Raspberry Pi Pico W vorgestellt

Den Mini-Computer Raspberry Pi brauchen wir unseren Lesern sicher nicht mehr erklären. Unfassbar viel ist mit dieser kleinen Kiste möglich – und der Einstieg ist auch gar nicht mal so schwierig. Nun hat man den Raspberry Pi Pico W auf den Markt gebracht.

Im Januar letzten Jahreshatte man den 4-Dollar-Raspberry Pi Pico auf den Markt gebracht, das erste Produkt, das auf dem bei Raspberry Pi entwickelten Chips basiert. Sein Herzstück ist der RP2040-Mikrocontroller, der auf dem 40-nm-Low-Power-Prozess von TSMC aufgebaut ist und zwei 133-MHz-Arm-Cortex-M0+-Kerne, 264 kB On-Chip-SRAM und das Raspi-eigene, programmierbare E/A-Subsystem enthält.

Seit der Markteinführung habe man fast zwei Millionen Pico-Boards verkauft, und der RP2040 hat seinen Weg in eine große Anzahl von Produkten anderer Hersteller gefunden. Jetzt gibt’s den neuen Raspberry Pi Pico W. Der Raspberry Pi Pico W kostet 6 Dollar und bringt das 802.11n-Wireless-Networking auf die Pico-Plattform, wobei die vollständige Pin-Kompatibilität mit seinem älteren Geschwistermodell erhalten bleibt. Pico H (5 Dollar) und Pico WH (7 Dollar) erweitern Pico bzw. Pico W um vorbesetzte Header und den neuen 3-Pin-Debug-Anschluss. Pico H und Pico W sind ab heute erhältlich; Pico WH wird im August folgen. Wer also schon etwas mit dem Pico anfangen konnte, der bekommt mit dem Pico W nun das Gleiche geboten – und zusätzlich WLAN. Die Ankündigung findet ihr hier.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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10 Kommentare

  1. Gibt’s eh nicht zu kaufen und wenn dann zu Wucherpreisen. Die Liefersituation von Raspberry Pis ist seit Monaten leider katastrophal.

  2. Was macht man denn mit dem Pico? Kann der das Gleiche wie der große Bruder, nur langsamer oder hat der einen komplett anderen Anwenungsbereich?

    • eher anders … vergleichbar mit einem ESP8266

    • Der Vorteil ist, dass du kein Betriebssystem benötigst, das zusätzlich Strom verbraucht und gewartet werden will. Es läuft darauf zB nur ein kleines MicroPython-Script was die Komplexität und Anfälligkeit auf das Notwendigste reduziert.

      Trotzdem kannst du zB damit aus der Ferne Geräte ansteuern/überwachen oder auch in HomeAsssistant einbinden. Durch den WLAN-Chip ergeben sich viele Möglichkeiten bei der Haussteuerung. Auch Sensoren lassen sich so einfach mit dem WLAN verbinden.

  3. Als der Raspberry Pi Zero 2 W kam war ich echt begeistert!!!
    Der dieser kann ja wirklich nicht viel…
    Für diese Mini IOT, bleib ich doch dann lieber bei meinen ESP 8266 oder ESP 32.

    • Das Pi Zero ist ein kompletter Computer. Die Pico-Reihe sind dagegen Mikrocontroller und damit eine eigene Geräteklasse mit eigenen Anwendungszwecken.

  4. Danke für die Verlinkung zur Ankündigung. Ich wunderte mich bei Computerbase schon wieso Bluetooth 5.2 erwähnt wird, im Gegensatz zu anderen Seiten, und zum Datasheet verlinkt wurde wo darüber nichts zu finden ist. Nur dass der Chip es können soll.
    „Eagle-eyed readers of datasheets will notice that CYW43439 supports both Bluetooth Classic and Bluetooth Low-Energy: we have not enabled Bluetooth on Pico W at launch, but may do so in the future.“

  5. Helmut Singer says:

    Der Riesenvorteil dieses Controllers liegt in den programmierbaren GPIO-Pins. Dadurch hat man die Möglichkeit, beliebige Impulsfolgen mit Quarzgenauigkeit zu programmieren, die dann neben dem eigentlichen Prozessor unabhängig laufen.
    Dies ist vergleichbar mit der eTPU (extended Timing processing unit), die Freescale (früher Motorola) in seinen Controllern eingebaut hat und die z.B. zur genauen Zündung in Autos verwende wird. Sinnvollerweise programmiert man den Rasi Pico
    in ‚C‘, damit man die voller Geschwindigkeit erreicht.

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