Roccat Vulcan II Max – Optische Gaming-Tastatur im Test

Roccat ist kein unbekannter Name im Gaming-Business. Die Marke von Turtle Beach ist bekannt für seine Peripherie für Gamer und ich hatte mir vor einiger Zeit bereits die Vulcan II Mini angesehen. Nun bin ich in den Geschmack der großen optisch-mechanischen Tastatur Vulcan II Max gekommen, die, wie der Name schon sagt, eine Tastatur in vollständiger Größe ist und mit einer abnehmbaren Handballenauflage daherkommt.

In der Verpackung findet ihr beide genannten Bestandteile (Tastatur und Auflage) und eine Bedienungsanleitung. Die Auflage ist transparent und aus angenehm weichem Silikon gefertigt. Sie verfügt über zusätzliche Elemente, die in die Tastatur eingeschoben werden und dort das Licht der verbauten LED aufnehmen und in die Handballenauflage weitertragen. Dadurch leuchtet schlussendlich die ganze Auflage.

Die Tastatur an sich ist sehr sauber verarbeitet und vor allem komplett verwindungssteif. Auf der Unterseite hat Roccat Füße in zwei verschieden große Füße verbaut, die gummiert sind und die Tastatur in der Position halten, auch wenn es mal wilder zur Sache geht. Man kann die Tastatur aber logischerweise auch gänzlich ohne ausgeklappte Füße in der flachen Position verwenden.

Auf der Oberseite findet man das übliche Tastaturlayout mit Funktionstasten, die gleichzeitig noch eine zweite Belegung haben, aber dazu gleich mehr. Einzige Besonderheit im Layout: Rechts oben findet ihr noch drei Buttons für die Steuerung von Medien und einen Drehknopf zum Regeln der Lautstärke.

Roccat verbaut hier ebenfalls die Titan II Optical Switches (rot), die schnell und strapazierfähig sein sollen. Die eingebaute Variante soll linear und schnell sein, einen leisen Tastenklang besitzen und hat einen Druckpunkt von 1,4 Millimeter. Der komplette Weg beträgt 3,6 Millimeter. Wer sich für den Auslösungsdruck interessiert, der liegt bei 45 Gramm. Der Hersteller hat eine komplett eigene Seite für die Technologie eingerichtet, auf der ihr euch über die Details selbst informieren könnt.

In der Praxis tippt sich die Tastatur sehr angenehm. Ich bin kein regelmäßiger Nutzer mechanischer Tastaturen, probiere aber immer mal wieder mit Modellen herum. Natürlich ist das Ganze gewöhnungsbedürftig, wenn ihr von anderen Modellen kommt, aber ich fand das Tippen nach bereits kurzer Zeit sehr gut. Die Wege sind länger und man muss mehr Druck aufbringen, um die Tasten zum Anschlag zu bringen, als bei den flachen Scheren-Switches, aber hier hat Roccat meiner Meinung nach einen sehr guten Job gemacht. Die Lernkurve ist da ziemlich steil.

Wie bereits erwähnt, darf bei einer Roccat-Tastatur natürlich auch das bunte Licht nicht fehlen. Hier kommt die hauseigene AIMO-Illumination zum Einsatz, die über eine doppelte Abgabefrequenz verfügt und saubere und angenehm weiche Lichteffekte erzeugen kann. Wenn ihr weitere Produkte von Roccat mit AIMO habt, könnt ihr diese miteinander synchronisieren.

Die Tastatur hat noch ein paar Überraschungen parat. So besitzt sie 24 Multifunktionstasten, die man auf dem Keyboard nicht nur an dem kleinen zweiten Aufdruck, sondern auch an einer separaten LED erkennt. Betätigt man die FN-Taste, leuchten die Funktionstasten separat auf und man kann mit diesen speziellen Funktionen ansteuern. Unter anderem kann man vier Profile für die Tastatur definieren, die den Nutzern schnell das Hin und Her wechseln ermöglichen. Die Tastenkappen könnt ihr natürlich auch abnehmen und mit anderen Tasten von Drittanbietern ersetzen, die über einen kreuzförmigen Befestigungsaufsatz verfügen.

Als Kompanion-Software steht euch auch hier Roccat Swarm. Dort könnt ihr neben vielen Einstellungen auch Makros definieren. Damit lassen sich beispielsweise ganze Tastenkombinationen an eine Taste binden und somit schneller ausführen. Das ist nicht nur in Spielen nützlich, sondern kann auch im normalen Arbeiten eine angenehme Sache sein. Treiber werden mit Swarm ebenfalls auf den neuesten Stand gehalten. Ihr müsst das Tool natürlich nicht benutzen, aber damit erschließt man erst die kompletten Möglichkeiten des Gerätes.

In Summe kann man sagen, dass Roccat auch mit der Vulcan II Max eine potente Tastatur gebaut hat, die vor allem die Nutzer erfreuen wird, die den Num-Block gern benutzen. Man bietet ein hohes Maß an Anpassbarkeit und auch die Fans des bunten Lichts werden nicht enttäuscht.

Die bunt leuchtende Handauflage bringt noch mehr Glow auf den Desktop. Mit knapp 230 Euro ist das Teil jedoch kein Schnapper. Man muss sich mit teils wesentlich günstigeren und auch namhaften Konkurrenten messen. Am Ende sollte man immer ein wenig herumprobieren, bevor man zur Tastatur des Vertrauens greift.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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6 Kommentare

  1. Alex the 2nd says:

    Hab den Vorgänger seit Jahren im Einsatz. Solides Teil. Schmeckt.

    • Bob (der andere) says:

      Ich hab davon (Vulcan I) die TKL-Version am Zweitrechner dran. Ebenfalls sehr zufrieden.

  2. Heisenberg says:

    Roccat ist auch Turtle beach, das erklärt natürlich einiges. ^^

  3. Die Tastenkappen kann man natürlich auch abnehmen und mit anderen Tasten von WELCHEN Drittanbietern ersetzen?
    Bitte einen Link wo auch die Halterung von der Spacebar und Tab- und Return-Taste passt und die Beleuchtung und die Beschriftung der Sonderfunktionen gleich sind. Danke.

  4. Hatten die Roccat Vulcan 122, schon nach einem halben Jahr löste sich die Beschriftung. Anstatt Ersatzkappen anzubieten, machte der Support dicht.
    Und es gibt KEINE passenden Tastenkappen als Ersatz!

  5. Ich habe seit ein paar Jahren die Kombo Nyth (Maus) und Ryos MkFX (Tastatur) und bin nach wie vor begeistert.
    Was mich an vielen neuen LED-Tastaturen stört (auch an der neuen von Roccat) ist, dass es zuviel Blingbling gibt. Warum ist nur obere Fläche der Tastenkappen abgedunkelt? Das Streulicht überstrahlt die Buchstaben und nervt sehr, wenn man im Dunkeln daddelt oder schreibt, das nervt.
    Roccat ja (und immer wieder gerne), aber (trotz unbestrittener sonstiger Qualitäten) nicht die Vulkan

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