RTL Deutschland und Gruner + Jahr verschmelzen

RTL Deutschland und Gruner + Jahr (G+J) werden zusammengeführt. Ziel sei es laut offizieller Pressemeldung, einen „cross-medialen Champion in den Bereichen Fernsehen, Streaming, Magazine, Radio und digitale Medien“ zu kreieren. Damit stelle man sich für den Wettbewerb mit globalen Tech-Plattformen nun in Deutschland gut auf.

RTL Deutschland übernimmt dabei nun vollständig die deutschen Magazingeschäfte und -marken von G+J für 230 Millionen Euro (ohne Barmittel und Schulden). G+J wird damit Marken wie Stern, Brigitte, Geo, Capital, Schöner Wohnen, Eltern und Art sowie seine journalistische Expertise einbringen. In den vergangenen Jahren hatten RTL Deutschland und G+J ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Werbevermarktung (Ad Alliance), Inhalte-Entwicklung und -Produktion (Bertelsmann Content Alliance) sowie Forschung und Daten (Data Alliance) bereits ausgebaut. Die Zusammenführung beider Unternehmen baut auf diesen Allianzen auf.

Ziel sei es auch, durch die Verbindung das Wachstum der eigenen Streaming-Plattform RTL+ (TVNow) zu beschleunigen. Man wolle seine Investitionen in lokale Inhalte, Journalismus, Technologien und Daten erhöhen. Die Journalisten von G+J sollen also auch an Inhalten für RTL+ mitarbeiten. Die Transaktion soll zum 1. Januar 2022 abgeschlossen werden. Gruner + Jahr Deutschland wird auch in Zukunft seinen Sitz in Hamburg haben.

Ausgenommen sind von dem Deal ausdrücklich die DDV Mediengruppe (Sächsische Zeitung), Territory, AppLike Group sowie die 25-Prozent-Beteiligung von G+J an der Spiegel Gruppe. Sie verbleiben bei Bertelsmann.

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23 Kommentare

  1. „cross-medialen Champion“.. RTL.. 😀 😀 😀

  2. „Journalistische Expertise“ – da bleibt echt kein Auge trocken. Und die hauen sowas im vollen Ernst raus!

    • Ach komm, keiner kennt sich besser mit Swinger Clubs, dem Rotlicht Milieu usw aus als RTL II.

    • Sie haben ja jetzt Jan Hofer. Dafür musste Dieter B gehen. Und journalistische Qualität durfte ich gestern wieder kurz vor 8 erleben. Anja Kohl fasselt was von fehlenden Speicherchips bei den Automobilherstellern. Nächste Woche wird wahrscheinlich als Grund fehlende Graphikkarten angegeben, weil Daimler in einer Ad-Hoc-Meldung berichtet, dass sie von Nvidia keine Chips bekommen. Und wenn wir schon bei der Wirtschaftsredaktion sind. Umsatz ist nicht gleich Ertrag. Okay Apple und Google arbeiten dran. Aber für dt. Unternehmen gilt immer noch Umsatz minus Aufwand = Ertrag

      • Sorry, aber dein Posting zeigt, das Du gar keine Ahnung hast.
        Die Chipkrise ist real, viele Autohersteller und andere Firmen sind deswegen in Kurzarbeit.
        Ich arbeite bei einem deutschen Hersteller von Industrieroutern.
        Lieferzeit von LTE Modulen (die es NUR noch aus China gibt): 26+ Wochen.

        Frau Kohl hat vollkommen recht und sie ist eine echt Expertin, ich durfte sie schon mehrfach persönlich auf Messen und anderen Events sehen. Sehr angenehme Person mit Fachwissen.

        • Naja, Chips im generellen schon, da hast du Recht.
          Aber meiner Meinung nach betrifft es eher kein RAM, sondern CPUs.
          Und auch bei Nvidia reden wir nicht von reinen GPUs.

          Also mal locker bleiben, wenn du jemand Fachwissen absprichst.

  3. Bin ich froh, das ich das Job Angebot von G+J vor einem Jahr ausgeschlagen habe.

  4. 11 Freunde Tv bei RTL würde ich aber anschauen.

  5. Gehört das nicht eh alles zu Bertelsmann & ist nur ein hin & her geschiebe?

    • Meines Wissen nach schon. Bertelsmann hat ja vor einiger Zeit die restl. Anteile von RTL von einem bel. Unternehmen gekauft. Ist eher wohl linke rechte Tasche.

  6. Das ist doch nur eine interne Schieberei. Sowohl G+J als auch RTL gehören zu Bertelsmann.

  7. Gibt im Freitag einen gut geschriebenen Artikel über den Untergang von Gruner und Jahr:
    https://www.freitag.de/autoren/wolfgangmichal/gruner-jahr-das-bittere-ende-der-story

    • Sehr guter Artikel, danke für das Verlinken

    • Schliess mich an – danke für den Link. Ob Thomas Middelhoff den Internet-Giganten geschafft hätte wie Google und Co. bzweifele ich. Apple, Google und Co. kommen von der Tech-Seite. Die Verlage haben versucht ihr Geschäftsmodell aufs Internet zu übertragen und sind meist gescheitert. Ein bekanntes Beispiel aus den 00-Jahren: Murdoch kauft MySpace und hat trotz besserer Startposition gegen Facebook verloren.
      Und dass t. Middelhoff nicht der Überflieger ist / war hat er bei Karstadt Quelle gezeigt.
      Allgemein zu den dt. Medienunternehmen: Burda und Springer verdienen inzwischen ihr Geld mit den meist zugekauften Internetangeboten. Die Zeitungen – selbst die Bild – kämpfen um Auflage und damit um Gewinne. Springer hat z.B. seine Druckereien auch verkauft Diese sind halt Opfer – wie auch Heidelberger Druck / MAN Roland – Opfer der techn. Entwicklungen

      • Heidelberger Druck versucht ja im ganz kleinen prozentualen Bereich auf Wallcharger umzusatteln. Völlig anderes Themenfeld aber bleibt interessant ob die das wirklich durchziehen.
        Die Aktie zieht jedenfalls quasi durchgehend Verluste – beobachte meine eine mikrige Aktie da gern in der Hinsicht.

  8. northdata.de ist so die erste Adresse um sowas grafisch nachzuvollziehen.

  9. Das Logo!! Ich brech ab. Wahrscheinlich haben sich die Neuschnee-Philosophen von G+J bei der Präsentation in den Rausch geredet: Alle diese diversen Farbtöne und nichtsagender Buchstaben, die auch ich oder du sein könnten und niemanden ausschließen – oder so ähnlich 😀

  10. Kennt jemand noch Baader / Meinhof?
    Die hätten ein Fest zu feiern.

  11. Ich hab das Rebranding für einen Scherz gehalten.
    Das kann man doch nicht ernst meinen. Allein schon die 3 Kernfarben einfach aufzugeben,

    • Da haben bestimmt ganz viele Leute in noch mehr Gremien und Ausschüssen monatelang für gebraucht.
      Bestimmt noch mit externen Beratern, Marketing und Design Leuten.

    • Das Logo wird in verschiedenen Farbkombinationen genutzt werden. Die auf den Bild ist nur eine davon…

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