Salesforce kauft Slack für 27,7 Milliarden US-Dollar

Das ist ja mal eine Ansage. Wie Salesforce und Slack per Pressemitteilung bekannt geben, möchte der CRM-Riese die in Teams beliebte Chat-Software Slack kaufen und nimmt dafür insgesamt 27,7 Milliarden US-Dollar in die Hand.

Slack hat seit seinem Börsengang im letzten Jahr ordentlich an Wert eingebüßt und hat spätestens seit dem Run auf Chat- und Konferenzsoftware während der Corona-Pandemie mit einem ordentlichen Druck vonseiten Microsoft Teams und Co. zu leben. Aktuell läuft auch eine Beschwerde gegen Microsoft bei der EU-Wettbewerbskommission. Der Deal soll im zweiten Geschäftsquartal 2022 abgeschlossen sein.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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14 Kommentare

  1. Da muss Slack ja einiges an interessanten Unternehmensdaten in ihrer Cloud gesammelt haben. Für die Chat- und Konferenzfunktion werden die wohl sicher nicht soviel Geld ausgeben wollen.

    • Bei Unternehmenskäufen geht es eher selten darum, die Funktionen zu kaufen. Das laufende Unternehmen hat offensichtlich genug Geld, diese selber nachzubauen, wenn nicht gerade Patentprobleme im Weg stehen oder es um Innovationen geht.

      Viel mehr ist man an dem Kundenstamm und an der Marke interessiert. Slack als Name ist weit bekannt, dass kann der Käufer nicht so schnell selber erreichen. Auf die Kundenzahl kommt er ebenso wenig so schnell. Das Unternehmen einfach zu kaufen ist also in der Regel günstiger, als die Funktionen nachzubauen und (!) das Marketing zu bezahlen, um das eigene Produkt so bekannt zu machen. Gerade letzteres dürfte in diesem Fall das teurere sein.

      • 27.000 Millionen dürfte für Marketing und Entwicklung doch reichen. Oder sagen wir Mal Sparversion 10.000 Millionen. Dann bleibt noch ein wenig für Party.

        Wie abgedreht ist der Kapitalismus inzwischen??

        • Wie der Poster auf den du antwortest geschrieben hat: Es geht nicht um die Technologie sondern um die Kunden und gesammelten Informationen. Selbst wenn du Slack jetzt nachbaust und Milliarden in Marketing steckst, dauert das alles Jahre und ist kein Garant dafür auch wirklich Marktanteile zu erobern. Akquisitionen ist in dem Fall der sichere und Zeit sparendere Weg.
          Ich bin mir sicher, dass bei einem Geschäft in der Größenordnung ein ganzer Packen M&A Consultants tätig ist und vertraue mal deren Urteil zum Firmenwert mehr als deinem „OMG KAPITALISMUS OMG!!!!“

          • Ja dann bin ich ja mal beruhigt, dass du jemanden traust. Ich habe Wirecard getraut. Die hatten auch einen ganzen Packen dieser Spacken.

      • Korrekt – eine Ergänzung noch. Hätte Salesforce die Funktionen von Slack nachgebaut – wo sie techn. durchaus in der Lage sein sollten – hätte dies Jahre gedauert. Und wenn das Produkt am Markt wäre, hätte es Slack als Konkurrenten. So hat man einen Konkurrenten weniger und man hat ein Produkt.

        • Ein Produkt, welches vermutlich gegen Teams nicht bestehen wird. Zumindest nicht so wertig, dass es den Preis rechtfertigt.

          Und Messenger sind doch keine Raketentechnik.

  2. Oh, dann braucht man sich ja keine Sorgen um Slack zu machen, siehe Quip.

  3. 27 Mrd. – ich frage mich, was an der Firma soviel wert sein soll. Alle Unternehmen, die ich kenne und wo Slack eingesetzt wurde, sind wieder davon weggegangen, weil denen das Abomodell schlichtweg zu teuer war.
    Bei uns in der Firma stand Slack auch mal zur Diskussion ist aber ganz schnell wieder von der Liste gestrichen wurden, aus selben Grund, frü großen Firmen nicht bezahlbar.

    Vermuttlich ist das auch nur wieder eine hochgepushte Seifenblase, die irgentwann zerplatzt und vom Markt verschwindet

  4. die großen unternehmen spielen halt lotto, es kann funktionieren oder auch nicht.

  5. Bei solchen Deals fließt doch kaum Geld, daher stellt sich auch gar nicht erst die Frage ob man das für die vom Vorposter genannten „10.000 Millionen“ nachbauen könnte.

    Die Slack Leute bekommen Salesforce Aktien und alle sind happy. Woher soll das Geld denn sonst herkommen? Salesforce wird ja nicht für 27 Mrd. Aktien verkaufen (und somit den eigenen Kurs ruinieren) um Slack zu kaufen.

    • Laut Meldungen sind 10Mrd Kredit + eigenes Cash der Großteil des Kaufpreises. 0,01% Salesforce-Aktien pro Slack Aktie wird noch dazu verrechnet. Ist nicht viel.

    • > Bei solchen Deals fließt doch kaum Geld,

      Klar, steht sogar da. Eine zweistellige Milliardensumme an alle Eigner. Sowas geht mit Übernahme-Finanzierung.

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