Qualcomm plant angeblich Einstieg in den Gaming-Sektor mit Nintendo-Switch-ähnlichem Gerät

In vielen Smartphones, VR-Brillen und mehr sind Chipsätze von Qualcomm alles andere als eine Seltenheit. Jene Geräte werden dann auch gerne zum Zocken genutzt, was durchaus für die verwendete Hardware spricht. Doch wie man bei Androidpolice nun erfahren haben will, werkelt Qualcomm inzwischen an einer eigenen Konsole, die der Nintendo Switch nicht ganz unähnlich sein soll. So konnte man in der Redaktion ein paar Bilder vom Gerät einsehen, die man leider nicht mit dem Rest der Welt teilen darf, welche allerdings zeigen, dass in der Mitte des Geräts eine Art klobiges Smartphone sitzt, an dessen beiden Enden jeweils ein Joycon-ähnlicher Controller angebracht ist. Diese lassen sich dann genau wie bei der Switch auch abnehmen, zudem soll das dickere Design der Konsole dafür sorgen, dass der verwendete Prozessor durch den thermischen Spielraum noch effizienter arbeiten kann.

Der Akku besitze eine Kapazität von 6.000 mAh und kann per Quick-Charge-Technologie geladen werden. Außerdem soll sich die Konsole ebenso an externe Monitore und Fernseher anschließen lassen, um dort weiterspielen zu können. Unklar ist hingegen, ob dies per Mini-HDMI-Anschluss bewerkstelligt wird oder ob der USB-Typ-C-Anschluss dafür verwendet wird. Den internen Speicher darf man per SD-Karte erweitern, als Oberfläche soll Android 12 verwendet werden, allerdings mit speziellem Launcher. Das System wird dann auch sämtliche Google-Play-Apps und -Dienste unterstützen, außerdem erhoffe man sich, dass das Gerät schon zum Start die App des Epic Games Store anbieten könne. Es soll allerdings auch Bestrebungen von Qualcomm geben, ein eigenes Content-Portal zu etablieren. Laut bisheriger Pläne sei das erste Quartal 2022 für die Veröffentlichung angepeilt. Daher gehe man aktuell davon aus, dass in der Konsole auch schon die zukünftige Generation Chipsatz des Unternehmens verbaut sein wird.

Was soll noch an Bord sein? Bluetooth, GPS, ein Beschleunigungsmesser mit Dual-Zone-Haptik und sogar 5G-Unterstützung durch die Verwendung des X55-Modems. Bisher weiß man noch nicht, ob es auch reine Wi-Fi-Modelle geben wird. Als Preis stehen derzeit rund 300 Dollar im Raum. Ob und wann das Gerät überhaupt den Sprung über den großen Teich nach Europa schafft, ist derzeit ebenfalls noch unklar. Angeblich plane Qualcomm neben dem Direktverkauf im Handel, auch seine Kontakte mit den US-Mobilfunkanbietern zu nutzen, was in Konsolen mit Anbieter-Branding enden könnte. Ein offizielles Statement seitens Qualcomm steht zu den bisherigen Informationen noch aus.

Mal schauen, ob es mehr bleibt als ein Gerücht – denn Qualcomm zeigt Jahr für Jahr auf seinen Entwicklerkonferenzen Referenz-Designs, die Partner auch nutzen können. Darunter schon vor Jahren Konsolen und Tablets, die für das Gaming ausgelegt waren.

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2 Kommentare

  1. klingt für mich wie switch mit android und mobile games. Ich will nicht pauschal sagen alle mobile games sind scheiße, aber an be Qualität von einem guten Mario oder Zelda sollten auch die besten nicht unbedingt ran kommen. Auch wenn Nintendo spiele teuer sind, hab ich lieber einmal Zahlen statt ein free2play system. Aber ok, Quallcomm kann ruhig zeigen was sie drauf haben. Nvidia Shield hatte ja auch einige Fans

  2. „[…] durch den thermischen Spielraum noch effizienter arbeiten kann.“
    Das allein ist schon quasi ein Widerspruch in sich… wenn es mehr Hitze abgibt, ist es allein dadurch schon ineffizienter. Wenn so eine klobige Konsole Qualcomm mehr Spielraum für die Hitze gibt, sorgt das garantiert eher für eine INeffizientere Nutzung. So wie jedes Mal bei Qualcomm. Denen ist Effizienz doch völlig Schnuppe.

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