Quartalszahlen bei Apple: rosige Aussichten dank iPhone und iPad

Wieder mal hat man in Cupertino Zahlen vorgelegt, wieder mal machen die einen glänzenden Eindruck und wieder mal sind im Wesentlichen das iPhone und das iPad dafür verantwortlich – so könnte man den Quartalsbericht von Apple vermutlich in einem Satz zusammen fassen. Gestern hatte man aber nicht nur über die Erfolgsgaranten berichtet, sondern auch über einen Vertreter, der so langsam in die Jahre gekommen zu sein scheint – der iPod. Während die anderen mobilen Devices sagenhaft zulegen konnten im Vergleich zum Vorjahr, hat die Mutter aller MP3-Player im Vergleich zum ersten Quartal im Vorjahr um 15 Prozent verloren.

Solide sind die Zahlen bei den Macs – um 7 Prozent ging es hier nach oben. Aber die Aushängeschilder des Unternehmens sind und bleiben nun mal das iPad und das iPhone. Allein beim Smartphone konnte man um 88 Prozent zulegen – wir reden hier von 35 (!) Millionen Geräte allein im besagten Quartal. Noch beeindruckender das iPad: um satte 151 Prozent ging es hier nach oben im Vergleich zum Vorjahr, wenngleich mit 11 Millionen verkaufter iPads 4 Millionen weniger vertickt wurden als noch im letzten Quartal 2011.

Ich liebe und nutze Android und würde mein Smartphone niemals durch ein iPhone ersetzen, aber bei den Tablets darf die Frage erlaubt sein, wo genau denn die Android-Devices bleiben, die dem iPad ernsthaft gefährlich werden können. Marginale Verbesserungen bei jeder Generation reichen Apple zumindest bislang aus, um die Konkurrenz deutlich auf Abstand zu halten. ASUS und Co haben mit Sicherheit noch ein paar Pfeile im Köcher bzw bringen gerade starke neue Produkte auf den Markt, aber in diesem Jahr rüttelt unter Garantie niemand  von denen am Tablet-Thron.

Bei den Smartphones ist mittlerweile ein Punkt erreicht, an dem auch andere Geräte von Design und Technik her mit dem iPhone mithalten können bzw ihm sogar voraus sind. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass das nächste Quartal ein klein wenig ruhiger laufen dürfte für Apple – und allein mit dem iPad kann man dieses aktuell hohe Niveau meiner Meinung nach nicht halten, selbst wenn sich das Teil auch weiterhin verkaufen wird wie geschnitten Brot.

Quelle: The Verge

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

6 Kommentare

  1. Vollkommen verrückt. 35 iPhones in 3 Monaten verkaufen ist schon eine Hausnummer. Aber ich finde es sehr gut, weil sonst kann niemanden der Verbreitung von Android etwas entgegen setzen.

  2. Mit jedem verkauften iPad gibt es aus meiner Sicht auch wieder einen neuen potenziellen Kunden fürs iPhone (wenn das nicht vorher schon da war). Ich habe einige Freunde und Kollegen, die nach dem Kauf eines iPads auch Ihr Smartphone (meist Android) in ein iPhone gewandelt haben oder noch wollen. Für den Normalverbraucher (nicht technikverliebt) ist es einfach praktisch, wenn Apps, Musik usw. nur 1x gekauft werden müssen und alles zusammenpasst.

    Daher ist es aus meiner Sicht für Android auch insgesamt sehr wichtig wie man sich im Tablet-Bereich in naher Zukunft entwickelt.

  3. Bei der Hardware haben die Android-Tablets die Lücke m.E. schon geschlossen, ich rechne auch bald mit Displays, die mit dem neuen iPad mithalten können, spätestens mit den neuen Samsung-Geräten.

    Das Problem ist, dass es zu wenig Tablet-optimierte Apps gibt. Das Problem wird aber auch nicht leicht zu lösen sein, dafür gibt es einfach zu viele verschiedene Display-Größen und Auflösungen. Beim iPad sieht das dann halt eher wie aus einem Guss aus. Da helfen dann auch die Pfeile in Asus Köcher nix. 🙂

    Ich bin mit meinem Xoom übrigens ganz zufrieden, benutze es aber auch ausschließlich dafür, dass ich nicht mehr unbedingt den Rechner anschalten muss, wenn ich abends noch ein paar Minuten surfen möchte.

    EDIT: Ach ja, eins habe ich noch vergessen: Es würde evtl. schon helfen, wenn man im Market sehen könnte, dass die App tablet-optimiert ist. Bisher ist es nämlich eher ein ausprobieren, wenn man Pech hat, wird nur hochskaliert.

  4. amyristom says:

    Ebenfalls großer Nachteil der Android Tablets (zumindest außerhalb der USA): kein Content! Also keine Musik, keine Filme, keine TV-Serien, keine Bücher über eine zentrale Anlaufstelle (Google Play). Ich denke nach wie vor, DAS ist derzeit der Hauptfaktor, der den großen Durchbruch der Android Tablets verhindert. Der Erfolg des Amazon Kindle Fires verdeutlicht dies ja.
    Aktuell ist es doch so, dass ein Android Tablet für den 0815 User (der sich Content nicht grau/schwarz anderweitig herholt oder umkonvertiert) für kaum mehr nützlich ist als Browsen, Mail, normale Apps und Spiele. Die Hardware taugt als Content Player längst, aber es gibt eben keine Dienste!

  5. Das aktuelle Quartal dürfte dank kommender neuer MacBooks aber auch ordentlich anziehen. iPodTouch und iPhone zählen ja erst im darauf folgenden Quartal wieder. Und wer weiß was für Überraschungen noch auf uns warten.

  6. Welche Plastikbomber können denn im Design und der Verarbeitung (angeblich) mit dem iPhone mithalten?

    M.M.n. keines. Und Leistung ist nicht alles, ich bezweifel, das wir Quad-Core und Co in einem Smartphone WIRKLICH brauchen.