zusatzfragen:
    WENN man die SD partitioniert, Partition 1 = FAT32? 2=ext4?
    Könnte man, abgesehen von der Sinnhaftigkeit, eine so partitionierte SD in Marshmallow auch als Internen Speicher einsetzen – wird da nicht die ganze SD neu formatiert?

  20. Hi bat,

    das ist jetzt ein wenig off topic hier, aber laut Motorola sollte adoptable storage von Haus aus unterstüzt werden: https://motorola-global-portal.custhelp.com/app/answers/prod_answer_detail/a_id/109134/p/1449,9582

    Vielleicht kann Pascal was dazu sagen:
    http://stadt-bremerhaven.de/moto-x-play-testbericht-der-akku-koenig-hat-einen-namen/
    … falls er’s noch hat.

  21. @Martin:
    Ja, das X Play unterstützt ‚adoptable storage‘.
    Meine Frage ist, wie SINNVOLL diese Möglichkeit ist – und in diesem Thread geht’s doch um adoptable storage (also aus meiner Sicht nicht off topic).

    Pascals Beitrag vor 6 Monaten + Kommentare erwähnen die Thematik nicht.
    Caschy stieg auf einen Hinweis auf die von mir erwähnte Marshmallow/ADB Problematik nicht ein bzw antwortete nur kurz ‚ADB ist immer noch da‘ – und meinte aus meiner Sicht vermutlich die Entwickleroptionen mit dem ADB Punkt. DIE sind in der Tat noch da – aber nach den Äußerungen im Web und Fehlermeldungen, die ich erhalte, scheint im Dateigefüge bei Marshmallow ADB ENTFERNT zu sein.